Autor Thema: Kinky Boots…  (Gelesen 1636 mal)

Online Skirtedman

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #60 am: Gestern um 11:11 »
Lieber Gregor, mit dem Spannungsbogen in Deinem Beitrag hast Du mir kurz vor Schnappatmung gebracht!  :D :D :D :D

Mir reicht der Inhalt dieses Links:

https://www.google.com/search?client=opera&q=crossdresser+vs.+trasvestit+difference&sourceid=opera&ie=UTF-8&oe=UTF-8
... ... ...

Aber ehrlich, spielt es letztendlich überhaupt eine Rolle? Wenn ich einen Rock trage, bin ich einigen ein Crossdresser. Wenn ich noch dazu eine Strumpfhose trage, bin ich mehreren Leuten ein Crossdresser. Je mehr ich dazufüge, desto mehr bin ich ein Crossdresser, bis ich es in den Augen der ganzen Gesellschaft bin. Aber solange ich ICH bin und damit zufrieden bin, ist es dann nicht auch in Ordnung, Crossdresser zu sein?


Als ich Deinem Link gefolgt bin (und noch gar nicht weiter gelesen hatte) kam mir schon die Formulierung einer Antwort darauf in den Sinn.

Und je weiter ich in Deinem Beitrag gelesen habe, Abschnitt für Abschnitt, umso mehr haben mich meine Gedanken gerade noch vor Schnappatmung bewahrt,

am liebsten hätte ich mittendrin schon den Antwortbutton gedrückt und Dir entgegengeschrien:

"Dann guck Dich doch im Crossdresser-Forum um. Fühlst Du Dich dort zuhause?? ?? ??"

Jeder, der dass bejahen kann, darf mir gerne erzählen, dass er sich als Crossdresser fühlt, und ich werde nicht mehr versuchen, ihn von dieser Bezeichnung abzubringen.

Der Kern des Crossdresser-Forums geht um einen Gebrauch von weiblich konnotierter Kleidung, der nichts mit meinem Gebrauch davon zu tun hat.

Es geht mir nicht darum, dass ich nicht dieser Community angehöre. Es geht mir aber darum, die Ausdrucksform zum Tragen von Kleidung benennen zu können. Und es geht mir nicht darum, einen Begriff für mich abzugrenzen, sondern eine Begriff zu verwenden, wie ihn die Betroffenen für sich abgegrenzt haben (mit Graubereichen, gewiss). Und diesen Begriff übereinstimmend mit deren Begriff hier unter uns in unserer Kommunikation übereinstimmend zu verwenden.






(und hier sollte nun Micha besonders wieder aufmerksam mitlesen)


Was mir bei Deinem Link, Gregor, aufgefallen ist (auch noch bei dem einen Video dort, das ich die ersten zwei Minuten gesehen habe) :

Wir müssen bedenken, gerade auch bei dem Wikipedia-Artikel (ein Gemeinschaftswerk von 80 Autoren, von denen die wenigsten jemals selbst Kontakt zur Crossdresser-Szene hatten, und wenn, ist deren Beitrag wieder rausgeworfen worden - so in etwa jedenfalls) etwas gemeint ist, was nicht explizit ausgedrückt wird:

'Das Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts' (habe ich nun etwas verkürzt zusammengefasst) scheint wohl, egal ob in Deutsch oder in Englisch, quasi stillschweigend mitmeinen, dass man damit auch den Geschlechtsausdruck der betreffenden 'überkreuzten'
Kleidung verwenden will.
Also es meint wohl immer stillschweigend: "Mann im Kleid = will als Frau erscheinen", "Frau im Anzug = will als Mann erscheinen".
Sofern das nicht stillschweigend mitgemeint ist, dann wird das explizit erwähnt -> solche Stellen finden sich mehrfach in dem langen Wikipedia-Artikel.
Ansonsten ist auch gleichzeitig der beabsichtigte überkreuzte Geschlechtsausdruck mitgemeint, wenn es heisst (Kleidung vom anderen Geschlecht tragen).

Und bitte beachten: Es heisst dort auch überall: "Kleidung".
Es geht nicht um Kleidungsstücke, nicht fünf, nicht drei, nicht nur eines, es geht um "Kleidung".
Und bei dieser Verwendung des Begriffs Kleidung wird wohl das gesamte Erscheinungsbild mitgemeint!
Das wird zwar nirgendwo explizit so deklariert, ist aber offensichtlich so der Fall, nachdem ich die letzten Tage etliche verschiedene Quellen in Deutsch und in Englisch konsultiert habe.

Das erinnert mich an die vielen Fundstellen, denen ich z.B. bei der internationalen Plattform Quora begegnet bin.
Da erzählen Männer, wie toll es ist, als Mann in der Öffentlichkeit Röcke zu tragen. Und dass es keinen interessiert. Und am Ende des Beitrags stellt es sich dann irgendwann heraus, dass sie das nur tun, wenn sie sich als möglichst perfektes Abbild einer Frau unter die Leute wagen.

So, wie diese Männer ihr Tun mit "Als Mann im Rock in Öffentlichkeit" auffassen (und implizit die Frauenerscheinung mitmeinen),
so scheint auch das "Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts" die Verwendung des Erscheinungsform des anderen Geschlechts mitzumeinen!








Letzten Ende, um zu meiner Schnappatmung von anfangs zurückzukommen...  :D :D :D ;D

hast Du, Gregor, ja dann doch noch gut eingelenkt!!! Indem Du noch mal explizit das Crossdresser-Forum erwähntest.

Es ist zwar nicht exakt so, wie Du das zusammen gefasst hast, sondern noch mal schwieriger...:

Das Problem ist ja, dass Crossdressers oft nicht nur crossdressen, sondern auch mit ihrem Geschlecht nicht zufrieden sind und deshalb versuchen, wie das andere Geschlecht zu erscheinen und damit den Begriff Crossdresser zerstört haben. Mit dem Crossdressing-Forum kann ich mich nicht identifizieren.

Und DESHALB wäre ich vielleicht doch nicht damit einverstanden, Crossdresser zu sein.

Denn, nur kurz: Nicht alle Corssdresser sind mit ihrem zugewiesenen Geschlecht unzufrieden...
Aber dennoch:

Ich bin froh, dass Du zu dieser Erkenntnis kamst,
doch lieber nicht Dich als Crossdresser zu bezeichnen!

Danke!
(Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, wenn Du Dich nun doch als Crossdresser sehen würdest)
(sondern Danke, weil ich mich überraschenderweise von Dir nun doch verstanden gefühlt habe)
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Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Online Skirtedman

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #61 am: Gestern um 11:24 »
Micha, ich muss leider Deinen Beitrag hier als Vollzitat verwenden, sonst wird es zu verwirrend.

Und Micha, nein, wir sind noch nahe dran am Musical. Weil das Musical dreht sich überwiegend um Transvestiten bzw. Crossdresser. Und auch  - soweit ich das weiss - um Crossdresser in einer überspitzten, weil bewusst extrem übertriebenen Form: Drag Queens, wobei das schon wieder keine echten Crossdressser mehr sind, weil sie ja ihre männliche Identität mit ins Spiel bringen, was ja ein Crossdresser für gewöhnlich genau vermeiden will.

Nun, lieber Wolfgang, gibt es zwischen den beiden Extrempositionen, als Frau oder nicht als Frau wahrgenommen werden zu wollen, auch verschiedene Abstufungen, wie z.B. als jemand wahrgenommen werden zu wollen, der seine weibliche Seite, die er als Mann hat, nicht unterdrückt oder als jemand wahrgenommen werden zu wollen, der sich nicht mit einer traditionellen männlichen Rolle identifiziert oder als jemand wahrgenommen werden zu wollen, der sich als nonbinär versteht. In keinem dieser Fälle möchte der Betreffende als Frau wahrgenommen werden, aber eben auch nicht als Mann mit den tradierten männlichen Eigenschaften, die viele von einem Mann erwarten. Und dieses Nicht-als-konventioneller-Mann-wahrgenommen-werden-wollen, das nicht identisch ist, mit einem Als-Frau-wahrgenommen-werden-wollen, äußert sich auch in der Kleidung. Auch diese Männer wählen sich Kleidung aus der Damenabteilung, nicht obwohl, sondern auch weil sie aus der Damenabteilung stammt.

Sind diese Männer nun Crossdresser oder nicht, nach der Definition, die Du als von den Crossdressern als Selbstbezeichnung stammend beschreibst? Oder brauche wir für diese Männer noch andere Begriffe?

LG, Micha

PS: Wir sind übrigens sehr weit weg von dem Musical-Thema der Threadüberschrift ohne dass sich bisher jemand darüber beschwert hat.

Insofern hat sich meine Antwort eigentlich schon in meine obige Einleitung eingeschlichen.

Crossdresser (im Sinne der Crossdresser-Szene, siehe Crossdresser-Forum) möchten in der Öffentlichkeit ihre männliche Identität oder ihren Männerkörper möglichst verbergen.

Jeder, der nicht versucht, seinen Männerkörper zu verbergen, ist kein Crossdresser.

Die breite Skala, die Du erwähnst, Micha, ist irgendwo angesiedelt bei LGBTQIA*, oder aber auch ausserhalb. Vielleicht trifft das transgender, trans*irgendwas oder aber auch nur Mann mit weiblichen Anteilen zu.

Crossdresser sind nur Menschen - beschränken wir uns auf die manngeborenen Crossdresser: sind nur Männer, die in Frauenerscheinung (die meisten nur von Zeit zu Zeit, als aufwändiges Hobby eben) unter die Leute gehen.
MEHR NICHT.

Crossdresser laufen (bis vielleicht auf Ausnahmen) nicht jeden Tag "en femme" durch die Gegend. Es ist eine Flucht aus dem Alltag, wie jemand anderes am Wochenende zum Abtanzen in den Club geht, oder mal mittwochs.
Und es ist ein aufwändiges Hobby. Ein Hobbypilot sitzt auch nicht jeden Tag in seinem Sportflugzeug, weil viel zu zeitaufwändig.
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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #62 am: Gestern um 11:27 »
Und es wird wieder einmal Zeit für einen direkten Link:

https://www.crossdresser-forum.de/

Kann sich jeder selbst ein Bild davon machen.
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Offline MAS

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #63 am: Gestern um 11:31 »
Nun, lieber Wolfgang, fehlt noch Deine Meinung zur Bezeichnung der Zwischenstufen zwischen den Männern, die als Frauen und denen, die als konventionelle Männer wahrgenommen werden wollen.

Und was Gregor als Grund nennt, weshalb er nicht als Crossdresser bezeichnet werden will, ist laut Slothorpe ja gar kein Grund, denn die, die mit ihrem angeboren-zugewiesenen Geschlecht nicht zufrieden sind, sind ja Transgender, und Transgender sind keine Crossdresser.
Demzufolge lehnt Gregor den Crossdresser-Begriff für sich aufgrund falscher Assoziationen ab. Aber er schreibt ja auch, dass die, die Crossdressern unterstellen, mit ihrem angeboren-zugewiesenen Geschlecht nicht zufrieden zu sein, den Crossdresser-Begriff zerstört haben.

Mit dem ursprünglichen Crossdresser-Begriff könnte er sich also identifizieren, aber nicht mit dem zestörten.

Ich sehe gerade, dass Du in der Zwischenzeit wieder etwas geschrieben hast.

Das lese ich jetzt erstmal:

Okay, damit beschreibst Du als Crossdresser nur die Männer, die vollständig als Frauen wahrgenommen werden wollen. Frage: Ohne aber mit ihrem angeboren-zugeschriebenen männlichen Geschlecht unzufrieden zu sein?

Und wenn ich diese Definition so lese, ist sie doch identisch mit der Definition des Begriffs "Transvestiten", sofern man Transvestiten nicht fälschlicherweise unterstellt, krank zu sein. Oder?

LG, Micha

 
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Online Skirtedman

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« Antwort #64 am: Gestern um 11:55 »
Okay, damit beschreibst Du als Crossdresser nur die Männer, die vollständig als Frauen wahrgenommen werden wollen. Frage: Ohne aber mit ihrem angeboren-zugeschriebenen männlichen Geschlecht unzufrieden zu sein?

Und wenn ich diese Definition so lese, ist sie doch identisch mit der Definition des Begriffs "Transvestiten", sofern man Transvestiten nicht fälschlicherweise unterstellt, krank zu sein. Oder?

LG, Micha

Micha, Crossdresser sein ist vielschichtig.

Die wichtigsten Kriterien habe ich in den Beiträgen zuvor (und oftmals sonstwo ebenso) diesesmal groß und fett zusammengefasst.

Über Identitätsgefühl und sexuelle Orientierung und sonstige Kategorien wird damit keine Aussage gemacht, denn es kann alles vorkommen. Wichtigstes Kriterium ist das Äussere, der äussere Anschein. Da können auch transgender Personen dabei sein, oder Trans-Menschen auf dem Weg zu ihrem angestrebten Körper, oder nicht auf dem Weg, sondern irgendwo zwischendrin "angekommen".

Crossdresser wird vielfach so erklärt, als sei das das moderne Wort für Transvestiten. Ohne Beigeschmack von zu behandelnder Krankheit.

Mich befragt, hat Transvestit noch einen anderen Beiwert: ein Transvestit will entweder dauerhaft als Frauenerscheinung leben (aus welchem Grund auch immer) oder macht es "in Teilzeit" mit der besonderen Sonderform, dass er damit auch seine sexuelle Ausrichtung zum Ausdruck bringt (Männern zu gefallen). Das mag aber einzig mein persönlicher Eindruck sein.

(insofern sehe ich 'Transvestit' nicht nur als ähnlichen, veralteten Ausdruck, sondern als eine kleine Sonderform von Crossdressing. Nach meinem Verständnis könnte also jeder Transvestit quasi ein Crossdresser sein, aber längst nicht alle, eher kaum ein Crossdresser ist auch gleichzeitig ein Transvestit - nach meiner persönlichen Auffassung) - (Transvestiten, die ganztags als Frauenerscheinung leben , 24/7, haben meiner Auffassung nach auch das Feld der Crossdresser bereits wieder verlassen)





Zurück zum Crossdressing bzw. zum Crossdresser-Forum:

Es gibt dort eine Rubrik, die quasi das ist, was wir hier haben unter dem Titel:
"Was habt ihr gestern getragen?" (Link)

Dort heisst es:
"Was macht ihr heute, tragt ihr heute für ein Outfit?"
mit knapp 2000 Einträgen.

Wir haben über 13.000 Einträge.

Dort habe ich mich auf den letzten, aktuellsten Seiten umgeschaut und die Bilder, die mir ohne dortige Anmeldung angezeigt wurden angeschaut.
Link: https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?t=291&start=26055

Mein Ergebnis (nicht zum ersten Mal, jetzt aber eindeutig wieder) ist:

Der Kern des Crossdresser-Forums verfolgt andere Ziele, als ich sie verfolge.
Es hat nicht zum Ziel, den Rock am Mann zu etablieren.
Im Gegenteil.

Darum fällt es mir höchst schwer, zum Beispiel Dich, Micha, als Crossdresser zu bezeichnen.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
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Online Yoshi

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #65 am: Gestern um 11:57 »
Was für eine haarspalterische Diskussion…
Letztlich ist es völlig Wurst als was ihr Euch bezeichnet, wie Ihr wahrgenommen werdet, habt Ihr nicht in der Hand.

Ich finde den Begriff Crossdresser jedenfalls völlig ok für das was ich tue, denn er beschreibt das in einem Wort ganz gut und wird auch von anderen Leute so gebraucht.

BTW: eine Transfrau (also ein bei Geburt biologischer Mann, der sich als Frau wahrnimmt) die Frauen-assoziierte Kleidung trägt ist kein Crossdresser…. Denn die Kleidung passt ja zu wahrgenommen Geschlecht. Wie das die Umgebung wahrnimmt ist dann wieder eine eigene Sache…

Was ich so seltsam finde ist, dass die meisten der paar Leute , die hier überhaupt regelmäßig schreiben, so viel Wert darauf legen, kein Crossdresser sonder „normale Männer“ zu sein, die nur zufällig gerne Röcke tragen… kein Wunder, dass hier am Ende immer nur die selben 5 Leute 98% der Beiträge schreiben…. Der Rest verliert schnell das Interesse…

Schaut man mal z.B. ins Crossdresser-Forum, so sind da bestimmt 10mal zu viele Leute regelmäßig aktiv und auch die Qualität und Vielfalt der Beiträge ist deutlich höher… woran liegt‘s wohl?

Mich erinnern diese Diskussionen sehr, was auf einigen queeren Servern los ist. Es geht ständig über Identität und Sexualität. Man diskutiert über Begrifflichkeiten, zerpflückt sie und springt sich teils an den Hals, weil man unterschiedliche Parameter ansetzt..

Für viele Menschen sind Labels wichtig. Es scheint essenziell zu sein, als was sie sich bezeichnen und oftmals ist es den sogar wichtiger, was sie nicht sind, als das, was sie sind. Sie kämpfen mit allem Eifer, dass die Außenwelt sie als das wahrnimmt, als was sie sich selbst sehen.

Dann gibt es Menschen, denen sind Labels nicht so wichtig. Zu denen zähle ich mich. Crossdresser würde ich nicht als Selbstbezeichnung nutzen, aber wenn das jemand machen möchte, habe ich kein Problem damit. Ich kann meine Außenwirkung eh nur bedingt beeinflussen. Was bringt es mir darüber nachzudenken, was die anderen Leute über mich denken? Die reimen sich doch eh oft zusammen, was sie wollen  ;)

Online Skirtedman

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« Antwort #66 am: Gestern um 12:12 »
Nochmals, Yoshi,

mir geht es darum, wie wir uns untereinander in unserem Forum über Erscheinungsformen des Gebrauchs weiblicher Kleidung austauschen und verständigen.

Die Bezeichnung, die andere Menschen für uns suchen und verwenden, ist dabei erst einmal ziemlich unwichtig. Es geht darum, unsere Kommunikation effizienter zu gestalten. Dazu braucht es Begrifflichkeiten.

Und mal ehrlich. In der Summe der Bilder, die ich ab den beiden nun nochmal beieinander aufgeführten Links zu Gesicht bekomme, offenbaren mir sichtbare Unterschiede.

Wem diese Unterschiede ohne weitere Erklärung nicht auffallen, wird die unterschiedlichen Bedeutungsschwerpunkte der Begriffe ohnehin nicht erkennen.

https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?t=291&start=26055
https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.13095

(ich habe nun bei beiden Foren den Startzeitpunkt 15.12.2025 gewählt)
(wobei es durchaus etwas schwierig macht, weil zwei der Beteiligten bei beiden Foren aktiv sind, wobei ich mit dieser Erwähnung niemanden persönlich angreifen will)
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Online Skirtedman

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« Antwort #67 am: Gestern um 12:32 »
Wird übrigens Zeit, dass bei uns mal wieder ein neues Bild ins Forum kommt.

Hier für alle, die den dortigen Bereich (unser "gestern getragen") nicht aufrufen können:
https://up.picr.de/50450298iz.jpg
https://up.picr.de/50450299tj.jpg
(Bilder von vorgestern)
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Offline cephalus

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #68 am: Gestern um 12:32 »
Dann gibt es Menschen, denen sind Labels nicht so wichtig. Zu denen zähle ich mich. Crossdresser würde ich nicht als Selbstbezeichnung nutzen, aber wenn das jemand machen möchte, habe ich kein Problem damit. Ich kann meine Außenwirkung eh nur bedingt beeinflussen. Was bringt es mir darüber nachzudenken, was die anderen Leute über mich denken? Die reimen sich doch eh oft zusammen, was sie wollen  ;)

Ziemlich ähnlich sehe ich das auch.
Was in dieser und den meisten anderen Diskussionen ähnlicher Art meist komplett ausser Acht gelassen wird, ist das Auftreten einer Person jenseits der Kleidung.

Wie ich, für mich, eine Person einschätze ergibt bei persönlichem Kontakt überwiegend durch Gestik, Art und Inhalt der Sprache usw.

Und ja, ich bin so überheblich zu behaupten, dass ich nach einem Gespräch ziemlich sicher sagen kann, wie die sexuelle Orientierung einer Person ist, ob es einfach nur extravagante Kleidung ist, oder ob ein anders Mindset dahinter seht.

So erkläre ich mir auch, warum ich nicht zu meiner Kleidung gefragt werde, vermutlich ist meine Gesamtwirkung unabhängig vom Stoff der mich gerade umhüllt sehr eindeutig.
Es bleib kaum etwas Fragwürdiges - im Wortsinn, obwohl ich das selbst nicht oder kaum beeinflussen könnte.

Online Skirtedman

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #69 am: Gestern um 12:35 »
Ist doch bei mir auch so, überwiegend.

Wie gesagt, unsere Aussenwirkung ist noch mal ein anderes Thema.

Es geht hier ganz besonders um die Begriffe, die wir verwenden, um miteinander unter uns zu kommunizieren. Ohne bei jeder Erwähnung des Gemeinten die Finger uns wundtippen zu müssen.

Ausserdem ist genau das Wort Crossdresser in den Köpfen der meisten Menschen nicht präsent zum allwöchentlichen Gebrauch.
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Online Yoshi

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« Antwort #70 am: Gestern um 12:39 »
mir geht es darum, wie wir uns untereinander in unserem Forum über Erscheinungsformen des Gebrauchs weiblicher Kleidung austauschen und verständigen.

Die Bezeichnung, die andere Menschen für uns suchen und verwenden, ist dabei erst einmal ziemlich unwichtig. Es geht darum, unsere Kommunikation effizienter zu gestalten. Dazu braucht es Begrifflichkeiten.

Ich fasse die Kommunikation mal sehr effizient zusammen:

Viel Rauch um nichts!

Ohne bei jeder Erwähnung des Gemeinten die Finger uns wundtippen zu müssen.

Köstlich! Du tippst dir natürlich nie die Finger wund, weil sie das Romanschreiben schon gewohnt sind.  ;D

Online Skirtedman

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« Antwort #71 am: Gestern um 12:40 »
War mir klar, dass das kommt...  ;D ;D ;D

Sieh es so: Dir viel Rauch um Nichts.

Mir viel Rauch um Vieles!





Nochmals:

WAS IST SO SCHWER DARAN??

Link

Ausschnitt:
Und es gibt eine ganz klare Abtrennung, die im Randbereich zwar unscharf und grau ist, die aber eine grobe Einteilung ermöglicht, wie der Begriff in der Szene mit Bedeutungsschwerpunkt verwendet wird:

- Wenn er´s tut, will er möglichst als Frau und nicht als Mann wahrgenommen werden, indem er möglichst passend eine Frauenerscheinung nachbildet (ganz gleich, was er damit verbindet und wie er fühlt, die meisten fühlen sich innerlich dabei trotzdem nicht als Frau und die meisten wollen auch keine werden) = Crossdresser

- Wenn er´s tut und will nicht als Frau wahrgenommen werden bzw. er es nicht darauf anlegt, sein offensichtliches Mannsein zu verbergen = nicht Crossdresser


Was tut so weh, diese gelebte Unterscheidung zu VERSTEHEN?
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Offline Bernd

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« Antwort #72 am: Gestern um 12:57 »
Der Begriff "Crossdresser" wird zu verschieden definiert und verwendet, als dass wir uns jemals untereinander oder gar in der Gesellschaft darüber einig werden würden.
Ich persönlich finde ihn für mich selbst nicht passend, weil er für mich Aspekte impliziert, die auf mich nicht zutreffen. Aber ich habe auch kein Problem damit, wenn andere mich als Crossdresser bezeichnen oder gar glauben, ich würde mich als Frau identifizieren.

Vielleicht hilft es ja, um unserem (und insbesondere Wolfgangs) Bedürfnis nach Begriffen zur Selbstbeschreibung nachzukommen, noch ein paar Alternativen in den Raum zu werfen?

Wenn ich gefragt werde, warum ich ein Kleid trage, dann nutze ich gerne zur Erklärung den Ausdruck "Kleidung hat kein Geschlecht".
Das drückt für mich gut aus, dass ich mir die Freiheit nehme, mich nicht von konventionellen Kleidungsnormen einengen zu lassen, sondern zu tragen, was mir gefällt, egal ob das für Männer oder für Frauen oder für beide produziert wurde.
In gewisser Weise ist das natürlich eine Wunschvorstellung, denn in den gesellschaftlichen Konventionen hat die meiste Kleidung ein zugewiesenes Geschlecht. Aber ich betrachte es als Zielvorstellung, dass wir immer mehr dahin kommen, für eben diese Freiheit gesellschaftliche Akzeptanz zu finden.

Ein zweiter Begriff, den ich gerne mag, ist "gender-nonconforming clothing". Dieser Begriff berücksichtigt, dass meine Kleidung gemeinhin eben noch nicht als geschlechtsunabhängig verstanden wird. Er impliziert für mich aber nicht wie "Crossdressing", dass es meine Absicht sei, Kleidung des anderen Geschlechts zu tragen (um femininer oder ggf. ganz wie eine Frau auszusehen), sondern nur, dass mir bewusst ist, dass andere meine Kleidung als nicht passend für mein Geschlecht ansehen.
Ich hätte bis gerade eben gesagt, dass mir für diesen Begriff keine deutsche Übersetzung geläufig ist. Habe dann aber via DeepL Folgendes gefunden: "geschlechtsuntypische Kleidung". Darüber muss ich mal in Ruhe nachdenken; könnte mir vermutlich auch gefallen.

Offline MAS

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« Antwort #73 am: Gestern um 13:15 »
Okay, damit beschreibst Du als Crossdresser nur die Männer, die vollständig als Frauen wahrgenommen werden wollen. Frage: Ohne aber mit ihrem angeboren-zugeschriebenen männlichen Geschlecht unzufrieden zu sein?

Und wenn ich diese Definition so lese, ist sie doch identisch mit der Definition des Begriffs "Transvestiten", sofern man Transvestiten nicht fälschlicherweise unterstellt, krank zu sein. Oder?

LG, Micha

Micha, Crossdresser sein ist vielschichtig.

Die wichtigsten Kriterien habe ich in den Beiträgen zuvor (und oftmals sonstwo ebenso) diesesmal groß und fett zusammengefasst.

Über Identitätsgefühl und sexuelle Orientierung und sonstige Kategorien wird damit keine Aussage gemacht, denn es kann alles vorkommen. Wichtigstes Kriterium ist das Äussere, der äussere Anschein. Da können auch transgender Personen dabei sein, oder Trans-Menschen auf dem Weg zu ihrem angestrebten Körper, oder nicht auf dem Weg, sondern irgendwo zwischendrin "angekommen".

Crossdresser wird vielfach so erklärt, als sei das das moderne Wort für Transvestiten. Ohne Beigeschmack von zu behandelnder Krankheit.

Mich befragt, hat Transvestit noch einen anderen Beiwert: ein Transvestit will entweder dauerhaft als Frauenerscheinung leben (aus welchem Grund auch immer) oder macht es "in Teilzeit" mit der besonderen Sonderform, dass er damit auch seine sexuelle Ausrichtung zum Ausdruck bringt (Männern zu gefallen). Das mag aber einzig mein persönlicher Eindruck sein.

(insofern sehe ich 'Transvestit' nicht nur als ähnlichen, veralteten Ausdruck, sondern als eine kleine Sonderform von Crossdressing. Nach meinem Verständnis könnte also jeder Transvestit quasi ein Crossdresser sein, aber längst nicht alle, eher kaum ein Crossdresser ist auch gleichzeitig ein Transvestit - nach meiner persönlichen Auffassung) - (Transvestiten, die ganztags als Frauenerscheinung leben , 24/7, haben meiner Auffassung nach auch das Feld der Crossdresser bereits wieder verlassen)





Zurück zum Crossdressing bzw. zum Crossdresser-Forum:

Es gibt dort eine Rubrik, die quasi das ist, was wir hier haben unter dem Titel:
"Was habt ihr gestern getragen?" (Link)

Dort heisst es:
"Was macht ihr heute, tragt ihr heute für ein Outfit?"
mit knapp 2000 Einträgen.

Wir haben über 13.000 Einträge.

Dort habe ich mich auf den letzten, aktuellsten Seiten umgeschaut und die Bilder, die mir ohne dortige Anmeldung angezeigt wurden angeschaut.
Link: https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?t=291&start=26055

Mein Ergebnis (nicht zum ersten Mal, jetzt aber eindeutig wieder) ist:

Der Kern des Crossdresser-Forums verfolgt andere Ziele, als ich sie verfolge.
Es hat nicht zum Ziel, den Rock am Mann zu etablieren.
Im Gegenteil.

Darum fällt es mir höchst schwer, zum Beispiel Dich, Micha, als Crossdresser zu bezeichnen.

Lieber Wolfgang,

Vollzitat, da inzwischen andere Beitrage kamen.

Also im Unterschied zu Slothorpe können Crossdresser für Dich also auch Transgender sein. Da ist nur die Frage, ob eine Transfrau, die auch Crossdresserin ist, sich dann männlich kleidet (also entsprechend seinem angeboren-zugewiesenen Geschlecht) oder weiblich (also entsprechend seinem selbst empfundenen Geschlecht).


Und ich erkenne, dass es Dir deshalb wichtig ist, den Begriff "Crossdresser" zu definieren, weil Du erklären willst, dass Du in diese Rubrik nicht gehörst. Demzufolge wäre eine Definition oder Umschreibung von "Crossdresser", die auch das umfasst, als was Du Dich fühlst, kontraproduktiv für Dich. Denn Dir ist es eben wichtig, kein Crossdresser zu sein.

Und eine Deinem Interesse dienende Definition findest Du in dem Crossdresser-Forum, welches Du demzufolge als maßgebend für die Definition beurteilst. Andere Definitionen lehnst Du ab, weil sie Dir nicht als Abgrenzungsdefinitionen dienen können.

Das habe ich jetzt mal sehr zugespitzt.

Stimmt das oder habe ich recht?

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« Antwort #74 am: Gestern um 13:16 »
Ja, die Eigenbezeichnung...

Die wäre sicherlich hilfreich.

Als Frauen zu den Hosen griffen, brauchten sie aber auch keine Eigenbezeichnung. Allerdings schwirrten da noch nicht so viele verwirrende Begriffe umher, wie das heute bei uns der Fall ist.

Wie gesagt, eigentlich müsste es der anzunehmende Normalfall sein, dass ein Mann einfach nur Rock oder Kleid tragen möchte, ohne etwas damit weiteres ausdrücken zu wollen. Alles andere wäre dann ein Sonderfall, der erklärungsbedürftig wäre und Bezeichnungen bräuchte. Aber die Sonderfälle sind zu viele. Zu viele? - weiß man nicht. Aber zumindest ziemlich "laut". Und das ist ja auch gut so. Das ist ja deren Recht. So will jeder irgendwie verstanden werden.

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