Ja, Micha, ich weiss: von weitem. Das war auf 170 Metern Entfernung. Mit Spaghettikleid.
Und ja, Yoshi, natürlich werden sich auch bei mir Beobachter fragen, was das soll bzw. "was dahinter steckt". Und manchmal fragen sich mich ja auch. Und in letzter Zeit, seit ich wohl auch mehr Farbe und Muster trage, höre ich auch immer häufiger "Mann in Frauenkleidern", wenn sie mich beschreiben. Lange Zeit war mir das zuwider. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, ohne im Sinne von Ferdi den Leuten zu erklären, dass wenn ein Mann das trägt, das keine Frauenkleidung sei. Sobald "Mann in Frauenkleidern" fällt, zuckt es in mir innerlich immer noch einen Moment zusammen, weil diese Beschreibung in meinem Kopf als Kind eine Reihe von Assoziationen hervorgerufen hat, die mit mir nichts zu tun haben. Aber ich lasse es inzwischen eben über mich ergehen, und ja de facto ist es ja nichts anderes als "ein Mann in Frauenkleidern", auch wenn ich diese Zuordnung für die Zukunft gerne verändert sehen möchte.
Es ist ja so, ich gehe in die Frauenabteilung und kaufe mir meine Kleidung. Aber immerhin werde ich in allen nur erdenklichen Fällen, wo das relevant wird, für einen Mann gehalten. Auch wenn ich niedliche Damensandaletten trage. Insofern kleide ich mich strukturell vergleichbar in dem Maße feminin wie Slothorpe (er halt mit Hochhack an den Füßen).