Autor Thema: Warum manche posten und andere nur still mitlesen  (Gelesen 905 mal)

Offline cephalus

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Antw:Warum manche posten und andere nur still mitlesen
« Antwort #30 am: 03.01.2026 13:21 »
Wahrscheinlich suche ich momentan einfach Antworten für mich selbst, inwiefern Röcke immer noch Teil meines Lebens sind und ob sie es in Zukunft überhaupt noch sein werden.

Vermutlich hat fast jeder verschiedene Rockphasen in seinem Leben, in denen Wichtigkeit, Tragehäufigkeit und vor allem die Art der Beschäftigung damit variiert.

Ich denke in den persönlichen Entwicklungsphasen ist der Austausch am wichtigsten.
Mit vielen Jahren Lebens- und Rockerfahrung ist ein Forum optional, unabhängig davon wieviel Rock gerade an Tragehäufigkeit und Beschäftigung mit dem Thema einnimmt.
Prognosen für die Zukunft würde ich in meinem Fall nicht wagen.


Wie fühlt es sich eigentlich an zu wissen, dass Viele nur lesen und nicht schreiben?

Seid ihr (es antworten ja eh nur die Viel- und Mittelvielschreiber  ;) ) ein Bisschen sauer auf die Stummen? Fühlt man sich unangemessen ausgenutzt?


Ich empfinde es als schade, weil evtl. abweichende Mrinungen und Erfahrungen nicht gehört werden und sich so eine sehr einseitige Tendenz im Forum niederschlägt.

Offline doppelrock

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Warum manche posten und andere nur still mitlesen
« Antwort #31 am: 03.01.2026 14:40 »
Letztlich können die Schreibenden die Mitlesenden nur ermuntern, sich einzubringen. Aktiv werden müssen sie SELBST WOLLEN.

Klar gehört schon etwas Mut dazu, sich ins Getümmel zu stürzen und auch Durchhaltevermögen und ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein, damit die immer wieder vorkommenden dümmlichen Angriffe gegen die Person und meist außerhalb des Themas wegstecken zu können. Aber das ist im realen Leben nicht anders. Und dieses schlechte Verhalten sagt mehr über die Sprechenden als über die Angesprochenen.

Echter Austausch und echte Diskussion kann nur stattfinden, wenn viele verschiedene Ansichten auf den Marktplatz kommen und ohne persönliche Angriffe ausgetauscht werden. Wenn immer wieder nur eine kleine, aber laute Gruppe ihre Ansicht vertritt, klappt das sicher nicht.
Und ich finde, dass es Zeit ist, nicht mehr an Floskeln wie "der Klügere gibt nach" zu glauben. Denn man sieht ja allerorten, was passiert, wenn die Dummen die Macht bekommen.

Also: Traut euch ruhig!

Offline Peter58Muc

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Antw:Warum manche posten und andere nur still mitlesen
« Antwort #32 am: 03.01.2026 15:17 »
Ich bin auch eher ein Leser, als ein Schreiber.
Mir ist aufgefallen, dass immer wieder dieselben mit - und übereinander schreiben
und zu dem elitären Kreis gehöre ich nicht. 
Meine wenigen Beiträge werden selten kommentiert, weil ich nicht zu den Schreibern gehöre, die elendslange Texte verfassen, oder täglich Fotos einstelle und meine Männlichkeit als Rockträger thematisiere. Ich bin auch noch in einem anderen Forum angemeldet und da wird vor diesem Forum immer wieder von einigen gewarnt, dass es nur aus einigen wenigen besteht, die eigentlich regelmäßig um des Kaisers Bart diskutieren.

Gruß Peter und trotzdem allen ein gesundes und gutes neues Jahr

Offline Skirtedman

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Antw:Warum manche posten und andere nur still mitlesen
« Antwort #33 am: 03.01.2026 15:42 »
Tja, Peter, jeder so, wie er es braucht...


Wie fühlt es sich eigentlich an zu wissen, dass Viele nur lesen und nicht schreiben?

Seid ihr (es antworten ja eh nur die Viel- und Mittelvielschreiber  ;) ) ein Bisschen sauer auf die Stummen? Fühlt man sich unangemessen ausgenutzt?


Ich empfinde es als schade, weil evtl. abweichende Meinungen und Erfahrungen nicht gehört werden und sich so eine sehr einseitige Tendenz im Forum niederschlägt.

Ja, cephalus, das finde ich auch schade.

Und das deckt sich auch ein bisschen mit dem, was in dem Radiobeitrag zur Sprache kam, dass eben die schweigende Mehrheit mit ihren Meinungen, Haltungen (und in unserem Fall auch Erfahrungen) in solchen Foren nicht abgebildet wird. Und das ist echt ein Verlust.





Und zu Beginn, cephalus, sprichst Du etwas an, was mir auch auf der Zunge lag, als ich heute morgen Yoshis Nachtbeitrag las.

Es liest sich bei Yoshi wie eine Anklage. Mit ein paar Minuten Abstand kam mir aber auch der Begriff in den Sinn:
Phasen!

cephalus:
Vermutlich hat fast jeder verschiedene Rockphasen in seinem Leben, in denen Wichtigkeit, Tragehäufigkeit und vor allem die Art der Beschäftigung damit variiert.

Ich:

Ein Freund von mir sagte mir 4, 5 Jahre später, nachdem ich mich meinem Freundeskreis 'geoutet' hatte, dass er sich wundert, weil ich noch immer konsequent Röcke tragen würde,

er hätte damals gedacht, das sei nur eine Phase, das ginge wieder vorbei.

Nein, diese Phase ist bei mir nicht vorbei, sie hält jetzt für meinen Freundeskreis nun schon seit 30 Jahren oder mehr an.

Es ist aber in Ordnung, wenn jeder so seine individuellen Phasen hat, auch welche, die wieder an Bedeutung für das weitere Leben verlieren, die nicht mehr so wichtig sind, die vielleicht Irrungen und Wirrungen waren, vielleicht aber auch notwendig, um bestimmte Inhalte im Leben zu lernen oder zu verstehen. Das ist in Ordnung. Das ist auch in Ordnung, wenn das bei Dir so ist, lieber Yoshi.

Im Moment ist auch wieder eine kleine Phase, Yoshi, wo Dir dieses Forum wieder einmal etwas mehr bedeutet, auch wenn Du es überwiegend nun dazu benutzt, auf dieses Forum und seine Akteure zu schimpfen. Es muss ja Gründe haben, dass Dir das gerade so wichtig ist zu kommunizieren. Ohne Herzblut hättest Du ja sonst einfach nichts dazu geschrieben.

Und doppelrock muss ich zustimmen, Deine Wortwahl ist auch oft nicht gewaltfrei.

Natürlich finde ich es schade, wenn für Dich das Thema Rock keine mehr so bedeutende Rolle in Deinem realen Leben spielt. Ich bin nämlich einer, der sich inzwischen bereitwillig als "Missionar" betiteln lässt - auch wenn die Benutzer dieses Begriffs das nicht mit Wohlwollen tun. Aber mir ist noch immer daran gelegen, dass mehr Männer sich nicht mehr hemmen lassen, zu tragen, was sie wollen. Dies ist meine Mission, der ich mich angenommen habe. Wenn es Dich langweilt, dass manche Menschen mit mehr Herzblut an die Sache herangehen als Dir das wert ist, so zeigt das, dass dieser Aspekt des Kleidens / Lebens für Dich längst keine so tiefgreifende Rolle mehr spielt als für mich.

Ohne missionarischen Eifer wäre auch im Feminismus vieles nicht vorangegangen. Auch wenn die meisten der einstigen Ikonen von damals inzwischen durch abflauenden Feminismus (vor allem, weil die wichtigsten Ziele recht gut erreicht worden sind) eher belächelt werden oder in der Kritik stehen, siehe Alice Schwarzer.

Und Kritik, immer und immer wieder seine Identität betonen zu müssen (ach, wie männlich man doch ist, obwohl man Röckchen trägt), ist gerechtfertigt, aber halte ich für unüberlegt, weil jede andere Gruppe auch immer wieder betont, dass sie anders ist. Nimm die Diversen, Non-binären, Queeren, was wäre diese Bewegung, wenn sie nicht immer wieder betonen würden, was sie eigentlich sind. Es geht doch darum, wahrgenommen zu werden, bzw. sich wahrgenommen zu fühlen.

Nichts anders ist das mit den Männern, die Rock, Kleid oder High-Heels tragen, sich aber ungebrochen weiterhin als Männer fühlen. Auch sie (also wir, weil ich mich dazugehörig fühle) wollen wahrgenommen werden. Wollen sich wahrgenommen und verstanden fühlen.

Dass es langweilen kann, weil man sich nicht derselben Gruppe zugehörig fühlt, kann ich gut verstehen.





Noch ein Themenwechsel:

Der Grund warum ich hier selten schreibe ist, dass ich mich von der Menge Text, den einige produzieren und dem ständig von Hölzchen auf Stöckchen kommen, regelrecht erschlagen fühle und schnell das Interesse an den Themen verliert.

Ohne näher auf Details einzugehen,
dafür schreibst Du aber doch recht häufig.
Ich hätte Dich schon zu den Aktivsten hier im Forum gezählt.
35 Beiträge (und das ist gut so!) in den letzten 40 Tagen halte ich nicht für ausgesprochen selten.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?


Online Legardiane

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Antw:Warum manche posten und andere nur still mitlesen
« Antwort #34 am: 03.01.2026 17:45 »
Ich bin ja wohl auch nicht der Schiller unter den Schreibern hier…
Das Mitlesen und wenig schreiben würde ich jetzt nicht als soziologisches Dissertationsthema auf den Markt bringen wollen, aber ein paar Anmerkungen dazu.
Im schwyzerdütsch gibt es das lurgen, so im Kontext „wir lurgen ein bisschen“ =wir schauen uns um.
Ja, da gibt es Vielschreiber in Foren und ohne jetzt persönlich zu werden, aber zuviel Text lese ich dann einfach nicht mehr. Der Inhalt kann dann ja mit Fakten und Infos gespickt sein, aber zuviel ist halt zuviel.
Dann habe ich auch kein Interesse zu reagieren.
Dann gibt es welche mit wenig Konstruktivität, denn eher mit brachialer Direktheit. Will ich die Kommentare?
Und dann gibt es hin und wieder Themen, wo ich dann auch reagiere.
So ein Forum ist halt ein Mikrokosmos, alles dabei.
Schöne Grüße aus dem tief verschneiten kleinen Walsertal. Hier geht übrigens Rockmode sehr gut.

Offline Yoshi

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Antw:Warum manche posten und andere nur still mitlesen
« Antwort #35 am: 03.01.2026 18:36 »
Es liest sich bei Yoshi wie eine Anklage.

Das sehe ich nicht so. Ebenso wenig die anschließende Interpretation.

Und doppelrock muss ich zustimmen, Deine Wortwahl ist auch oft nicht gewaltfrei.

Ich passe mich häufig dem Duktus meiner Gesprächspartner an.

Offline GregorM

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Antw:Warum manche posten und andere nur still mitlesen
« Antwort #36 am: 03.01.2026 22:41 »

Es kann ja z.B. sein, dass stille Mitleser sich einfach nur über ein Thema informieren möchten, etwas beobachten, aber gerade keine Fragen haben. Für sie ist das Thema gerade nicht wichtig genug oder noch etwas zu fremd, um darüber zu diskutieren.

Kann ich zustimmen. Und an Schweigen sehe ich nichts Falsches oder Verdächtiges.
Gruß
Gregor


 

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