Autor Thema: Öffentlichkeits-Arbeit für "Rock am Mann" - Diskussion  (Gelesen 297 mal)

Online Skirtedman

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Hier geht es darum, eine potenzielle aktive Öffentlichkeitsarbeit für das Thema "Rock am Mann" zu diskutieren.

Klar ist, dass jeder, der sich im Rock vor die Haustür traut, auf seine individuelle Weise Öffentlichkeitsarbeit leistet.
Hier in der Diskussion soll es darum gehen, ob man das aus unserer Kraft noch unterstützend mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit forcieren.

Das Forum alleine ist bereits eine Art Öffentlichkeitsarbeit.

Man könnte es aber auch durch weitere gezielte Maßnahmen intensivieren, zum Beispiel durch Treffen, Aktionen oder Pressearbeit.
- individuell oder gebündelt durch Teilnehmer dieses Forums -

Das soll hier diskutiert werden.
Über Sinn, Nutzen, Formen, Ideen, Inhalte, Notwendigkeiten

Dafür möchte ich mit diesem Thread einen wieder auffindbaren Raum schaffen.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Online Skirtedman

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Ich beginne hier mal mit dem Schwerpunkt Pressearbeit, hauseigen sozusagen, das heisst mehr oder weniger aus dem Forum heraus.

Den neuen Impuls dazu gab SW Michl da in jenem Thread. Daraufhin gab es einige Anmerkungen dazu, u.a. auch von mir. Ich denke, es lohnt auf jeden Fall, dort auch die paar folgenden Beiträge zu lesen.

Hier jetzt versuche ich, ein bisschen das zusammenzufassen, und mit weiteren Anmerkungen dazu ggf. eine Diskussion in Gang zu bringen mit offenem Ausgang, ggf. auch mit Schlummer-Charakter bis die Zeit dafür ggf. mal wieder reif sein könnte:

Ich wage die Prognose, dass wir uns nicht auf einen gemeinsamen Pressetext einigen können. Fängt vermutlich schon damit an, dass einige sagen: Pressetext, wozu? Und andere: Pressetext ja, aber nicht mit diesem Inhalt.

Vielleicht aber gibt es ja einen genialen Menschen unter uns im Forum, der alle Interessen irgendwie unter einen Hut kriegt.

Ist ein gemeinsamer Text erforderlich?
 
Wir haben keine feste Struktur, schon garnicht rechtlich, sondern sind ein loser Haufen, den meist nur ein gemeinsames Thema verbindet.

Kann dann nicht ein Einzelner, der sich berufen fühlt, sowas generieren?

Sollte dann Interesse oder Nachfragen aufkommen, können Interessierte noch ins Boot geholt werden, was dann sicher einfacher ist, als von vorneherein viele unter einen Hut zu bekommen.


Ich denke wer will, kann einfach mal machen - warten wir es ab.
Vielleicht macht das jemand, der einen Bezug zu Medien und Journalismus hat und gewandt schreibt?






Vorab: egal, was geschieht - falls was geschehen sollte -, es kann immer auch der Verweis mit auf rockmode.de gegeben werden.


Bei der Frage "braucht es einen gemeinsamen Text?" kommt es darauf an, was das Kernziel des Pressetextes ist:

1. Geht es um "Rock am Mann" (braucht es keinen gemeinsamen Text)
2. Geht es um die Bekanntmachung von rockmode.de
    braucht es entweder die Inhalte von den Forumsbetreibern, die mit Unterstützung von ein, zwei oder mehr Freiwilligen
                   daraus einen Text erstellen und ggf. aktive Initiativen anleiern (kein gemeinsamer Text)
    oder die Forumsbetreiber delegieren das an die Teilnehmer vom Forum und es wird ausdiskutiert
                    mit dem Ziel eines gemeinsamen Textes und ggf. das Ausdiskutieren der darauf folgenden Initiativen
                    (also gemeinsamer Text)

Bei den Fällen unter Punkt 2 liegt das primär in der Entscheidung der Forumsleitung.






Ausserhalb der Saurengurkenzeit ist in den Medien es am einfachsten anlassbezogen zu agieren. Das können besondere Tage sein oder Themen, die gerade durch die Medien gehen.

Bei anlassbezogener Pressearbeit gibt es diese Möglichkeiten:
- im Vorfeld des Anlasses
- genau zum Anlass
- direkt nach dem Anlass, wenn man selbst am Anlass beteiligt war
- nach der Berichterstattung nach dem Anlass, um zu der Medienaufmerksamkeit sein eigenes Statement zu plazieren.

Je nach Anlass kann alles Sinn machen oder aber nur das eine oder andere.

Und je nach Anlass muss der Bezug entsprechend formuliert werden und unser Pressetext inhaltlich ggf. auf Einzelaspekte unserer Interessen fokussiert werden.

Anlässe könnten sein z.B.:

- Rethink Masculinity Day (8. April) (breites Themenspektrum)
- Internat. Frauentag (8. April) (z.B. mit Fokus auf 'sichtbarster Sexismus in unserer Gesellschaft: alle Männer in Hosen!')
- Christopher Street Day(s) = CSDs (z.B. 'nicht-queer, trotzdem anders' oder 'nur ein bisschen queer' oder so)
- Karneval (z.B. 'Mann im Rock ist keine Verkleidung')

Hängt man sich an externe Anlässe an, so wäre bei der Nachverfolgung des Anlasses eben besonders wichtig, die Medien zu beliefern, die über den Anlass berichtet hatten, weil eben dort schon einmal mediale Präsenz des Anlasses stattgefunden hat (z.B. beim 8. April wohl z.B. die Zeitung für Lüneburg, Zeitungen in der Schweiz)






Natürlich kann man auch alles passiver gestalten und nicht auf die Medien zugehen, aber leicht auffindbar im öffentlichen Teil des Forums unter dem Menüpunkt "Pressetext" einen vorformulierten Text anbieten für Rechercheure aus den Medien.






Soweit meine näheren Anmerkungen zu der Idee, Pressearbeit im Sinne von "Mann am Rock" oder im Sinne vom Forum zu entwickeln, um eventuell einer aufkommenden Diskussion etwas Orientierungsstruktur zu bieten.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
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Offline SW Michl

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Danke Wolfgang fürs Threaderöffnen  :)

1. Geht es um "Rock am Mann" (braucht es keinen gemeinsamen Text)
2. Geht es um die Bekanntmachung von rockmode.de ...
Hauptsächlich geht es uns doch um 1. würd ich mal schätzen.
Rockmode.de als Medium, dem wir die Existenz unserer Community verdanken, können und sollten wir oft mit erwähnen.

Zitat
...
Anlässe könnten sein z.B.:

- Rethink Masculinity Day (8. April) (breites Themenspektrum)
...
- Karneval (z.B. 'Mann im Rock ist keine Verkleidung')
Ersteres finde ich naheliegend und damit unterstützenswert, letzteres eine originelle und deshalb verfolgenswerte Idee.

Zitat
...
Natürlich kann man auch alles passiver gestalten und nicht auf die Medien zugehen, aber leicht auffindbar im öffentlichen Teil des Forums unter dem Menüpunkt "Pressetext" einen vorformulierten Text anbieten für Rechercheure aus den Medien.
Das sähe ich als positives Nebenprodukt.

Offline SW Michl

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Ich nehm das mal hier rüber:

...
Manches liegt 20 Jahre zurück :o
...
Ich meine mich dumpf zu erinnern, dass manche Möglichkeit ungenutzt blieb, weil sich niemand fand, der sich für die Medien entsprechend öffentlich positionieren wollte.
Das könnte immer noch eine Schwierigkeit sein.

Eine andere war die, dass keiner die damit verbundene Arbeit auf sich nehmen wollte.

Also lieber nicht ganz glücklich mit dem was öffentlich erzählt wird, als viel Arbeit reinhängen, und sich dabei doch nicht sicher sein zu können, dass wirklich genau das Gewünschte aus dem Input generiert wird.
Das waren also begrenzende Knackpunkte bisher. Danke. Finde ich nachvollziehbar.
Na, mal schauen, ob wir sie diesmal überwinden können.


Offline doppelrock

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Ich persönlich verzichte auf aktive Öffentlichkeitsarbeit, weil ich nicht auf der Bühne stehen muss, weil ich nicht Teil eines (kleinen) Trends sein muss und weil selbst diese klitzekleine Gruppe so inhomogen und stellenweise intolerant ist, dass die Darstellung einer persönlichen Motivation sofort die Kritiker aktiviert, warum nicht auch deren Motivation mindestens gleichwertig dargestellt wird.

Beispiel: Wenn ich erzähle, dass ich als Mann einfach mehr Vielfalt bei der Kleidung haben möchte, wird jemand um die Ecke kommen und fordern, dass es um Gleichberechtigung (Soviel Kleidung wie Frauen) oder diverse Geschlechtsidentitäten gehen müsse.

Für die Klientel, die nur in Schubladen und Parteizugehörigkeiten denkt und jedem eine solche unterstellt, bin ich sowieso raus. Also stehe ich einfach für mich selbst, mache, das, was ich angemessen finde und sehe grob drüber hinweg, wenn ich das Gefühl habe, dass in der Werbung für die Sache manchmal auch der Bock zum Gärtner wird.

Es hat ja eine gewisse Tradition: Was tun 3 alte Männer, wenn sie nichts zu sagen haben? Sie gründen einen Verein (Achtung Ironie)

Offline MAS

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Das war aus Versehen im anderen Thread gelandet: https://dress2kilt.eu/s0123.htm,
Der Text diente ja der PR für unsere Sache. Ferdi hatte ihn auf seine Website gestellt, und Gregor hatte ihn nach Ferdis Tod auf seine Site gerettet. Der Text ist von 1999.

Aber auch 2013 hatte ich einiges an PR gemacht, verbunden mit Beiträgen über mich im Siegburg aktuell Newsletter, in der Zeitung "Express" und im Fernsehen im WDR und Sat1. Danach ließ das Interesse der Medien wieder nach.

LG, Micha
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Online Skirtedman

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Danke, Micha, für Deinen Impuls.

Als erste unqualifizierte Anmerkung dazu möchte anmerken,
dass nicht jeder sich mit dem Ausdruck Hosenzwang (aus Deiner Überschrift) identifizieren kann.

Nur mal zwei Beispiele hierfür: Link 1, Link 2

Beiden verlinkten Aussagen muss ich zwar widersprechen,
dem ersten generell, dem zweiten Link nur in Teilen.
Denn in Verlautbarungen, Pressetexten oder Pressemitteilungen kann man, je nach Situation, durchaus auch mit Emotionen agieren.

Ich wollte nur kurz aufzeigen, dass bei so mancher verbreiteten Sichtweise längst nicht jeder dahintersteht.

Mehr zu Deinem Impuls irgendwann später von mir in diesem Theater.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
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Offline MAS

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Lieber Wolfgang,

wir haben ja oft sehr verschiedene Sichtweisen in diesem Forum.

Von Zwang nur zu reden, wenn mit Waffengewalt gedroht wird, ist indes schlichtweg Unsinn.
Dann das Wort "Zwang" unter Umständen nicht willkommen ist, ist aber klar.

Meine Überschrift von damals sollte aber auch mal provozieren, denn das unhinterfragte, geradezu selbstverständliche Hosentragen ohne Alternativen, kann dann als Zwang empfunden werden, wenn man anfängt, es zu hinterfragen und ihm die Selbstverständlichkeit nimmt. Dazu sollte die Überschrift anregen, so wie der ganze Text. 

LG, Micha
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Offline Albis

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Danke für die neue Initiative, Wolfgang. Wir hatten ja vor einiger Zeit mal über eine Vereinsgründung diskutiert, damals ohne Ergebnis. Insofern kann die Konzentration auf Öffentlichkeitsarbeit möglicherweise das niedrigschwelligere und daher erfolgsversprechendere Format sein. Dennoch steht die Frage: Wer sind wir bzw. wer wird Urheber dieser Öffentlichkeitsarbeit? Damals hatte ich das so verstanden, dass gerade die Öffentlichkeitsarbeit das Hauptziel eines Vereins sein sollte.

Grundsätzlich sehe ich sowohl unser schönes Forum hier wie auch eine potenzielle Öffentlichkeitsarbeit in erster Linie als Mittel zum Zweck, um das Thema Rock am Mann zu verbreiten. Unbenommen davon ist es natürlich ein soziales Netzwerk, über das ich einige liebe und ähnlichgesinnte Menschen kennengelernt habe, einige davon ja auch bereits persönlich.

Inhaltlich würde ich als Schwerpunkt schon das Thema Kleidungsfreiheit sehen und die Parallele zur Befreiung der Frau aus dem Rock vor 100 Jahren sehen, deren Pendant, die Befreiung des Mannes aus der Hose, ja noch aussteht. Und ja, doppelrock, diese Freiheit ist noch eingeschränkt, wenn zwar nicht juristisch, so doch gesellschaftlich. Im Übrigen bin ich immer noch dafür, positiv besetzte Begriffe zu verwenden, also nicht Hosenzwang sondern eher Kleidungsfreiheit.

Zu den Anlässen:
- Der Rethink Masculinity Day ist sicherlich thematisch am besten geeignet, jedoch wohl noch recht unbekannt, oder?
- Der Internationale Frauentag, der am 8. März (nicht April) in Berlin sogar Feiertag ist, bedarf einer ausführlichen Erklärung, wieso wir als Männer uns da dranhängen wollen. Ich habe Zweifel, dass das funktioniert.
- Christopher Street Day(s) = CSDs (z.B. 'nicht-queer, trotzdem anders' oder 'nur ein bisschen queer' oder so). Ja und Nein. Es würde m.E. nur funktionieren, wenn uns die queere Szene als Teil von sich sieht. Am plakativsten wäre, wenn wir dem LGBT.... einen weiteren Buchstaben, der für uns steht, hinzufügen könnten. Ich sehe jedoch, dass viele unter uns auch ihre Männlichkeit betonen und sich bewusst von der queeren Szene abgrenzen.
- Karneval (z.B. 'Mann im Rock ist keine Verkleidung'): Nein. Karneval ist Verkleidung. Wir verkleiden uns jedoch nicht. Die Verneinung ("...ist keine Verkleidung") wird wahrscheinlich nicht so wie gewollt verstanden. Karneval kann m.E. lediglich Anlass für diejenigen, die noch Hemmungen haben, sich im Rock in der Öffentlichkeit zu zeigen, sein, es erstmals zu wagen.

Ich würde mich freuen, wenn wir dieses Mal was zustande bringen würden.

LG, Albis


 

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