Autor Thema: Hi zusammen  (Gelesen 1141 mal)

Offline MAS

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« Antwort #15 am: 07.10.2026 07:23 »
Ausserdem kannst Du mit Lächeln selbst so eine Botschaft transportieren zwischen "Was bin ich doch ein Schelm!" und "Falls Du anfängst mich auszulachen, dann lache ich bereits mit Dir!"

Und vor allem die Botschaft: "Ich bin ein freundlicher Mensch und Dir wohl gewogen!"

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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Antw:Hi zusammen
« Antwort #16 am: 07.10.2026 08:19 »
und hier vor allem "... Dir wohlgewogen."
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?                https://kurzlinks.de/Info_zum_Statement

Offline MAS

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« Antwort #17 am: 07.10.2026 09:02 »
Oder so!  :)

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Offline hirti

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« Antwort #18 am: 07.10.2026 09:21 »
Ich habe heute Mittag den Beitrag von https://www.rockmode.de/index.php?topic=1488.0 gelesen, indem es auch darauf ging, dass Liebe wichtiger ist als ein Kleidungsstück.

Dieser Beitrag stammt von mir und so möchte auch ich gerne antworten:
Ich habe den Beitrag vor 18 Jahren geschrieben "aus der Sicht eines ehemaligen Rockträgers". Und was soll ich sagen... ich bin noch immer hier. Daran kann man erkennen dass dieses Rock-und-Kleid Ding kein vorübergehender Spleen war, sondern mich schon mein ganzes Leben lang begleitet.
Das Thema mit meiner Frau hat sich übrigens nicht in Wohlgefallen aufgelöst. Weder habe ich auf die Dauer aufgehört, Röcke zu tragen, noch hat sie sich je dafür erwärmen können, mich rocktragend in ihrer Gegenwart zu haben. Wir haben andere Wege gefunden, aber was immer geblieben ist, ist die Tatsache dass mir die Liebe wichtiger ist, als der Rock.
Dafür gehe ich auch nach einem Vierteljahrhundert des Rocktragens noch immer Kompromisse ein.


Offline SkirtMusician

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Antw:Hi zusammen
« Antwort #19 am: 07.10.2026 09:51 »
Vielen Dank euch für die Glückwünsche, wobei ich sagen muss, so 100% verinnerlicht habe ich es noch nicht. Gestern Abend ist mir eine Nachbarin begegnet, als ich heruntergelaufen bin und ich bin wie ein erschrecktes Reh schnell weggelaufen XD Ich merke, dass mir der Austausch mit euch unfassbar gut tut, sehr weit oben in der Liga des männlichen Rocktragens würde ich mich aber noch nicht sehen. Das macht dann einfach die Erfahrung über die Jahre aus, aber die Erkenntnis ist nun da :D
Es tut mir leid hirti, dass sich das Thema mit deiner Frau nicht in Wohlgefallen aufgelöst hat. Ich merke mit der Zeit (meine Verlobte und ich sind fast 10 Jahre zusammen) dass in einer Beziehung immer am wichtigsten die Liebe zueinander ist. Und wenn ich jemanden Liebe gehe ich gerne Kompromisse ein. So schreibst du es ja auch. So ist meine Verlobte unfassbar unanpassungsfähig, stur und steif. Aber das macht sie zu dem Menschen, der sie ist und in den ich mich auch über die Zeit immer mehr verliebt habe.
Schön, dass du immer noch hier bist hirti, deine Erfahrungen sind wertvoll und danke, dass du sie mit uns teilst.
LG SkirtMusician

Offline Uckermärker

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Antw:Hi zusammen
« Antwort #20 am: Gestern um 00:14 »
... falls Du Deiner Verlobten mal männliche Rock-Outfits wie aus einem "Guss" zeigen willst:

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Offline high4all

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« Antwort #21 am: Gestern um 11:54 »
... falls Du Deiner Verlobten mal männliche Rock-Outfits wie aus einem "Guss" zeigen willst:

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VG
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Offline Skirtedman

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« Antwort #22 am: Gestern um 14:43 »
Na, sieh das doch nicht ganz so negativ.

Ninocappello erinnert mich in Farb- und Stoffwahl, auch die Linienführung, ziemlich an Anderslandinger (leider aus dem Geschäft ausgestiegen) und Amok (leider von der Männerrock-Fixierung abgekommen) der frühen 00er-Jahre. Auch die orientierten sich an den klassischen Vorgaben klassischer Herrenmode, besonders was man so aus dem Business- und Feier-Bereich gewöhnt ist.

Sicherlich, für diesen Preis und diese (vermutete) Qualität wird dieses Angebot nicht den Alltagsbereich bedienen. In ihrem Selbstverständnis steht irgendwo im Internetauftritt auf eine der vielen, inhaltlich sehr stark sich wiederholenden Unterseiten,
dass der Rock am Mann sich breiter durchsetzt, wenn man Männer mit Rock in seinem Bekanntenumkreis vermehrt sieht. Was soweit ja stimmt. Aber die Formulierung lautete dann ergänzend, sinngemäß:
"Nicht die Modeschauen entscheiden über den Rock am Mann, sondern die Arbeit und beim abendlichen Dinner."

Will heißen, ihre Kundschaft sehen sie im Büroumfeld und bei gehobeneren Anlässen. Wagemutige haben dann zwei oder drei davon im Schrank, tragen es aber selten zweimal die Woche oder mehrfach. Drum orientieren sie sich auch an Gepflogenheiten bei eben gehobeneren Erwartungen.

Da der Hersteller erst loslegt, sobald eine Bestellung vorliegt, ist das Nähstudio auch gar nicht gerüstet, den Massenmarkt zu bedienen oder per Investition erst einmal etliche experimentierfreudigere Modelle in den Einzelhandel zu streuen.

Ich denke, den Mann in größerer Zahl kann man tatsächlich nur erreichen, wenn man ihm zunächst mit zurückhaltenden Optiken versucht anzusprechen.

So, wie ich z.B. gestern unterwegs war, wird man die wenigsten Männer auf Anhieb überzeugen können. Und deren Frauen. (Obwohl...?)
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Antw:Hi zusammen
« Antwort #23 am: Gestern um 23:32 »
Ja, der Rock muss im Alltag ankommen - nicht nur auf der Bühne!

Ich sehe zwei Ansätze:
Einmal ich erobere mir feminine Kleidung, weil sie mir gefällt, meinen Stil erweitert und passt.

Und der andere Ansatz will typisch feminine Kleidung, wie Röcke und Kleider, männlich interpretieren wie eben zum Beispiel
Nino Cappello.

Ich könnte mir vorstellen, dass skeptische Partnerinnen mit dem zweiten Ansatz besser klar kommen können.

Zum ersten Ansatz treibt uns hauptsächlich das fehlende Angebot in der Herrenabteilung, aber auch deren triste Eintönigkeit.

Skeptische Partnerinen finden es wahrscheinlich absolut inakzeptabel mit uns "ihre" Mode zu teilen und zweifeln unsere wahre Männlichkeit an.
Doch da es für sie cool ist, sich ungeniert in unserer Abteilung zu bedienen, ist es für mich auch ein Stück Gerechtigkeit dieses ebenfalls zu tun - zumal Röcke für Männer einfach genial sind.

Den zweiten Ansatz finde ich aber auch sehr wichtig und ich finde es immer cool, wenn ich verwunderten Mitmenschen erklären kann: den Rock habe ich selbst designt und genäht mit einem ordentlichen Taschenbeutel und viel Bewegungsfreiheit  ;)

VG
Jens
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« Antwort #24 am: Heute um 00:22 »
Ich stimme Dir vollständig zu, lieber Jens!

Ich fahre zweigleisig: Einerseits erobere ich mir als feminin gelesene Kleidungsstücke, Farben, Muster, Schnitte, Stoffe usw. und andererseits habe ich auch Rockoutfits, die man eher maskulin lesen kann. Nur mit selbst genähten Teilen kann ich nicht dienen.

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Offline Skirtedman

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« Antwort #25 am: Heute um 11:11 »
Skeptische Partnerinnen finden es wahrscheinlich absolut inakzeptabel mit uns "ihre" Mode zu teilen und zweifeln unsere wahre Männlichkeit an.
Doch da es für sie cool ist, sich ungeniert in unserer Abteilung zu bedienen, ist es für mich auch ein Stück Gerechtigkeit dieses ebenfalls zu tun - zumal für Männer Röcke einfach genial sind.

Stimmt. Das mit der Gerechtigkeit ist auch genau der Punkt, der mich nicht nur zu Röcken, sondern insgesamt über die Zeit auch zu recht feminin geltenden Kleidungsstücken geführt hat. Und ich fahre da ziemlich viel Lob ein dafür, und oftmals auch mit dem Hinweis, dass ich ja immer noch (zum Teil: "voll") männlich wirken würde, hauptsächlich geäußert eben von Frauen, egal welchen Alters.

Ob diese Frauen das aber an ihrem Partner genauso unverkrampft sehen würden, sei mal extrem dahingestellt.

In puncto "Gerechtigkeit" gebe ich aber auch noch folgendes zu bedenken, inspiriert vor allem von Frauen, die auf "Ihr tragt ja auch Hosen" behaupten, Frauen würden ja keine Männerhosen tragen, sondern Damenhosen: Für einen gewissen Anteil von Männern, sollten sie sich für einen Rock erweichen lassen, dürfte es noch immer ziemlich wichtig sein, dass der Rock, das Kleid ein "Männerrock" ist, bzw. dass diese Kleidungsstücke noch mit männlich geltenden Maßstäben sich in Verbindung bringen lassen. Diesen gewissen Anteil von Männern versucht Nino Cappello anzusprechen. Und ja, die meisten Frauen werden hiermit auch am ehesten noch einverstanden sein.

Wobei mich die Inflexibiltät der Männer doch schon extrem ärgert. Wenn sie schon denken, an einer Hose führe lebenslang kein Weg vorbei, dass sie sich nicht wenigstens ein bisschen mehr Gestaltungsfreiheiten in der Hosenauswahl erlauben. Frauen machen doch vor, welch eine Bandbreite selbst Hosen haben können - aber Nein, auch da ist die Angst der Männer bereits viel zu groß!
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« Antwort #26 am: Heute um 11:33 »
Ja, vielen scheint dieses Präfix "Männer-" sehr wichtig zu sein, manchmal sogar wichtiger als das Kleidungsstück selbst.
Wie andernorts schonmal erzählt, passierte es mir mal, dass ein Mann meinte, so ein Männerkleid wie meines stelle er sich sehr angenehm vor. Das "Männerkleid", das ich da trug, was dieses hier: https://www.bonprix.de/produkt/stufenkleid-aus-viskose-opalgruen-dunkelblau-floral-916531/?itemOptionId=2181803948&shopId=18289&shop=18289

So manches Kleid wird in Männerkleid, sobald erkennbar ein Mann darin steckt! ;D

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« Antwort #27 am: Heute um 13:01 »
Mir sind die Ninocapello-Röcke zwar zu teuer, aber für die, die oft in Anzügen unterwegs sind, deren Namen Armani, Boss, Zegna, Mulberry, YSL usw. tragen, machen sie bestimmt Sinn.
Ich freue mich darüber, dass sich auch Hersteller von Luxusmarken Männer im Rock vorstellen können und sie im Sortiment führen.
Gruß
Gregor

Offline Skirtedman

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« Antwort #28 am: Heute um 13:08 »
... passierte es mir mal, dass ein Mann meinte, so ein Männerkleid wie meines stelle er sich sehr angenehm vor. Das "Männerkleid", das ich da trug, was dieses hier: https://www.bonprix.de/produkt/stufenkleid-aus-viskose-opalgruen-dunkelblau-floral-916531/?itemOptionId=2181803948&shopId=18289&shop=18289

So manches Kleid wird in Männerkleid, sobald erkennbar ein Mann darin steckt! ;D

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Das ist doch der Trick, mit dem Frauen arbeiten. Marlene Dietrich hat das eindrucksvoll bewiesen.
Nur kapieren die Männer halt nicht, dass sie am Ende immer noch der selbe Mann sind, auch wenn sie gerade mal nicht in einer Hose stecken.
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Offline cephalus

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« Antwort #29 am: Heute um 13:43 »
Ja, der Rock muss im Alltag ankommen - nicht nur auf der Bühne!

Ich sehe zwei Ansätze:
Einmal ich erobere mir feminine Kleidung, weil sie mir gefällt, meinen Stil erweitert und passt.

Und der andere Ansatz will typisch feminine Kleidung, wie Röcke und Kleider, männlich interpretieren

Vermutlich kommt im Maistream die männlich interpretiert Variante besser an, und sie gefällt mir durchaus.

Aaaaaber:

Sobald etwas männlich interpretiert wird, werden in meinen Augen wieder starke Einschränkungen vorgenommen.

Entweder bei Stoffen, Schnitten, Verzierungen, Mustern, oder Farben oder gar bei allem zusammen.
Röcke zu tragen, nur weil es Röcke sind, gibt mir wenig.
Drei schwarze graue oder braune Teile im Schrank grnügt mir nicht, solange auf dieser Welt Muster, Formen und Farben existieren, die mir gefallen.
Auf die zu verzichten, nur weil ich ein Mann bin und sich daher vielleicht andere schwer damit tun,  macht mich nicht glücklicher oder bringt mich weiter.

Ich kann ja auch nix dafür, dass ich ein Mann bin ;)


 

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