Nun, ich habe den Eindruck, dass "woke", wenn in herabwürdigender Absicht benutzt, überwiegend sich bezieht auf einen übertrieben empfundenen Einsatz unbetroffener Menschen im gut gemeinten Sinne für andere Menschen, die sie betroffen sehen oder die tatsächlich betroffen sind.
Dazu zählen freilich auch so Phänomene wie "Gendern" (das, was die zuvor definierten Verwender von "woke" darunter verstehen), aber auch jene Phänomene, dass Zigeunerschnitzel oder Lumumba andere Bezeichnungen erhalten sollen, oder Werke von Karl May oder Schiller umgeschrieben werden sollen, weil sie Inhalte beinhalten, die andere Personengruppen, oftmals weit jenseits des Verbreitungsgebiets der Werke, als verletzend empfinden könnten. Oder welche nicht in den Sprachduktus längst vergangen geglaubter Zeiten verfallen wollen.
Für einige, vielleicht viele, mag es noch weitaus mehr bedeuten als das voran aufgeführte. Für wenige ist es jedenfalls ein Rundumschlag für alles, was ihnen persönlich nicht in den Kram passt.
Aber hier ist das Thema ja:
Gefühle bei Rock und Strumpfhosen -
also sowohl physische sinnliche Gefühle
als auch psychische innere Gefühle.
Und ja, die in den Beiträgen vorher genannten Begriffe und das Sammelsurium der nicht genannten, denen bin ich auch schon mal irgendwie im Kontext mit dem schon genannten Forum oder dem letzten Link begegnet, mit allerlei Begriffen, die mir zumeist völlig fremd waren, lexikonartig erklärt.
Ich hatte da mal mit Neugier reingelesen, aber schnell gemerkt, dass ich mit diesen kleinfeinen Unterbegriffen nicht viel anfangen kann.
Indes finde ich erstaunlich, dass Cis-Männer, die einfach nur Rock oder Strumpfhose tragen wollen, ohne weiteres damit zu beabsichtigen, immer noch keinen griffigen Oberbegriff erhalten haben.
Andererseits ist es nicht so erstaunlich, weil ja Frauen, die Hosen tragen, auch keinen eigenen Oberbegriff gebraucht haben.