Autor Thema: Gefühle bei Rock und Strumpfhose  (Gelesen 3689 mal)

Offline Slothorpe

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Antw:Gefühle bei Rock und Strumpfhose
« Antwort #60 am: Gestern um 14:45 »
Non-binär hat nun erstmals gar nichts mit dem Tragen von Röcken oder Strumpfhosen usw. Zu tun, sondern mit der sexuellen Identität, also welchem Geschlecht fühle ich mich zugehörig, oder eben auch keinem der beiden „Extreme“.

Das non-binäre Menschen dann manchmal auch den Hang zum „Crossdressing“ haben, um der eigenen Identität nach außen Ausdruck zu verleihen, ist ein ganz anderer Geschichte.
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Offline Rockbaron

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« Antwort #61 am: Gestern um 16:35 »
Das non-binäre Menschen dann manchmal auch den Hang zum „Crossdressing“ haben, um der eigenen Identität nach außen Ausdruck zu verleihen, ist eine ganz andere Geschichte.

Wie sieht der Hang zum Crossdressing aus? Das ist die spannende Frage  ;D
Auf Jodel in der LGBT-Sektion, bei Reddit und in den Instagram-Kommentaren von non-binären Inhalten lese ich jedenfalls häufig, dass man anderen mit der Kleidung nicht auf die Nerven gehen soll. Das sei okay, aber solle man bitte nur zuhause tragen. Es sei besser in den Fetisch-Gruppen aufgehoben. So ähnlich wie die Furry-Masken auf dem Nürnberger CSD: Non-Binär sein ist okay, aber bitte nicht mit Fetischzeug herumspazieren. Ich spreche nicht die polizeilichen Gründe an, sondern die Meinungen von anderen Teilnehmern.

Non-binär hat nun erstmals gar nichts mit dem Tragen von Röcken oder Strumpfhosen usw. Zu tun, sondern mit der sexuellen Identität, also welchem Geschlecht fühle ich mich zugehörig, oder eben auch keinem der beiden „Extreme“.

Ich habe beim Erstellen meines ersten Beitrags auch erst gedacht, dass die sexuelle Identität mitbetroffen ist. Stimmt aber nicht:

Zitat
Mit biologischem Geschlecht oder Geschlechtsmerkmalen hat die Nichtbinarität einer Person nichts zu tun, auch wenn manche intergeschlechtliche Menschen sich als nichtbinär identifizieren. Die geschlechtliche Identität ist zu unterscheiden von der sexuellen Identität: Die romantischen Ausrichtungen und sexuellen Orientierungen von nichtbinären Menschen sind genauso unterschiedlich und vielfältig wie die von „binären“ Personen (cis oder trans Männern und Frauen).
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtbin%C3%A4re_Geschlechtsidentit%C3%A4t
Eine Primärquelle hab ich aber dazu noch nicht gefunden.

Non-Binär kann wirklich alles sein. Ob das hilfreich ist oder nicht, sei mal dahin gestellt.

Offline high4all

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« Antwort #62 am: Gestern um 17:11 »
Auf Jodel in der LGBT-Sektion, bei Reddit und in den Instagram-Kommentaren von non-binären Inhalten lese ich jedenfalls häufig, dass man anderen mit der Kleidung nicht auf die Nerven gehen soll. Das sei okay, aber solle man bitte nur zuhause tragen. Es sei besser in den Fetisch-Gruppen aufgehoben. So ähnlich wie die Furry-Masken auf dem Nürnberger CSD: Non-Binär sein ist okay, aber bitte nicht mit Fetischzeug herumspazieren. Ich spreche nicht die polizeilichen Gründe an, sondern die Meinungen von anderen Teilnehmern.
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« Antwort #63 am: Gestern um 19:20 »
Ohje, was für ein verworrenes Geschreibsel.

Sexuelle Identität (als was nehme ich mich selbst wahr) ist was anderes wie sexuelle Ausrichtung (welches Geschlecht interessiert mich sexuell).

Was das Tragen von Röcken mit Fetish-Gruppen zu tun hat , erschließt sich auch nur dem wirren Geist.

Was irgendwelche Leute in irgendwelchen sozialen Medien schreiben oder nicht interessiert mich kein Stück. Jede(r) muss für sich selbst entscheiden, wie er/sie auftritt.

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Offline MAS

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« Antwort #64 am: Gestern um 19:49 »
Meines Wissens kann man zwischen sexueller (biologischer) und Gender- (sozialer) Geschlechtsidentität unterscheiden. Den Wunsch, sich in der Kleidung anders als cisgender zu kleiden gehört dann eher zur Genderidentität, denn die Kleidung ist ja kein biologisches, sondern ein kulturelles und da gesellschaftliches Merkmal.

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Offline Rockbaron

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« Antwort #65 am: Gestern um 20:59 »
Ich halte es persönlich genauso wie Micha. Das Geschreibsel ist allerdings wirklich so auf den unterschiedlichen Websites zu finden: Liebesleben, LSVD, TransInterQuer, Genderleicht, etc...
Hier zum Beispiel:
https://www.nonbinary.ch/non-binaeres-geschlecht/
Testfrage: Was ist der Unterschied zwischen Skoliosexualität und Diamorik?
Kein Wunder, dass manche das als woke bezeichnen.

Offline MAS

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« Antwort #66 am: Heute um 08:41 »
Testfrage: Was ist der Unterschied zwischen Skoliosexualität und Diamorik?
Kein Wunder, dass manche das als woke bezeichnen.

Keine Ahnung. Habe diese Begriffe jetzt zum erstem Mal gelesen. Es gibt aber in diesem Bereich eine riesige Ausdifferenzierung der Begriffe.

Mit "woke" hat das aber m.W. wenig zu tun. Bei "woke" geht es um die Rechte von diskriminierten Bevölkerungsschichten, ursprünglich der Schwarzen in den USA. Mag sein, dass auch diskriminierte Genderidentitäten, die zum eigenen Recht erwacht sind, sich als "woke" bezeichnen. Meines Wissens wird der Begriff seit einiger Zeit aber eher von denen verwendet, die für eigene Privilegien kämpfen, die sie durch die "Woken" in Gefahr sehen. Sie benutzen "woke" dann eher als Schimpfwort.

Aber lasst uns das nicht hier in diesem Thread vertiefen.

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Offline Skirtedman

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Antw:Gefühle bei Rock und Strumpfhose
« Antwort #67 am: Heute um 16:27 »
Nun, ich habe den Eindruck, dass "woke", wenn in herabwürdigender Absicht benutzt, überwiegend sich bezieht auf einen übertrieben empfundenen Einsatz unbetroffener Menschen im gut gemeinten Sinne für andere Menschen, die sie betroffen sehen oder die tatsächlich betroffen sind.

Dazu zählen freilich auch so Phänomene wie "Gendern" (das, was die zuvor definierten Verwender von "woke" darunter verstehen), aber auch jene Phänomene, dass Zigeunerschnitzel oder Lumumba andere Bezeichnungen erhalten sollen, oder Werke von Karl May oder Schiller umgeschrieben werden sollen, weil sie Inhalte beinhalten, die andere Personengruppen, oftmals weit jenseits des Verbreitungsgebiets der Werke, als verletzend empfinden könnten. Oder welche nicht in den Sprachduktus längst vergangen geglaubter Zeiten verfallen wollen.

Für einige, vielleicht viele, mag es noch weitaus mehr bedeuten als das voran aufgeführte. Für wenige ist es jedenfalls ein Rundumschlag für alles, was ihnen persönlich nicht in den Kram passt.

Aber hier ist das Thema ja:
Gefühle bei Rock und Strumpfhosen -
also sowohl physische sinnliche Gefühle
als auch psychische innere Gefühle.


Und ja, die in den Beiträgen vorher genannten Begriffe und das Sammelsurium der nicht genannten, denen bin ich auch schon mal irgendwie im Kontext mit dem schon genannten Forum oder dem letzten Link begegnet, mit allerlei Begriffen, die mir zumeist völlig fremd waren, lexikonartig erklärt.

Ich hatte da mal mit Neugier reingelesen, aber schnell gemerkt, dass ich mit diesen kleinfeinen Unterbegriffen nicht viel anfangen kann.

Indes finde ich erstaunlich, dass Cis-Männer, die einfach nur Rock oder Strumpfhose tragen wollen, ohne weiteres damit zu beabsichtigen, immer noch keinen griffigen Oberbegriff erhalten haben.

Andererseits ist es nicht so erstaunlich, weil ja Frauen, die Hosen tragen, auch keinen eigenen Oberbegriff gebraucht haben.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline Rockbaron

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« Antwort #68 am: Heute um 17:25 »
Indes finde ich erstaunlich, dass Cis-Männer, die einfach nur Rock oder Strumpfhose tragen wollen, ohne weiteres damit zu beabsichtigen, immer noch keinen griffigen Oberbegriff erhalten haben.

Es gibt ja zumindest hier im Forum den Begriff Rocker. Ich finde ihn zwar nicht 100% perfekt, aber er klingt immerhin neutral. Einen Ticken maskulin und etwas selbstironisch.
Ich weiß aber nicht, ob ich zu nem alten Kumpel sagen würde: Hey übrigens, ich bin Rocker...

Offline high4all

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« Antwort #69 am: Heute um 17:31 »
Indes finde ich erstaunlich, dass Cis-Männer, die einfach nur Rock oder Strumpfhose tragen wollen, ohne weiteres damit zu beabsichtigen, immer noch keinen griffigen Oberbegriff erhalten haben.

Andererseits ist es nicht so erstaunlich, weil ja Frauen, die Hosen tragen, auch keinen eigenen Oberbegriff gebraucht haben.
Eben!

Das "Cis" kannste weglassen, weil Trans-Männer wohl kaum Röcke tragen wollen. Die stehen auf Hosen.
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Offline Zwurg

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« Antwort #70 am: Heute um 18:35 »
Ich kann mit den genzen Begrifflichkeiten wieder nichts anfangen.
Hab neulich mit meiner Kollegin drüber gesprochen.
Sie hat mich schon mal im Rock gesehn und wir haben über die Nachlassende Hormonproduktion unserer älteren Körper gesprochen.
Und dann hab ich gesagt, ich kann mich niemals weiblich oder feminin fühlen, denn mir fehlen die weiblichen Hormone, die weiblichen Brüste, die Vagina, das weibliche Gesicht und die Haare.
Mein Körper wird ja von Testosteron gesteuert.
Warum ich trotzdem Röcke und Strumpfhosen trage? Weil es mir auch als Mann gefällt.
Und ich kenne Frauen, die tragen niemals Röcke oder Kleider. Ich kenne sogar eine Frau, die früher ein Mann war und die trotzdem niemals Röcke oder Kleider trägt.
und was "woke" und "gender" betrifft, so stammen diese Worte aus dem amerikanischen Englisch. Und ich finde es schon seltsam, dass man damit die deutsche Sprache verändern möchte. Mit Verweisen auf historische  amerikanische   Ereignisse die in Deutschland keinen Vergleich finden, weil sie hier nicht so stattgefunden haben.
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen


 

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