Diese von Dir eingebrachte Betrachtung war für mich an dieser Stelle nicht diskussionswürdig. Das hätte die Diskussion auf eine andere, sehr viel theoretichere Metaebene gehoben - was nicht immer verkehrt sein muss -, aber uns da kaum weitergeholfen hätte und neue Themenschwerpunkte ins Licht gerückt hätte, für die sich kaum einer der Mitdiskutierenden vermutlich ausreichend interessiert hätte.
Ja, aber genau so habe ich es von Anfang an gemeint. Das ist eine Grundsatzfrage der Diskussion um die Begriffshoheiten: Wer hat die Begriffshoheit, jede Gruppe für sich selbst, eine Gruppe für eine andere oder eine wissenschaftliche Außenperspektive. Oder aber man verzichtet auf die Diskussion um Begriffshoheit und lässt verschiedene Begriffe kontextuell unterschiedlich nebeneinander stehen.
Mir schien es so, dass Du meinst, dies Betreiber des Crossdresser-Forums hätten eine Begriffshoheit über den Crossdresser-Begriff, auch gegenüber anderen, die den Begriff vielleicht für sich reklamieren und erst recht gegenüber einer soziologischen Außenperspektive. Und diese Deine Meinung stelle ich in Frage. Statt dessen plädiere ich für eine mögliche Vieldeutigkeit des Begriffs, der dann je nach Kontext genauer bestimmt werden muss, im Sinne von "der Crossdresser-Begriff nach XY".
Und mein Argument geht in der Richtung, dass Dein Interesse vor allem darin liegt, einen Crossdresser-Begriff zu finden, von dem Du Dich oder uns distanzieren kannst, also einen Abgrenzungsbegriff. Mir geht es nur um einen Beschreibungsbegriff ohne die Frage, ob ich selbst mich dazu rechne oder nicht.
Ich finde, diese Metaebene sollte zuerst geklärt sein, bevor man weiter denkt.
LG, Micha