Autor Thema: Kinky Boots…  (Gelesen 2416 mal)

Offline Skirtedman

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #90 am: Gestern um 13:39 »
Micha, Deine Reaktion auf meine Bitte steht ebenso noch aus, nämlich Teekanne kochen, den Thread noch mal aufmerksam von vorne lesen. Dort findest Du vielfach die Hinweise, dass das, was Du nun schon wieder formulierst, völlig nichtig ist:

Und mein Argument geht in der Richtung, dass Dein Interesse vor allem darin liegt, einen Crossdresser-Begriff zu finden, von dem Du Dich oder uns distanzieren kannst, also einen Abgrenzungsbegriff. Mir geht es nur um einen Beschreibungsbegriff ohne die Frage, ob ich selbst mich dazu rechne oder nicht.

Meine Erklärungen und Argumente dazu lässt Du völlig außer Acht.
Außerdem lässt Du meine Fragen an die Allgemeinheit, auch an Dich "...was ist so schwer daran?", völlig unbeantwortet.

Zum kursiv dargestellten Satz von Dir:
Welchen Sinn macht zudem, wenn es einen recht klar zufassenden Begriff gibt, der innerhalb unserer "Wir-weichen-von-der-Norm-ab"-Community bereits mit dem entsprechenden Bedeutungsschwerpunkt gibt, mit aller Gewalt umzudeuten oder breiter zu fassen, zumal dieser Begriff außerhalb von unserer soeben erwähnten Community fast überhaupt nicht im Umlauf ist?
Ist es Dein wissenschaftstheoretischer Denkansatz, der alles versucht umfassend zu beschreiben (wie der betreffende Wikipedia-Artikel diesen Anspruch wohl erhebt)? So wie bei einer Erklärung des physikalischen Phänomens Licht in einer umfassenden Darstellung auch der Schatten eines Angehörigen der Kaste der Unberührbaren erwähnt werden müsste? Den meisten Menschen reicht aus, Licht mit der Erklärung der Quelle und mit der Interaktion von Materie zu beschreiben.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline cephalus

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #91 am: Gestern um 14:49 »
Ist der Schnee als auch bis zu euch gekommen?! Sehr schön!

Und auch schön dass du dich trotz des Wetters für Rock entschieden hast!

Tja, mir hat die Kälte in letzter Zeit tatsächlich Röcke vermießt.
Aber gerade, bei sonnigen +10C° ist wieder Rockwetter in München. Der Schnee ist auch fast weg

Offline Skirtedman

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #92 am: Gestern um 15:22 »
Micha,

aufgrund von Zeitgründen hatte ich diesen Thread nicht mehr weiter vertieft. Es gab auch keine weiteren Anmerkungen mehr, die in mir das Gefühl der absoluten inhaltlichen Intervention wachgerufen hätten.

Drum dachte ich, dieser Thread - oder die daraus resultierte Diskussion - hätte sich nun auf der Ebene der Beteiligten relativ ausdiskutiert.
Dieses Gefühl beschlicht mich immer noch.

Drum kann ich es jetzt es gestatten, ohne eine Notwendigkeit über höhere Ebenen der Begriffsfindungen zu diskutieren. Auch wenn seltene Besucher vielleicht erst in drei Tagen hier vorbeigeschneit gekommen wären und vielleicht doch noch zwei eilen dazu verfasst hätten, die wir hiermit vermutlich wieder desillusionieren werden.

#Begriffsbildungen

- Einleitung
Es gibt viele Wege, wie Begriffe gebildet werden. Es geht mir immer noch nicht in den Kopf, warum Du, Micha, Dich verweigerst, die Begriffsauffassung von uns strukturell sehr nahestehenden Menschen abzulehnen und sie weiter zu deuten. Mir geht es vor allem deswegen nicht in den Kopf, weil mir Antworten darauf von Dir - auch von evt. anderen Menschen - noch immer fehlen.

Immerhin zählte ich zwei Mitschreiber, die das Wort "Crossdresser" nun für sich ablehnen, nicht weil sie die Inhalte dieser Begrifflichkeiten ablehnen, sondern weil sie selbst einen anderen Umgang mit Kleidung gefunden haben.

Die Theorie, ob nun eine Selbstbeschreibung oder eine Fremdbeschreibung grundsätzlich zu gültigen Wortbildungen führen sollte, halte ich in diesem Fall für absolut unerheblich, da es unterschiedliche Wege gibt zur Begriffsbildung und es auch immer unterschiedliche Prämissen gibt, die zum Beispiel eng an die praktische Verwendung des Begriffes gekoppelt ist. Und im Falle "Crossdresser" ist die Faktenlage der praktischen Verwendung sehr offensichtlich, das jede theoretische Überlegung nicht hilfreich ist.

Dennoch werde ich mich der mal kurz (mit einem langen Text, den Du, Micha, wieder nur ohne Aufmerksamkeit lesen wirst) hingeben.


- Beispielhafte Betrachtung

Da Du, Micha, scheinbar gerne auf Metaebene herumdeuteln möchtest, verlasse ich nun auch die Metaebene bzgl. Innen- und Aussendarstellung von Menschengruppen und beziehe die Begriffsbildung auch jenseits von Personenbenennungen ab.

Nicht ganz, denn ich will zunächst auf die Krawatten eingehen (ich spare mir in diesem Text, wo es geht, die Anführungseichen), denn dieses in meinen Augen völlig nutzlose (und unangenehme und mich störende) Schmuckstück männlicher Ausdrucksformen geht zurück auf die Kroaten (Hrvatski). Die zogen irgendwann vor eins, zwei Jahrhunderten als fahrende Händler durch Europa und hatten Vorläufer der heutigen Krawatten als Teil ihrer als Herkunftstracht angesehenen üblichen Kleidung. Es handelte sich eigentlich um Halstücher, die vorne am Hals geknotet getragen wurden. Sie waren ganz praktisch, denn so als fahrender Händler ist man viel draußen und unterschiedlichen Witterungen ausgesetzt. Da konnte so ein Halstuch auch mal als Mundschutz vor staubigen Landstraßen dienen, als Schweißtuch für die Stirn, als Regen- oder Windschutz für die Haare, Sonnenschutz für Hals und Nacken, und als Augenschutz für ein kurzes Nickerchen z.B. auf dem Führerstand der Kutsche oder auf der Pritsche hinten bei den Waren.

Diese Tücher fanden nicht nur bei fahrenden Händlern, die durch ganz Europa zogen, Verwendung, auch bei anderen Bevölkerungsgruppen, z.B. auch bei Bauernknechten o.ä. Aber sehr verbreitet waren sie eben bei den fahrenden Händlern, allerdings auch bei solchen, die von woanders herkamen. Überwiegend aber bei denen, die aus dem Balkan kamen. Dennoch: es waren längst nicht nur die Kroaten, die diese Halstücher bekannt machten, es waren andere Gruppen aus dem Balkan. Die Menschen in Deutschland und Frankreich aber bezeichneten sie mit dem Sammelbegriff "Kroaten", zumindest in Bezug auf diese Halstücher. So entstand aus "à la croate" für diese Halstücher, und was sich daraus entwickelte: "Krawatten". Also hier: siehe Selbstbezeichnung, siehe Fremdbezeichnung, erkenne: Unterschiede!

Es ist unglaublich, wie Wörter entstehen. Wir hier in Europa haben ja überwiegend die gleichen sprachlichen Wurzeln, so dass vieles miteinander eng oder weniger erkennbar eng zusammenhängt. Aber auch gerade das Deutsche ist sehr produktiv, was Begriffe angeht.

Wir alle kennen es, die Beugung von Buchstaben, insbesondere von Vokalen. In Deutsch beugen wir vieles, z.B.:
gehen - ging - gegangen.
So gibt es dann Wörter, die mit bestehenden Ausdrücken zusammenhängen, aber davon abgeleitet wurde. Sehr oft auch gebildet aus einer Vergangenheitsform: z.B. der Gang. Einmal Gang, um das Laufen zu Beschreiben. Einmal, um einen Vorgang zu beschreiben: Der Gang zum Amt. Einmal, um einen Teil eines Hauses zu beschreiben: der Gang. Aber auch eine Mahlzeit (der Buttler kam aus der Küche und ging wieder in die Küche: ein Gang). Oder eine Sitzung, dann halt Stuhlgang.
Wenn man nach diesem Schema mal so alltägliche Worte sich anschaut, stößt man auf absolut viele solcher Wortbildungen. Oft reicht es nicht aus, aus der Jetztform eines Tätigkeitsworts ein Hauptwort zu bilden, oft gibt es viele Aspekte, die mit diesem Tätigkeitswort verknüpft sind, so entstehen zum Teil etliche Ableitungen aus dem selben Tätigkeitswort (Verb), zum Beispiel Das Gehen, der Gang, aber auch weitergehende Wortschöpfungen, auch auf Verbbasis, wie "gängeln", oder das Gängeln bis hin zum Quengeln. Und ja, die Vergangenheitsformen halten auch oft her, weil es oft auch mit einer bereits abgeschlossenen Handlung zu tun hat, als dieses Wort entstand, z.B. der Gang. Inzwischen kann ein Gang zur Toilette auch in der Zukunft liegen, weil die darin liegende Vergangenheitsform sich als neues Wort mit einer eigenen Bedeutung verselbständigt hat.

Drum blicke ich kurz vorm Abendbrot noch mehr zurück in die Geschichte. Hier fließen z.T. meine eigenen Rückschlüsse ein, nur mal als Vorwarnung, werd ich aber zwischendurch auch immer mal wieder kurz durchblicken lassen:

- Geschichte (kein vollständiger, umfassender Blick zurück)

Hier werfe ich nochmals eine kleine Einleitung voraus. Bügel können aus Eisen bestehen, Eisendraht vor allem. Bügel hängt man an die Garderobe oder im Schrank an die Kleiderstange. Die meisten Bügel sind belegt, weil man Kleidungsstücke an ihnen aufbewahrt. Hat man noch Platz, aber Bügel auf Vorrat, hängen dann solche Eisendrahtbügel auch gerne mal alleine an der Kleiderstange. Obwohl aber diese Bügel aus Eisen sind, ist das Bügeleisen kein Eisen für Bügel. Und man hängt auch nicht das Bügeleisen mal so an die Kleiderstange. Das zeigt: die Bedeutung des Teilworts Bügel in Bügeleisen hat seinen Bedeutungsschwerpunkt verändert.
(Das ist übrigens genauso wie das Cross in Crossdresser, naja, anders, aber jedenfalls ebenso spezieller gemeint, als zu erwarten sein könnte.)

Und jetzt die Historie: Eisenzeit! Vielleicht betrifft es auch schon die Bronzezeit oder Kupferzeit. Jedenfalls die Nutzung von Metallen durch unsere Vorfahren. Das Feuer wurde wohl schon seit mindestens 300.000 Jahre von unseren Vorfahren genutzt. Die Verwendung von Feuer, um was mit Metall anzufangen, kam erst viel später. Jedenfalls diente das Wissen, mit Metall umzugehen, unseren Vorfahren zuerst, um Schmuckstücke damit anzufertigen. Dann Hilfsmittel wie Messer oder Waffen zur Jagd oder Waffen zum Wehtun, um andere Menschen abzuwehren oder abzuschrecken, die einem nicht Gutes wollten. Oder um selber nichts Gutes anderen anzutun.

Allmählich dämmerste unseren Vorfahren, dass man damit noch eine Reihe anderer nützlicher Sachen machen kann. Statt ein Schwert aus einem Block zu klopfen, konnte man z.B. auch Stangen machen. Und die konnte man in den Boden rammen (Tierhäute dran festmachen, das hatte man aber mit Hölzern ja ohnehin schon gemacht = Zelte). Oder aber auch über einem Feuer anordnen, um darauf Fleisch oder eingeweichtes Körnermehl zu braten oder zu backen. Man musste das nicht mehr aktiv selbst auf Holzstangen ins Feuer halten. Man konnte es einfach über das Feuer ablegen und warten, bis es ausreichend durch Wärme zubereitet war.

Wenn man mehrere Stangen richtig übers Feuer anordnete, dann hatte man diesen Vorteil:
Ein Gerüst aus Stangen, diese Stangen richtig ausgerichtet, ergab einen Rost.
Da Germanisch mit Latein und Griechisch urverwandt ist, erkennen wir mit etwas Analyse die Zusammenhänge:
gr. ortho = richtig, recht, aufrecht = meiner Meinung nach eine Abkürzung von "orecto", wobei recto ebenso richtig, rechtwinklig, aufgerichtet meint (vergleiche "rectangles"), darin steckt "ecto" im Ursinne von "Sein", gemacht, geschaffen, entstanden, findet sich auch wieder in gr. tecton "Handwerk", z.B. auch in Architekt. Oder in "erekto" im Sinne von aufgerichtet.
lat. recto = im selben Sinne wie das griechische
Etwas aufrichten, also das richten darin, geht auf recto, rekto zurück.
Ein Gerüst wird mit Stangen errichtet. Ein Rost wird mit kleinen Stangen, am besten rechtwicklig errichtet. Rost ist eine Ableitung von richten, ausrichten. Sind die Stangen richtig ausgerichtet, entsteht ein Rost.

Wird da was draufgelegt, wird es geröstet.

Zuerst hat man in der Eisenzeit oder früher bestimmt das Fleisch oder den klebrigen Teigkloß erstmal einfach so auf diese Stangen gelegt. Später hatte man noch Schüsseln oder Pfannen, in die man sowas reintun konnte, z.B. auch Wasser. Und dann brodelte da das Wasser mit Kräutern oder Fleischstücken. Wort Brodeln kann auch vom Wort Rost herkommen, zum Beispiel über "Berodeln", oder "berösten" mit Verwendung einer nicht nur deutschen Vorsilbe "be-".

Alles, was überm Feuer anfing zu knistern, zu zischen, zu knacken, zu pluppern: brodelte. In Italienisch heisst heute noch Suppe: brodo.

Und warf man das Fleisch nicht in die Schüssel, sondern in die Pfanne, dann brodelte das Fleisch und wurde fortan "braten" genannt, ja das Fleisch selber war dann der Braten. Oder das Fleisch fürs Braten bestimmt, aber noch nicht gebraten war dass irgnedwan später auch schon der Braten (roher Braten). Aber, dass der Zusammenhang mit dem Rost besteht, wird heute niemandem mehr bewusst.

Und das Brot genauso. Da Brot wird "beröstet". Daraus entwickelte sich das Wort Brot, das sich in verwandten Wörten in den ganzen nordischen (germanischen) Sprachen wiederfindet.

Die romanischen Sprachen haben da einen anderen Wortstamm dafür in Gebrauch.

Interessant ist die Verbindung zu griechisch Pitta, was ja ein Fladenbrot ist.
Ich erwähne nicht zum ersten Mal im Forum die Komplexität dieses Begriffes. Ich werfe jetzt mal mit Wortverwandschaften um mich, die die unterschiedlichsten Bedeutungsschwerpunkt haben, aber alle doch eine ursprüngliche Bedeutung verbindet:
Pitta, Pizza, flach, Platte, Pflaster, Pfad (?), Petrus, Pietro, Fladen.
zu ersten Erklärung: L geht oft in ein I (klein: i) über, oder umgekehrt.
zur zweiten Erklärung: In Afrika, vielleicht auch Südeuropa, hat man früher kein Feuer gebraucht, um Brot herzustellen.
Es reichte ein flacher Stein in stundenlanger Sonne, um darauf den Brotteig flachzuklopfen und darauf zu backen.
Darum haben flache Brote in Fladenform oft etwas mit der Bezeichnung für Stein (pietro) zu tun.
Im Gegensatz zu den nordischen Ländern. Da war Brot erst durch die Positionierung über dem Feuer denkbar. Daher war das Gerüst aus gerichteten Stangen bei der Benennung dieses Produktes beteiligt.

Nebenbei: Dass Rost Rost heisst, hat damit zu tun, dass Eisen, viel über Feuer, anfängt zu rosten. Und die braune Rostfarbe ist übrigens nahe an der Farbe rot. Entweder heisst Rost Rost, wegen den ausgerichteten Stangen. Oder denke die gleiche Herleitung noch einmal durch, weil die Farbe Rot daran beteiligt war.

Beides ist denkbar.

- Fazit:

Es ist faszinierend über die Vielfalt unserer Wörter nachzudenken. Wenn wir das in Verbindung mit dem Begriff Crossdresser nun wieder tun, ist das in Bezug auf Vielfalt unserer Sprache wunderschön. Aber nicht notwendig. Es gibt solche und solche Bildungen. Wir müssen keine Theorie erstellen, wie wir nun mit dem Gebrauch des Wortes Crossdresser unter uns umgehen. Wichtig ist, dass wir wissen, was wir damit meinen. Und Unbedarften können wir das auch auch gerne und immer wieder eigentlich genau genommen recht kurz und eindeutig erklären.

Was müssen wir uns die Zähne daran ausbeißen, wenn unsere Brüder und Schwestern von unserer "Ich-weiche-vom-Normalverhalten-ab"-Community dafür bereits einen klar zu erkennenden Bedeutungsschwerpunkt im Begriff "Crossdresser" gefunden haben?
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Offline Skirtedman

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #93 am: Gestern um 15:30 »
Ist der Schnee als auch bis zu euch gekommen?! Sehr schön!

Und auch schön dass du dich trotz des Wetters für Rock entschieden hast!

Tja, mir hat die Kälte in letzter Zeit tatsächlich Röcke vermiest.
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Das ist nun sowas von off-topic.

Bei uns ist´s nur "halb" so warm. Aber dafür grau in grau, und es regnet immer wieder. Seit gestern Abend sind es 15 Liter/m². Schneereste liegen auch noch auf blanker Erdkrume. Oder, wo er durch Kehren mal gehäuft lag.

Dennoch hat es mir das Rocktragen nicht vermiest. Vielleicht komme ich nachher noch dazu, Beweissfotos zu posten. Aber in einem Thread mit entsprechendem on-topic.
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Offline Yoshi

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #94 am: Gestern um 15:44 »
Das ist nun sowas von off-topic.

Nicht mehr off-topic als diese Crossdresser-Debatte.  :laugh:

Offline JJSW

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #95 am: Gestern um 15:54 »
Heute auch mit Boots. Aber für Kinky ist der Absatz wieder zu niedrig

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Gruß
Jürgen
Laßt Euch nicht von Zweifeln plagen
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Offline MAS

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« Antwort #96 am: Gestern um 16:28 »
- Einleitung
Es gibt viele Wege, wie Begriffe gebildet werden. Es geht mir immer noch nicht in den Kopf, warum Du, Micha, Dich verweigerst, die Begriffsauffassung von uns strukturell sehr nahestehenden Menschen abzulehnen und sie weiter zu deuten. Mir geht es vor allem deswegen nicht in den Kopf, weil mir Antworten darauf von Dir - auch von evt. anderen Menschen - noch immer fehlen.

Lieber Wolfgang,

das habe ich doch anhand der Beispiele "Hinayana" und "Christentum" erklärt.

LG, Micha
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Offline MAS

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« Antwort #97 am: Gestern um 16:31 »
- Beispielhafte Betrachtung

Da Du, Micha, scheinbar gerne auf Metaebene herumdeuteln möchtest, verlasse ich nun auch die Metaebene bzgl. Innen- und Aussendarstellung von Menschengruppen und beziehe die Begriffsbildung auch jenseits von Personenbenennungen ab.

Mein Anliegen hat aber nur bei Personen Sinn, denn es geht um Innen- und Außenperspektiven. Krawatten bilden keine Begriffe zur Selbstbezeichnung. Geröstete Brote auch nicht.

LG, Micha
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Offline MAS

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« Antwort #98 am: Gestern um 16:35 »
Aber lassen wir es. Ich meinte ja schon mal, das sei hier im Thread offtopic, aber da warst Du, Wolfgang, anderer Meinung.

Die Problematik der Perspektive- und Interessenabhängigkeit  bei der Benennung von Personengruppen ist mir halt von Berufs wegen alltägliches Brot. Und ich schaffe es nicht, Dir, lieber Wolfgang, es so zu erklären, dass Du es verstehst - oder verstehen willst. Ich glaube, letzteres ist hier auch ein wichtiger Punkt.

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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« Antwort #99 am: Gestern um 17:10 »
Ja, Micha,

so fühlen wir uns beide von uns gegenseitig nicht verstanden.

Und auch bei Dir vermute ich fehlenden Willen. Was Du mit Hinyana oder so und Christentum erläutern wolltest, habe ich von der Struktur glaubich erfasst, ist mir aber nicht hilfreich genug, die Benennung einer bestimmten Erscheinungsform von rocktragenden Männern zu konkretisieren.

Da Begriffe sich ganz unterschiedlich bilden. Und umgedeutet werden. Deswegen Brot, deswegen Krawatten (auch durch eine Fremdbezeichnung entstanden, die so nicht ganz zutreffend war). Bestes Beispiel aber ist Bügeleisen.

Zwar hat Bügeleisen keine Selbstempfindung, aber dafür steht es für ein klar definiertes Objekt. Und wenn Dir Selbstempfindungen wichtig sind, dann orientiere Dich doch an der Selbstbezeichnung derer aus einer Gemeinschaft, die sich mit dem Wort Crossdresser identifizieren mit einem echt klar mit einem Wort einzugrenzenden Begriff.

Übrigens hat eine Neuanmeldung im Forum diesen Begriff ganz offensichtlich ebenso im Sinne der Crossdresser verwendet.
Gerne kannst Du unseren neuen Kollegen fragen, was er mit diesem Begriff verbindet...
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Offline MAS

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Antw:Kinky Boots…
« Antwort #100 am: Gestern um 17:38 »
Lieber Wolfgang,

noch ein Beispiel aus der Welt der Religionen:

Es gibt die Katholische Bischofskonferenz. Was diese Selbstbezeichnung nicht verrät: Sie ist die Bischofskonferenz nur der Römisch-Katholischen Kirche, nicht aller katholischen Kirchen, so nicht der Altkatholischen Kirche und nicht der Griechisch-Katholischen.

Hier ist es also so, dass die Römisch-Katholischen den Begriff "katholisch" ohne Zusatz für sich reklamieren.

Außenperspektivisch sage ich, dass das nicht ganz korrekt ist. Deswegen lege ich Wert darauf, dass die Studierenden das "Römisch" hinzuschreiben, wenn sie diese meinen.

Das ist also nicht so sehr unproblematisch, wenn man einer Gruppe alleine die Begriffshoheit für sich zusteht. Es könnten andere Gruppen geben, deren Selbstkonzept dadurch nicht respektiert wird.

Für unsern Fall könnte man sagen, Rockträger im Sinne dieses unseres Forums sind keine Crossdresser im Sinne des Crossdresser-Forums. Aber es ist keinem Rockträger verboten, sich als Crossdresser in einem anderen Sinn zu sehen. Es kann eben auch Männer geben, die sich der Begriffsdefinition des Crossdresser-Forums nicht anschließen.

LG, Micha
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Offline Skirt-Man

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« Antwort #101 am: Gestern um 17:58 »
.....l

Als tägliches Beispiel habe ich meinen großen Sohn vor Augen, der mittlerweile nicht nur optisch ein Mann ist, mit seinen knapp 190cm, sondern auch immer seine Stätke, Härte und das ganze Zeug in Richtung toxisch männlich, herauskehren muss.

Ich habe ihn schon mehrfach mit mir und meinem Auftreten konfrontiert:
Nein, Rock ginge für Ihn nicht, und sein kleiner Bruder wäre ein Mädchen, weil er sich anders verhält taillienlange Haare hat und gerne Kleider trägt, und sich nicht körperlich mit ihm messen mag. Aaaaber, ich wäre DER Mann in seinen Augen, weil...  ???
Ganz wichtig ist für ihn, dass ich tatsächlich immer noch stärker bin, als er, was er spielerisch immer wieder austestet - aber das ist es sicher nicht alleine.


Er will dem Gesellschaftsbild des Mannes entsprechen, groß, stark, Sixpack, scherzresistent, dominant, laut, α-Tier (auch wenn der plötzlich zu schüchtern ist, alleine in einem Laden etwas zu kaufen ;D )

Da bin ich ja dann nicht alleine.
Bei mir ist es der Kleine Sohn, der alles extra Männlich macht um seinen Platz in der Gesellschaft ja nicht zu gefährden.

Der Große hat lange lockige Haare und zieht auch gelegentlich mal ein Rock an.
Besonders, weil es seiner Freundin auch gefällt.

Offline MAS

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« Antwort #102 am: Gestern um 18:09 »
Das kann natürlich auch sein, dass es das typische Abgrenzungsverhalten zweier Geschwister zueinander ist. Jedes Geschwister will seine eigene Nische finden und behaupten. Das war zwischen mir und meinen älteren Brüdern auch so - wohlgemerkt: nicht absichtlich, sondern unbewusst, und erst durch späteres Nachdenken bewusst geworden.

LG, Micha
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