Wie fühlt es sich eigentlich an zu wissen, dass Viele nur lesen und nicht schreiben?
Seid ihr (es antworten ja eh nur die Viel- und Mittelvielschreiber
) ein Bisschen sauer auf die Stummen? Fühlt man sich unangemessen ausgenutzt?
Wie bei MAS bei mir auch:
Teils, teils, lieber Michl.
Sieh es an wie bei einem Konzert auf Spendenbasis. Man genießt das Konzert, das Konzert ist um, und der eine gibt viel Geld in das Körbchen, der andere nur paar Klicker. Und etliche huschen da irgendwie durch, ohne auch nur irgendwas zu geben, die Schmarotzer!
Nein, der Vergleich hinkt. Aber eins ist klar: die einen geben mehr, die andern nehmen mehr. Und Gründe kann es viele geben, dass man eher zu den einen oder zu den anderen gehört.
Wenn ich hier etwas schreibe, so denke ich an die, die vor mir was zu etwas geschrieben habe. Ich denke aber auch an die, die potentiell auf mein Geschreibsel voraussichtlich reagieren werden (oder könnten). Ich denke aber manchmal an die, die nur selten vorbeikommen und gar nicht alles drumrum mitbekommen können, weil sie nur ausschnittsweise gerade mal zufällig meinem Beitrag begegnen. Jetzt, demnächst oder erst in vielen Wochen.
Und ganz oft denke ich beim Schreiben auch an die, die nicht reagieren werden, weil sie nur mitlesen. Auch das ist fast immer eine meiner wichtigsten Zielgruppen. Dessen bin ich mir bewusst. Und daraus kann man sich auch ein bisschen Verantwortung ableiten.
Wenn hier im Forum nichts passiert, dann gibt es nichts zu lesen. Und wenn es nichts zu lesen gibt, dann kommt auch keiner mehr vorbei, ob hier was zu lesen ist. Also muss hier was passieren. Für die Aktiven, für die Wenigschreiber, für die Vielmitleser und für die Wenigmitleser, und für den, der sein zweites Mal hier vorbeischaut.