Autor Thema: Rock und Rock  (Gelesen 4554 mal)

Offline MAS

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Antw:Rock und Rock
« Antwort #90 am: Gestern um 22:14 »
So ähnlich war es bei mir auch, wenngleich ich nie so sehr hinter dem her war, was neu auf dem Markt war. Ich hatte meine erste CD gekauft (The Irish Folk Festival 1989/89 Back to the future), weil es sie nur als CD gab und nicht als MC. Ich hatte da noch gar keinen CD-Spieler, sondern habe sie mir von einem Kollegen auf MC überspielen lassen. Es vergingen dann noch einige Jahre, bis ich einen CD-Spieler hatte, und zwar zuerst einen solchen Discman, den man mit MC-Adapter übers Autoradio hören konnte. Eigentlich gehörte er Petra. Und dann schenkte mir mein Bruder einen gebrauchten CD-Spieler, den ich über meinen Radiorecorder laufen lassen konnte oder später auch über die elterliche Stereoanlage, als ich diese nach der Wohnungsauflösung bekam. Das ging dann immer übers Kassettendeck, indem ich es auf Aufnahme stellte. Leider tat diesen das nicht gut.

Videokassetten habe ich auch noch lange aufgenommen.

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Antw:Rock und Rock
« Antwort #91 am: Heute um 00:00 »
Ja, ja, die Nostalgie ;)

Im elterlichen Haushalt gab es nie einen Plattenspieler, keine Stereoanlage und erst recht keinen CD-Spieler.
Röhrenradio war das Maß aller Dinge und ich habe ihn noch und er funktioniert nach über 60 Jahren immer noch.

Irgendwann, als sie immer noch sehr teuer, aber irgendwie bezahlbar waren, habe ich mir dann einen CD-Spieler gekauft. Für den Verstärker hat mein Geld damals nicht mehr gereicht, den habe ich mir notgedrungen selbst zusammengelötet und in ein Gehäuse aus ungeätzten Platinen gebaut, die ich auch einfach zusammengelötet hatte.
Das Ganze sah skurril aus, klang aber sehr gut, dachdem ich endlich den Netzbrumm elimieniert hatten (hatte etwas gedauert).

Verstärker und CD existieren schon lange nicht mehr, aber meine erste CD habe ich immer noch:
Roger Hodgson: In The Eye Of The Storm

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Antw:Rock und Rock
« Antwort #92 am: Heute um 00:08 »
Ja, Videokassetten habe ich auch aufgenommen. Welche, wo dann Sendungen zum Behalten draufkamen. Und solche, die immer wieder neu bespielt wurden, sobald, sofern man die Sendung schon gesehen hatte, die zuvor da drauf war.
Ein S-VHS-Rekorder musste es sein, und ein teurer, von Panasonic. Weil damals produzierten wir auch auf S-VHS. Und mit Panasonic-Equipment. Nach einem Lockangebot von der Telekom verlängerte ich meinen ersten Handyvertrag ohne neues Handy, das Siemens hab ich dann ausgetauscht gegen ein Handy von Panasonic. 96 Gramm wog das damals.
Natürlich kam dann auch irgendwann ein Festplattenrekorder ins Haus, wo ich auch DVDs brennen konnte, sogar beidseitige. Achja, auch von Panasonic.
Den ersten CD-Player hatte ich in Form einer Kompaktanlage gekauft, für meinen Vater ins Hobbyatelier, damit er dort Radiosender seiner Wahl hören konnte, nicht immer nur SWF/SWR4, was meine Mutter den ganzen Tag hörte.
Ein Jahr später dachte ich, ich kauf mir dieselbe Kompaktanlage, die gab es aber nicht mehr; es wurde eine andere. Eigentlich brauchte ich nur einen CD-Player, aber da gab es schon gar keine solitären CD-Player mehr für einen vernünftigen Preis.
Mein Vater hatte dann früher als ich CDs gehabt.

Und meinen ersten Computer habe ich ca. 15 Jahre später gekauft, nachdem ich unter Kollegen und Leuten bereits als "Computer-As" gegolten hatte. Ja, aus dem Großrechner im Studium hab ich alle Tricks rausgeholt; den Atari als Schreibmaschine meiner Schwester für ihre Abschlussarbeit habe ich mit Programmen versorgt; mit den Amigas bei der Arbeit hab ich tolle Sachen gezaubert, aber ich daheim privat Computer? Fehlanzeige.
Halt erst spät. Und als ich ihn mir kaufte, hab ich mir am Vormittag erst noch ein Auto gekauft, um ihn heim transportieren zu können. War da ein gutes halbes Jahr ohne fahrbares Auto gewesen. Kaputt, stand irgendwo rum. Als ich nach Monaten zum Auto ging, um es vorm Entsorgen leerzuräumen, machten sich gerade zwei Mechaniker von einer Tankstelle in Sichtweite über meinen Motorblock her.
Eigentlich brauchte ich da gar kein Auto, denn ich wohnte nur drei Minuten zu Fuß von meiner Arbeitsstelle entfernt.
Die zog dann irgendwann um, auf die andere Seite der Stadt. Drei Monate später zog ich nach, hatte zwar andere Gründe, aber wieder nur fünf Minuten zu Fuß bis zu meiner Arbeit.

Ja, ja, Computer, S-VHS-Rekorder, Festplattenrekorder, meine erste Stereoanlage aus der Mitte der 80er, die Kompaktanlage, alles war miteinander vernetzt, natürlich mit ansteckbaren MP3-Playern, oder Internettablets (2006) oder Handys. Und das noch mit einem Videosender, der auf den Fernseher vorm Bett im Nachbarzimmer alles übertragen konnte bzw. auf einen drahtlosen Kopfhörer in der ganzen Wohnung bzw. auf einen FM-Transmitter, um auch das Küchenradio zu versorgen.

Und bevor das alles vernetzt war, stellte ich auf meiner ersten Stereoanlage (mit Dual, Technics, JVC) schön brav meine Musikkassetten zusammen. Wichtig war mir immer Abwechslung. Da kamen dann meine typischen Wolfgang´schen Stilbrüche voll zur Geltung. Und passen musste jedes Lied zum vorherigen, irgendwie. Pausen zwischen Liedern gab es nicht - ausser dramaturgisch gewollt, dann aber kunstvoll inszeniert, gab´s nur selten mal. Ansonsten mussten die Lieder ineinander überfließen. Und zwar nutzte ich den Effekt aus, dass der Löschkopf erst ein paar Millimeter nach dem Schreibkopf das Band löschte. So gab es ein, zwei Sekunden (ich hab die Zeit nie ausgemessen oder ausgerechnet), wo sich zwei Lieder überlappen konnten. Und diese Übergänge waren fast wichtiger wie das Lied selbst. Millisekundengenau musste das Tape an der richtigen Stelle pausiert werden, und millisekundengenau musste das nachfolgende Lied aufgenommen werden, manchmal griff ich die Beats der Lieder auf, dass sie harmonisch am Übergang weiterflossen, mal musste der Nachklang vom vorherigen Lied noch unter den ersten zwei Tönen des Nachfolgelieds nachklingen. Eine wahre Wissenschaft, naja, mehr rhythmisch-melodische Intuition machte ich daraus. Oft hatte ich den gewollten Übergang schon im Ohr, oft musste ich aber das passende nachfolgende Lied erst noch suchen. Und geübt habe ich das zum Teil mehrmals, bevor ich zur richtigen Millisekunde die Aufnahme startete. War die Aufnahme verhunzt, musste ich beim Lied zuvor weiter vorne erneut ansetzen. Ging das mehrmals schief, musste ich das Lied vorher nochmals neu aufnehmen. Oder geschickt an einer Stelle mitten im Lied das Ende neu draufsetzen (um nicht den Übergang vorher auch noch kaputtzumachen).

Und ja, auf der Platte musste ich mich in die Liedpausen reinhören, um ein Zeitgefühl zu kriegen, wann das gewünschte neue Lied losgeht, um die perfekte Millisekunde abzupassen. Teilweise nahm ich noch visuell das rotierende Label mit ins Auge, um besser den richtigen Moment zu erspüren. Oder am Plattenanfang machte ich manchmal einen kleinen Ritz in die unbespielte Rille, um einen akustischen Vorlauf-Impuls zu haben ("knack!"), damit ich die richtige Millisekunde zum Aufnahmenstart definieren (erfühlen) kann.

Manchmal ließ ich aber auch überflüssige Vorlauftakte weg. Sledgehammer z.B. musste natürlich beim ersten Forte erst losgehen. Während ich ausgerechnet das erste Weggelassene (das leise Panflöten-Gesäusel) später verwendete, um Trenner für ein von mir designtes Sendungsformat zu vertonen.

Ja, Musik ist schon eine Wissenschaft - naja, ein Gefühl.
Ich lief mit MP3-Player, später mit Handy, auch etliche Jahre draussen immer mit Kopfhörern durch die Gegend, auch im tiefsten Wald (wenn ich alleine unterwegs war). Aber da hatte sich für mich die Musik als ständiger Begleiter schon verabschiedet. Da lud ich mir nämlich Podcasts runter - überwiegend zeitversetzte Radiosendungen - praktisch alles Gebabbel. Zu den Hoch-Zeiten dieser Phase hatte ich über 100 Podcasts beobachtet, etliche regelmässige (einwöchig oder monatlich, manche aber auch öfters), ein ganzer Schwung aber auch gelegentliche. Ja, das war eine Menge, ich war aber heiss drauf, das zu hören. So kam dann auch der Adapter für den Kassettenschacht im Autoradio zum Einsatz. Oder der FM-Transmitter.

Aber seit Trump das erste Mal kandidierte, fand ich die aktuellen Nachrichten spannender, so dass ich auf Autofahrten immer aktuellen Babbelfunk hörte, hr-info zum Beispiel. Für die Podcasts hatte ich weniger Zeit, ich kam nicht mehr nach, sie zu hören, bis heute ist nur noch ein kleiner Rumpf davon übrig. Das ist heute noch so, wann immer ich Zeit für Radiohören habe, höre ich Nachrichten oder sowas wie die Info-Sender. Auch beim Putzen, Kochen oder Spülen. Musik ist also ziemlich unbedeutend geworden inzwischen für mich, was Berieselung angeht.

Seit dem letzten Umzug ist die Stereoanlage noch nicht wieder aufgebaut. VHS- und Festplattenrekorder auch nicht. TV schaue ich jetzt manchmal am Laptop, oder gemütlicher mit Stereo-Ton über meine erwähnte Kompaktanlage und sparsamem 4:3-Röhrenfernseher.
Das reicht mir. Mir ist Information wichtiger als jegliche Ohren- oder Augenweide. News-Junkie auf Genuss-Diät sozusagen.  :D
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

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Antw:Rock und Rock
« Antwort #93 am: Heute um 00:39 »
Whow, was für Geschichte, von Euch, Cephalus und Wolfgang!

Ich bin ja ein technischer Laie. Meine Vernetzungen von Geräten halten sich demzufolge die Grenze.

Interessant finde ich, Wolfgang, wie unterschiedlich wir auf Trump regieren: Du willst Nachrichten über ihn hören, ich dagegen schalte am liebsten sofort wieder aus, wenn ich diesen Horrorclown sehe. Sicher bin ich aber auch Neugierig, welchem Wahnsinn er schon wieder erlegen ist und womit er die Menschheit und die Erde plagen möchte, nur um gute Deals für sich selbst und seinen verlängerten P..., de USA, zu machen.

Also ich brauche immer wieder Musik. Nicht die ganze Zeit über, aber doch recht viel so am Tag, auch beim Arbeiten, dezent im Hintergrund. Sie beruhigt meine Nerven und bringt mich in angenehme Rhythmen und Schwingungen. Manchmal aber auch hochkonzentriert mit Kopfhörer, die Feinheiten hören und die Energie spüren wollend.

Petra meinte, ich solle mal musikfasten. Oh nee, das wäre zu viel für mich. Das mache ich nur an Karfreitag, und da ist es interessant zu beobachten, wie ich immer wieder den Impuls habe, Musik einzuschalten oder selbst ein Lied zu pfeifen, und mir das dann verbiete. Das ist ein Überbleibsel der Jahre, in denen ich von Mittwoch vor Ostern bis Ostersonntag bei den Pallottinern in Vallendar war.

Ja, man könnte sagen, dass ich musiksüchtig bin. Aber dennoch kenne ich Menschen, für die Musik eine viel zentralere Rolle spielt. Das sind dann aber Musiker:innen, die ihre ganze Freizeit oder gar ihr Berufsleben auf Konzerte, Festivals, Sessions usw. ausrichten. Oder die auf die Musik tanzen und in ihrer Freizeit vor allem Balfolks, Workshops usw. besuchen oder selbst anbieten. Das wäre mir wiederum zu viel, weil mich ja auch noch anderes interessiert.

Aber Musik ist ein wichtiger Teil in meinem Leben. Mein Schwiegervater war eher der Informationsjunkie, so wie Du derzeit, Wolfgang. Wenn zwischen den Wortbeiträgen Musik gespielt wurde, meinte er, die hätten wohl keine Themen mehr im Radio. Ganz anders Jan Reichow (https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Reichow). Der meinte mal, er höre nicht mehr gerne Radio, weil sie da die Stücke nie zu Ende spielen sondern immer wieder reinquatschen.

So unterschiedlich sind die, ähm, wir Menschen!

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Antw:Rock und Rock
« Antwort #94 am: Heute um 00:44 »
Konventionelles Fernsehen und Radio sind bei mir nicht mehr existent.
Alles was ich in dieser Richtung konsumiere, kommt aus Mediatheken, von Streamingdiensten oder eigenen Quellen.
Zu sehr nervt mich ungefragtes Gequatsche, Werbung, oder die, für mich falsche Sendezeit.

Will ich Informationen, suche ich sie gezielt, will ich Musik, oder andere Unterhaltung, lasse ich mich vom Streaming, berieseln.

Ja, es kann dadurch passieren, dass man Aktuelles nicht mitbekommt, bis sich die Umgebung darüber unterhält und man dann erst nachsehen muss.
Aber, es hat mir bis dato nicht zum Nachteil gereicht, mir aber viele schlechte Gefühle, die ich gehabt hätte,  hätte ich alles unmittelbar mitbekommen, erspart.

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« Antwort #95 am: Heute um 06:26 »
Was man nicht kennt, das kann man nicht vermissen…

Ich bin sehr froh, dass es noch kuratierte Radioprogramme gibt (auch im Internet, z.B. ByteFM aus Hamburg), bei denen musikbegeisterte Menschen das Programm gestalten, keine „KI“
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« Antwort #96 am: Heute um 08:35 »
Ja, da gibt es eine Musiksendung eines kleinen Radiosenders, Radio Dreyeckland aus Freiburg i.Br., nämlich "Keine Heimat", die mein folker-Kollege Christian Rath moderiert, und in der er jede Woche neue Folk-CDs aus einem Land vorstellt. Die ist dann immer eine Woche lang hör- und herunterladbar. Und Christian erinnert immer über die folkmail-Liste daran.

So schrieb er heute:

"Liebe Freundinnen und Freunde,

hier meine Ankündigung für die nächste Keine Heimat-Sendung auf Radio Dreyeckland (RDL):

Am heutigen Dienstag, 24. Februar 2026, um 15 - 16 Uhr, gibt es neue Folk-CDs aus England von The Thorn, Tunng, Richard Dawson und Boss Morris.

viel Spaß
Christian Rath



RDL hört Ihr
- per Internet-Livestream auf www.rdl.de
- in Südbaden über UKW-Antenne auf 102,3 Mhz
- im Freiburger Kabel auf 93,6 Mhz

Falls Ihr eine dienstägliche Keine Heimat-Sendung verpasst, könnt Ihr sie in der RDL-Mediathek eine Woche lang nachhören:
www.rdl.de/sendung/keine-heimat-euro-folk oder www.keine-heimat.eu.
(Bis ca Dienstag 15 Uhr steht dort noch die letzte Sendung mit Folk-Musik aus Quebec.)

Ihr könnt die jeweilige Sendung sogar downloaden und dann ganz flexibel anhören.

Die Playlist der Sendung findet Ihr bald unter www.keine-heimat.de.

--
Christian Rath, [...] Freiburg _____________________________ __________________
folkmail
folkmail@lists.folknet.de"

Das ist ein guter Service!

Ich komme auch nicht dienstags um 15 Uhr dazu, das zu hören, aber wie gesagt, eine Woche lang ist das möglich.

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« Antwort #97 am: Heute um 08:48 »
Schönes Beispiel, wer Folkmusik mag, wird da sicher Dinge entdecken, die er sonst nie gefunden hätte und auch der Streaming Anbieter nicht vorschlägt…
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« Antwort #98 am: Heute um 09:03 »
Was man nicht kennt, das kann man nicht vermissen…

Ich bin sehr froh, dass es noch kuratierte Radioprogramme gibt (auch im Internet, z.B. ByteFM aus Hamburg), bei denen musikbegeisterte Menschen das Programm gestalten, keine „KI“

Wer das zu schätzen weis, für den ist es sicher von Vorteil.

Musik läuft bei mir wirklich ausschließlich beim Autofahren. Da ist sie reine Untermalung, Gequtsche nervt da, besonders wenn dann auch noch Sprecher und Navi gleichzeitig reden.

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« Antwort #99 am: Heute um 12:37 »
Redende Navis mag ich nur in Stress-Situationen, wenn ich es sehr eilig habe, oder mich die Verkehrssituation fordert, weil ich z.B. sehr müde bin. Ansonsten mache ich mir mein eigenes Bild vom Display und gleiche das mit der Wirklichkeit ab. Für längere Fahrten mit mir unbekannten Wegen brauche ich es ohnehin nur als Unterstützung, ansonsten präge ich mir wie schon vor Navi´s Zeiten die Strecke im Voraus schon mit den wesentlichen Punkten ein, manchmal auch die letzten wichtigsten Meter, das klappt noch immer ganz gut. Navis sind für mich also Erinnerungsstützen und bestenfalls Staumelder.



Eigentlich sucht der Thread ja eine Antwort auf die Frage, ob man am Kleidungsstil, z.B. am Rock, eventuell ablesen kann, dass der Träger begeistert Rockmusik hört. Oder anders ausgedrückt, gibt es eine Tendenz in der Wahl des Erscheinungsbilds (des Rocks z.B.) unter Rockträgern, die gerne Hardrock hören?

Diese Frage haben wir so noch nicht abschließend beantwortet.

Was mir jedenfalls auffällt, muss ich nun mal thematisieren. Denn gerade an Fastnacht ist es immer eine gute Gelegenheit, das in Erfahrung zu bringen. So saß ich letzte Woche an Aschermittwoch eingebettet zwischen links einer Frau, die gerne Hardrock hört, und rechts einer Frau, die einen breiteren ('normaleren') Musikgeschmack hat. Beim Schunkeln kam es, wie kommen musste. Die Hardrock-Frau wollte partout anders schunkeln als ich und meine rechte Nachbarin. Uns gegenüber die zwei schunkelten genauso wie wir, nur in der Richtung entgegengesetzt (naja, wenn wir nach links, die auch auch aus ihrer Perspektive nach links). Meine rechte Nachbarin wiederum hatte rechts einen uns unbekannten Mann, dessen Musikgeschmack ich nicht kenne, der aber ebenso partout anders schunkeln wollte als "wir zwei Normalen'. Es dauerte ein halbes Lied, bis wir den ganzen Tisch überzeugen konnten, 'normal' zu schunkeln, so wie der überwiegende Rest des Saales auch. Auch unser Gegenüber am Tisch hatte zunächst gegen den Eigenrhythmus eines ihrer Nachbarn anzukämpfen: auch er ist Hardrock-Fan.

Was will ich sagen? In der Tat, Menschen mit Vorliebe zu harter Rockmusik, haben ein anderes Taktempfinden. Und bei diesem Taktempfinden geht es nicht nur, sich auf den Start-Schlag (auf die 1, 2 oder 3, ...) zu einigen, sondern sie wollen nicht nur asynchron losschunkeln oder -tanzen, sondern auch in einer anderen Geschwindigkeit. Lasse ich mich bei solchen Schunkeleien oder Tänzchen auf die Vorgabe von Hardrockern ein, dann fühlt sich das für mich völlig falsch an. Interessant ist, wenn in einer größeren Kette (oder Kreis) mehrere einen für mich falschen Schunkelrhytmus wählen und es tatsächlich unter manchen 'Falschen' unabhängige Übereinstimmungen gibt.

Aufgefallen ist mir das schon früh, nämlich bei meiner ersten Tanzpartnerin. Das musste ich mehrere Monate aushalten. Für mich hatte sie keinerlei Taktgefühl. Gut, sie hatte ohnehin ein paar Ego-Defizite, schrieb Liebesbriefe an den Drummer der Gruppe Europe und war sich sicher, dass er sie in einem Jahr heiraten wird. Ja, sie liebte Hardrock. Bei Disco-Fox konnte man das noch recht gut ausgleichen, aber bei so Sachen wie Walzer versagte jeder noch so harte Versuch, sie zu führen. Und meiner Erfahrung nach: klappt es nicht beim Tanzen, dann klappen viele andere Dinge auch nicht. Es blieb bei meiner ersten Tanzpartnerin auch nur beim Tanzen.

Meine zweite Tanzpartnerin, der ich dann zwei, drei Kurse lang treu blieb, war ein Traum dagegen. Sie liebte nämlich ja auch 'normale' Musik.  ;) ;D
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Offline DesigualHarry

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« Antwort #100 am: Heute um 20:11 »
Hallo!

Röhrenradio finde ich auch auch klasse. Ich habe jetzt eine Röhrenpreamp für meinen neuen Plattenspieler. Das ist schon klasse, gibt dem Klang noch mehr Glanz und Wärme. Genau wegen diesen Analogen Feinheiten geht es mir bei der Musik. Modulation, Wärme, Bandsättigung. Gerade zum Schluss von Songs, wenn die ganze Band nochmals voll Aufdreht, das Band in die Bandsättigung geht, entsteht dieser Unglaubliche Sound. Das geht mit Digital alles nicht mehr, wegen fehlendem Headroom. Laute Songs sind bei Digital nur mehr mit massiven Kompressor Einsatz möglich. Dynamik ist so natürlich keine mehr vorhanden.

Lg Harry


 

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