Ich habe dieser Tage als Podcast einen wissenschaftlichen Bericht gehört vom Deutschlandfunk. Er ist schon zwei, drei Wochen alt und beleuchtet im Nachgang die neuliche Hitzephase mit Temperaturen bis knapp über 40 Grad bei uns, welche Belastungen das für unsere Körper darstellt und nahm besonders auch die Übersterblichkeit in dieser Phase unter die Lupe.
Fakt ist, dass vor allem ältere Menschen von dieser Hitze bedroht, ja sogar lebensbedroht sind. Aber auch generell Menschen mit chronischen Erkrankungen, also auch jüngere Menschen. Zum Beispiel Diabetiker. Oder Menschen mit Lungenerkrankungen. Da zum Beispiel u.a. wegen erhöhter Ozonwerte, die oft begünstig mit Abgasen und Feinstaub sind. Nun bin ich selbst Asthmatiker, habe aber zum Glück noch nie eine Belastung durch hohe bodennahe Ozonkonzentration feststellen können (3-atomiger Sauerstoff aber ist hochreaktiv und somit sehr aggressiv).
Auch wurden in diesem Radiobeitrag Tipps gegeben, wie man sich möglichst vor Beeinträchtigungen durch Hitze schützen kann. Klar, viel trinken zählt freilich mit dazu. Aber erwähnt war auch - jetzt kommt´s:
Adäquate Kleidung!
Ich weiss, dass - und ist ja das langsam zurückgehende Ozonloch in der hohen Atmosphäre mit veranwortlich (ein Fakt, der ohne tieferes Wissen nicht so leicht mit dem schädlichen Ozon in Bodennähe intellektuell zusammenzubringen ist) - dass die Leute ja bei großer Hitze und Sonnenschein als erstes daran denken, sich ausreichend mit Textil zu bedecken. Vor allem auch aus Sonnenschutz. Denn man wird ja genügend oft vor zunehmendem Hautkrebs gewarnt, der u.a. auch deswegen häufiger geworden ist, weil heute da genauer drauf geachtet wird. Auch UV-abweisende Textilien werden da heute gehandelt, um sich ausreichend vor Sonneneinstrahlung zu schützen (seltsam, unter einem Shirt, selbst unter 20den-Feinstrumpfhosen hatte ich bisher noch nie Sonnenbrand...). Nunja, sich ordentlich zu bedecken ist eines der Maßnahmen, woran die meisten gerne denken bei Sommersonne und Hitze. Und Leinen wird da gerne gehandelt. Ich habe allerdings mit anderen Geweben und Materialien schon deutlich bessere Wohlfühltextilien kennengelernt als Leinen.
Wichtig ist eben, dass Kleidung nicht einengt. Vor allem muss sie auch die Blutzirkulation ermöglichen. Denn die Adern schwellen an und versuchen, die Wärme aus dem Inneren des Körpers an die Oberfläche zu bringen. Und die Luftzirkulation muss gewährleistet sein. Denn der Körper versucht mit Verdunstung und Verdunstungskühle eben diese Wärme von der Hautoberfläche an die Umgebung abzugeben. Und Kühlung funktioniert nur, wenn die warme, feuchte Luft auf der Hautoberfläche abfließen kann und durch neue, zumindest weniger feuchte Luft, aber am besten auch etwas kühlere Luft ersetzt wird. Behindert man das, leidet man mehr unter der Hitze. Und riskiert womöglich am Ende auch noch sein Leben.
Ich für mein Teil baue überwiegend darauf, durch möglichst wenig Textil diese Überhitzung des Körpers zu vermeiden. Ich schrieb ja schon im Forum, dass ich dafür vor allem
die ideale Möglichkeit von Spaghettiträgern entdeckt habe. Okay, das muss man sich erst einmal trauen als Mann.
Ansonsten sollte jeder Mann so um die Mitte 20 oder älter aus eigener Beobachtung wissen, dass bei größerer Hitze an seinem Körper etwas geschieht. Und irgendwann sollte auch jeden Mann mal das Hintergrundwissen dazu erreichen, dass nämlich die Keimdrüsen und -zellen beim Mann nicht ohne Grund außerhalb des Körpers gelagert sind. Die brauchen es eben kühler als der Rest des Körpers. Vor allem, wenn man noch einen Kinderwunsch hegen sollte, sollte man das beachten. Aber auch ohne weiteren Kinderwunsch ist es angenehmer, seinen Fortpflanzungsorganen den Platz zu geben, die sie brauchen. Wer es noch nicht selbst festgestellt hat: um zu kühlen holt bei Kälte der Körper sich diese Organe näher zum Körper, um sie zu wärmen. Bei Hitze oder hoher Luftfeuchte lässt er sie weiter vom Körper weg, damit sie nicht überhitzen. Diesen natürlichen Schutzmechanismus sollte man nicht ohne Not behindern. Und wir reden da über eine ganze Reihe von Zentimetern.
Ja, leider liegen diese Organe dann recht schutzlos außerhalb vom Körper. Bevor sich der Mensch entschieden hat, aufrecht zu laufen, waren sie ja noch einigermaßen gut in der Leistenbeuge und von den Beinen beschützt vor Verletzungen durch Strauch oder wilden Tieren. Beim menschlichen Männchen ist das nicht mehr der Fall. Man zwängt sie in Hosen, man setzt sich hin, setzt sich drauf und klemmt sie ein und die Stoffbahnen der Hosen haben ausgerechnet da noch viele Nähte, die sich dort treffen oder überkreuzen, und die Wellen und Falten schlagen und die empfindlichen Organe unnötig bedrängen.
Darum ist es gerade bei großer Hitze sinnvoll, sich nicht in enge Hosen, am besten gar nicht in Hosen zu verpacken. Es gibt also kaum einen besseren Zeitpunkt, als bei großer Hitze über sinnvolle, adäquate Kleidung Gedanken zu machen.
Gerade sind wir wieder in einer stärkeren Hitzephase.
Macht Euch mal Gedanken.
Ich liebe adäquate Kleidung.