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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 18:00 »
Es ist furchtbar, was da abgeht. In Belfast tobt der Mob gegen Ausländer, weil ein Mann einen anderen mit dem Messer verletzt hat. Aufgestachelt durch die sozialen Medien, u.a. durch Elon Musk, dem Europa eh ein Dorn im Auge ist, so dass es ihm recht ist, wenn hier die Massen gegen "das System" opponieren. Auch wenn das UK derzeit gar nicht in der EU ist.

Und in Tschechien wettert der neue Premierminister Andrej Babiš gegen die Geisteswissenschaften und behauptet, sie seien eine Gefahr für die Demokratie, weil sie sich mit Diversität und Queerness beschäftigen. So wird der Begriff "Demokratie" ganz neu definiert, ganz im Sinne von George Orwell, also so wie er es für einen totalitären Staat beschrieben hat in "1984".
Derweil schreibt ein Geisteswissenschaftler aus Polen dem lieben Konstantin, die EU wolle uns alle schwul machen, aber der liebe Gott und die Mutter Gottes werde uns vor der EU schützen. Ja, auch Geisteswissenschaftler können irrsinnig sein, aber die meint Babiš sicher nicht als gefährlich für die Demokratie.

Ich habe derzeit ganz große Angst vor dem Wahnsinn, der da um sich greift!

Und wer lacht sich dann ins Fäustchen? Nein, nicht unsere AfD-Wähler:innen, denn die sind genau so betrogen, sondern die Musks dieser Welt sind es, die da ihren Profit draus schlagen und die Putins, Xis und Trumps, denen es darum geht, einen Konkurrenten auszuschalten, die EU nämlich.

LG, Micha
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von ChrisBB am Heute um 13:00 »
Hallo,
es ist wesentlich einfacher, nur rumzuschimpfen und sich vrächtlich zu äußern, als sich mit der Lebenswelt des bisher unbekannten Gegenübers zu befassen oder sogar in sie einzutauchen. Aber eines kann ich sagen: Wenn man letzteres tut, wird es im Allgemeinen gut belohnt.
Gruß,
ChrisBB
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 12:52 »
Recht geschieht ihm.

Sowas geht gar nicht, was er gemacht hat (auch wenn ich "sowas geht gar nicht" als Formulierung zutiefst ablehne).

Man kann ja Schwierigkeiten haben, Queerness zu verstehen, aber so dagegen zu hetzen, ist ein Unding, das zum Schutze aller Menschen gemaßregelt gehört.

Dabei fällt aber auf, dass verächtliche Statements zu Menschen, deren Lebensweise oder politische Tendenz jemand ablehnt, inzwischen deutlich straßentauglicher geworden sind. Dabei schwingt immer ein nicht zu überhörender Unterton mit, dass man selbst ja der bessere Mensch sei, mit mehr Wissen und der besseren Gesinnung. Schade, dass dabei die Erkenntnis verhindert wird, dass jeder Mensch, gleich welchen Wissens, welcher Lebensart oder Gesinnung grundsätzlich genauso wertvoll ist wie jeder andere.
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von ChrisBB am Heute um 12:09 »
Hallo,
die Gerichtsbarkeit wendet sich eindeutig gegen solche Angriffe. Hier zu lesen:

Zitat
Urteil: Prediger hetzte gegen queere Personen
Weil er queere Menschen beschimpfte, wird ein Laienprediger aus Österreich zu einer Geldstrafe verurteilt.

KarlsruheWeil er in einer Predigt in Baden-Württemberg queere Menschen beschimpfte, muss ein Laienprediger aus Österreich eine Geldstrafe zahlen. Das Oberlandesgericht Karlsruhe bestätigte ein entsprechendes Urteil des Landgerichts.

Die Predigt war 2024 in der Baptistenkirche Zuverlässiges Wort in Pforzheim gehalten worden, die vom Landesverfassungsschutz beobachtet wird, und ein Ableger einer US-Kirche ist, der nicht dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland angehört. Sie ist auch unter „Seelengewinnen“ bekannt. Dem baden-württembergischen Verfassungsschutzbericht 2024 zufolge wird in vielen Predigten Gewalt befürwortet – sie richteten sich hauptsächlich gegen die Menschenwürde. So werde immer wieder die Todesstrafe für homosexuelle Menschen gefordert.

Im Juni 2024 sprach der 34-Jährige, gegen den nun eine Geldstrafe verhängt wurde, laut Gericht, vor maximal 15 Menschen. Seine Predigt „Gott hasst Menschen“ sei auch im Internet übertragen worden und dort noch etwa zwei Monate abrufbar gewesen. Das Pforzheimer Amtsgericht verurteilte den Österreicher Ende 2024 wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 40 Euro. Dagegen zog er vor das Landgericht Karlsruhe, das seine Berufung ablehnte und die Geldstrafe auf 45 Euro pro Tagessatz erhöhte, insgesamt 6750 Euro.

Das Landgericht stellte fest, dass er queere Menschen beschimpft, böswillig verächtlich gemacht und sie in ihrer Menschenwürde angegriffen habe. Das sei auf eine Art geschehen, die den öffentlichen Frieden stören könne. Unter anderem habe der 34-Jährige queere Menschen mit Müll verglichen, der in die „Müllverbrennung“ gehöre.

Das Landgericht sah den Straftatbestand der Volksverhetzung als erfüllt an. AFP
Kreiszeitung Böblinger Bote am 11.06.2026 Seite 5.

Gruß,
ChrisBB
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Rund um den Rock / Antw:Rock zum Wohlfühlen oder beim Wohlfühlen?
« Letzter Beitrag von Albis am Gestern um 20:21 »
Ja, ihr habt recht: die Gewöhnung an zunächst ungewohnte Ausdrucksformen ist möglich. Vielleicht haben selbst wir den Punk, die Dark Gothics, die Rocker oder Lack und Leder oder was auch immer bis heute noch nicht ästhetisch gutgeheißen, aber ein bisschen haben wir uns doch an alles auch gewöhnen können. Und so geht es anderen Leuten auch, die Männer in Röcken nicht unbedingt gutheißen, aber die Gewöhnung macht das Maß der Akzeptanz.

Mir geht es so, dass ich mich immer freue, wenn ich einen außergewöhnlich aussehenden Menschen sehe. Das muss kein Mann im Rock sein, es reicht, wenn der Mensch einfach bestehende Konventionen wie die, die Du beschreibst, Skirtedman, hinter sich lässt. Das gibt mir dann auch wieder ein bisschen Mut und trägt zum Wohlfühlen im Rock bei (um beim Thema zu bleiben  ;) )

LG, Albis
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Vorstellung
« Letzter Beitrag von xtramper:in am Gestern um 08:59 »
Moin Stanley,

Bonprix ist auch mein Lieferant, ich empfinde die Passform als sehr gut, die Qualität ist langlebig und Schnittformen aktuell.
Im Kleinstadt Umfeld falle ich mit den Röcken von Bonprix nicht wirkich auf.
Probiers mal mit einem der ausgesuchten Jeansröcken an einem warmen / heißen Sommertag einkaufen zu gehen...... ich denke Du wirst Dich wohlfühlen.

Ich wünsche Dir Mut und Erfolg

Grüße aus dem Norden unserer Republik
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von doppelrock am Gestern um 03:13 »
Hallo MAS,
leider zeigt auch deine neueste Antwort, dass du manches nicht verstanden hast. Nicht meine Aussagen untergraben das Vertrauen in die Arbeit des Senders, sondern sämtliche belegte Betrugsfälle des ÖRR tun das. Nicht wer das fehlverhalten ausspricht, ist das Problem, sondern wer es begeht.
"keine Ahnung" heißt, dass ich anhand der Bilder nicht erkennen kann, ob die Bilder die im Text beschriebene Demo zeigen oder Archivbilder, die beim Fernsehen durchaus gern verwendet werden. Auch in Nachrichten von Bränden, Kriegen usw. Erfahrungsgemäß werden Archivbilder nicht immer gekennzeichnet. Aufnahmen von russischen Panzern von 2013 im Mänöver innerhalb Russlands wurden uns als Ukraine-Krieg 2022 verkauft. Ebenso Sequenzen aus Computerspielen. Wer untergräbt da Vertrauen?

Eigentlich macht es keinen Sinn, dir mit Fakten zu kontern, denn du verteidigst ohne eigene Kenntnisse eine Einrichtung, deren fehler längst nachgewiesen und dokumentiert sind.

Gern darfst du glauben, dass der WDR immer und überall die Wahrheit verkündet, wundere dich aber nicht, wenn du selbst Meldungen entdeckst, wo das Gegenteil der Fall ist. Sofern du es entdecken willst.

Gruß
doppelrock
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Rund um den Rock / Antw:Rock zum Wohlfühlen oder beim Wohlfühlen?
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 01:22 »
Mich stimmen die Schilderungen von Cephalus und von Jens froh. Und ja, auch mir wird Bewunderung zuteil, auch mir wird oft Selbstbewusstsein unterstellt. Was ich auch sicherlich deutlich hinzugewonnen habe, wenn ich es mit meiner früheren hosendominierten Zeit vergleiche.

Jedoch stimmt mich die Diskussion von Micha mit seinem erwähnten Freund traurig. Denn sie offenbart einige Denkschmata, mit denen ich vereinzelt immer mal wieder in Berührung gekommen bin in den letzten Jahrzehnten, und die vermutlich weitestgehend noch zumeist unausgesprochen vorherrschen:

A) Ein Mann muss mit Kompetenz überzeugen, kein modischer Schnickschnack soll davon ablenken.

Nach diesem Kernsatz wird im Berufsleben noch immer weitreichend agiert. Dieser Kernsatz neben ein paar ähnlichen wird auch unter der Hand vor allem in höheren Hierarchieebenen gehandelt und verbreitet. Spätestens dort, wo Anzüge vorherrschen, wird Individualismus im Erscheinungsbild drastisch reduziert und sich einer Art ziviler Uniform untergeordnet.

Zwischenfrage: Warum gilt das nicht auch für Frauen?
Zwischenruf von mir: Obwohl wir seit fünfzig Jahren von der Gleichberechtigung der Frauen zu den Männern reden und sicherlich sehr, sehr vieles erreicht worden ist, ist aber doch ganz viel noch immer in eigentlich überkommenen Schemen stecken geblieben.

B) Es reicht nicht, wenn eine Frau mit Kompetenz überzeugt; von einer Frau wird erwartet, dass sie zusätzlich noch ein Schmuckstück ist.

Dieses Denkschema begegnete mir immer wieder. Wer sich diesen Kernsatz genauer ansieht, muss zu dem Ergebnis kommen, dass Frauen demnach noch immer unter enormen Druck stehen, optisch zu gefallen. Das schließt das ein, was wir Rockträger uns womöglich wünschen: mehr Ausdrucksmöglichkeiten, mehr Wahlfreiheiten - aber für Frauen bedeutet dies, unentwegt sich optisch herauszuputzen.
Mich brachte die Aussage einer nahestehenden Freundin einer meiner Ex-Freundinnen fast zur Weißglut (und bringt es eigentlich heute noch, obwohl dies bald 20 Jahre her ist): "Ihr Männer dürft Anzug tragen." So spitzte sie genau dieses Denkschema zu, und berichtete von der Not, Haare, Makeup usw. und die richtige Ausschnittgröße für den jeweiligen Anlass abzustimmen. Es klang Neid aus ihren Worten, dass Männer sich einfach hinter formalen, fast uniformierten Standards verstecken können.

Wenn der Kernsatz B) noch immer sehr wirksam ist, dann ist das Zusammenarbeiten von Mann und Frau wohl noch immer extrem sexualisiert. Vielleicht darf man das so nicht mehr aussprechen, aber im Grunde wäre das noch immer sehr, sehr weit am Anfang von jeglicher Gleichstellung von Mann und Frau.

Hm. Und ja, wenn man beobachtet, da scheint ja wohl der Hase im Pfeffer zu liegen. Denn, warum laufen denn die Männer noch immer nach all den Jahrzehnten nur in Hosen herum? Es sind tatsächlich wohl Prinzipien am wirken, die noch immer mehr sexualisieren als jeglicher Gleichberechtigungsaufruf eigentlich gestatten dürfte.

Ich, als derjenige, der sich in seiner Kleidungswahl beeinträchtigt sieht, wenn man mir die Hosenkleidung aufgrund meines Geschlechts zuschreiben wollte, ich sehe mich darin benachteiligt und somit als diskriminiert aufgrund meines Geschlechts. Frauen mit dem Denkansatz gemäß B) interpretieren das anders, dass sie eben benachteiligt sind aufgrund ihres Geschlechts.

Und ich glaube A) und B) sind zwei tiefsitzende Denkschemata, die vom Berufsleben bis weit in die private Sphäre hinein tief festsitzen und letztlich blockieren, dass sich irgendetwas daran ändert.


Demgegenüber sind eben die Schilderungen von Cephalus und Jens durchaus Lichtblicke (und ich bin bei meinem Lichtblick ja auch schon ziemlich gut angekommen), die zeigen, wie ein ewiges Verharren auf verkrustete Denkschamata aufgebrochen werden kann. Und ja, Micha mit seiner Präsenz im Rock im Arbeitsleben ist ja auch ein leuchtendes Beispiel, das er auch gerade an junge Erwachsene als Impuls weitergeben kann.

Ja, ihr habt recht: die Gewöhnung an zunächst ungewohnte Ausdrucksformen ist möglich. Vielleicht haben selbst wir den Punk, die Dark Gothics, die Rocker oder Lack und Leder oder was auch immer bis heute noch nicht ästhetisch gutgeheißen, aber ein bisschen haben wir uns doch an alles auch gewöhnen können. Und so geht es anderen Leuten auch, die Männer in Röcken nicht unbedingt gutheißen, aber die Gewöhnung macht das Maß der Akzeptanz.

Darum komme ich auch hier wieder nach all Euren Geschichten erneut zu dem Ergebnis, dass es wichtig ist, dass wir sichtbar sind und uns nicht zuhause hinter Mauern verstecken. Nur so kann Gewöhnung geschehen.

Man muss nicht stolz darauf sein, sich im Rock auf die Straße zu trauen. Aber man sollte bedauern, wenn man sich nicht im Rock auf die Straße traut. Denn dann bliebe alles beim Alten.
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Rund um den Rock / Antw:Rock zum Wohlfühlen oder beim Wohlfühlen?
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 00:30 »
Zu der Geschichte von Jens:

Ja, es gibt Momente, in denen eine Hose unschlagbar praktisch ist.

Es gibt auch Momente, in denen eine Regenjacke unschlagbar praktisch ist und wir uns eine Kapuze aufsetzen und sie fest zuschnüren. Wobei in den meisten Momenten diese Kapuze so auf dem Kopf unsäglich unpraktisch ist.
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Rund um den Rock / Antw:Rock zum Wohlfühlen oder beim Wohlfühlen?
« Letzter Beitrag von Uckermärker am Gestern um 00:19 »
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... Ich gehöre wohl zur ersten Gruppe ...

Ja, es braucht Zeit, bis sich unsere Umgebung an unser Rock tragen gewöhnt. Und je mehr wir unseren Stil finden und weiter entwickeln, gibt es sogar Anerkennung.

Als ich im Juli 2022 mit meiner "Rock-Karriere" gestartet bin, wollte ich herausfinden, wie viele Tage ich schaffe durchgehend nur Rock zutragen - nach 80 Tagen war ich schon richtig happy.

Und ich wollte wissen, wie lange die Gewöhnung an Röcke dauert - bis ich nicht mehr darüber nachdenke, dass ich Rock trage.

Im Oktober 2022 wollten wir mehrere TV Geräte an ein Hotel liefern und da dachte ich, zumal es nun kühler wurde, trage ich doch mal wieder eine Jeans. Ich musste feststellen: mein Körper hatte sich jetzt so an das Rock tragen gewöhnt, dass ich mich in Hosen nun unwohl gefühlt habe - einfach weil Hosen nicht so bequem und angenehm zu tragen sind, wie ein Rock.

Ich würde es so formulieren, ich fühle mich wohl, wenn ich bequeme Kleidung trage (egal ob Hose oder Rock). Doch da ich bisher keine wirklich bequeme Hose gefunden habe, die so bequem ist wie ein Rock, sind Hosen für mich keine wirkliche Option mehr.

Gut, letztens war ich auf unserem staubigen Spitzboden. Für diesen Moment habe ich doch lieber eine alte Hose getragen (dort kann man nicht stehen, sondern man kommt nur auf allen Vieren vorwärts) ;)

VG Jens
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