Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 ... 10
1
Erfahrungsberichte / Antw:Kleid und Kirche
« Letzter Beitrag von Bernd am Heute um 00:52 »
Das klingt für mich stellenweise ziemlich widersprüchlich und nicht nachvollziehbar. Ich könnte nun näher darauf eingehen, aber kritische Nachfragen wirst du höchstwahrscheinlich als diskriminierend umdeuten. Auf dieser Basis macht ein Dialog meines Erachtens keinen Sinn.

Schade. Ich habe nicht vor, Aussagen von dir absichtlich "diskriminierend umzudeuten". Es kann höchstens sein, dass ich anderes als diskriminierend betrachte als du, siehe auch meine Antwort in deinem Begrüßungs-Thread: https://www.rockmode.de/index.php?topic=10434.msg209771#msg209771
Dass wir in solchen Fragen möglicherweise unterschiedliche Ansichten haben, damit müssen wir rechnen und das auch aushalten können. Ohne uns gegenseitig direkt schlechte Absichten oder bewusste Provokationen oder Umdeutungen zu unterstellen.

Nur mal unseren vorigen Austausch hier betrachtet: Du hattest mir unterstellt, mein Kleid-Tragen im Gottesdienst wäre ein "politisches Statement" und "eine bewusste Provokation". Ich hätte darauf beleidigt reagieren können. Stattdessen habe ich nur nachgefragt, wie du auf diese Behauptung kommst, und versucht, anhand der relevanten Zitate aus dem zuvor von mir Geschriebenen zu belegen, dass ich das von dir Behauptete nicht geschrieben habe, ergänzt um eine Erkärung, wo für mich die Grenze zu politischen Statements liegt.
Ich würde mal sagen: Ich habe da versucht, dialogisch-konstruktiv auf deine Behauptung zu reagieren.

Stattdessen legst du jetzt nach, bezeichnest meine nachfolgenden Ausführungen als "widersprüchlich und nicht nachvollziehbar", gehst aber inhaltlich gar nicht darauf ein und unterstellst mir nur mangelnde Dialogfähigkeit. Wie gesagt: schade.
2
Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Der Schattenwolf
« Letzter Beitrag von Bernd am Heute um 00:39 »
Lieber Schattenwolf,

ich habe ihm nichts unterstellt, sondern ihn sogar gelobt für sein Outing und seinen Mut. Die Verbindung mit "Frausein", "Travestie", dem "Spielen mit dem Geschlecht" deute ich auch nicht als beleidigend. Ebensowenig halte ich es für beleidigend, wenn ich diesen femininen Kleidungsstil für mich persönlich ablehne, aber bei anderen toleriere.
Du hast sein Handeln zwar toleriert, es aber gegensätzlich zu dem dargestellt, wie er es selbst versteht. Ob etwas beleidigend ankommt, hängt nicht nur davon ab, wie der Sprecher es gemeint hat, sondern auch wie der Empfänger es versteht.

Du scheinst - wie etliche andere hier im Forum - großen Wert darauf zu legen, im Rock/Kilt besonders männlich zu wirken, um ja keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.
Andere hier gehen anders damit um und betrachten alle Kleidung - auch die, die gesellschaftlich als besonders feminin gilt - als grundsätzlich von Männern tragbar und lediglich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich bitte dich wie alle hier halt, das auch so zu respektieren und ihnen (und mir) nicht zu unterstellen, wir wollten uns als Frauen präsentieren oder unser Frausein ausleben, wo wir doch ständig vom Gegenteil reden.

Interessanterweise habe ich mit Frauen und Männern in meinem Umfeld in aller Regel keine Problem damit, etwas als feminin Konnotiertes wie z.B. ein Blümchenkleid zu tragen. Ich wurde deswegen noch nicht als Frau angesprochen, sondern immer männlich angeredet oder behandelt. Hingegen scheinen Männer, die Röcke oder Kilts tragen und dabei besonderen Wert auf ein männliches Erscheinungsbild zu legen, mit uns Männern, die wir femininere Röcke oder Kleider tragen, eher ein Problem zu haben. Warum nur ist die Akzeptanz für so etwas kleiner bei Leuten, die doch auch für sich in Anspruch nehmen, die Grenzen gesellschaftlicher Normen auszudehnen, als in der sonstigen Bevölkerung?

Bei meiner Interpretation habe ich anscheinend sein Genderkonzept anders verstanden, als er mir das versucht hat zu erklären. Das ist aber keine Boshaftigkeit oder Queerfeindlichkeit von mir, sondern reine Unwissenheit.
[...]
"Ihr" solltet euch nicht gleich diskriminiert fühlen, wenn jemand nicht so sehr in LGBT-Themen bewandert ist und nicht jedes eurer Genderkonzepte auf Anhieb versteht. Mich überfordert das teilweise, weil jeder "Angehörige" es anders interpretiert.

Eigentlich reden wir bei allem hier gar nicht über LGBT-Themen. Um sexuelle Orientierung (LGB) geht es überhaupt nicht. Und Trans-Identitäten lägen ja nur dann vor, wenn Wolfgang oder ich oder andere von dir angesprochene sich als Transfrau identifizieren würde, was wir ja gerade verneint haben. Nein, wir sind einfach Männer, die bei der Freiheit ihrer Kleiderwahl eben noch weiter gehen als diejenigen Männer, die im Rock/Kilt unmissverständlich männlich wirken wollen. Mit einer Gender-Identität hat das nichts zu tun. Ich kenne allerdings Leute aus dem LGBTQ+ Umfeld und reagiere daher auch etwas sensibel, wenn abwertend über die queere Community gesprochen wird.

Wenn du meine Kritik am gesellschaftlichen Umgang vom Islamismus mit Islamfeindlichkeit und Rassismus gleichsetzt, halte ich das für deutlich überzogen. Mein Kritikpunkt war lediglich, dass Linksextremismus, Rechtsextremismus und Islamismus in Deutschland in der öffentlichen Debatte oft unterschiedlich bewertet werden. Das halte ich für falsch, da ich mich ehrenamtlich gegen alle Formen von Extremismus einsetze.

Nein, so hatte ich das nicht gemeint. In Bezug auf dich hatte ich gar nicht von Islamfeindlichkeit und Rassismus gesprochen. Was ich am Ende meines obigen Beitrags geschrieben habe,
Hier in diesem "Begrüßungs-Thread" sind von verschiedenen Seiten Vorwürfe laut geworden, die in meinen Augen Grenzen eines respektvollen und netten Umgangs miteinander überschritten haben. Ich bitte alle, mal wieder einen Schritt zurück zu machen, damit hier ein vernünftiger Austausch möglich wird.

Es gibt genügend Themen, die hier immer wieder im Forum auftauchen und für hitzige Debatten sorgen. Bei allem respektvollen und toleranten Austausch im Forum finde ich Grenzen dort überschritten, wo bestimmte Gruppen von Menschen (z.B. queere Personen, Muslime, Flüchtlinge) pauschal verurteilt oder abgewertet werden. Die Diskussion darüber, wo dies geschieht, hat tatsächlich bestimmte "Lager" erzeugt, die hier im Thread bereits erwähnt wurden.
Wir haben hier im Forum Leute, die sich als konservativ verstehen, genauso wie Leute, die sich als progressiv oder links einstufen. Das müssen wir aushalten und akzeptieren, solange wir uns noch auf gewisse grundlegende Werte einigen können (wie die Ablehnung von gewaltbereitem Extremismus egal aus welcher Richtung oder die Achtung der Würde jedes Menschen). Auf diese Werte möchte ich allerdings gerne bestehen.
bezog sich nicht auf dich, Schattenwolf, sondern auf die allgemeine Diskussionskultur hier im Forum. Insbesondere in letzter Zeit hatten wir da einige Debatten, auf die ich mich bezogen habe. Was du selbst zum Thema Islam oder Extremismus in diesem Begrüßungs-Thread geschrieben hast, habe ich nur in der Rückschau schnell überflogen und wollte ich gar nicht im einzelnen bewerten.
Es tut mir leid, wenn ich nicht deutlich genug gemacht habe, worauf sich der Schluss meines Beitrags bezogen hat.

Ebenso kritisiere ich stark die repressive Toleranz der neuen woken Linken. Sie nutzen dabei erschreckenderweise oft selbst unfaire Methoden, die sie den politischen Gegnern gerne vorwerfen und ich halt vieles davon für hochproblematisch. Als Wertkonservativer stehe ich vielmehr für eine libertäre Toleranz in der Debattenkultur, den viele der heutigen Linken leider ablehnen.

Als jemand, der sich eher links und progressiv versteht, habe ich mit dem Wertkonservatismus so manche Probleme. Aber ich stimme dir in einem zu: Etliche Linke sind heutzutage ziemlich intolerant gegenüber Abweichungen von ihrer eigenen Meinung oder Haltung. Das gilt auch innerhalb des linken Spektrums und hat leider dazu geführt, dass die Linken sich immer weiter aufgespalten haben und gegenseitig kritisieren, z.B. bei der Bewertung des Israel-Gaza-Konflikts. Ich denke, das liegt ein bisschen daran, dass es Linken wichtig ist, sich für das Gute für alle Menschen einzusetzen. Und darüber, was dieses "Gute" ist und wie es erreicht werden kann, können leicht Glaubenskämpfe ausgefochten werden. Das ist gar nicht so viel anders wie bei Religionen: Wer von einer Glaubensfrage überzeugt ist, steht leicht in der Gefahr, Andersgläubigen gegenüber intolerant zu werden.
Ich persönlich pflege da trotz Sympathie mit linken Ideen lieber einen toleranten Pragmatismus, der bereit ist, nötige Kompromisse einzugehen und Andersdenkende ernst zu nehmen, um gemeinsam zu guten Lösungen für die Probleme der Welt zu kommen.
Mit Wertkonservativen, die dies ähnlich tun und ihre eigenen Werte kritisch überdenken (und nicht auf überholten Werten beharren, die heute keinen Sinn mehr ergeben, nur um nichts ändern zu müssen), kann ich ganz gut zusammenleben und diskutieren.
3
Erfahrungsberichte / Antw:Kleid und Kirche
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 00:17 »
Nun gehört ein kritisches Hinterfragen des Dialogpartners doch nicht unbedingt zum Dialog, sondern doch viel mehr der Versuch, ihn in seinem Selbstverständnis zu verstehen und zu respektieren. Oder nicht?
Sonst ist es eher eine Diskussion.

LG, Micha
4
Erfahrungsberichte / Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 00:14 »
Wie schon öfters mal gesagt wurde bedeuteten Hosen für Frauen auch gesellschaftlichen Aufstieg. Dass das für Männer auf andere Weise, nämlich als Zugewinn von Lebensqualität nicht viel anders ist, erkennen zu wenige. Man muss eine gewisse innere Unabhängigkeit haben, um sich die Freiheit des Rocktragens nehmen zu wollen.

LG, Micha
5
Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 00:10 »
Also, zwei Leute scheinen es erkannt zu haben, wollen aber nicht verraten, wie die Stadt heißt. Auf Standarddeutsch heißt sie Diedenhofen, auf Moselfränkisch Diddenuewen, und wie sie auf Französisch heißt steht hinter diesem #:
Bitte einloggen oder registrieren um das Bild zu sehen.
,

Na, jetzt aber!

LG, Micha
6
Erfahrungsberichte / Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Letzter Beitrag von Uckermärker am Gestern um 23:46 »
Das Hosen für Frauen genial sind, schließt nicht aus, das Kleider und Röcke ebenfalls für Frauen genial sind. Frauen fanden Hosen für sich so praktisch, dass sie bereit waren dafür zu kämpfen, sie haben Spott ertragen und haben durchgehalten.

Ja, wir stehen dagegen immernoch ganz am Anfang, erst mal müssen mehr Männer erkennen, wie genial Röcke zu tragen sind. Doch solange will ich nicht warten ...

Übrigens mit schwarzen Unterhosen bzw. farblich passend zum Rock/Kleid ist es ok.
7
Erfahrungsberichte / Antw:Kleid und Kirche
« Letzter Beitrag von Schattenwolf am Gestern um 23:40 »
Das klingt für mich stellenweise ziemlich widersprüchlich und nicht nachvollziehbar. Ich könnte nun näher darauf eingehen, aber kritische Nachfragen wirst du höchstwahrscheinlich als diskriminierend umdeuten. Auf dieser Basis macht ein Dialog meines Erachtens keinen Sinn.
8
Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Der Schattenwolf
« Letzter Beitrag von Schattenwolf am Gestern um 23:37 »
Lieber Bernd,

ich habe ihm nichts unterstellt, sondern ihn sogar gelobt für sein Outing und seinen Mut. Die Verbindung mit "Frausein", "Travestie", dem "Spielen mit dem Geschlecht" deute ich auch nicht als beleidigend. Ebensowenig halte ich es für beleidigend, wenn ich diesen femininen Kleidungsstil für mich persönlich ablehne, aber bei anderen toleriere. Bei meiner Interpretation habe ich anscheinend sein Genderkonzept anders verstanden, als er mir das versucht hat zu erklären. Das ist aber keine Boshaftigkeit oder Queerfeindlichkeit von mir, sondern reine Unwissenheit.

Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich euch ansprechen soll, weil mir eine falsche Begrifflichkeit wieder negativ umgedeutet werden könnte, deswegen nutze ich jetzt das pauschalisierende "Ihr", was ich eigentlich ungerne nutze, womit ich jetzt aber nur die "Vertreter" meine, die sich angegriffen fühlen.

"Ihr" solltet euch nicht gleich diskriminiert fühlen, wenn jemand nicht so sehr in LGBT-Themen bewandert ist und nicht jedes eurer Genderkonzepte auf Anhieb versteht. Mich überfordert das teilweise, weil jeder "Angehörige" es anders interpretiert. Da müsst "ihr" nicht gleich automatisch eine Diskriminierung hineininterpretieren und gleich überdrehen mit unverhältnismäßigen Framing. Es wäre konstruktiver, diese Unwissenheit sachlich aufzuklären zu wollen, anstatt Menschen dafür direkt zu verurteilen und zu attackieren.

Ich möchte auch noch zu den anderen niedrigschwelligen Vorwürfen von dir eingehen:

Wenn du meine Kritik am gesellschaftlichen Umgang vom Islamismus mit Islamfeindlichkeit und Rassismus gleichsetzt, halte ich das für deutlich überzogen. Mein Kritikpunkt war lediglich, dass Linksextremismus, Rechtsextremismus und Islamismus in Deutschland in der öffentlichen Debatte oft unterschiedlich bewertet werden. Das halte ich für falsch, da ich mich ehrenamtlich gegen alle Formen von Extremismus einsetze.

Ebenso kritisiere ich stark die repressive Toleranz der neuen woken Linken. Sie nutzen dabei erschreckenderweise oft selbst unfaire Methoden, die sie den politischen Gegnern gerne vorwerfen und ich halt vieles davon für hochproblematisch. Als Wertkonservativer stehe ich vielmehr für eine libertäre Toleranz in der Debattenkultur, den viele der heutigen Linken leider ablehnen.

Mir ist bewusst, dass Vertreter der repressiven Toleranz hier wieder eine Intoleranz hineininterpretieren wollen – auf diese absehbaren Reaktionen werde ich aber nicht mehr eingehen.
9
Erfahrungsberichte / Antw:Kleid und Kirche
« Letzter Beitrag von Bernd am Gestern um 23:02 »
Gestern war übrigens die Beerdigung einer Kollegin, die mit nur 35 Jahren überraschend gestorben war. Die Anteilnahme in unserer Firma war ziemlich groß, es waren Einige zur Beerdigung da; und ich habe da wohl neben ihren direkten Team-Kolleg*innen zu denjenigen gehört, die sie schon lange und enger kannten.

Auf der Beerdigung habe ich ein schwarzes Midi-Kleid und darüber einen roten Schal getragen, als Hommage an unsere gemeinsamen Auftritte mit dem Firmenchor, wo das manchmal die Auftrittskleidung war. (Und es waren Viele da, deren Kleidung nicht oder nicht komplett schwarz war.)
Ich habe mich bei der Beerdigung sehr nett mit der evangelischen Pfarrerin unterhalten. Die Begegnung am Grab mit ihrer Schwester und ihrem Verlobten (sie hätten diesen Monat heiraten wollen) war emotional und herzlich.
Dass ich als Mann dort ein Kleid getragen habe, war überhaupt kein Thema. Niemand hat eine Bemerkung dazu gemacht, niemand hat komisch geschaut. Alles ganz normal.
10
Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Der Schattenwolf
« Letzter Beitrag von Schattenwolf am Gestern um 22:57 »
Vielen Dank an die nette Begrüßung von Zwurg von Gregor.

Vor allem ein Dankeschön für den Link, den ich mir mal in Ruhe ansehen werde.

Es freut mich, dass ich doch nicht der Einzige bin, der auf ein männliches Erscheinungsbild Wert legt. Das gibt mir hoffentlich Inspirationen für meine Garderobe.
Seiten: [1] 2 3 ... 10
SMF 2.0.19 | SMF © 2020, Simple Machines | Bedingungen und Regeln

go up