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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von Zwurg am Heute um 10:38 »
Also - ohne Deine Freunde und Deine Beziehung zu ihnen wirklich zu kennen - würde ich doch so verfahren:

Frage sie, was am Hosentragen für sie so wichtig ist, dass sie Dich wegen Deines Rocktragens andauernd anfeinden.
Sage ihnen, es sei ihre Sache, Hosen zu tragen, wenn sie meinen, sie tragen zu müssen. Du aber habest Dich von diesem Zwang befreit.
Sage ihnen, Dein Bild von Männlichkeit (und wenn das Wort für Dich wichtig ist, von Manneswürde) sei für Dich unabhängig davon, ob ein Beinkleid eine Röhre oder zwei Röhren habe.
Sage ihnen, Du hieltest es für kleingeistig, Männlichkeit davon abhängig zu machen, welches Beinkleid (oder allgemeiner, welche Kleidung) am trägt.
Und sage ihnen, dass es die Lebensqualität erhöhe, mehr Kleidungsauswahl zu haben. Darauf verzichten dürfe jeder, aber jemanden blöd anzumachen, der seine eigene Lebensqualität erhöht hat, ohne damit jemand anderem zu schaden, sei ein geistiger Tiefflug sondergleichen.

Mag sein, dass Du dadurch "Freunde" verlierst. Da musst Du selbst sehen, ob es Dir das wert ist.
Konservative sind ja oft Leute, die einfach bewahren möchten, woran sie sich gewöhnt haben. Daran ist nichts verwerflich. Aber es anderen aufzuzwingen geht gar nicht! (Es wir so vieles durch andere Menschen, vor allem durch Bauherren und Bauunternehmer, zerstört, was ich gerne unverändert hätte, aber da fragt mich niemand. Wenn jemand aber eine Kleidung trägt, die ich für mich nicht wählen würde, ficht mich das überhaupt nicht an.)

Was hältst Du von meinem Vorschlag, Zwurg?

LG, Micha

Ich hab ja keine Lust groß zu diskutieren, ich mag Röcke tragen (+Strumpfhosen, wenn es kalt ist) und sie nicht.
Mir sind Jeans halt zu wenig Auswahlmöglichkeit, auch wenn ich gerne Jeans trage.
Mehr gibt es ja hierzu nicht zu sagen.
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von Zwurg am Heute um 10:28 »
Cephalus und MAS ich beneide euch um euer Umfeld.
Oder um eure persönliche Freiheit.
Da ich seltener Rock trage bekomme ich vor allem in meinem persönlichen Umfeld durchaus negative Rückmeldungen.
Vor allem von sehr alten Freunden.
Da tue ich mir nicht immer leicht.


Hallo Zwurg,
vermutlich würde ich es weitgehend bleiben lassen, Einröhriges zu tragen, würde ich reihenweise negative Reaktionen ernten.
Ich finde es schade, eine wirkliche Lösung habe ich für Dich auch nicht.
Bleibt eigentlich nur, dein Umfeld inhaltlich und räumlich zu erweitern.
Eine sehr bunte Großstadt macht doch einen großen Unterschied aus - selbst diejenigen, die damit weniger zurecht kommen, haben eher gelernt die Klappe zu halten, weil es einfach nicht mehr üblich oder akzeptiert ist, andere Menschen zu kommentieren.

Von den alten Kumpels aus jungen Jahren sind bei mir nicht mehr viele übrig, zu denen ich noch Kontakt habe, aber das sind genau die, die nicht konservativ sind, alles gebildete Kosmopoliten. Der Kontakt zum Rest ist auf meinem Lebensweg langsam eingeschlafen.
Genau diejenigen die übrig sind, haben andere Themen, als meine Kleidung, egal ob sie gefällt ode auch nicht.

Auch wenn es sehr schwierig ist, bleibt für angenehmes Rocktragen nur, sich neue Kontakte und Umfelder zu suchen - sagt der der zwar voll akzeptiert ist, aber zu wenige Gelegenheiten findet Chices auszuführen ::)
In den letzten 25 Jahren habe ich mir verschiedene Umfelder und Interessengruppen gesucht, die standen teils meinem Rocktragen zwar toleranter gegenüber, haben sich aber wieder aufgelöst. Manch Fokus und manche Vorlieben änderten sich in den letzten Jahren. Ich werde älter und müder, die Lebensenergie und den Optimismus von vor 25 Jahren habe ich nicht mehr, ich verliere körperliche Leistung und Form und bin viel schneller genervt. Was mir bleibt ist mein zu Hause und die alten Freunde denen es schon wichtig dass ich dabei bin, auch wenn es schwer akzeptieren können, dass meine Kleidungswahl sich in den letzten 40 Jahren erweitert hat. Ich wollte früher ein anderes, freieres Leben führen, aber dennoch bin ich hier geblieben, im oberbayrischen Dorf (nun fast eine Kleinstadt). Wenn ich ehrlich bin habe ich ja größtenteils die gleichen konservativen Ansichten. Da ticken wir immer noch gleich.
Ich werde mich örtlich wahrscheinlich nicht mehr verändern, ich bin kein wagemutiger Mensch der alles aufgibt, um irgendwo in eine unbekannte Fremde zu ziehen. Vielleicht ändert sich noch etwas wenn ich in ein paar Jahren von der Arbeit befreit bin und in Rente gehen kann. Viel wird es nicht sein.
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 08:27 »
Ja, lieber Jürgen, ab und zu gibt es positive Reaktionen, vor allem von Frauen, wir sind als Rockträgere toleriert bis akzeptiert und respektiert, aber es interessiert niemanden oder kaum jemanden, warum wir denn Rock tragen, und von den meisten Männern wird der Rock nicht als Möglichkeit für sich selbst akzeptiert, noch nicht mal theoretisch. Die meisten verstehen nicht, dass wir ihnen eine Möglichkeit vorleben, dem Leben eine neue Qualität zu geben. Sie stehen einfach auf dem Schlauch.

LG, Micha 
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von JJSW am Heute um 06:15 »
Hallo, ich bin auch noch da.

Sehr interessant, was ihr da schreibt. Nur ich kann leider nicht viel berichten.

Bei Nachbarn, Freunden und Kollegen ist das Thema lange durch. Die haben es akzeptiert, toleriert oder hingenommen. Es blieb ihnen wohl auch nix anderes übrig  ;)

Bin jeden Tag im Rock draußen unterwegs. Es interessiert aber niemanden. Vielleicht mal ein Blick, aber ansonsten nix. Weder negativ noch positiv.
Fast schon langweilig...

Moment mal, gestern als ich am Nachmittag mit meiner Frau einen kurzen Spaziergang machte (kurz, wegen windigen und recht kühlem Wetter, das immer so aussah, als wollte es gleich losregnen), da gabs mal wieder eine kurze Reaktion. Im Dönerladen am Eck sah ich paar Leute sitzen, eine der Frauen, die dort am Tisch in der Ecke saßen, sah mir durch die große Fensterscheibe hinterher. Als sie bemerkte das ich zurückschaute, lachte und winkte sie und reckte den Daumen nach oben.

Getragen habe ich eine kurze schwarze Jacke und meinen langen Rock mit Leopardenmuster.

Gruß
Jürgen
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Danke fürs Organisieren, farmersg. Ich werde erst relativ kurzfristig sagen, ob es klappt.

LG, Albis
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von Albis am Gestern um 22:48 »
Jetzt war ich ein paar Tage nicht hier, aber ja, der Hautacuperche steht am Strand von La Puntilla im Valle Gran Rey auf La Gomera.
Das nächste Rätsel mach ich dann etwas schwerer... ;)

LG, Albis
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 22:25 »
Also - ohne Deine Freunde und Deine Beziehung zu ihnen wirklich zu kennen - würde ich doch so verfahren:

Frage sie, was am Hosentragen für sie so wichtig ist, dass sie Dich wegen Deines Rocktragens andauernd anfeinden.
Sage ihnen, es sei ihre Sache, Hosen zu tragen, wenn sie meinen, sie tragen zu müssen. Du aber habest Dich von diesem Zwang befreit.
Sage ihnen, Dein Bild von Männlichkeit (und wenn das Wort für Dich wichtig ist, von Manneswürde) sei für Dich unabhängig davon, ob ein Beinkleid eine Röhre oder zwei Röhren habe.
Sage ihnen, Du hieltest es für kleingeistig, Männlichkeit davon abhängig zu machen, welches Beinkleid (oder allgemeiner, welche Kleidung) am trägt.
Und sage ihnen, dass es die Lebensqualität erhöhe, mehr Kleidungsauswahl zu haben. Darauf verzichten dürfe jeder, aber jemanden blöd anzumachen, der seine eigene Lebensqualität erhöht hat, ohne damit jemand anderem zu schaden, sei ein geistiger Tiefflug sondergleichen.

Mag sein, dass Du dadurch "Freunde" verlierst. Da musst Du selbst sehen, ob es Dir das wert ist.
Konservative sind ja oft Leute, die einfach bewahren möchten, woran sie sich gewöhnt haben. Daran ist nichts verwerflich. Aber es anderen aufzuzwingen geht gar nicht! (Es wir so vieles durch andere Menschen, vor allem durch Bauherren und Bauunternehmer, zerstört, was ich gerne unverändert hätte, aber da fragt mich niemand. Wenn jemand aber eine Kleidung trägt, die ich für mich nicht wählen würde, ficht mich das überhaupt nicht an.)

Was hältst Du von meinem Vorschlag, Zwurg?

LG, Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von Timper am Gestern um 21:51 »
Das tut mir sehr leid, lieber Zwurg.

Wenn Du aber meinst, dass Du negative Reaktionen bekommst, weil Du selten Röcke trägst: Wäre es eine Option öfter Röcke zu tragen? Ich meine, dann sähen die "Freunde", dass es für Dich normal ist und kein Ab-und-zu-mal-auffallen-Wollen.

Aber wie sehen denn diese negativen Reaktionen aus? Was sagen Deine "alten Freunde"?

LG, Micha

Ich kenne die Jungs seit über 40 Jahren.
Wir sind damals um die Häuser gezogen, Disco, Urlaube, usw. Fast alle sind verheiratet und haben mittlerweile erwachsene Kinder.
Wir sehen uns nicht mehr so häufig wie früher, aber ab und an gehen wir alle zusammen zum Essen und natürlich hab ich sie auch zu meinen runden Geburtstagen eingeladen. seit meinem 40. trage ich Dabei Rock.
Und einer dem ich früher sehr nahe war,  ist sehr konservativ eingestellt und er kann es überhaupt nicht fassen, dass ich Rock trage und das sagte er mir immer wieder. Ein anderer sieht das ähnlich, unsere Mütter waren bis vor kurzem im gleichen Altersheim, und wir haben uns oft bei dem Besuch unserer Mütter getroffen. Einmal war ich in meinem neuen Kilt. Und er meinte: Das passt aber nicht! Und ich meinte: doch das passt schon.
Ich laufe seltener bei alltäglichen Gelegenheiten im Rock durch die Gegend.
Somit das nicht so sichtbar.

In der Arbeit war ich an meinem 59. Geburtstag in der Arbeit im Rock, mit verschiedenen Reaktionen, auch eher lächerliche Reaktionen von Menschen denen ich mich ansonsten sehr Nahe fühle.
Wer dich nicht so nimmt wie du bist den brauchst du nicht.
Mach dein Ding so wie es für dich gut und richtig ist.
Und vor allem such dir die richtigen Events wo du dich entspannt ausleben kannst.
Dein Leben musst du bei niemanden rechtfertigen!
So handhabe ich das.
Wer meinen Weg nicht teilt geht eben einen anderen.
Da mache ich mich von niemanden abhängig.
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 17:10 »
Cephalus und MAS ich beneide euch um euer Umfeld.
Oder um eure persönliche Freiheit.
Da ich seltener Rock trage bekomme ich vor allem in meinem persönlichen Umfeld durchaus negative Rückmeldungen.
Vor allem von sehr alten Freunden.
Da tue ich mir nicht immer leicht.

Hallo Zwurg,
vermutlich würde ich es weitgehend bleiben lassen, Einröhriges zu tragen, würde ich reihenweise negative Reaktionen ernten.
Ich finde es schade, eine wirkliche Lösung habe ich für Dich auch nicht.
Bleibt eigentlich nur, dein Umfeld inhaltlich und räumlich zu erweitern.
Eine sehr bunte Großstadt macht doch einen großen Unterschied aus - selbst diejenigen, die damit weniger zurecht kommen, haben eher gelernt die Klappe zu halten, weil es einfach nicht mehr üblich oder akzeptiert ist, andere Menschen zu kommentieren.

Von den alten Kumpels aus jungen Jahren sind bei mir nicht mehr viele übrig, zu denen ich noch Kontakt habe, aber das sind genau die, die nicht konservativ sind, alles gebildete Kosmopoliten. Der Kontakt zum Rest ist auf meinem Lebensweg langsam eingeschlafen.
Genau diejenigen die übrig sind, haben andere Themen, als meine Kleidung, egal ob sie gefällt ode auch nicht.

Auch wenn es sehr schwierig ist, bleibt für angenehmes Rocktragen nur, sich neue Kontakte und Umfelder zu suchen - sagt der der zwar voll akzeptiert ist, aber zu wenige Gelegenheiten findet Chices auszuführen ::)
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von Zwurg am Gestern um 14:28 »
Das tut mir sehr leid, lieber Zwurg.

Wenn Du aber meinst, dass Du negative Reaktionen bekommst, weil Du selten Röcke trägst: Wäre es eine Option öfter Röcke zu tragen? Ich meine, dann sähen die "Freunde", dass es für Dich normal ist und kein Ab-und-zu-mal-auffallen-Wollen.

Aber wie sehen denn diese negativen Reaktionen aus? Was sagen Deine "alten Freunde"?

LG, Micha

Ich kenne die Jungs seit über 40 Jahren.
Wir sind damals um die Häuser gezogen, Disco, Urlaube, usw. Fast alle sind verheiratet und haben mittlerweile erwachsene Kinder.
Wir sehen uns nicht mehr so häufig wie früher, aber ab und an gehen wir alle zusammen zum Essen und natürlich hab ich sie auch zu meinen runden Geburtstagen eingeladen. seit meinem 40. trage ich Dabei Rock.
Und einer dem ich früher sehr nahe war,  ist sehr konservativ eingestellt und er kann es überhaupt nicht fassen, dass ich Rock trage und das sagte er mir immer wieder. Ein anderer sieht das ähnlich, unsere Mütter waren bis vor kurzem im gleichen Altersheim, und wir haben uns oft bei dem Besuch unserer Mütter getroffen. Einmal war ich in meinem neuen Kilt. Und er meinte: Das passt aber nicht! Und ich meinte: doch das passt schon.
Ich laufe seltener bei alltäglichen Gelegenheiten im Rock durch die Gegend.
Somit das nicht so sichtbar.

In der Arbeit war ich an meinem 59. Geburtstag in der Arbeit im Rock, mit verschiedenen Reaktionen, auch eher lächerliche Reaktionen von Menschen denen ich mich ansonsten sehr Nahe fühle.
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