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Um die Leute hier nicht länger zu verärgern oder langweilen, werden Yoshi und ich mit pn kommunizieren.
Dann hören hoffentlich  auch die Falschannahmen von @MAS auf, weshalb das erste Gespräch idealerweise zu zweit stattfindet und somit ohne ihn.

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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 14:19 »
bleib mal sachlich  ;D ;D ;D
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Yoshi am Heute um 14:06 »
Ich rede nicht von langen Erklärungen, ich rede von Antworten.

sagte er und antwortete anschließend in einer langen Erklärung.  :D
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 13:36 »
Noch eine eingehendere Anmerkung hierzu..

Wer sich so vehement erklären muss, der muss doch irgendwas verbergen wollen? Da ist irgendwas faul? Ah, er will wahrscheinlich eine Frau sein, aber will es noch nicht zugeben. Deswegen wehrt er sich so dagegen. Vielleicht ist er sich selbst noch nicht ganz sicher?

Auch das habe ich in dieser Art schon mehrfach erlebt, ja. (Ich klammere das "so vehement erklären müssen" als notwendige Bedingung dafür einmal aus.)

Genau das ist das Denkmuster von denjenigen, die sich einem Erkenntnisgewinn widersetzen.

Oder, die sich eine andere Antwort erhofft hatten.

Es gibt eben immer wieder Menschen, die sich trotz anderslautender Antworten davon nicht überzeugen lassen wollen, also sich dem Erkenntnisgewinn widersetzen.

Manchmal wird es in anderen Sachverhalten auch ein jedem von uns mal so gehen. Das fällt uns dann meistens wahrscheinlich noch nicht mal auf, dass wir den Antworten nicht vertrauen.


Aber, Fazit! Wenn Fragen gestellt werden, trotz aller Einschränkungen: Nicht-Kommunizieren begünstigt nicht den Erkenntnisgewinn beim Fragenden.
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 13:01 »
Man kann den Gewöhnungsprozess, der zur Änderung der Normen führt, kaum durch Diskussionen beschleunigen. Das geht eher durch angemessenes, wiederholtes Handeln.

Da gebe ich Dir überwiegend Recht. Überwiegend.

Dennoch füttere ich gerne die wabernde Wolke des Geredes über mich mit ein paar, meine Intention unterstützende Fakten (Meme) an Stellen, die Bereitschaft zum Wissenwollen signalisieren (an mich gerichtete Fragen).

Geredet wird ja sowieso über mich, bestimmt nicht immer (so wichtig bin ich den meisten nicht), aber gelegentlich. Und in dieses Gerede möchte ich schon ein paar Impulse meiner Intention mit einwirken lassen. Das wird die Redenden vielleicht nicht abhalten, trotzdem andere Inhalte mit mir zu verknüpfen, aber ich lasse deren Phantasien nicht völlig freien Lauf.

Dass cephalus kaum Nachfragen über seine Intention erreichen, mag eventuell an seiner anders gestalteten Freizeitstruktur liegen im Gegensatz zu mir. Ich hatte vor Jahrzehnten vor allem auch aus der Verwandtschaft und dem Bekanntenkreis diese Fragen, parallel aber auch von mir unbekannten sprichwörtlich dahergelaufenen Menschen. Meist habe ich gerne Frage und Antwort gestanden. Inzwischen bin ich seit Jahren, ja Jahrzehnten häufig bei Gelegenheiten anzutreffen, die als offene Begegnungspunkte fungieren. Ich gehöre also nicht nur zum Stadtbild, bin oft auch anzutreffen und auf lockerem Niveau unverbindlich anzusprechen. Da ergeben sich für mich vielleicht deutlich mehr Möglichkeiten, Rede und Antwort zu stehen.

Freilich eröffnet mein Freizeitverhalten auch deutlich mehr Menschen die Chance, über mich zu reden, nicht zuletzt, weil sich auch schon ein persönlicher Kontakt mit mir ergeben hat.

Ganz frisch zuletzt am vorherigen Wochenende. Versehentlich kam ich mit einem mir Fremden ins Gespräch (ich hielt ihn im Halbdunkeln und im Augenwinkel für meinen Kumpel, der einen Moment zuvor noch an dieser Stelle hinter mir stand). Er würde mich seit Jahren, ja Jahrzehnten kennen, und konnte mich auch meinem aktuellen Stadtviertel zuordnen. Er hätte mit mir auch schon geredet (und wahrscheinlich getrunken), Jahre her, sagte der mir Fremde. Und meinen Vornamen wusste er auch aus dem Effeff. Er gab sich gleich als guten Kumpel einer meiner lockeren Bekannten aus. Und er spulte "die Leier" ab: "Was ich schon immer mal fragen wollte, ..." ... ... ...

Seine Zunge war nicht mehr ganz so unberührt von - zu diesem Zeitpunkt - Bier. Und er deklinierte 10, 15 Minuten lang alle die Themenbereiche durch, die ich vorhin angerissen habe (siehe Link). Ohne diese lockere Atmosphäre hätte er es vielleicht bei einer einzigen Frage belassen, oder gar nicht erst gefragt. So sprudelten aber seine Gedankengänge etwas ungehindert über seine Lippen.
Ich gab vertiefende Antworten und beließ es nicht bei "Weil ich es mag. Punkt."

Mein Kumpel stieß dann nach einer Weile hinzu und bewunderte mein Durchhaltevermögen. Aber das ist, wenn es passt, meine Herangehensweise, Meme ins Gerede zu setzen.

Und mit Sicherheit wird der betreffende Fremde irgendwann unserer gemeinsamen Bekannten von unserem Zusammentreffen erzählen. Und mit Sicherheit wird es nicht bei der Info bleiben: "Ich habe den Wolfgang getroffen. Punkt."



P.S., da Yoshi zwischenzeitlich noch was beitrug: Ich rede nicht von langen Erklärungen, ich rede von Antworten. Und ich erlaube mir, auf eine ehrlich gemeinte Frage eine Antwort zu geben, die sieben Worte übersteigt.
Und Yoshi: klar müssen Antworten, auch lange Antworten immer noch nicht ausreichend sein, ein Gegenüber zu überzeugen. Es gibt aber dem Gegenüber die mögliche Chance, sich mit den Inhalten der Antwort auseinanderzusetzen. Ob das Gegenüber das macht, seine Sache.
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Yoshi am Heute um 12:42 »
Ich plädiere immer für Offenheit. Oder für mehr Hintergrundinformation. Was der Empfänger aus den Details dann sich bastelt, kann ich schwer beeinflussen, aber ich habe es versucht.

Lange Erklärungen können allerdings auch als Rechtfertigung verstanden werden und Rechtfertigungen wirken beim Gegenüber immer suspekt. Wer sich so vehement erklären muss, der muss doch irgendwas verbergen wollen? Da ist irgendwas faul? Ah, er will wahrscheinlich eine Frau sein, aber will es noch nicht zugeben. Deswegen wehrt er sich so dagegen. Vielleicht ist er sich selbst noch nicht ganz sicher?

Gedanken kann man nur bedingt beeinflussen. Solche ausgiebigen und leidenschaftlichen Erklärungen können die Vorurteile sogar im Zweifelsfall noch ordentlich füttern. Da kann oftmals ein souveränes: "Weil es mir gefällt." viel weniger Fragen aufwerfen.
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Die anderen träumen nur davon oder tragen mal Rock zuhause im stillen Kämmerlein. (Vermutung von mir)
Gruß
Jürgen

Ergänzung:

Es gibt sicher auch Wenigschreiber und Mitleser die vielleicht  schon lange Rock tragen, aber von den immer wieder auftauchenden gleichen oder ähnlichen Themen und Diskussionen genervt sind und deshalb keine Lust zum schreiben haben.
Oder denen inzwischen andere Dinge wichtiger sind und sich deshalb nicht beteiligen.

Und bestimmt gibt es noch mehr Gründe, warum nicht wenige im Forum nur mitlesen, Themen als gelesen markieren oder gänzlich inaktiv sind.

Gruß
Jürgen
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Aus meiner Sicht wäre es am besten, wenn die beiden, die sich uneins sind, erstmal persönlich miteinander sprechen, zuhören, den anderen verstehen. Das würde durch die Einladung zu einem öffentlichen Event mit Zuschauern, Missionaren und Provokateuren verhindert.
An der Form der Einladung und des Treffens sieht man, welches Ziel die Teilnehmer tatsächlich verfolgen.

Mit dem Betonen der Unterschiede und Beharren auf Distanzierung gegeneinander wird eine Annäherung schwierig
Beide Teilnehmer müssen sich gleichwertig als Subjekt begegnen, nicht ein Subjekt, das ein Objekt belehrt oder erzieht.

Lieber doppelrock,

die Diskussion ist sowieso schon öffentlich (Forum). Ich wollte deinen Plädoyers für Demokratie und Meinungsfreiheit maximalen Wert verleihen, in dem ich es öffentlich für alle mache. Gerade auch um den Schlagworten "Zensur" und "Cancel Culture" keine Angriffsfläche zu bieten.

Meine Intention ist es den Seiten Gehör zu verschaffen und eine tiefer gehende Dialektik zu ermöglichen, als sie hier in Threads möglich wäre. Anhand deiner Kommentare merke ich, dass du ein Bedürfnis an Austausch hast und es dir hier oft zu oberflächlich ist. Es ist mein Versuch, deinem Wunsch nachzukommen, den Themen mehr Tiefe und Raum zu verleihen.

Ich glaube, du brauchst auch keine Angst vor "Belehrungen" zu haben. Du bist ein selbstbewusster Mensch, der Frei Schnauze seine Meinung sagt. Ich finde, du machst dir unnötig Sorgen. Wir sollten uns aber klar sein: Wer seine Meinung äußert, der muss damit rechnen, dass jemand eine Gegenmeinung vertritt. Das gehört zu einer ehrlichen und offenen Debattenkultur dazu. Sollte es irgendwie entgleisen, kenne ich als Pädagoge Methoden, um deeskalierend entgegen zu wirken. Auch dahingehend kann ich dich beruhigen.

Mal sehen, was draus wird.

Ich glaube, wir sollten das direkt ausmachen, sonst verläuft sich das. Für die Planung ist aber erstmal wichtig: Möchtest du Adornos Dialektik der Aufklärung als Einstiegslektüre voraussetzen? Dann müssten wir den Termin in ein paar Monaten ansetzen. Butler und Marx würde ich mal ausklammern, weil es sonst den Vorbereitungsrahmen sprengen würde. Wenn keine Lektüre als Prämisse vorausgesetzt werden soll, dann sind frühere Termin möglich. Das hätte auch den Vorteil, dass sich mehr Teilnehmer beteiligen können.

Das sollten wir erst abklären, bevor wir einen konkreten Termin ausmachen können. Ich würde aber am besten ein Zoom-Meeting an einem Samstagabend vorschlagen, um möglichst viele Interessenten ansprechen zu können.
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von hermann_k am Heute um 12:17 »
Von der Theorie her hört sich das plausibel an: Ich-Botschaften, Ende der Diskussion.

Von meiner eigenen Offenbarungsgeschichte her weiss ich aber, dass diese Aussagen beim Empfänger nur dazu dienen, die vorgefassten Meinungen bestätigt zu sehen.

Vielleicht fragt man heute nicht mehr so schnell nach wie früher. Aber das sich bestätigende Gedankenrattern bei den Fragestellern wird doch genau durch solche Aussagen erst voll in Gang gesetzt:

"Weil es mir gefällt." - Klar, er will halt lieber eine Frau sein. Es gefällt, weil er sich als Frau fühlt. Es gefällt, weil er die Blicke von Männern auf sich ziehen will.

"Es fühlt sich toll an." - Klar, ... (selbe Gedanken wie oben. Und vielleicht noch dieser Gedanke...) Würde er sich wie ein Mann fühlen, würde sich das auch nicht toll anfühlen.
Da hast du einen Punkt und du hast ihn gut in Worte gekleidet. Am Ende kommt es auf meinen Gegenüber an. Wenn er eine festgefahrene Meinung hat, wird er sich keinen Millimeter bewegen. Dann bleibt meine Ich-Botschaft stehen. Mehr kann ich dann nicht erreichen.

Wenn ich aber den Eindruck habe, dass meine Botschaften überhaupt ankommen und er bereit ist, neugierig und offen über die Punkte zu reden, dann muss ich meine Chance ergreifen. Wir Menschen sind so komplex, dass es schwierig ist, in einer gespannten, wenig kooperativen Situation über meine Empfindungen zu diskutieren.

Man kann den Gewöhnungsprozess, der zur Änderung der Normen führt, kaum durch Diskussionen beschleunigen. Da geht eher durch angemessenes, wiederholtes Handeln.

LG, Hermann
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von cephalus am Heute um 12:00 »
Ich plädiere immer für Offenheit. Oder für mehr Hintergrundinformation. Was der Empfänger aus den Details dann sich bastelt, kann ich schwer beeinflussen, aber ich habe es versucht.

Aber erstens hat nicht jeder eine eigene, darüber hinausgehende Begründung (ich), zweitens ist der Aufwand meist vergeblich und drittens setzt der Eisatz voaus, dass es einem nicht egal ist, was sich das Gegenüber zusammenbastelt.

Im übrigen habe ich diese Frage noch so gut wie nie gestellt bekommen - die Antwort in vorauseilender Entschuldigung andern ans Knie zu schrauben? Wenig hilfreich.
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