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Erfahrungsberichte / Antw:Zurück von der Reha
« Letzter Beitrag von Zwurg am Heute um 20:49 »
Ich habe auch schon fesgestellt, das man zu Rock und Strumpfhosen, alles irgendwie aufmerksamer kombiniert. Es soll nicht irgendwie blöd oder komisch (in den eigenen Augen) aussehen. Der innere Zensor ist hier viel strenger, als wenn man bsp eine Jeanshose trägt.
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Artikel und Presseberichte / Antw:How men are wearing skirts this season
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 18:56 »
Danke fürs Mitteilen, just_me!

Auch wenn ich mich keinem Modediktat unterwerfe, finde ich es doch gut, dass diese Zeitschrift so vom männlichen Rocktragen berichtet, als sei es nur eine Frage, wie Mann in diesem Sommer trägt und nicht, ob er das überhaupt darf.

LG, Micha
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Artikel und Presseberichte / How men are wearing skirts this season
« Letzter Beitrag von just_me am Heute um 17:52 »
Hallo zusammen,

kannte von euch jemend die Vogue Adria? Ich bis eben nicht.
Jedenfalls schrieb diese im Juni, wie Man(n) aus ihrer Sicht in dieser Saison Rock trägt: so
Dass der geneigte Forist seinen Stil nicht ändern wird ist klar - vielleicht kommt aber manch Leser auf die Idee ...

VG,
just_me
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 14:50 »
Lieber Wolfgang,

Du bist ein kluger Kopf bzw, hast einen solchen.

Das ist vollkommen richtig, dass es verschiedene Perspektiven, Narrative usw. gibt. Man kann die auch nicht alle kennen. Umso mehr kann man sich auch darin trainieren, mit der eigenen Perspektive, dem eigenen Narrativ usw. bescheiden umzugehen und sie bzw. es nicht einfach mal eben so für unfehlbar und absolut richtig zu halten.

Offenheit für andere Sichtweisen kann bedeuten, sich für sie zu interessieren und sich aktiv mit ihnen zu beschäftigen. Aber auch etwas weniger engagiert, anderen Menschen zuzugestehen, diese Sichtweisen zu haben. Man kann sie einfach tolerieren, auch wenn man sie nicht versteht. Man muss nicht alles für sich akzeptieren, aber dulden, dass andere Menschen sie haben und berücksichtigen, welche Interessen diese anderen Menschen in gemeinsame Entscheidungsfindungen einbringen, das kann man üben.

Ich kenne auch Menschen, die keine oder kaum Bücher lesen, und die dennoch sehr kluge Gedanken haben. Bücher sind keine exklusiven Allheilmittel.

Wenn ich mich aber sehr für ein Thema interessiere - was ich voraussetze, wenn jemand eine Meinung zu diesem Thema öffentlich verkündet - können sie sehr hilfreich sein. Was mich angeht, so haben die genannten zwei Bücher meinen Horizont erweitert. Dass ich als Religionswissenschaftler da mehr Interesse dran habe, Zeit mit dem Lesen solcher Bücher zu verbringen, als Menschen mit anderen Berufen, ist klar. Aber auch ich schaffe es nicht, alles zu lesen, was ich lesen wollte oder sollte. Auf Thomas Bauer wurde ich denn auch durch "Tag für Tag" im Deutschlandfunk aufmerksam, auf Christopher de Bellaigue durch eine Buchwerbung in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft. 

Der Deutschlandfunk hat derzeit übrigens einiges über den Anschlag auf den CSD auf seiner Startseite; https://www.deutschlandfunk.de/

Zu Thomas Bauer und Ambiguität findet man da auch einiges;
https://www.deutschlandfunk.de/suche?drsearch:searchText=Ambiguit%C3%A4t%20Thomas%20Bauer&drsearch:from-date=&drsearch:to-date=&drsearch:series=&drsearch:stations=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=64df3047-eea5-411a-877c-c415f344a8e7&drsearch:stations-all=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=56f11dfd-a3a8-429b-acaf-06bf595f2dd8

Zu Christopher de Bellaigue auch:
https://www.deutschlandfunk.de/suche?drsearch%3AsearchText=Christopher%20de%20Bellaigue&drsearch%3Astations=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0

Und sogar zu mir:
https://www.deutschlandfunk.de/suche?drsearch:searchText=Michael%20A.%20Schmiedel&drsearch:from-date=&drsearch:to-date=&drsearch:series=&drsearch:stations=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=64df3047-eea5-411a-877c-c415f344a8e7&drsearch:stations-all=4f8db02a-35ae-4b78-9cd0-86b177726ec0&drsearch:stations-all=56f11dfd-a3a8-429b-acaf-06bf595f2dd8

Aber klar, machen wir uns nichts vor: Die allermeisten Informationen gehen an uns vorbei, ohne dass wir sie bemerken. Die wenigsten Leute erreichen wir mit Büchern, Radiosendungen, Fernsehsendungen usw. Kurze Nachrichten in den sozialen Medien und überhaupt Internet erreichen mehr Menschen.

Meines Wissens gibt es Studien, die zeigen, dass die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen, die diese schnellen Medien viel nutzen, geringer ist als es sie war, bevor es diese Medien gab. Unsere Studierenden haben Probleme damit, Texte von z.B. 40-60 Seiten zu lesen. Sie lassen sie sich inzwischen von der KI zusammenfassen. Das ist ein legitimes Mittel, wenn man dadurch Zeit spart, ersetzt aber nicht die eigene Lektüre der Texte. Sich die Zeit zu nehmen, sich detailliert ein paar Stunden lang mit einem Thema zu beschäftigen, statt in derselben Zeit viele Themen oberflächlich zu streifen, erfordert unter Umständen Disziplin.

Nochmal zum Anfang: Ja, es gibt verschiedene Sichtweisen. Nun sind die aber dennoch nicht alle gleichwertig. Ich würde mal so sagen: Je bescheidener sie vertreten werden, je differenzierter sie dargelegt werden, je respektvoller sie mit Menschen umgehen, desto wertvoller sind sie.

Manchmal muss man aber auch mal auf den Putz hauen, wenn einem dieselben Stereotypen immer und immer wieder um die Ohren gehauen werden. Man darf auch mal hart diskutieren, wenn man meint, dass jemand ungerecht wird in seiner Argumentation. Dann kann man auch mal fordern, der Andere möge sich mal weiterbilden. Ob mit Büchern oder anderen Medien oder mit Menschen, über die er gerade so pauschal seine Meinung ausgegossen hat, im direkten Austausch, darüber kann man sich dann in Ruhe mal unterhalten, wenn generell die Bereitschaft dazu da ist.   

LG, Micha
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 13:55 »
"Fühlt sich ganz normal an."

Das ist schön. So soll es ja auch sein.

Amphi, WGT, vielleicht auch CSD..., da stellt sich die Frage, warum es solche "Fluchten" braucht, um sich als Mann mehr zuzutrauen. Oder eine gewisse Szene.

Andererseits haben bestimmte Szenen ja auch immer mal wieder die Alltagskultur mit Errungenschaften bereichert, z.B. der Punk mit bestimmten Modeeinflüssen.

Bleibt zu hoffen, dass sich die alltägliche Welt da draussen ein bisschen was abguckt von den Strömungen in den einzelnen Szenen. Und mir scheint, der Bedarf am Rock am Mann ist da. Er ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Und die Sehnsucht danach ebenso.

Danke, dass Ihr Euch gemeldet habt. Und dass Ihr auch einen Einblick von Euch selbst gegeben habt.
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von Erwin am Heute um 12:21 »
Ich war auch schon auf dem Amphi (und dem WGT). Dort gibt es immer viele Männer in Röcken. Das fühlt sich ganz normal an.
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von Dirk am Heute um 11:44 »
Hallo Ihr Lieben,

ich war am Samstag mit ein paar Kollegen auf dem Amphi-Festival in Köln.
Dort gab es reichlich Rockträger, ich alleine hab schon mindestens 20 Rockträger erspäht.
Allerdings in der "schwarzen Gemeinde" nichts Ungewöhnliches!

Ich war natürlich einer davon  ;)

Liebe Grüße,
Dirk
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 10:09 »
Ja, das Jetzt kann man nur mit dem Vorher verstehen.

Wir alle kommen aus unserer eigenen Vergangenheit, aber auch aus der Vergangenheit, die wir weder miterlebt noch mitgestaltet haben. Das haben viele, viele Menschen eben gemacht, die vor uns da waren und mitgestaltet haben.

Natürlich gibt es auch beim Blick zurück nicht die einzige Wahrheit, zumindest verschiedene Erzählweisen und Interpretationen, die aus bestem Wissen und Gewissen geschehen, zum Teil aber auch mit bestimmten Absichten und Zielen so erfolgen.

Danke für die Buchtipps. Das Medium Buch ist freilich gut geeignet, ein Thema sehr umfassend darzustellen. Es ist sowas wie ein sehr, sehr, sehr sehr sehr langer Forumsbeitrag. Zwar möchte ich jetzt nicht vom Forum reden, aber von Büchern, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ich für den Erwerb von Wissen aus Büchern praktisch überhaupt keine Lebenszeit mehr einräume.

Und ich schließe von mich auf viele andere, dass das Lesen von Büchern für die meisten keine passende Option ist in unserer schnelllebigen, auf minimalgroße Häppchen portionierte Zeit. Sich also ohne Not tiefer mit Einzelaspekten zu beschäftigen, geschieht auf breiter Basis nicht mehr. Und wenn dann zudem noch die Gefahr besteht, dass ein Buch als tendenziöses Sprachrohr einer womöglich mir nicht geheuren Gesinnung verdächtigt zu werden, dann sinkt noch mal mehr die Bereitschaft, sich inhaltlich und mit investierter Zeit damit auseinander zu setzen. Deshalb befürchte ich, dass solche Werke (Bücher) kaum andere Personenkreise erreichen als diejenigen, die diesem Thema schon zuvor aufgeschlossen waren.

Sicherlich wird es zu fast jedem solcher Bücher irgendwelche Sendungen, Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel geben, die aber auch eher nur die geneigten Interessenten erreichen werden. Es ist schade, dass solche Arbeiten (Werke; Bücher) im allgemeinen Rauschen verpuffen und zumeist nur als Argumentationshilfen für diejenigen dienen, die ohnehin schon mit der Materie vertrauter waren als die ganz große Mehrheit der anderen.





Mir kommt gerade der Gedanke in den Sinn, dass in Schule, aber auch in Erwachsenenbildung (dazu zählen für mich auch die Medien, egal welche, vor allem aber die schnelllebigen) mehr für das Aufarbeiten von Verständnis getan werden müsste. Verständnis, warum es Personenkreise gibt, die diese oder jene, auch extreme, Sichtweisen und politischen Orientierungen haben. Das Niedermachen von einer mir abweichenden Gesinnung kann ja nicht die Lösung sein. Es braucht Verständnis, weshalb jemand etwas anders sieht als ich. Es braucht Verständnis, warum ich etwas anders sehe als jemand anders. Es braucht Einsicht, dass meine Sichtweise nicht die einzige nachvollziehbare und richtige ist. Dass andere mit anderen Sichtweisen auch ihre eigenen Nachvollziehbarkeiten und Geschichten haben, und nicht deswegen falsch und unberechtigt sein müssen, nur weil ich meine Sichtweise auf etwas anderes fokussiere.

Ich glaube, wenn dieses Verständnis in der Gesellschaft verbreiteter wäre, dann wäre ein wesentlicher Schritt gegangen hin zu einer solidarischen Gesellschaft trotz unterschiedlicher Ansichten. Dann wäre die diagnostizierte Spaltung der Gesellschaft, wie doppelrock sie anspricht, kein absoluter Riss mehr durch das Miteinander - eigentlich etwas, das doppelrock in seinen Worten sich wünscht, und nicht nur er, sondern viele andere. Dann wäre eine Unterscheidung z.B. in Geimpfte und Ungeimpfte ziemlich überflüssig.

Und natürlich - um abschließend wieder auf die Bücher zu kommen - ist es hilfreich, auch die Sichtweisen derjenigen zu kennen, die eine andere Ansicht haben als ich. Erst wenn ich diese ausreichend kenne, kann ich mir eigentlich ein ausreichend eigenes Bild über Einzelthemen machen, ohne einer einzelnen, vielleicht interessengeleiteten Darstellung hinterherzulaufen.

Das Problem ist eben die Zeit, die nun mal endlich ist. Für das meiste im Leben fehlt einfach die Zeit, sich intensiv mit Einzelaspekten auseinander zu setzen.
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 07:56 »
Guten Morgen, lieber Wolfgang und alle anderen!

Hier noch eine Leseempfehlung: https://www.suhrkamp.de/buch/thomas-bauer-die-kultur-der-ambiguitaet-t-9783458710332?utm_source=google.com&utm_medium=ad&utm_campaign=pmax&gad_source=5&gad_campaignid=20199555726&gclid=EAIaIQobChMIwZ_d0db0lQMVrpSDBx0XYSEVEAAYASAAEgLOA_D_BwE
Darin steht auch, dass Muslime gegenüber queeren Menschen und Lebensweisen in früheren Jahrhunderten viel toleranter waren als heute. Homophobie war in "unserem Kulturkreis" viel mehr verabscheut und gar bestraft als in "deren Kulturkreis". Und "wir" beeinflussten "sie" darin, das Gut-Böse-Denken zu übernehmen.

Ja, natürlich können wir hier und heute nichts für die Vergangenheit, aber wir können kritisch und auch selbstkritisch damit umgehen oder die Schattenseiten unserer Vorfahren negieren und ihre Heldentaten verherrlichen, so wie es einem gewissen Geschichtslehrer in einer alternativen Partei ja vorschwebt. Nur das Heute zu sehen, ohne sich über das Gestern Gedanken zu machen, ist Geschichtsvergessenheit. Und tatsächlich weiß ja kaum jemand über die Geschichte des Verhältnisses zwischen Islam und "Westen" gut Bescheid. Da können die beiden genannten Bücher exzellent aushelfen.

Ich muss zum Zug.

LG, Micha
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Gender / Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 01:19 »

Und daran, dass es Islamismus gibt, ist "der Westen" ja nicht ganz unschuldig.

Ja, daran musste ich vorhin auch denken.

Freilich kann keiner von uns etwas dazu - also Timper nicht, doppelrock nicht, Du nicht, ich nicht -, dass es so geschehen ist, drum werden solche Zusammenhänge gerne unter den Tisch fallen lassen, weil man dafür ja nicht verantwortlich ist. Dennoch kann man das Geschehene nicht rückgängig machen und muss berücksichtigen, weshalb heute etwas so ist, wie es eben ist. Da ist ein reines Deuten auf "die da!" nicht ausreichend, sondern man muss es in Zusammenhängen betrachten.
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