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Erfahrungsberichte / Antw:Es muss nicht immer ein Rock sein ...
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 22:26 »Doppelrock,
Deinen ersten beiden Absätzen stimme ich zu. Zum letzten Satz davon: Was sind 10 oder 20 Jahre im Vergleich zur Gesamtgeschichte. Es gab immer Aufs und Abs. So waren die Menschen in Deutschland in den 1920ern freier als in den 1930ern. So sind sie heute in den ostdeutschen Bundesländern freier als in den 40 Jahren der DDR. Und derzeit droht in Sachsen-Anhalt, dass eine Mehrheit wieder ein Weniger an Freiheit wählt.
Was die Fachleute angeht: Zunächst spielen weiße oder schwarze Anzüge oder Kittel nicht die Rolle, die Du ihnen zuschreibst.
Und ja, es gibt Leute, die sehr von sich überzeugt sind und keine Gottheit neben sich dulden. Persönlich kenne ich wenige Vertreter dieser Spezis. Vielmehr herrscht eine Menge Diskussion im Gegenseitigen Respekt. Und auch Fragen von Nichtfachleuten werden ernstgenommen - solange diese nicht meinen, durch ein wenig Beschäftigung mit einem Thema mehr zu wissen als die, die sich Jahrzehntelang damit beschäftigt haben. Besserwisserei wird ganz sicher nicht honoriert - weder bei Fachleuten noch bei anderen Menschen.
Ich habe aber den Eindruck, dass heutzutage durch den im Vergleich zu früheren Zeiten viel besseren Zugang zu Wissensquellen vor allem durch das Internet nicht wenige Menschen meinen, Experten zu sein, weil sie sich was angelesen haben und sich ihre Gedanken dazu machen. Das ist aber eine Selbstüberschätzung. Echte Expert:innen wissen auch, dass es viel mehr gibt, was sie nicht wissen, als was sie wissen. Deswegen formulieren auch viele Wissenschaftler:innen sehr vorsichtig. Zu vorsichtig für viele, die schnell sicheres Wissen haben wollen.
Zugleich gibt es Parteien, denen Expert:innen unangenehm sind, weil sie sachliche Gegenargumente gegen ihre Herrschaftsinteressen formulieren. Das sieht mal an Trump, der nach und nach den wissenschaftlichen und journalistischen Beruf aushöhlen will. Er will keine kritischen Denker:innen, sondern Gefolgsleute, die ihn anhimmeln. Und neulich lernte ich eine indische Kollegin kennen, die nicht mehr nach Indien zurück will, solange Modie so Forschungsgelder streicht, wie er es derzeit tut. Was nicht in seine nationalistische Ideologie passt, wird kaputtgemacht.
Bei Dir bin ich mir nicht sicher, ob Du diesen Propagandist:innen auf den Leim gehst, oder selbst einer bist. Da Du nichts über Deine Identität verrätst, kann man nur mutmaßen.
Gruß, Micha
Deinen ersten beiden Absätzen stimme ich zu. Zum letzten Satz davon: Was sind 10 oder 20 Jahre im Vergleich zur Gesamtgeschichte. Es gab immer Aufs und Abs. So waren die Menschen in Deutschland in den 1920ern freier als in den 1930ern. So sind sie heute in den ostdeutschen Bundesländern freier als in den 40 Jahren der DDR. Und derzeit droht in Sachsen-Anhalt, dass eine Mehrheit wieder ein Weniger an Freiheit wählt.
Was die Fachleute angeht: Zunächst spielen weiße oder schwarze Anzüge oder Kittel nicht die Rolle, die Du ihnen zuschreibst.
Und ja, es gibt Leute, die sehr von sich überzeugt sind und keine Gottheit neben sich dulden. Persönlich kenne ich wenige Vertreter dieser Spezis. Vielmehr herrscht eine Menge Diskussion im Gegenseitigen Respekt. Und auch Fragen von Nichtfachleuten werden ernstgenommen - solange diese nicht meinen, durch ein wenig Beschäftigung mit einem Thema mehr zu wissen als die, die sich Jahrzehntelang damit beschäftigt haben. Besserwisserei wird ganz sicher nicht honoriert - weder bei Fachleuten noch bei anderen Menschen.
Ich habe aber den Eindruck, dass heutzutage durch den im Vergleich zu früheren Zeiten viel besseren Zugang zu Wissensquellen vor allem durch das Internet nicht wenige Menschen meinen, Experten zu sein, weil sie sich was angelesen haben und sich ihre Gedanken dazu machen. Das ist aber eine Selbstüberschätzung. Echte Expert:innen wissen auch, dass es viel mehr gibt, was sie nicht wissen, als was sie wissen. Deswegen formulieren auch viele Wissenschaftler:innen sehr vorsichtig. Zu vorsichtig für viele, die schnell sicheres Wissen haben wollen.
Zugleich gibt es Parteien, denen Expert:innen unangenehm sind, weil sie sachliche Gegenargumente gegen ihre Herrschaftsinteressen formulieren. Das sieht mal an Trump, der nach und nach den wissenschaftlichen und journalistischen Beruf aushöhlen will. Er will keine kritischen Denker:innen, sondern Gefolgsleute, die ihn anhimmeln. Und neulich lernte ich eine indische Kollegin kennen, die nicht mehr nach Indien zurück will, solange Modie so Forschungsgelder streicht, wie er es derzeit tut. Was nicht in seine nationalistische Ideologie passt, wird kaputtgemacht.
Bei Dir bin ich mir nicht sicher, ob Du diesen Propagandist:innen auf den Leim gehst, oder selbst einer bist. Da Du nichts über Deine Identität verrätst, kann man nur mutmaßen.
Gruß, Micha

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, auch kaum eine Rockerin...