Servus, ich bin der Schattenwolf und trage gelegentlich Kilts und Faltenröcke. Hauptsache ist für mich nur, dass es männlich wirkt.
Grüße
Der Schattenwolf
Herzlich Willkommen hier im Rockmode-Forum, Schattenwolf!
[...] Mir geht es mehr um ein männliches Erscheinungsbild. Ich hoffe, dafür ist in diesem Forum auch Platz.
Ja, genau dafür sollte hier im Forum Platz sein. Es gibt hier ganz verschiedene Männer: Viele hier (vermutlich die Mehrheit) tragen Röcke oder Kleider und legen großen Wert darauf, trotzdem unmissverständlich männlich zu wirken. Manche nur gelegentlich (wie du wohl), andere regelmäßig oder immer. Anderen (wie z.B. mir) ist es nicht so wichtig, wie ich auf andere wirke: Ich trage, was mir gefällt (und das kann auch mal ein Blümchenkleid sein), fühle mich dabei als Mann, und hoffe, dass Kleider und Röcke jeglichen Stils (maskulin bis feminin) bei Männern in der Gesellschaft irgendwann so normal und akzeptiert sind, wie das bereits heute weitgehend mit langen Haaren oder (geschlechterübergreifend) mit Tattoos der Fall ist. Nur ganz wenige hier im Forum tragen Kleider oder Röcke, weil sie sich als Frauen identifizieren (also Transfrauen sind) oder bewusst weiblich wirken wollen (Femboy/Crossdresser) oder das als Rollenspiel begreifen (Dragqueen/Travestie/Cosplay); das ist hier allenfalls ausnahmsweise mal vertreten.
Mit deiner Einstellung dürftest du also hier viele Gleichgesinnte treffen. Ich möchte dich aber bitten darauf zu achten, andere nicht direkt oder indirekt abzuwerten, wenn ihr Erscheinungsbild nicht deinen Vorstellungen entspricht.
[...] Das Foto finde ich schon sehr gewöhnungsbedürftig und kann damit leider wenig anfangen. Das denke ich mir aber bei vielen solcher CSD-Outfits. Es ist schon sehr fraulich und weich. Ich möchte nicht so gerne mit dem Geschlecht spielen. Travestie finde ich schon irgendwie spannend, aber ist absolut nichts für mich persönlich. [...]
[...]
Denn warum soll ein Mann weniger Kleidungsvielfalt haben als eine Frau? Nur weil etwas als weiblich gilt? Mit welchem Recht soll das Recht, sich an Kleidungsvielfalt zu bedienen, nur Frauen zustehen?
Ist doch schön, dass du deine feminine Seite entdeckt hast und den Mut findest, dein Frausein auszuleben. Allerdings verwirren mich diese ganzen Identitäten. Deswegen lässt mich ein Mann, der sich als Frau präsentiert, aber trotzdem als Mann fühlt, eher mit einem großen Fragezeichen zurück. Früher war das mit Trans irgendwie einfacher. Heute gibt es da tausend Unterkategorien: nicht-binär, genderfluid, queer etc. Ich kann mit diesen Genderkonzepten leider nicht so viel anfangen, aber ich toleriere es. [...]
Eine ehrliche Rückmeldung ist gut. Aber einem anderen Mann hier im Forum zu unterstellen, er spiele mit seinem Geschlecht, betreibe Travestie und lebe sein Frausein aus, nachdem dieser geschrieben hatte, dass er sich als Mann versteht, der sich nur die Freiheit in der Kleiderwahl nimmt: das war zumindest nicht gerade nett.
Dieses Rockmode-Forum sollte für uns ein hilfreicher Austausch sein über Erfahrungen damit, als Männer Röcke/Kleider zu tragen. Wir können uns dabei gegenseitig Mut machen, Tipps austauschen und ehrlich Rückmeldung geben. Aber wir sollten einander immer respektieren und akzeptieren, dass andere gegebenenfalls Vorstellungen vom Rock-als-Mann-Tragen haben, die von unseren eigenen abweichen.
Hier in diesem "Begrüßungs-Thread" sind von verschiedenen Seiten Vorwürfe laut geworden, die in meinen Augen Grenzen eines respektvollen und netten Umgangs miteinander überschritten haben. Ich bitte alle, mal wieder einen Schritt zurück zu machen, damit hier ein vernünftiger Austausch möglich wird.
Es gibt genügend Themen, die hier immer wieder im Forum auftauchen und für hitzige Debatten sorgen. Bei allem respektvollen und toleranten Austausch im Forum finde ich Grenzen dort überschritten, wo bestimmte Gruppen von Menschen (z.B. queere Personen, Muslime, Flüchtlinge) pauschal verurteilt oder abgewertet werden. Die Diskussion darüber, wo dies geschieht, hat tatsächlich bestimmte "Lager" erzeugt, die hier im Thread bereits erwähnt wurden.
Wir haben hier im Forum Leute, die sich als konservativ verstehen, genauso wie Leute, die sich als progressiv oder links einstufen. Das müssen wir aushalten und akzeptieren, solange wir uns noch auf gewisse grundlegende Werte einigen können (wie die Ablehnung von gewaltbereitem Extremismus egal aus welcher Richtung oder die Achtung der Würde jedes Menschen). Auf diese Werte möchte ich allerdings gerne bestehen.