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Ja, klar.

Danke für die Antwort.
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Wie habt Ihr, die Ihr dabei wart, Euch auf dem Marktplatz gefühlt?

Erstmal vorweg.
Du flückst da schon wieder etwas zu sehr auseinander und interpretierst da hinein, ohne dabei gewesen zu sein.

Der Mann vorne auf dem Gruppenbild hatte den ganzen Tag dieses rote Kleid mit einem Sacko darüber an und hat dafür sogar ein Lob für seine Kleidung bekommen.
Im Hintergrund ist einer Barfuss, der auch direkt kam. Sowie die Drei Initiatoren. Welche ne Leggings darunter an hatten und mit dem Fahrrad angereist sind.

Der Rock wurde jetzt mal als Symbol genommen, weil es dem typischen Frauenbild zugeordnet wird.
Aber irgendwo muss man anfangen, um die Gedanken der Menschen auf das typische Männlichkeitsbild zu richten.

Das es noch nicht so passt wie bei einigen auch hier im Forum, weil man noch nicht sein eigenen Styl gefunden hat, ist ja nachzuvollziehen.
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Wie habt Ihr, die Ihr dabei wart, Euch auf dem Marktplatz gefühlt?
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Wenn ich mir die 7 Bilder anschaue - vor allem das Gruppenbild - so erkenne ich, dass der Rock hier noch weitgehend als Symbol fungiert. Als Symbol von unendlicher Weiblichkeit. Und dass dieses Symbol nur eher als extreme Überzeichnung von Rollenbildern dient.

Auf einem der Bilder ist der Kleiderständer zu sehen. Mitten auf dem Marktplatz. Wenn da Röcke draufhängen für Kurzentschlossene oder für interessierte Passanten, dann ist es klar, dass da einige Mitmacher bei der Aktion noch ihre normalen Hosen unter dem Rock tragen.

Ich schätze, dass einige aber den Rock geplant mitgebracht haben, und ihn auf dem Marktplatz sich übergestreift haben, wie z.B. der im Artikel genannte Rock von der Tochter. Nach der Aktion, vielleicht wenige Minuten später, ist der sicherlich wieder ausgezogen worden und in der Tasche nach Hause getragen worden. Zu viele Hemmungen stecken noch immer selbst in den von der Aktion begeisterten Männern, als dass sie sich trauten, von zuhause aus bereits hinter dem Zeichen dieser Aktion zu stehen und sich dieser "Herausforderung" mal mehr als nur symbolisch zu stellen.

Das gibt der ganzen Aktion leider noch immer den Touch, dass nur mit Symbolen gewunken wird, aber mehr als eine kurzfristige "Demonstration" dahinter nicht steckt. Wenn ich mir das Gruppenbild anschaue, so gibt das notwendigerweise ein recht unstimmiges Bild, was aber eben nur symbolisch, aber nicht demonstrativ die Tragbarkeit von Röcken an Männern unterstützt. Das finde ich persönlich etwas schade. Mindestens eine Frau sehe ich in der Gruppe, die Gleichstellungsbeauftragte. Die meisten anderen direkt sichtbaren verkörpern eher eine bunt-schrille Maskerade als ein Aufruf, beispielsweise mit freier Kleidungswahl alltagstauglich zu sein. Sorry für die harten Worte, die bei mir eben noch ein wenig drastischer ausfallen, weil ich faltenschlagende Trainingshosen (oder waren da auch Leggings dran beteiligt?) nicht als Beiwerk für echtes Rocktragen werten kann. Immerhin bilde ich mir ein, dass ich die tatsächlich geübten rocktragenden Männer auf Anhieb erkennen kann, die sehr wohl eine wohltuende Ausnahme in der Bilderstrecke bilden.

Auch wenn auf der Lüneburger RMD-Seite der Rock als ein absolut zentrales Mittel für die Aktion dargestellt wurde, so war der Kerninhalt der Aktion nicht, den Rock am Mann zu fördern. Sondern eben NAchdenken anzuregen über Rollenklischees für Männer. Das ist ja auch schon mal ein erster Schritt. Insofern begrüße ich diese Aktion. Es braucht aber wohl noch viele weitere Schritte, bis Männer als solche nennenswert sich trauen, mittels Rock die Rollenklischees im Alltag zu durchbrechen.
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Ich beziehe mich nochmals auf den Original-Artikel der Landeszeitung aus Lüneburg.
https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/rethink-masculinity-day-in-lueneburg-maenner-tragen-rock-auf-dem-marktplatz-YZMFZSNYYVBKPOBOYLA562UVO4.html
und die Bilderstrecke mit Zitaten der abgebildeten Männer: https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/rethink-masculinity-day-E3EFMCOPNVHS5G4WXGJXTEZMMM.html

Im Artikel steht: "eine private Veranstaltung".
Wie aus der Lüneburger RMD-Seite hervorgeht, fand die Veranstaltung unter dem Dach des städtisch geförderten Lüneburger Zukunftsrats statt, eine Bündelung von verschiedensten Vereinen und Initiativen. Vermutlich wurde auch der RMD selbst mit einer kleinen städtischen Unterstützung zumindest ideologisch gefördert, was die Anwesenheit der Städtischen Gleichstellungsbeauftragten erklärt. Der Initiator des Lüneburger RMD arbeitet selbst zwar im sozialen Bereich bei der Stadt Lüneburg, und ist somit recht enger Kollege der Gleichstellungsbeauftragten, dennoch war die Aktion keine städtische Aktion, sondern eben eine private Aktion, die nämlich losgelöst von der hauptberuflichen Arbeit des Initiators stattfand. Das scheint wichtig zu sein zu betonen, jedenfalls auch mir, wenn ich über die Aktion bzw. den Artikel in der Landeszeitung nachdenke.

Trotzdem finde ich schade, dass in der Lokalausgabe der Landeszeitung auf den insgesamt 7 Bildern der Initiator kein einziges Mal zu sehen ist. Schließlich ist er trotz seinen noch recht jungen Jahren als beruflicher Quartiersmanager sicherlich kein völlig Unbekannter in der lokalen Öffentlichkeit.

Wie in meinen neulich verlinkten Artikeln zu der RMD-Aktion in Eschwege bzw. Witzenhausen zu erkennen ist, ist die dortige Adaption von dem Schweizer RMD-Vorbild unter ein Motto gestellt worden, nämlich "Vater sein". Welche Schwerpunkte der Initiator des Lüneburger RMDs damit verbunden hat, lässt sich nur erahnen, wobei da ja seine RMD-Seite doch recht viel Auskunft gibt.

Klar scheint auch, dass die Aussage von ihm bzgl. Angst vor Männergruppen eine Anlehnung daran ist, die Angst von Frauen vor männlicher Gewalt, ausgehend von Männergrüppchen zu verstehen, also quasi eine Untermauerung dessen ist, was Frauen sich mehr wünschen: Weniger Angst vor sexualisierter Gewalt.

Wobei das Wort "Männergruppen" ich zunächst sehr missverständlich fand. Denn zumindest mit Wissen, dass er im sozialen Bereich tätig ist und auch eingehende Lebenserfahrungen mit sozialer Gruppendynamik hat, hatte ich zunächst im Sinn, mit "Männergruppen" würde er regelmäßige Treffen z.B. in Selbsthilfegruppen der Männerarbeit meinen. "Männergrüppchen" hätte ich als Bezeichnung eindeutiger gefunden, um zu kapieren, was er meint.

Etwas verwirrt mich auch, dass er eben die Angst vor Männergrüppchen so betont - aber wahrscheinlich eben, um feministischer Arbeit Unterstützung zu erweisen. Aber auch, um zum Ausdruck zu bringen, dass ein Mann im Rock doch noch sehr viele Fragezeichen auslösen kann. Auch die Zurückhaltung, dass er sich nun überlege, in welchen Laden er nun im Rock hineingehe oder in welchen nicht, hatte mich etwas verwirrt und erkläre mir das immer noch ein bisschen dadurch, dass es ein Wink auf die geistige Unterstützung der feministischen Anliegen ist. Vom Initiator des Lüneburger RMD hätte ich aber etwas mehr Forschheit gewünscht, um Männer zu animieren, stärker aus ihren Rollenklischees ausbrechen zu dürfen. Jedenfalls transportiert diese Forschheit der Artikel der LZ das nicht.

Stutzig macht mich aber auch seine Aussage, dass er zum ersten Mal in der Öffentlichkeit Rock tragen würde. Das kann aber nicht sein. Denn der Lüneburger RMD fand wohl zum 3. Mal statt. Und von 2024 gibt es ein Bild von ihm im Rock auf dem Lüneburger Marktplatz. Und zwar mit Rock ohne lange (sichtbare) Hosen untendrunter.

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Erfahrungsberichte / Antw:im Kleid in der Arbeit
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 11:07 »
Ja, ich kenne solche Röcke (in Deinem Fall eben der Rockteil des Kleides), die gefühlt nur die paar Zentimeter am Bund anliegen und bei bestimmten Haltungen, z.B. im Stehen sonst nicht mehr den Körper berühren, auch nicht die Beine, man aber trotzdem angezogen ist.
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Erfahrungsberichte / Antw:im Kleid in der Arbeit
« Letzter Beitrag von hirti am Heute um 10:24 »
Ja, wie MAS richtig schreibt, könnte man so ein Kleid auch größer kaufen.
In dem Fall aber nicht... ich habe es vor vielen Jahren gebraucht gekauft ... zu einer Zeit als ich mit verschiedenen Kleidern experimentiert, aber noch wenige Gelegenheiten gefunden hatte, sie auszuführen.

In der Zwischenzeit habe ich mich von verschiedenen experimentellen oder nicht mehr passenden Kleidern getrennt, aber dieses durfte bleiben.
Ich finde den Stil irgendwie toll und auch das Tragegefühl ist durch den schweren, festen Denim Stoff besonders. Spannender Nebeneffekt: Dadurch dass das Material ab der Hüfte fest und gerade nach unten geht und sich nicht an die (nicht vorhandenen) Kurven des Körpers schmiegt, fühlt sichs irgendwie an, als würde man mit nacktem Hintern am Kaffeeautomaten im Büro stehen ...  :o
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Shopping / Antw:Mal wieder was anprobiert und noch unschlüssig
« Letzter Beitrag von hirti am Heute um 10:08 »
Hier ist noch einer von der "Behalten!!!!" Fraktion!
Ich finde die Farbkombination großartig und finde auch dass dir die Teile wunderbar stehen.

Die Pumps Kombination hat auch was, wenngleich ich als Farbe nicht unbedingt schwarz gewählt hätte. (Aber welcher Mann hat schon Pumps in 20 Farben???)
Mein Favorit ist aber eindeutig die Kombination mit den weißen Sneakers und dem tollen orangen Pulli.

Die Zeit, in der mir das Trägershirt gefällt, kann in heißeren Jahreszeiten durchaus noch kommen, momentan bin ich selber, auch bei meinem eigenen Styling, noch weit weg von Gedanken an ärmellose Kleidung.
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Shopping / Antw:Mal wieder was anprobiert und noch unschlüssig
« Letzter Beitrag von rockandheels am Heute um 07:42 »
Auf alle Fälle behalten!
Das Axel-Hemd vielleicht nicht.

Mit den Sneaker ein tolles Alltagsoutfit. Mit den Pumps ein echter Hingucker.
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Es geht halt um den Kulturkampf, alles was nicht in ihr Weltbild passt wird niedergemacht. Und weil man ja gefühlt online so Anonym ist, fallen da eben alle Hemmungen. Ist doch gut, wenn sich die meisten im echten Leben einigermaßen zurückhalten können.
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