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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 13:36 »
Klar, man kann auch mit sozialen Dissonanzen leben. Ich meinte ja auch eher eine kognitive, wenn ich was tue, was einem marginalen Konstrukt entspricht, aber einem zentralen widerspricht.

Und soziale Dissonanzen sind da ungünstig, wo man will, dass beide, man selbst und der:die andere sich wohlfühlt.
Dann ist es besser, wenn man von einer bloßen Toleranz zu einem Respekt und einer Akzeptanz kommt-

Das hängt auch davon ab, wie wichtig die beiden Menschen füreinander sind.

LG, Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 13:26 »
Es muss nicht unbedingt rechtlichen Charakter haben, Wolfgang, ...

Eben, sagte ich ja auch. Wo kämen wir hin, wenn wir wegen jeden unterschiedlichen Standpunktes vor Gericht ziehen würden??

Oftmals spielt bei unterschiedlichen Meinungen der geltende rechtliche Rahmen aber keine Rolle.

Zuvor verständigt man sich auf etwas, oder man bleibt sich eben weiterhin darin uneinig.

Du schreibst:
Zitat
Bleiben die einander widersprechenden Konstrukte bestehen, kommt es zu einer kognitiven Dissonanz. Damit lebt es sich aber schlecht.
Egal, ob mit oder ohne juristische Bewertung, mit einer Dissonanz lebt es sich schlecht. Oder man blendet diese Dissonanz eben aus und erfreut sich an den anderen Konsonanzen (Übereinstimmungen). Das ist das Aushalten von unterschiedlichen Standpunkten. Das bereichert u.U. das Leben mehr, als in allen Einzelpunten Einigkeit herzustellen.

Kurzum: "Du trägst Rock? Find ich nicht gut. Aber was soll ich machen?"

Anders wäre: "Du trägst Rock? Geht gar nicht! Du verlässt mein Haus sofort! Was sollen die Nachbarn denken?" ( oder: "Mit Dir lass ich mich nicht blicken!")
Das wäre manipulativ.
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 13:17 »
Im letzten Fall verbleiben die Standpunkte unverändert, wobei davon die Welt meist auch nicht untergeht. Bestenfalls kann man unterschiedliche Standpunkte aushalten, ohne dem anderen bös zu wollen. Das wäre sogar das Ideal für beide Seiten.
(Ohnehin das Ideal bei unterschiedlichen Standpunkten, auch ohne Rechtfertigungen)
(Es müssen nicht immer Übereinkünfte erzielt werden)


Runtergebrochen auf Albis sein Erlebnis,

war das ja nahe dran an diesem Ideal. Jedenfalls wurde dann doch noch ein ganz behaglicher Besuch daraus.

Und ich finde gut, dass Albis auf die Verwunderung seiner Verwandten noch eine weiterführende Erläuterung hinzugefügt hat, die helfen könnte, sein Tun zu verstehen ("Kleidung hat kein Geschlecht"). Wahrscheinlich wird diese Erläuterung nicht dazu geführt haben, dass sein unerwartetes Handeln verstanden wurde aber immerhin wurde es mit einem Denkanstoß verknüpft. Ob das nun als Rechtfertigung gedeutet wird oder als bloße Erklärung, das ist doch eher unwichtig.

Natürlich wird die Großnichte von Albis irgendwann seiner Mutter erzählen "Du, Albis und seine Frau Albinina haben uns besucht."
Und dabei wird bestimmt das Wort "Rock" nicht unerwähnt bleiben (oder zumindest umschrieben werden).
Vielleicht wird im Gespräch ja auch der Denkanstoß mit transportiert, vielleicht so:
"Und er sagte, dass Kleidung kein Geschlecht hat, stell Dir vor!" (à la 'solch eine Ungeheuerlichkeit!') Vielleicht transportiert sie genau das, dass sie es ganz anders sieht und deshalb ihr ein Verständnis dafür fehlt.
Vielleicht sagt aber Albis´ Mutter daraufhin: "Und damit hat er recht!"

Also es kommt gar nicht mal so darauf an, ob jemand mit einem Argument erreicht wird. Wenn es aber unverdreht weitergegeben wird (und eine Floskel- Meme - wie "Kleidung hat kein Geschlecht" kann man sich einprägen, egal wie man dazu steht), besteht die Chance, dass es im "Gerede" der Leute weiterhin wirkt.

Geredet wird - unter Verwandten z.B. - ohnehin über einen. Oft gepaart mit Stolz (z.B. tolles Haus, toller Job), Bewunderung (Karriere), Enttäuschung (falsche Frau, falscher Wohnort, keine Kinder, verzogene Kinder, falscher Berufswunsch, keine Zeit für mich, unerfüllte Hoffnung, zu still, zu unselbständig...), manchmal Missgunst oder Neid ("tolles" Haus, "super" Job, unverdientes Erbe...).
Die Verwandtschaft redet doch sowieso immer über einen. Und da ist es umso besser, wenn man es schafft, seine eigene Persönlichkeit mittels gesetzter Meme (Erklärungen, Rechtfertigungen) ins Gerede mit einzubringen.

Insofern, Albis, fände ich es spannend, ob und was Deine Mutter von dem Gespräch mit Deiner Großnichte Dir berichten wird.
Hast Du bereits eine Rückmeldung seitens Deiner Mutter?

So à la "fand sie gar nicht gut", "haben sich aufgeregt", "hat sich sehr gewundert", "hat mich gefragt" oder etwa ganz anders?
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 13:08 »
Es muss nicht unbedingt rechtlichen Charakter haben, Wolfgang,

Als ich so um 1999 herum meine Mutter theoretisch mit dem Thema konfrontierte, meinte sie zuerst, jeder solle doch tragen, was er will.
Als ich meinte, ich würde eben auch gerne Rock tragen bzw. tat es auch schon, meinte sie zuerst: "Nee, Du doch nicht!"
Ich fragte dann, ob ihrer Meinung nach ihr Sohn weniger Rechte habe als andere, was sie verneinte.
Seit dem unterstützte sie mein Rocktragen.

Etwas abstrahierter war es also so:
A: Frage, ob Männer Röcke tragen dürfen
B: Bejahung.
A: Frage, ob auch A Rock tragen darf.
B: Verneinung.
A: Rückfrage, wie denn die zweite Antwort von B zur ersten passt.
B: Eingeständnis dass die erste Antwort wichtiger sei als die zweite.

Bei meiner Mutter gab es also zwei Normebenen:
Die Norm, dass jeder tragen darf, was er will ist dabei der Norm, dass der eigene Sohn keine Röcke tragen soll, übergeordnet. Also bekommt die übergeordnete Norm den Zuschlag.

In Bezug auf die untergeordnete Norm waren meine Mutter und ich zunächst unterschiedlicher Meinung, in Bezug auf die übergeordente aber einer Meinung.

Meine Mutter konnte also ihre untergeordnete Norm (Sohn darf keine Röcke tragen) gegenüber der übergeordneten Norm (jeder darf tragen, was er will) nicht rechtfertigen.

Da brauchte es keinen Richter, es ging auch nicht um Juristerei, sondern um die Hierarchie der jeweils eignen Normen.

In der Psychologie der Persönlichen Konstrukte spricht man da auch von zentralen und marginalen Konstrukten:
Dass der eigene Sohn keine Röcke tragen darf, war demzufolge ein marginales Konstrukt, dass jeder tragen darf, was er will, war ein zentrales Konstrukt.
Marginale Konstrukte müssen vor den zentralen rechtfertigbar sein, wollen sie Bestand haben. Können sie es nicht, müssen sie abgeändert werden oder in eine Nische geschoben werden, in denen sie keinen Konflikt mit den zentralen Konstrukten kommen.

Bleiben die einander widersprechenden Konstrukte bestehen, kommt es zu einer kognitiven Dissonanz. Damit lebt es sich aber schlecht.

LG, Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 10:22 »
Ja, ganz richtig, Micha.

Kurzum: Bei Rechtfertigung kommt es auch auf die Standpunkte der beteiligten Seiten an, und beide können echt oder mit einer Absicht vorgeschoben sein.

Und ob diese Standpunkte vor geltendem äußerem Recht nun gedeckt sind oder nicht, spielt in einem Dialog erst einmal keine Rolle.
Wenn es darauf ankommen sollte, müsste man das rechtlich ggf. vor einem Gericht überprüfen lassen.

Bis es aber soweit kommt, kann man eben in einem Dialog mit vermutetem Rechtfertigungs-Charakter versuchen zu überzeugen, zu manipulieren oder es ohne Annäherung / Übereinkunft stehen zu lassen. Im letzten Fall verbleiben die Standpunkte unverändert, wobei davon die Welt meist auch nicht untergeht. Bestenfalls kann man unterschiedliche Standpunkte aushalten, ohne dem anderen bös zu wollen. Das wäre sogar das Ideal für beide Seiten.
(Ohnehin das Ideal bei unterschiedlichen Standpunkten, auch ohne Rechtfertigungen)
(Es müssen nicht immer Übereinkünfte erzielt werden)
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Outfits und Accessoires / Antw:Ein verbotenes Accessoire?
« Letzter Beitrag von Slothorpe am Heute um 09:11 »
Auf Cosplay- und Anime-Conventions habe ich zudem schon deutlich originellere Korsett-Outfits von jungen Herren gesehen. Der Begeisterung der Massen kann ich mich demnach leider nicht anschließen – für mich ist es wieder nur ein Mehr vom Gleichen.

Dann würde mich wirklich interessieren welch ausgefallenen Outfits der Yoshi zu bieten hat!

Wer so herbe Kritik äußert, sollte ja wenigstens selbst was beizutragen haben…
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Outfits und Accessoires / Antw:Ein verbotenes Accessoire?
« Letzter Beitrag von Slothorpe am Heute um 09:07 »
Das würde mich wundern… aber wenn Du meinst.

Meine haben auch so ein „Schild“ im Rücken, aber da bedeutet nicht, das man so eine Lücke lassen muss, ist halt der Spielraum, indem es gut aussieht.
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 08:58 »
Wolfgang hat es ja erkannt, aber wie immer, mit einem neuen Rätsel um die Nummernschileder verbunden. Er meinte mit "Bingo", dass "München und Memmingen?" richtig sei. Ich wusste aber nicht, dass es richtig ist, weil ich dachte, Memmingen liege in BaWü.

LG, Micha
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von Ludwig Wilhem am Heute um 08:54 »
Moin zusammen, irgendwie blicke ich nicht mehr durch, ich dachte, Bamberg ist erledigt und hatte daher 2 Museumsbilder eingestellt, da sind keine Autokennzeichen zu sehen!?
UM dem nun ein Ende zu bereiten. Ich war mit meinen Enkeln im "Haus der Kunst" in München mit einer speziellen Kinderausstellung, mit Führung absolut sehenswert.
Bühne frei für die nächsten Bilder "In welcher Stadt bin ich hier im Rock?" . LG Ludwig
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Outfits und Accessoires / Antw:Ein verbotenes Accessoire?
« Letzter Beitrag von Lars am Heute um 08:05 »
Bei Deinem ist ja noch ordentlich Luft um es enger zu schnüren…

Luft ist noch, aber nicht so viel, wie es auf den ersten Blick scheint.
Es ist konstruktiv nicht vorgesehen, das Korsett hinten ganz zusammenzuziehen.
Eine Lücke von 6 bis 8 Zentimetern ist ideal.
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