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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Adios!
« Letzter Beitrag von hirti am Heute um 15:56 »
Schade, Lars, aber verständlich.
Wie Wolfgang am Ende seines Beitrags schrieb. Es gibt so viele neue schöne bunte Dinge die um unsere Gunst buhlen, uns beeinflussen, unsere Zeit nehmen, uns glücklich machen möchten... und so viel Potential haben, uns unglücklich zu machen.

Wenn letzteres droht, dann finde ich es sehr gut, erwachsen, schlau, sich ihrer zu entziehen. Und ich glaube digitales Detox ist für viele Menschen ein guter Weg dafür - wahrscheinlich wäre er es für viel mehr Menschen als es tatsächlich tun.
Ich glaube, wenn man wirklich auf die digitalen Medien verzichtet, ist es beeindruckend, wie viel gute anderweitig nutzbare Zeit man auf einmal vorfindet.

Trotzdem finde ich es sehr schade dass uns wieder ein Mitglied verlässt das unsere Gemeinschaft mit vielen tollen Ideen und Outfits bereichert hat.

Umso mehr möchte ich gern darum bitten, dass wir auf einander und auf die Gefühle eines jeden achten und einfach gut zueinander sind, sodass wir eine Gemeinschaft sind in der man sich wohl fühlt und gerne bleibt.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Adios!
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 11:10 »

Ich habe auch schon manchmal die Schn... voll gehabt und war kurz davor, das Forum zu verlassen. Ich fühlte mich das eine oder andere Mal gemobbt.

Ja, manchmal braucht es die Verzweiflung, um daraus dann wieder neue Kraft zu schöpfen. Sowohl im Forum als auch draussen in der realen Welt.

Die Welt ist verrückt, und jeder Medienkonsum ist grad unerträglich.

Ja, die Welt ändert sich. Und manchmal dürfen wir daran auch mal verzweifeln.

Gestern sah ich eine Aufnahme von einem Komet am nächtlichen Sternenhimmel, der nur einen winzigen Fleck am Himmel darstellt. Dennoch flogen an diesem Fitzelchen Stück Himmel 10 Satelliten vorbei, die die Menschen in den Himmel ausgebracht haben.
Und der Wahnsinn geht weiter. Zu den z.B. fast 10.000 Starlink-Satelliten, die bereits neben all den anderen am Himmel ziehen, sollen in den nächsten Jahren noch 3.000 Amazon-Satelliten kommen, 32.000 weitere Starlinks und 27.000 von chinesischen Vorhaben. Und zwei weitere US-Unternehmen haben gerade ähnliche Projekte beantragt, eines davon will 47.000 Satelliten in den Himmel bringen, das andere sprach von einer Million. Das ist ein Wahnsinn, der unseren Anblick des Sternenhimmels total verändern wird. Viele werden abstürzen (über 300 Starlinks vorletztes Jahr, über 600 letztes Jahr, und seit den letzten 2,5 Monaten fast 100 in diesem Jahr). Was das alles in unserer Atmosphäre anrichtet, wenn die verglühen, wissen wir gar nicht. Und auch nicht die vielen Raketenstarts, die Stoffe in die hohe Atmosphäre bringen, die da noch nie in dieser Masse gewesen sind.

Das ist Wahnsinn. Auch wenn man sich anschaut (im Internet verfügbar), wieviel Flugzeuge in der Luft sind, weltumspannend. Viele Flugzeuge für kurze Wege, aber auch viele Flugzeuge quer um die Welt. Auch das ist Wahnsinn. Wer will denn und wozu immer durch die Gegend reisen, warum müssen ständig und immerzu so viele Menschen und Waren irgendwohin, wo sie gar nicht herkommen?

Da sind die paar Frachtschiffe auf den Weltmeeren fast noch überschaubar. Aber auch die sind voll von Zeugs, was irgendwohin geschippert wird. Der Globalisierung sei Dank!

Wer hat denn die Globalisierung erfunden? Der Kolonialismus fällt mir als erstes ein. Weil eben Menschen meinten, besser zu sein als andere Menschen, die übers Ohr hauen zu können, die zu befehligen, sie als Sklaven zu nutzen und ihnen die Rohstoffe wegnehmen zu können. Der Ruhm, der kulturell und wissenschaftlich Europa mal innehatte, aber unser ganzes bequemes Leben, baut darauf auf.

Weil aber wir hier in Europa z.B. so reich sind, fingen Unternehmen an, nicht mehr hier zu produzieren, sondern woanders, wo die Leute günstiger sind - ein neuer Treiber der Globalisierung. Aber sind wir ehrlich, spätestens seit Erfindung der Verbrennermotoren haben wir uns in Abhängigkeit begeben von globalisierten Warenströmen. In jedem Schluck Sprit an der Tankstelle stecken etliche Kilometer, die jeder Tropfen bereits hinter sich hat.

Diese globale Vernetzung ist einfach Wahnsinn. Und dann gibt es Menschen, die anderen Menschen sagen wollen, was für diese anderen Menschen richtig sei. Viele Kriege sind dadurch entstanden. So Sachen wie der IS wollte Menschen aufzwingen, was sie zu tun, zu sagen und zu glauben hätten. Oder so ein Regime wie im Iran, brandaktuell. Aber andere Mächte sind da ja auch nicht besser, auch die "Guten" glauben zu wissen, was in anderen Regionen für die Menschen das Richtige ist. Und immer wieder sieht man, dass es nicht zwingend um "das Beste" für die Menschen geht, sondern um Einfluss, Macht ... und Rohstoffe.

Spätestens seit "Wandel durch Handel" schief gelaufen ist, ist die Globalisierung die größte Krankheit der Menschheit. Wir merken, dass Störungen im Ablauf auch uns ganz schnell betreffen. Die Spritpreise schießen durch die Decke. Und bald wird wieder alles teurer und frisst das auf, wofür wir für Lohnerhöhungen gekämpft haben, um die früheren Preisanstiege wieder auszugleichen. Wir selbst sind eingebunden in alles, was da draussen in der Welt geschieht. Jeden Sack Reis, der umfällt, bekommen wir zu spüren.

Wir können daran verzweifeln. Wir können aber auch aufmerksam sein, um vielleicht rechtzeitig zu erkennen, wie wir uns anpassen müssen, wenn die nächsten Hiobsbotschaften uns erreichen. Wir können uns davon verrückt machen lassen, oder die Hände vor´s Gesicht halten und uns wegschließen, um von dem Wahnsinn da draussen nichts mehr mitzubekommen.

Vielleicht ist das, was Lars macht, den geplanten Ausstieg aus der modernen, vernetzten Welt, etwas, wozu wir alle in der Zukunft womöglich gezwungen sein werden, ob es uns gefällt oder nicht. Wer weiß das schon. Jedenfalls spricht Lars gewissermaßen einen Verzicht aus, nämlich weitgehend auf Rohstoffe hier, Seltene Erden dort zu verzichten. Ob das als einzelner in unserer globalisierten Gesellschaft gut gelingt, mag die Frage sein. Aber vielleicht ist es eine gute Übung für falls das ganze globale System mal kollabiert.

Kollabiert es nicht, sehen wir mit bloßem Auge vielleicht bald mehr Satelliten als Sterne am romantischen Abendhimmel.

Tschüss Lars, auch Dich werde ich irgendwie vermissen.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Adios!
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 10:16 »
Gude zusammen!

Ich habe auch schon manchmal die Schn... voll gehabt und war kurz davor, das Forum zu verlassen. Ich fühlte mich das eine oder andere Mal gemobbt.
Dann dachte ich aber erstens, dass ich mich nicht rausmobben lasse, weil ich den Mobbern diesen Triumpf nicht gönnte und dachte zweitens, dass es doch meine Entscheidung sei, wovon ich mich beeinflussen lasse und bekam drittens immer wieder Unterstützung hier im Forum von anderen Mitgliedern als denen, die ich als Mobber empfand.
So blieb ich, wenn ich ab und zu auch mal eine Pause brauchte.

Und sicher ärgert sich so mancher auch über mich, weil ich mit für ihn unverständlich ausdrücke. Mein Opa pflegte zu sagen: "Ich rede so, wie mit der Schnabel gewachsen ist." Er sagte das auf Vallerer (Vallendarer), den ich jetzt nicht so wiedergeben kann. Und mein Schnabel zwei Generationen später und eben durch meine spezifische Biographie ist anders gewachsen. Nicht besser, nicht schlechter (doch insofern schlechter, als ich kein Moselfränkisch mehr richtig kann), aber anders.
Aber bitte: Wenn ich mich unverständlich ausdrücke, einfach nachfragen. Ich bin da nicht böse, nicht eingeschnappt oder so, sondern schreibe es gerne auch noch mal anders.

Und wer sich darüber ärgert, dass ich gerne diskutiere: keiner muss das alles lesen, was ich schreibe, auch wenn ich das gerne so hätte. Hauptsache, die lesen es, die ich konkret anspreche.

LG, Micha
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Adios!
« Letzter Beitrag von GregorM am Heute um 09:07 »
Die Welt ist verrückt, und jeder Medienkonsum ist grad unerträglich.

Lieber Lars,

von mir aus ein ehrlich gemeinter Rat: Suche ärztliche Hilfe. Du hast sie nötig. Und Vorsicht bei den Quellen, von denen du dich so deutlich inspirieren lässt. Sie bringen dir nichts Gutes.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Adios!
« Letzter Beitrag von sunflower am Heute um 08:53 »
Schade Lars daß du gehst ,ich verstehe,dich sehr gut ich weiß auch nicht ob ich hier im Forum noch bleiben soll vielleicht gehe ich auch irgendwann weg wer weiß daß schon .Beste Grüße
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Guten Morgen, lieber Wolfgang und alle anderen!

Es ist ja so, dass ich manchmal auch ironisch schreibe. Deswegen hier der Zusatz, dass das nicht ironisch ist.

"Ambiguitätstoleranz" kam mir zuerst bei Thomas Bauer vor die Augen: https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Bauer_(Arabist) In einem kleinen Reclambändchen namens "Die Vereindeutigung der Welt" bedauert Bauer, dass unsere Kultur immer mehr an Vielfalt verliert, dass im Zuge industrieller Massenproduktion alles immer einheitlicher wird usw. Er geht dabei auch auf das Artensterben ein. Und er meint, wir sollten es wieder lernen, mit Widersprüchen und Mehrdeutigkeit umzugehen. Das eben nennt er Ambiguitätstoleranz. In dem Buch "Die Kultur der Ambiguität. Eine andere Geschichte des Islam" zeigt er, wie die klassischer islamische Theologie und überhaupt überhaupt die islamische Kultur viel vielseitiger war als heute. Theologen sprachen Koranversen mindestens sieben verschiedene Bedeutungen zu. Homosexualität wurde in islamischen Gesellschaften geduldet bis offen ausgelebt. Der Islamismus - wie auch Nationalsozialismus oder Faschismus, wobei das Theodor Adorno wohl schon herausgearbeitet hat -  sei eine Folge der Aufklärung, die immer mehr nach eindeutigen und einheitlichen Wahrheitsverständnissen strebe und die islamische Welt auch erfasst habe.

Und wenn ich das auf unsere heutige Gesellschaft übertrage sehe ich genau das: Menschen wollen Eindeutigkeit. Aber sie glauben an verschiedene Eindeutigkeiten. Und deshalb verstehen sie einander schlecht oder nicht. Und wollen nur noch in ihrer eigenen Blase leben.

Natürlich kann man auch das Wort "Ambiguitätstoleranz" unterschiedlich verstehen. Das merkte ich neulich im Gespräch mit Kolleg:innen. So wie ich es verstehe ist Ambiguität Mehrdeutigkeit im positiven Sinne, also so, dass die unterschiedlichen Deutungen einander nicht widersprechen, sondern ergänzen. Das im Gegensatz zur Amivalenz. Da schließen sich die unterschiedlichen Deutungen einander aus.

Das war jetzt aber vielleicht auch wieder zu wissenschaftlich? Didaktische Reduktion - also das Widergeben von komplexen Sachverhalten in leicht verständlicher Form - ist nicht so leicht. Unsere Studierende lernen das, weil sie auf Grundschullehramt studieren. Mir wird indes in wissenschaftlichen Kreisen schon mal gesagt, meine Sprache bzw. Schreibweise sie leicht verständlich. Manchem zu leicht.

Ich schreibe meistens so, wie es mir am eingänglichsten ist. Ich bin aber nicht böse, wenn mir jemand sagt, er habe es nicht verstanden. Dann versuche ich es anders zu erklären. (Es gibt auch Leute, die würden nie zugeben, etwas nicht verstanden zu haben, sondern schieben die Schuld alleine dem zu, den sie nicht verstanden haben. Ein solcher hat uns gestern verlassen.)

So, ich mache jetzt mal Yoga und Tee.

LG, Micha
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Und noch mal kurz an Micha:

Zunächst bedanke ich mich kurz für die Blümchen aus dem Beitrag #200 von vorhin.

Dann noch eine kleine Anmerkung auf Deine Worte:


Aber erkläre mir bitte, was Dir fehlt an meiner Art, auf die Menschen einzugehen? Ich lerne gerne dazu und lasse mich gerne belehren, von Menschen, die mehr wissen und können. Und davon gibt es viele. Das ist ernst gemeint, nicht ironisch.

LG, Micha

"Und davon gibt es viele. Das ist ernst gemeint, nicht ironisch."

Auf mich wirkt das, Micha, aber schon ein wenig verdächtig, dass es nicht ganz so ernst gemeint sein könnte, trotz heiliger Beteuerung. Nein, Micha, ich will Dir das nicht unterstellen. Aber man könnte es so herauslesen.

Meine Anmerkung ist, und so hast Du das vermutlich ja auch ähnlich gemeint:
Jeder Mensch kann und weiß irgendwas, was ein jeder anderer Mensch nicht kann oder weiß. Jeder.
Also kannst Du auf alle Fälle auch von Peter etwas lernen.

Denn Deine Worte, so wie Du sie gewählt hast, könnten dazu führen - wahrscheinlich nicht bei Peter, aber generell - dass jemand zu dem Folgeschluss kommt, er versucht es nicht, weil er sich für jemanden hält, der nicht mehr kann und nicht mehr weiss als Du. Also würde er eigentlich grundlos aufgeben. Grundlos. Weil es gibt niemanden, der nicht irgendwas besser kann oder besser weiss als irgendjemand Anderer.
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Es ist eigentlich egal, was in diesen Fall ich schreibe, du spulst immer nur deine Wissenschaftlichen Erkenntnisse ab, ohne auf den Menschen einzugehen, denk mal bitte darüber nach. Da hätte ich mir schon mehr erhofft.

Lieber Peter,

das tut mir leid, dass mein Beitrag so bei Dir ankam. Ich bin nun mal auch beruflich damit befasst und schreibe manchmal in dem dort normalen Jargon. Es gibt auch auch Kolleg:innen, denen es dabei an Wissenschaftlichkeit mangelt.

Aber erkläre mir bitte, was Dir fehlt an meiner Art, auf die Menschen einzugehen? Ich lerne gerne dazu und lasse mich gerne belehren, von Menschen, die mehr wissen und können. Und davon gibt es viele. Das ist ernst gemeint, nicht ironisch.

LG, Micha

Sorry, wenn ich mich auch hier in eine offenbar zwischen Euch offene Frage einklinke.

Meinen letzten Beitrag begann ich nicht ganz grundlos, dass das Wort "Ambiguitätstoleranz" in meinem persönlichen Umfeld noch nicht zu einem Modewort geworden ist.

Micha, ich halte es für möglich, dass genau dieses Wort auch in dem Umfeld von Peter noch keine allgemeine Verwendung findet und vermutlich auch nicht von jedem auf Anhieb geläufig ist. Es klingt - naja - wissenschaftlich, oder irgendwie abgehoben.

Sich in nicht sehr geläufige Worte hineinzudenken, ist nicht jedermanns Sache, dies auf Anhieb nachzuholen. Auch sind Beispiele, die Du aus Deiner geisteswissenschaftlichen Betätigung - oftmals zwar passend - anführst, auch nicht so leicht auf normale Lebenslagen anzuwenden, vor allem wenn sie aus Begegnungen stammen, deren Inhalt den meisten von uns auch nicht so geläufig sind.

Drum kommen vermutlich Deine - wenn auch vielleicht passenden - Beispiele oft nicht bei jedem an und stoßen eventuell sogar auf eine Hemmschwelle, sich Deiner gutgemeinten Botschaften anzunehmen. Eventuell müsstest Du versuchen, Micha, Deine Inhalte so runterzubrechen, damit sie für die allgemeinen Menschen außerhalb Deiner geisteswissenschaftlichen Tätigkeiten leichter verständlich sind.

@Peter

In meinem letzten Beitrag habe ich das Wort "Ambiguitätstoleranz" ja gewissermaßen auch angemosert. Ich hatte ja in meinem Beitrag dieses Wort umschrieben in etwa mit "andere Meinungen, andere Interessen, andere Menschen aushalten zu können".

Insofern war Michas Anmerkung in meinen Augen schon recht gut passend, was Du in Deinen Sätzen zum Ausdruck gebracht hattest. In meinem erwähnten Beitrag steckte auch ganz viel Reaktion auf Deine Sätze. Denn ich glaube, das durchzieht uns alle mehr oder weniger, diese diffuse Ahnung, dass unser gewohntes Leben so in dieser Weise nicht mehr genauso weiter laufen wird. Du schriebst:

Das passt alles irgendwie zu meiner aktuellen Stimmung, was unsere Zukunft betrifft .
Ich würde mich selbst als eigentlich lebenslustigen, offenen freundlichen Menschen bezeichnen, leider haben diese Eigenschaften in letzter Zeit sehr nachgelassen und ich erwische mich dabei, dass ich immer mehr die Gesellschaft von anderen Menschen meide und stille und Ruhe bevorzuge.
Woran mag das wohl liegen, am Alter, an den täglichen Negativnachrichten von den Medien, ich weis es nicht.

Ja, die allgemeine Weltlage, vor unserer Haustür, aber auch an anderen Ecken dieser Welt, ist eine mit vielen Fragezeichen. Wenn man sich die aktuellen Konflikte anschaut, so sieht man, dass die bisherige Weltordnung auf den Kopf gestellt wird. Viele versuchen, ihren Keil irgendwo reinzutreiben, um andere zu schwächen, und sich zu stärken. Vieles davon ist uns gar nicht bewusst. Auch vor unserer Haustür versuchen Mächte aus anderen Ecken der Welt, Keile in unseren inneren Frieden hineinzurammen. Und man sieht es, wie es gelingt. Viele unterschiedliche Mächte erhoffen sich, dass Deutschland und Europa destabilisert wird. Und der Plan haut hin. Wir merken es bishin zu unseren erbitterten Diskussionen und gegenseitigen Demütigungen hier im Forum.

Sich vor diesen Strömungen zurückzuziehen, mag ein vorübergehender Schutz für einen persönlich sein, gibt aber denen Recht, die uns verunsichern wollen. Darum halte ich es für besser, sich nicht daraus zurückzuziehen, nicht aus dem Forum, nicht aus der Gesellschaft, um immer noch als handelnder und wahrnehmbarer Teil des Forums, der Gesellschaft zu bleiben.

Und genau hier hat Micha eigentlich seine sehr wissenschaftlich dreinschauende Botschaft angesiedelt. Mit der Bitte, mehr Widersprüche, mehr andere Sichtweisen auszuhalten, auch die, die wir nicht gut finden.
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Danke, Blumenrock, für die Rückmeldung.

Dann habe ich das ja offenbar ziemlich in Deinem Sinne aufgefasst.
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Antwort auf das Zitat von Skirtedman

Aus meiner Sicht kann ich mich Skirtedman anschließen. Es mag für manche ein Tabu sein, darüber zu reden, was sie unter dem Rock tragen. Kann ich akzeptieren. Ich habe es jedoch angesprochen, weil neben dem Rock tragen auch weibliche Unterwäsche ein Teil meiner Identität ist, ich sehe es nicht ein, dies zu verbergen bei einem Arztbesuch oder sonstigen Begegnungen, bei denen man sich zum Teil entsprechend entkleiden muss. Es ist Teil meiner Persönlichkeit, die für mich total in Ordnung ist. Die Farbe rosa war nur stellvertretend genannt als weibliches Attribut. Für mich ist der Rock, die Strumpfhose etc. zum Teil auch ein weibliches Attribut, das ich auslebe und zeigen will. Das zeigt damit auch, das es ich mich so wohlfühle, wie ich bin und damit authentisch bin und wirke für meine Umwelt. Um Beifall muss ich nicht betteln. Es gibt jedoch auch Tage, da fühle ich mich ganz als Mann, auch wenn ich einen Rock trage. Kleidung ist eigentlich geschlechtsneutral, aber für mich nicht immer, abhängig wie ich mich fühle. Ich habe auch nicht das Gefühl, das ich mit dieser Sicht jemand anders verletze oder den ach so teuren Ärzten die Zeit raube oder auf Kosten von anderen meinen Fetisch auslebe. Ich bin so gekleidet, und damit gut so.

Wenn manche den Begriff Höschen in der Überschrift unpassend finden, kann ich damit leben. Ich kenne manche Frauen, für die der Begriff Höschen ganz normal besetzt ist. So auch bei mir.
 
Ausschnitt Zitat:

„An anderer Stelle im Text wird deutlich, dass mit "Crossdressing" nicht nur Rumlaufen als Frauenerscheinung gemeint ist. Das, was die meisten von uns hier im ja auch gar nicht machen oder wollen. Dennoch, wird bei dieser religiös tendenziösen Internetseite letztlich auch unser Rock-Tragen eher in den Bereich 'sexueller Fetisch' gerückt.

Die meisten von uns werden das allerdings weit von sich weisen - mit gutem Grund. Vielen von uns geht es ja letztlich auch oder nur um Gleichberechtigung, das ist weit weg von 'Fetisch'.

Dass Dir die Überschrift dieser Diskussion jetzt "befremdlich" vorkommt, kann ich verstehen. Denn vieles hier im Forum weist nicht darauf hin, dass unsere Kleidung von uns selbst als Fetisch angesehen wird.

So, wie ich den Schöpfer dieser Diskussion (dieses Threads) verstanden habe, geht es ihm um "sich etwas weiblicher Fühlen", auch wenn das aus seinen Worten nicht direkt immer so eindeutig klar wird. Also, "sich weiblicher fühlen" ist auch nicht unbedingt etwas, was man mit Fetisch gleichsetzen muss.

Ich denke, das rosa Höschen ist im vorliegenden Fall nur ein Symbol der sogenannten "weiblichen Ader", die ja auch recht modern geworden ist, als Mann nicht zu verheimlichen. Ich persönlich brauche keine weiblichen Anteile in meinem Wesen, um mich in Röcken oder Kleidern zu hüllen. Für andere ist es aber der individuelle Zugang zu dieser Bekleidung - jeder halt so, wie er es für richtig hält.

Eine letzte Anmerkung erlaube ich mir noch: Inwieweit das Entdecken oder Zulassen seiner "weiblichen Anteile" nun in Richtung Transgender oder Trans-was-auch-immer geht, mag individuell ganz unterschiedlich sein, und es mag von aussen vielleicht auch noch anders aussehen, als es von dem Betroffenen selbst wahrgenommen wird. Es muss aber nichts Anrüchiges, Pathologisches oder sonstwie zu deutendes sein. Zumal einige unserer Mitdiskutanten "Fetisch" als etwas ganz normales und alltägliches ansehen.“

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