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Erfahrungsberichte / Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 11:31 »
Ja, es ist müßig, und deswegen wollte ich auch gar nicht mit Dir darüber diskutieren.

Ich wollte auf diesen Zusammenhang hinweisen. Er ist fundamental. Und reicht deutlich weiter, ist tief verwurzelter als bloße 'gesellschaftliche Ablehnung von Homosexualität oder Transgender'. Und dieser Zusammenhang ist - und darüber muss man wohl auch überhaupt nicht diskutieren - auch verständlich und für jeden nachvollziehbar.

Mag sein, dass die gesamtgesellschaftliche Abneigung früherer, aber auch noch heutiger Jahre, also bis hin zu Homophobie und Transphobie, letztlich aus dieser familiären Kernzelle herrührt und der gesamtgesellschaftliche Druck, der darüber aufgebaut wird, ein kollektives Korrektiv darstellt, um eben Homosexualität oder Transgender zu unterbinden.

Dieser Druck aus der Gesellschaft soll wohl dazu dienen, dass Kinder sich brav genauso dem Leben stellen und letztlich Nachwuchs produzieren, wie das alle deren Vorfahren auch gemacht haben. Natürlich macht dieser Druck von außen es in der familiären Kernzelle, und dort eben besonders Mama und Papa leichter, diesen Erwartungsdruck auf die Kinder auszuüben. Dann müssen Mama und Papa eben sich nicht gegen die Gesellschaft stellen, welche ja auch sagen könnte: "Es ist doch okay, wenn Deine Kinder Dir keine Enkel bringen".

Ich glaube, diese Lebenshoffnung von Eltern auf Enkel ist noch einmal mehr gestiegen, seit größere Familien nicht mehr so hipp sind. Ich entstamme selber einer Generation, wo sehr viele eben keine Kinder erschaffen haben - ich selbst gehöre zu den kinderlosen. Je mehr Geschwister im Spiel sind, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass nicht alle kinderlos bleiben.

Angesichts des Bevölkerungswachstums und den sich daraus ergebenden Schwierigkeiten wie Nahrungsmittel und Wasser (ungeachtet von Energie und Rohstoffen) kann man natürlich schnell zu der Überzeugung kommen (gerade auch als Argument für den eigenen kinderlosen Lebensstil), es sei doch gar nicht so schlecht, wenn nicht jeder Nachwuchs zeugt. Andererseits sieht man gerade deutlich in Deutschland mit Blick auf das Rentensystem, aber auch auf Fachkräfte, dass starke Kinderlosigkeit zu ganz neuen, gesellschaftlichen Problemen führt. Ich selbst habe meinen Anteil daran. Die ungewollte, geplante oder programmatische Kinderlosigkeit ist für eine Gesellschaft auf Dauer also gar nicht so unproblematisch.

All das wird dazu führen, dass die Lebenshoffnung von Eltern auf eigene Enkel nicht so schnell schwinden wird. Eine Lösung aus diesem Dilemma wäre, wenn die Familiengrößen wieder ansteigen würden. So würde sich diese Hoffnung nicht auf en Einzelkind konzentrieren, sondern auf z.B. drei Kinder verteilen.

Ich habe Anfang der 80er Jahre schon in der Schule gelernt, dass mit steigendem Wirtschaftswachstum in Staaten quasi wie ein Naturgesetz die Geburtenraten sinken. Ein einfacher Grund ist, dass Frauen verstärkt arbeiten gehen und zwischen Karriere und Familie abwägen, manchmal zu spät sich für Familie entscheiden und deshalb auch ungewollt kinderlos bleiben, und dass nicht Großfamilien mehr für die Altersversorgung der Eltern herhalten müssen, da leichter genügend Reichtum zu Erwerbszeiten gesammelt werden kann und auch Alterssicherungssysteme (Rente) eingeführt werden können. In den 80ern hielt z.B. Afrika als Beispiel her, wo damals - vielleicht bisweilen auch heute noch - aus Gründen der Altersversorgung zahlreiche Kinder in der Familie galten.

Ja, man sieht, es ist alles gar nicht so einfach. Die Kernzelle Familie wird weiterhin eine fundamentale Quelle sein von Vorbehalten gegenüber Homosexualität und Transgender. Homosexualität und Transgender gelten als ziemlich sicheres Zeichen, programmierter Kinderlosigkeit. Solange das noch so angesehen wird, werden sich die Vorbehalte aus der Kernzelle Familie nicht ändern.



Warum stellen wir uns diese Gedanken an?
Weil, wie MAS richtig in Worte gefasst hat, es eine Scheu gibt, als Homosexueller oder Transgender angesehen zu werden.

Hat man bereits eigene Kinder gezeugt und ist sie am Großziehen, wie Cephalus z.B., hat man also augenscheinlich bewiesen, dass man vermutlich nicht homo oder trans ist, so kann man sich selbst und der Gesellschaft leichter mit Symbolen zeigen, die einen in die Vermutung homo oder trans bringen könnten. Natürlich schlägt auch in dieser Position der gemeingesellschaftliche Druck entgegen - z.B. dass die eigenen Kinder deswegen von ihren Freunden oder Mitschülern gehänselt werden könnten. Auch das wiederum ist ein Quell der Angst, sich Kleidungsfreiheiten zu gönnen. Genau diesen Punkt hatte eine meiner Ex in ihren Zukunftsperspektiven gefürchtet, vielleicht mit ein Mosaiksteinchen, weshalb wir kinderlos blieben.

Die Kernzelle Familie als Ort, von der Vorbehalte gegen Homosexualität oder Transgender auch weiterhin wohl noch lange bestehen bleiben, habe ich nun ausführlich beleuchtet.

Es gibt aber auch noch vor allem eine andere Quelle dieser Vorbehalte. Ich hatte weiter oben im Thread bereits die Musks, Trumps, Bezos, Putins und Konsorten erwähnt. Diese sind mit ein Grund, weshalb sich Männer auch im zivilen Leben in eine Art zivile Uniform begeben. Das möchte ich aber an einer anderen Stelle in diesem Forum weiter ausführen.



Und all diese Gedanken nur, weil die Symbolkraft der Hose so sehr an Männlichkeit gekoppelt ist.
Nein, falsch, weil der Rock so sehr an Weiblichkeit gekoppelt ist, oder besser gesagt: an Unmännlichkeit.

Darum müssen wir uns hier mit den Phänomenen wie Homosexualität oder Transgender herumschlagen.

Und wer aus diesem Ductus ausschert, der kann - wie Cephalus - auf einmal für "soooo cool" gehalten werden.
Wir müssen uns einfach nur trauen!
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Erfahrungsberichte / Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 09:07 »
Die von Dir, lieber Wolfgang, genannten Menschen, die doch noch was gegen Homosexualität oder Transgender haben, meinte ich doch mit, wenn ich schrieb: "Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen."
Solange doch das doch noch jemand negativ bewertet, ist die Bedingung meines Satzes ja nicht Realität.

LG,, Micha

Vielleicht meintest Du sie mit. Aber mag Homosexualität oder Transgender an Person X noch so hoch geachtet werden irgendwann einmal, dann ist aber in dem von mir erwähnten Zusammenhang (bei der eigenen Tochter oder dem eigenen Sohn z.B.) das trotzdem nicht so. Die Vorbehalte bleiben aus besagten Gründen dort weiterhin bestehen.

Dann ist die Bedingung, die ich genannt habe, eben noch nicht erfüllt.

Das ist etwas müßig, so zu diskutieren: Ich sage "Wenn Bedingung A erfüllt ist, erfolgt nicht mehr die Folge B" und Du sagst, "aber es gibt immer Menschen, für die Bedingung A nicht zutrifft". Dann ist eben Bedingung A nicht erfüllt und es kommt weiterhin zur Folge B.

LG, Micha
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Das scheint ein schönes Treffen gewesen zu sein!
Ja, sehr schön war's!

Nur was jucken U-Umleitungen jemanden, der mit der Bahn anreist? Oder ging es um den Weg vom Bahnhof zum Museum?
Auf dem Hinweg hatten die Autofahrer mit den U-Umleitungen zu kämpfen.
Auf dem Rückweg gab es Zugchaos in NRW - ich kam mit über anderthalb Stunden Verspätung in Aachen an.

Tja, die vielen Baustellen und daher Streckensperrungen können einem schon auf den Keks gehen.

LG, Micha
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Shopping / Antw:mal wieder was anprobiert .... und gekauft
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 00:26 »
Ja, wunderbar, so muss das sein: Kleidung, die man am liebsten nicht mehr ausziehen möchte!
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Erfahrungsberichte / Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 00:13 »
Weil sie es sich nicht vorstellen konnten, als Mann/Junge einen Rock zu tragen. Und Deine kurze Geschichte transportiert auch noch den Grund: Weil die Eltern/Väter beim Thema Rock ausrasten würden.

Das ging meiner Mutter in den frühen 1950ern genauso mit Hosen: der Vater ist ausgerastet und sie musste sich jeweils ausserhäusig umziehen...

Das geht einigen Männern noch so, dass sie sich selbst nach 20 Jahren noch ausserhäusig ihr Wunschoutfit anziehen oder sich in ihrem Wunschoutfit auch nach 20 Jahren noch immer nicht auf die Straße trauen.

Ich schätze, Deine Mutter brauchte nicht ganz solange, bis sie es ungestört machen konnte.

Übrigens, solche Storys wie von Deiner Mutter aus jener Zeit habe ich vielfach schon erzählt bekommen.
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Erfahrungsberichte / Antw:Ich bin soooo cool ;D
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 00:07 »
Die von Dir, lieber Wolfgang, genannten Menschen, die doch noch was gegen Homosexualität oder Transgender haben, meinte ich doch mit, wenn ich schrieb: "Würde Homosexualität oder Transgender nicht so negativ bewertet, hätte auch niemand Angst, so auszusehen."
Solange doch das doch noch jemand negativ bewertet, ist die Bedingung meines Satzes ja nicht Realität.

LG,, Micha

Vielleicht meintest Du sie mit. Aber mag Homosexualität oder Transgender an Person X noch so hoch geachtet werden irgendwann einmal, dann ist aber in dem von mir erwähnten Zusammenhang (bei der eigenen Tochter oder dem eigenen Sohn z.B.) das trotzdem nicht so. Die Vorbehalte bleiben aus besagten Gründen dort weiterhin bestehen.
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Hallo zusammen,
ich war nicht an dem Tag in Lüneburg. Jedoch war ich bereits zig-Mal in unterschiedlichen Röcken in Lüneburg und in unzähligen Geschäften, was dort nie irgendwie erwähnenswert auffiel. Manchmal bekomne ich in Geschäften und auf der Straße Kommentare wie "starkes Outfit". Klar, einige schauen verstohlen und gehen ihres Weges, aber es scheint so zu sein, daß sich die Mehrheit nicht daran stört.
Eigene Erfahrung: geht einfach im Rock los und tragt ihn so selbstverständlich wie eine Hose.
Viele Grüße
Zareen
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Shopping / Antw:mal wieder was anprobiert .... und gekauft
« Letzter Beitrag von Albis am Gestern um 22:57 »
Dieser auf den ersten Blick schlichte Rock aus schön fließendem satinartigen Stoff ist weiter als auf den ersten Blick gedacht, nämlich ein halber Teller. Dank eines Gutscheins und der bevorstehenden Schließung des Geschäfts, die zu Preissenkungen führt, habe ich ihn statt der ursprünglichen 79 € für 34 € bekommen. Das ist echt ein Rock, den man nicht mehr ausziehen möchte.

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LG, Albis
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Das scheint ein schönes Treffen gewesen zu sein!
Ja, sehr schön war's!

Nur was jucken U-Umleitungen jemanden, der mit der Bahn anreist? Oder ging es um den Weg vom Bahnhof zum Museum?
Auf dem Hinweg hatten die Autofahrer mit den U-Umleitungen zu kämpfen.
Auf dem Rückweg gab es Zugchaos in NRW - ich kam mit über anderthalb Stunden Verspätung in Aachen an.
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 22:35 »
Zu Cephalus:

Sich gegenseitig zuzulächeln ist besser, als betont desinteressiert in die andere Richtung zu gucken!  :)

LG, Micha
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