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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 11:52 »
Ah, prima!!! :)

Mir war doch klar, dass einige Foristen das Potenzial haben, dieses Rätsel mit alten Erinnerungen, vielleicht eigenen Erfahrungen und einer fast genialen Kombinationsgabe zu lösen.

Früher ist der Freundeskreis rund um Schorsch aus dem Rhein-Main-Gebiet, Jürgen(?) Alsbach (aus Alsbach) und Ferdi vielen Konzerten von Paddy Goes To Holyhead gerade im Köln-Bonner-Raum hinterhergereist. Es bestand fast eine Art Freundschaft zu Paddy, den Ferdi mit 'Harald Schmidt' bezeichnete. Möglicherweise warst Du bei diesen Begegnungen auch mal mit eingebunden.

Aber auch von Dir las ich schon, dass Du auch in der Folgezeit PgtH begegnet bist, oder auch Jürgen JJSW. Vielleicht Ihr beide das auch schon gemeinsam. Und ja, hier im Forum, vermutlich auch schon im 'Vorgängerforum', war da immer mal wieder darüber zu lesen. Übrigens auch, dass Paddy manchmal auch schon im Kilt auftrat.



Tja, das 'bound' in 'Bound Around' hatte ich zunächst gedeutet in Bezug auf die Welt als eine Art 'eingebunden', so eine Art Gemeinschaftsfeeling, offenherzig für alle und für überall - "all around"... Meine Interpretation war wohl falsch.

Da die irischen Lieder oft von Auswandern (Holyhead war großerer Auswanderhafen) und Entbehrungen handeln, könnte ich mir auch vorstellen, dass es etwas mit dem zusammengeknoteten Bündel zu tun haben könnte (oder zusammengebunden Bündel), der als kleiner über der Schulter an einem Stock getragen wird, oder vielleicht als großer Überseesack.

Liedtext:
Zitat
Our time has come to sing you a song, join in wild and free
You′ve got the power and we′ve got a song, it′s made for you and me
This song has no moral, this song has no end, this song goes all around
We′re gonna roll, oh we′re gonna roll, all around the world we′re bound

[Chorus:]
All around the world
All around the world
All around the world
We′re bound around
All around the world
All around the world
All around the world
We are bound

Open your mind and open your ears, listen folks to me
We′ll sing for you and we′ll play for you this little melody
(Ende weggelassen)

Schaue ich bei https://en.wiktionary.org/wiki/bound rein, so erscheinen mir zwei Bedeutungen relevant:

'Etymology 2' : (Adjektiv) bereit, vorbereitet
'Etymology 5' : (Verb) springen, hüpfen, dotzen
                            auch: tänzeln (im Tanz von einem Fuß auf den anderen springen), vergleiche das dortige Nomen.

Ja, das 'bereit sein' könnte mit dem gepackten Bündel bildlich in Verbindung stehen: Ich habe gepackt, ich bin bereit, ich kann los.

Und im obigen Text tauch 'bound' ja auf alle Fälle auch als Adjektiv auf. Vielleicht hat Paddy auch bewusst mit dieser Doppeldeutigkeit gespielt. Oder spielt die irische Folk- und Tanzkultur vielleicht sowieso mit dieser Doppeldeutigkeit...

Ja, jedenfalls ganz hervorragend, Micha, dass Du das Rätsel doch dann so schnell - und wie erwartet - assoziativ gelöst hast.

Abschließend nochmals der Hinweis: Bielefeld wird wohl nur bei Bühnenversionen vorkommen können, bestimmt nicht in Studioversionen.

Und zum Abschluss noch ein Fun-Fact: Ich habe gelesen, dass das offizielle Video zum Lied "Bound Around" in Mainz auf dem Airfield Finthen gedreht wurde.

Und zurück zum Thema Kleidung, ich wurde an dem Abend (also vor drei Tagen) ja weimal lobend auf meine gewählte Kleidung angesprochen. Wie bereits dort erwähnt: "Was habt ihr gestern getragen?"
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 08:59 »
Gude, lieber Wolfgang!

Dann war es sicher Nierstein, weil das näher an Mainz liegt als Neu-Isenburg. In letzterem ist aber der liebe Harald Kligge, alias Paddy Schmidt zu Hause.

Du hast uns nicht viel an (für mich) brauchbaren Infos gegeben, eigentlich nur, dass Du auf einem Irish-Folk-Konzert  warst, und dass in einem Lied das Wort "world" sehr oft vorkam.

Da erinnerte ich mich spontan an:
https://www.youtube.com/watch?v=ArPfJ5TqCuQ&list=RDArPfJ5TqCuQ&start_radio=1
Ältere CD-Aufnahme:
https://www.youtube.com/watch?v=abOobRtSJbo&list=RDabOobRtSJbo&start_radio=1
(Der Mann rechts auf dem CD-Cover ist mein Schulkamerad Kalle Spriestersbach, der damals Schlagzeuger bei PgtH war.)

Gut, auch dass es sich eigentlich um ein Trio handelt, hat weitergeholfen, wobei die Band früher größer war. Ihre große Zeit ist vorbei, aber ich höre sie immer noch gerne. Wobei das keine Liebe auf den ersten Blick war, weil mir ihre Musik in den 90ern zu rockig und zu wenig traditionell war. Aber das änderte sich, zumal ich den Paddy gut leiden kann.

Dein Hinweis auf "eingebunden" brachte mir nichts, da ich "bound for" übersetze mit "auf dem Weg nach", sowie bei "bound for California" in "Leaving of Liverpool". Ob Bielefeld in dem Lied vorkommt, muss ich nochmal versuchen, herauszuhören. War mir bisher jedenfalls nicht aufgefallen.

Ach ja, auf deren Website https://www.paddy.de/ stehen keine vergangenen Konzerte, aber da konnte mir die KI weiterhelfen. Da ich aber nicht wusste, wann genau Du das Konzert besucht hast, nannte ich die Orte der beiden letzten Konzerte.

LG, Micha
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 01:08 »
Richtig!!!  :) :) :) :)

Also, eines davon ist richtig.
Das andere ist zwar falsch, aber hat sehr intensiv mit der beteilgten Band zu tun.

Micha, verrätst Du uns bitten noch, wie Dein Lösungsweg war??
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von Uckermärker am Heute um 00:17 »
Heute "melde" ich eine Begegnung mit einem Kleidträger in unserer beschaulichen Perle der Uckermark.

Ich war heute bei uns im REWE einkaufen und begegnete einem Pärchen - sie in weiten Hosen und er im dunkel gemustertem Maxikleid. Es stand ihm gut. Er sagte, er trägt es wegen der Wärme. Kennen tue ich ihn nicht.

VG
Jens



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Erfahrungsberichte / Antw:Kleid und Kirche
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 00:00 »
Lieber Forgotten Fsdshion,

woher hast Du Dein Wissen?

Was verstehst Du unter "heutige Form" des Koran?
Unter Khalif Uthman (reg. 644-656 christl. Zeitrechnung, also ca. 22-33 islam. Zeitrechnung) brachte den Koran, der bis dahin aus ungeordneten Einzelblättern bestand, in die heutige Form geordnet nach der Länge der Suren, abgesehen von der 1. Sure, der Eröffnenden, dann aber von der 2. bis zur 114. Sure in abnehmender Länge, wobei in etwa die  die Hälfte als in Medina und die andere Hälfte als in Mekka geoffenbart gilt. Diese Form gilt bis heute.

Was die Schrift angeht, so ist die arabische wie die hebräische Schrift ohne die kurzen Vokale geschrieben, besteht also aus Konsonanten und Langvokalen. Das ist auch bis heute normal. Es besteht dadurch eine gewisse Mehrdeutigkeit durch die Möglichkeit, die Kurzvokale und auch diakritische Zeichen wie Zeichen für Doppelkonsonanten, verschieden zu setzen. Man muss also den Gesamttext grob verstehen, um ihn korrekt lesen zu können. Das ist recht schwer zu erlernen.

Die Frage ist nun, wie man das bewertet. Im frühen Islam wurde der Koran hauptsächlich rezitiert, indem man Rezitatoren zuhörte und von ihnen lerne, wie man das macht und den geschriebenen Text als Gedächtnisstütze verwendete. Es kam dadurch aber zu sieben verschiedenen Lesarten. Diese galten fast 1300 Jahre als gleichberechtigt. Theologen sahen dadurch die Möglichkeit, verschiedene Deutungen zu erkunden. Das machte den Islam anpassungsfähig und sicherte seine Aktualität bzw. sein Potential, immer wieder aktuell gelesen zu werden. Wäre der Text eindeutig gewesen, hätte er schnell an Aktualität verloren. So aber konnte er immer wieder mir gesellschaftlichen Entwicklungen in Einklang gebracht werden. Das ist übrigens nicht anders bei der hebräischen Bibel. Mit der griechischen Bibel geht das nicht so leicht.

Über diese Zeit war es, obwohl es seit dem 16. Jh. c.Z. Druckerpressen gab, verboten, den Koran zu drucken. Er durfte nur handschriftlich kopiert werden. Das ist wie bei der jüdischen Thora.

Die erste Druckfassung gab es Anfang des 20. Jh. c.Z. und zwar vollständig durchvokalisiert und diakritisiert. Was war dem voraus gegangen? Seit dem 18./19. Jh. c.Z. begannen europäische Mächte die arabisch-persisch-türkischen an technischer Entwicklung zu überholen. Die Araber, Perser und Türken verloren dadurch ihre Vormachtstellung in Sachen Wissenschaft, Verwaltung, Technik usw. Also versuchte man, von Europa zu lernen, übernahm "westliche" Ideologien wie Nationalismus, Kapitalismus, Sozialismus, schaffte es aber nicht, von Europäern als gleichrangig angesehen zu werden. Vielmehr begannen europäische Mächte, die Welt zu kolonisieren, letztlich, nach dem I. Weltkrieg, auch die islamischen Länder, abgesehen von Persien und einem türkischen Restbestand des zerstörten Osmanischen Reiches. So wurde der Widerstand muslimischer Intellektueller provoziert und sie kamen auf die Idee, in der eigenen Kultur und damit auch Religion das zu suchen und zu finden, was ihnen Stärke, Selbstverstrauen und ein Überlegenheitsgefühl einbrachte. Es war aber nicht mehr die alte Theologie der Wertschätzung der Mehrdeutigkeit, sondern man hatte vom europäischen wissenschaftlichen Denken eine höhere Wertschätzung von Eindeutigkeit übernommen. Damit sank auch die bisherige Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensstilen, wie diversen säkularen Lebensweisen und auch wie gegenüber der Homosexualität. Vorher lebten Homosexuelle Menschen in islamischen Kulturen sicherer und tolerierter als in zeitgleichen europäisch-christlichen Ländern. Das Denken der europäischen Aufklärung und der nachfolgenden industriellen Revolution entwickelte eine viel klareres Richtig-Falsch-Denken, als es islamischen Denken bisher Usus war. Aber das wurde von den islamischen Intellektuellen übernommen und in ihre Ideen von islamischer Reform übernommen. Und so meinte man dann auch, den Koran durch Vokalisation und diakritische Zeichen eindeutiger zu machen und nur noch eine Lesart für richtig und wahr zu halten. Auf diesem Stand sind die Muslime, die wir als Islamisten bezeichnen. Sie nehmen den Koran als eindeutige Gebrauchsanleitung für ein korrektes islamisches Leben, ohne jede Toleranz gegenüber Mehrdeutigkeit (Ambiguitätstoleranz).

Und da sind wir heute.

Aber nochmal zurück zu Muhammad. Er übernahm 622 die Führung der neuen Gemeinde in Medina. Und die ihm in Medina (gemäß islamischem Glauben) geoffenbarten Suren enthalten jede Menge juristischer und politischer Inhalte. Vorher, in Mekka, war das nicht so. Die mekkanischen Suren sind viel allgemeiner und grundlegender religiös. Die Übersiedlung nach Medina rettete ihm das Leben. Da war so um die 52 Jahre alt. Wäre er in Mekka getötet worden, hätten wir nur den halben Koran (sofern er überhaupt überliefert worden wäre). Jedenfalls vermitteln die mekkanischen Suren ein anderes Bild als die medinensischen. Dadurch, dass die islamische Gemeinde dazu kam, sich selbst zu verwalten und zu verteidigen und dann auch unter Gebrauch von militärischer Gewalt auszubreiten, bekam der Islam ein ganz anderes Gesicht. Und dennoch interpretierten die meisten Muslime den Koran und auch Muhammad im Sinne einer Verpflichtung zum Frieden. Wobei natürlich "Frieden" ein mehrdeutiger Begriff ist.

Jesus kam nie dazu, eine selbstverwaltete Gemeinde zu leiten. Er blieb in einem Stadium, dass dem mekkanischen von Muhammad ähnlich war. Und er wurde hingerichtet, bevor etwas anderes daraus werden konnte. Das wurde dann aber ab dem 4. Jh. c.Z. daraus: eine Staatsreligion, die ihre Interessen mit Gewalt vertrat.

Insofern sind einfache Vergleiche vom pazifistischen Jesus und kriegerischen Muhammad sehr oberflächlich. Und die gläubigen Christen und Muslime sahen das auch nicht so eindeutig. Die Feindschaft gegenüber "Heiden" z.B. war in beiden Religionen in etwas gleich stark. Die gegenseitige Toleranz war von islamischer Seite größer als von christlicher.

Man muss da also sehr differenziert vorgehen.

Ich weise gerne mal auf zwei Bücher in, die zu lesen ich jedem empfehle, der sich für die Thematik interessiert:
https://www.deutschlandfunk.de/christopher-de-bellaigue-die-islamische-aufklaerung-102.html
https://www.fischerverlage.de/buch/christopher-de-bellaigue-die-islamische-aufklaerung-9783103973549
und
https://www.deutschlandfunk.de/der-verlust-der-mehrdeutigkeit-ohne-kulturelle-vielfalt-100.html
https://www.suhrkamp.de/buch/thomas-bauer-die-kultur-der-ambiguitaet-t-9783458710332?utm_source=google.com&utm_medium=ad&utm_campaign=pmax&gad_source=5&gad_campaignid=20199555726&gclid=EAIaIQobChMIp5KvzpjYlQMVl3JBAh3hGRxnEAAYASAAEgLAFvD_BwE
     

LG, Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:Kleid und Kirche
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 22:48 »
Im Gegensatz zum neuen Testament, das von einem Pazifisten und Wanderprediger handelt, ist der Koran das mehrfach durch nachfolgende Herrscher überarbeitete Regelwerk eines frühmittelalterlichen Warlords und Eroberers, das absoluten Gehorsam einfordert.

Diese Darstellung finde ich sehr interessant, sie kam mir selbst noch nie so in den Sinn.
Den christlichen Teil kann ich unmittelbar so nachvollziehen, für den islamischen Part fehlt mir jegliches Wissen.
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 21:45 »
Nierstein? Order vielleicht auch Neu-Isenburg?

LG Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:Kleid und Kirche
« Letzter Beitrag von Forgotten Fashion am Gestern um 21:32 »
Der Koran wurde auch erst Jahrhunderte nach Mohammeds Tod in die heutige Form gebracht. Etlich Verse wurden entfernt, frühere Versionen oder Fragmente existieren nicht mehr.
Die für die Eindeutigkeit der Bedeutung elementaren Vokalzeichen wurden sogar noch deutlich später eingefügt. Bei Exemplaren, die vor diesem Datum geschrieben wurden fehlen diese Vokalzeichen in der Schrift, die zudem einen lokalen Dialekt eines Beduinenstammes abbildet. Die arabische Schrift hat bis heute das Problem, dass sie nicht annähernd so eindeutig ist, wie andere Schriftsprachen.

Im Gegensatz zum neuen Testament, das von einem Pazifisten und Wanderprediger handelt, ist der Koran das mehrfach durch nachfolgende Herrscher überarbeitete Regelwerk eines frühmittelalterlichen Warlords und Eroberers, das absoluten Gehorsam einfordert.
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Rund um den Rock / Antw:Adäquate Kleidung - Sommer
« Letzter Beitrag von Forgotten Fashion am Gestern um 21:23 »
Meine Testumgebung war Dubai im Sommer mit rund 45% rel. Luftfeuchtigkeit.

Beim letzten Mal sogar noch deutlich höher, da gerade 275 mm (!!) Regen niedergegangen waren. Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel konnte ich gleich mal die Watfähigkeit meines Mietwagens testen.
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Rund um den Rock / Antw:Adäquate Kleidung - Sommer
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 16:02 »
Bei großer Hitze gibt es nichts bequemeres, als ein langes, luftiges Kleid - im arabischen Kandora oder Dishdasha genannt. Die Dinger sind so geschnitten, dass sie nirgends (außer auf den Schultern) eng anliegen; also entweder relativ gerade oder A-Form.

Darunter trägt man dann ein dünnes T-Shirt und entweder einen Wickelrock (UAE), weite, dünne Hosen, oder Shorts.

Kopfbedeckung nicht vergessen (saugfähige Baumwolle)

Damit sind selbst 45°C gut auszuhalten.

Stimmt.
Dennoch dient das nicht uneingeschränkt als Blaupause für hiesige Hitze in Deutschland oft gut zu überstehen.

Denn im dem geographischen Raum, wo diese Männerkleidung verbreitet ist, ist in der Tat es oftmals heißer als bei uns.
Dennoch liegt in der Regel die Leuftfeuchtigkeit deutlich unter der unseren.
Was dort in der Regel praktisch ist, muss bei und nicht genauso praktisch sein. Eben, weil Wind und Luftfeuchte oftmals grundverschieden sind. Mit Blick auf die optimale Bekleidung darf man diese beiden Faktoren jenseits der Temperatur nicht vergessen. Vielleicht spielt auch noch zudem als weiterer Nebeneffekt der Luftfeuchte auch noch eine Rolle: je feuchter (relativ) die Luft / Atmosphäre, desto mehr verteilt sich die Strahlungsenergie, d.h. vermutlich wird man bei uns in der Regel selbst im direkten Schatten der Sonne, aber mit viel sichtbarem anderweitigem Himmel der Wärmestrahlung nicht aus dem Weg gehen können wie in der Regel in der Sahara oder angrenzenden Gebieten.

Der Vergleich mit regionaltypischer Kleidung dort und gleichem Nutzen hier ist nicht direkt durchführbar. Das macht einen wesentlichen Unterschied.

Im Moment haben wir hier in Mainz 31 Grad und die Luft fühlt sich recht angenehm an. Denn: wir haben verhältnismäßig zu sonst eine recht geringe Luftfeuchte.

Und hier der aktuelle Vergleich:

Ort, Temperatur, Luftfeuchte:

Mainz, 31°, 30 %
Tataouine, 42°, 15 %
Riyad al Khabra', 46°, 5 %

Entscheidend ist die relative Luftfeuchte. Ab 50 % fängt es an, schwül zu werden, ungefähr, wenn sich die Luft unserer Körpertemperatur langsam nähert (so ab grob 25 Grad, ist aber von Person zu Person auch sehr verschieden). Je feuchter die Luft, desto schlechter die Verdunstung, desto weniger kann die Haut sich durch Verdunstung abkühlen.
Ich habe eine Unterhaltung neulich gehört von vermutlich Medizinstudenten. Einer meinte, (ich hab die Zahlen nicht mehr genau im Kopf) bei einer Temperatur ab 37 Grad und einer Luftfeuchte von 80 % sei es nach drei Stunden Aufenthalt für einen Menschen lebensbedrohlich bei stehender Luft.

Bei geringerer als der üblichen Luftfeuchte und höheren Temperaturen kann ich mir es auch leisten zu überlegen, meine Haut mehr zu bedecken. Dann kommen bei mir manchmal statt weit ausgeschnittenen Spaghettiträgern z.B. dann mal solche flatterigen Kleider zum Einsatz:

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