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Erfahrungsberichte / Antw:Ein Stück Normalität
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 00:36 »
Wow,

was für eine tolle Geschichte, Simply Bread!

Was ein Glück, dass Deine Liebste wohl sensibler darauf reagiert, was Dein Befinden und Deine Bedürfnisse sind, als sich auf jenes zu sensibilisieren, was die Leute - gar völlig fremde Leute - für Reaktionen zeigen könnten.

Mit dieser Wanderung kamt Ihr beide scheinbar auf einen richtig guten Weg. Genießt ihn, gemeinsam entspannt weiterzugehen!
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Aktuelles / Antw:Das Ziel dieser Website
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 00:21 »
Dass Ferdi Skirtman144 war, war mir nicht mehr präsent.

Ich bin erst so 6 oder 7 Jahre Skirtedman. Davor war ich schlicht Wolfgang oder WolfgangMz oder mit Klarnamen unterwegs, so genau weiss ich das nicht mehr, da ich eine gute Riesenweile mal hier pausiert hatte. Kriegt man bestimmt noch raus, wen´s interessiert...

Danke, Gregor, für das Aufbewahren von Ferdis Spuren im Internet!
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Hallo Gleichgesinnte
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 23:47 »
Ich habe lang, lang ist's her, auch mal solche Spaziergänge im Dunkeln gemacht. So hatte ich immerhin mal das Freiluftgefühl eines Rockes. Den richtigen Durchbruch gab es aber erst, als ich mich tagsüber im Rock in die Menge der Feiertagsspaziergänger mischte.

Ja, mit Michas Worten wird mir bewusst, dass obiges (in der Menge der Sonntagsspazierer) für mich auch noch ein letzter wesentlicher Schritt war zu meinem Durchbruch zuhause in meiner Stadt.

Ganz zu Anfang auch mal zaghaft im Dunkeln das eigene Grundstück verlassen. Als dann ich einen fahrbaren Untersatz zur Hand hatte gings für mich - wie viele hier auch - erst mal weit aus meiner Stadt heraus. Das war schon schön, das möchte ich nicht missen, so habe ich vieles im Umkreis von 200 km um meine Heimat kennengelernt. Und kennengelernt, dass man mich keinen Kopf kürzer macht, wenn ich so von der erwarteten Norm abweiche - im Gegenteil, ich nette, freundliche Leute kennenlernte.

Dann mal geschwind mit klopfendem Herzen die Fußgängerzone meiner Stadt touchiert und zaghaft rein in ein Kaufhaus - ein Traum wurde wahr. Und der nächste Meilenstein war wirklich das sonntägliche Flanieren unter den Sonntagsspaziergängern am Rhein (ich glaub, es war tatsächlich ein Feiertag).

By the way muss ich noch die Nebensächlichkeit erwähnen, dass zu dieser Zeit in meiner Stadt (Mainz) die alteingesessenen Bewohner noch gar keinen Bezug zu ihrem Rhein und Rheinufer hatten. Da war man nur, um zu Parken, was damals noch gut möglich war. Feste gab´s am Rhein auch keine ausser Jahrmarkt. Und die Sonntagsspaziergänger waren damals fast nur Menschen, die südländisches Blut geerbt hatten. Insofern war es damals noch äusserst unwahrscheinlich, meinem näheren Bekanntenkreis oder dem Bekanntenkreis meiner Familie am Rhein zu begegnen. - Aber dennoch, das Sonntagsflanieren war ein wichtiger Schritt für mich, in der Tat. Ich bin da extra noch von der andern Rheinseite über eine Eisenbahnbrücke auf die Stadtseite gelaufen, damit ich umdrehen kann, wann immer es mir zu brenzlig wurde. - Und ich habe es genossen.

Wichtig war auch zu wissen, dass es noch mehr solcher Abweichler wie mich gibt, was ich dann etliche Jahre später bei meinem Erstkontakt mit dem Internet festgestellt habe. Ja, und ein Fest war, einige von den anderen persönlich kennenzulernen. Es kamen da ja eine Zeitlang recht oft Zusammenkünfte zustande. Das waren gute Gelegenheiten für mich zu erkennen, dass ich wohl doch nicht sooo verkehrt bin (mit meinem Hosenhass, ja, jetzt ist´s amtlich).

Simply Bread, willkommen hier bei uns!
Ich freue mich auf gegenseitigen Austausch!
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Erfahrungsberichte / Antw:Ein Stück Normalität
« Letzter Beitrag von MarkM am Gestern um 22:18 »
Hallo Simply Bread,

auch von mir "Daumen hoch". Dein Bild sieht gut aus! Wunderbar, dass Du im wahrsten Sinne des Wortes "den Weg gemeinsam" mit Deiner Frau gegangen bist.

Auch mich rührt Deine Geschichte sehr an - zu Beginn des neuen Jahrtausends sah es nach einem Durchbruch für Röcke bei Männern aus. Daraus ist in der Breite bisher nichts geworden. Trotzdem - wer als Mann noch keinen Rock getragen hat, hat von seinen Möglichkeiten im Leben was verpasst.

Genieße die Zeit in den Bergen zusammen mit Deiner Liebsten!

Beste Grüße
MarkM
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Erfahrungsberichte / Antw:Ein Stück Normalität
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 21:46 »
20 Jahre oder gar 21 nachdem ich meine inneren Ängste überwunden habe und den Kopf voller Illusionen, 20 Jahre später seien Röcke ganz normale Männerkleidung, rührt mich so eine Geschichte doch stark an.

Gratuliere, lieber Simpley Bread!

LG, Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:Ein Stück Normalität
« Letzter Beitrag von MickyBlueEyes am Gestern um 20:58 »
Hallo Simply Bread!

Gratuliere Euch beiden zum Rocktragen (einmal aktiv und einmal wohl passiv)!

Zum "Notfall-Schweißtuch" darf ich anmerken, dass ich das ansatzweise verstehen kann, aber - wie Du erlebt hast - sowas völlig unnötig ist.
Und ich stelle mir gerade vor, das Schweißtuch wäre zum Einsatz gekommen - das sähe meiner Meinung nach erst dann etwas seltsam aus, viel seltsamer als ein "normal" getragener Rock.

Denn ein mit Selbstverständlichkeit getragener Rock kann eigentlich gar nicht seltsam wirken - außer vielleicht ein wirklich seltsamer Rock  ::)

Jedenfalls wünsche ich Euch noch viele solcher Erlebnisse mit kontinuierlich auf Normalniveau fallendem Puls!

Viele Grüße
MickyBlueEyes

PS:
Zum Wandern hätte ich persönlich einen etwas längeren und weiteren Rock bevorzugt und vielleicht auch aus einem etwas dünnerem Stoff als Jeans.
Aber vielleicht schaut er auch nur auf dem Foto so eng aus.
Hauptsache, Du hattest damit eine noch schönere Wanderung und ihr konntet sie beide genießen!
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Aktuelles / Antw:Das Ziel dieser Website
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 11:39 »
Lieber Gregor,

der (ehemalige) Link ist direkt auf der ersten Seite:
Zur Einstimmung: Betrachtung über die Einzigartigkeit des Menschen

Ich hatte mir die Texte von Ferdis seite auch kopiert, als er gestorben war, und zum Glück auch diesen.

Skirtman 144 war Ferdi selbst. Ein Nickname, den er sich mal gegeben hat.

LG, Micha
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Aktuelles / Antw:Das Ziel dieser Website
« Letzter Beitrag von GregorM am Gestern um 11:26 »
Lieber Micha,

ja, könnte der Fall sein. Zu welchem Link gehörte er, und könnte Skirtman144 der Wolfgang (Skirtman) sein? Dann könnte er vielleicht die Frage beantworten?

Gruß
Gregor

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Kino, TV, Video und DVD / Film über Afghanistan
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 09:30 »
Hier https://www.rockmode.de/index.php?topic=1488.msg127409#msg127409 hat ChrisBB auf einen m.E. sehr sehenswerten Film über die Veränderungen in Afghanistan seit den1960ern hingewiesen. Der ist von der Perspektive her zwar etwas einseitig, berichtet nämlich nur aus der Sicht von Frauen, die in den 1960ern ein gutes Leben führen konnten und für die es seit dem nur noch immer schlimmer wurde durch die Kommunisten, Isalmisten, Russen und Amerikaner. Eine Kritik des Königreiches unterbleibt dabei. Aber er ist sehr informativ und spannend und betroffen machend.

Der Hinweis auf den Film folgte auf eine Erwähnung der Burka. Und deren Rolle im afghanischen Islamismus wird in dem Film dargestellt.

Das alles passte nun aber nicht mehr thematisch in diesen Thread dort, so dass ich hier einen neuen eröffnete.

Cultureskirts letzte Anmerkung dort ist jedenfalls sachlich falsch, denn was eine Burka ist, ist schon recht klar definiert. Hier gibt es eine Abbildung, die verschiedene isamische Kopfbedeckungen für Frauen miteinander vergleicht: https://www.domradio.de/bild/vom-kopftuch-bis-zur-vollverschleierung Die anderen Kopfbedeckungen heißen also nicht nur anders, sie sind auch anders.

LG, Micha

Nachtrag:
Die anderen Kopfbedeckungen heißen also nicht nur anders, sondern sind auch anders, aber wie ich gerade recherchiere, gibt es den Begriff "Burka" im Oman noch für ein ganz anderes Kleidungsstück, das nur das Gesicht bedeckt. Vgl. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Burka#Oman.
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Aktuelles / Antw:Das Ziel dieser Website
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 09:13 »
Einer der deaktivierten Links, lieber Gregor, führte, als er noch funktionierte, zu diesem Text:


Zitat
Eine Kiste Schrauben und ein Schneefeld
                       
Eine Betrachtung zur Einzigartigkeit des Menschen

Neulich stand ich im Materiallager vor einer Kiste mit Schrauben M3x10. Ich nahm mir einige raus und betrachtete sie, als ob ich einen Unterschied an ihnen entdecken wollte. Sie waren aber alle haargenau gleich und total austauschbar. Es war völlig gleichgültig, welche ich nahm.
Im letzten Winter ging ich über ein weites Schneefeld spazieren, eine einzige weisse Fläche, nur Büsche und einige Bäume unterbrachen das gleichförmige Bild.
Ich schaute mir einige der grossflockigen Kristalle des frischgefallenen Schnees mit einer starken Lupe an, sie lagen auf einem Ast und glänzten im Sonnenschein, sie luden mich geradezu dazu ein, sie einmal näher zu betrachten. Ich stellte fest, dass jede Flocke ihr eigenes Aussehen hatte, keine war der anderen genau gleich.
Da kam mir der Gedanke, dass es doch schön sei, dass auch die Menschen wie die Schneeflocken auf dem Feld sind: Von der Natur als Individuen geschaffen, von weitem gesehen eine homogene Einheit wie das weisse Schneefeld, aber dennoch jeder einzelne einzigartig wie die Schneeflocken. Eine schöne Schöpfung der Natur.
Ich dachte zurück an den letzten Herbst, als ich während der ANUGA mit KtV auf dem Platz zwischen dem Messegelände und dem Köln-Deutzer Bahnhof stand, weil wir auf jemanden warteten. Da kam plötzlich eine Armee von Messeteilnehmern aus der Halle, alle gleich gekleidet wie eine Herde Pinguine, austauschbar und verwechselbar wie die M3-Schrauben in der Materialkiste. Und dazwischen wir zwei in unseren Röcken, sich wohltuend abhebend von der langweiligen Einförmigkeit der Anzugträger.
Warum bloss haben Menschen den Drang, sich wie die M3-Schrauben total unter Aufgabe ihrer Individualität als auswechselbares Produkt einer gesellschaftlichen Normierung zu unterwerfen? Ich kann diese Frage nicht beantworten, ich kann dieses Verhalten nicht nachvollziehen. Eigentlich ist es wider die Natur, die uns Menschen ja als "Schneeflocken" geschaffen hat, jeden einzelnen hat sie mit einer Persönlichkeit und einer Individualität ausgestattet. Eine Erklärung ist vielleicht die: Sie haben Angst, als Mensch von den anderen nicht als zu ihnen gehörig angesehen zu werden, wenn sie anders sind als die Menschen in ihrer Umgebung. Aber das Schneefeld ist der Beweis dafür, dass das nicht so sein kann. Obwohl jede Schneeflocke wirklich einzigartig ist, fügt sich jede ein in die Gemeinschaft aller und bildet das weisse Schneefeld. Können die Menschen das nicht auch? Individuell und einzigartig sein und trotzdem ein vollwertiges Mitglied der menschlichen Gemeinschaft? Ich meine: Ja, sie können! Sie lassen sich nur von unbekannten, nicht definierbaren Mächten dazu bringen, sich wie die Schrauben in der Kiste zu verhalten: sich um Gottes Willen nur ja nicht abheben von den anderen, man könnte ja im Blickpunkt stehen. Eine
wirklich drastische Demonstration mangelnden Selbstbewusstseins!
Da bin ich doch viel lieber Teil des Schneefeldes als unbedeutender und auswechselbarer Inhalt der Schraubenkiste!
Und ich bin sehr glücklich dabei!
 
(c) skirtman144

Ich denke, es ist in Ferdis Sinn, das Copyright zu umgehen und diesen so schönen Text hier wiederzugeben.

LG, Micha
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