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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von cephalus am Heute um 17:10 »
Cephalus und MAS ich beneide euch um euer Umfeld.
Oder um eure persönliche Freiheit.
Da ich seltener Rock trage bekomme ich vor allem in meinem persönlichen Umfeld durchaus negative Rückmeldungen.
Vor allem von sehr alten Freunden.
Da tue ich mir nicht immer leicht.

Hallo Zwurg,
vermutlich würde ich es weitgehend bleiben lassen, Einröhriges zu tragen, würde ich reihenweise negative Reaktionen ernten.
Ich finde es schade, eine wirkliche Lösung habe ich für Dich auch nicht.
Bleibt eigentlich nur, dein Umfeld inhaltlich und räumlich zu erweitern.
Eine sehr bunte Großstadt macht doch einen großen Unterschied aus - selbst diejenigen, die damit weniger zurecht kommen, haben eher gelernt die Klappe zu halten, weil es einfach nicht mehr üblich oder akzeptiert ist, andere Menschen zu kommentieren.

Von den alten Kumpels aus jungen Jahren sind bei mir nicht mehr viele übrig, zu denen ich noch Kontakt habe, aber das sind genau die, die nicht konservativ sind, alles gebildete Kosmopoliten. Der Kontakt zum Rest ist auf meinem Lebensweg langsam eingeschlafen.
Genau diejenigen die übrig sind, haben andere Themen, als meine Kleidung, egal ob sie gefällt ode auch nicht.

Auch wenn es sehr schwierig ist, bleibt für angenehmes Rocktragen nur, sich neue Kontakte und Umfelder zu suchen - sagt der der zwar voll akzeptiert ist, aber zu wenige Gelegenheiten findet Chices auszuführen ::)
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von Zwurg am Heute um 14:28 »
Das tut mir sehr leid, lieber Zwurg.

Wenn Du aber meinst, dass Du negative Reaktionen bekommst, weil Du selten Röcke trägst: Wäre es eine Option öfter Röcke zu tragen? Ich meine, dann sähen die "Freunde", dass es für Dich normal ist und kein Ab-und-zu-mal-auffallen-Wollen.

Aber wie sehen denn diese negativen Reaktionen aus? Was sagen Deine "alten Freunde"?

LG, Micha

Ich kenne die Jungs seit über 40 Jahren.
Wir sind damals um die Häuser gezogen, Disco, Urlaube, usw. Fast alle sind verheiratet und haben mittlerweile erwachsene Kinder.
Wir sehen uns nicht mehr so häufig wie früher, aber ab und an gehen wir alle zusammen zum Essen und natürlich hab ich sie auch zu meinen runden Geburtstagen eingeladen. seit meinem 40. trage ich Dabei Rock.
Und einer dem ich früher sehr nahe war,  ist sehr konservativ eingestellt und er kann es überhaupt nicht fassen, dass ich Rock trage und das sagte er mir immer wieder. Ein anderer sieht das ähnlich, unsere Mütter waren bis vor kurzem im gleichen Altersheim, und wir haben uns oft bei dem Besuch unserer Mütter getroffen. Einmal war ich in meinem neuen Kilt. Und er meinte: Das passt aber nicht! Und ich meinte: doch das passt schon.
Ich laufe seltener bei alltäglichen Gelegenheiten im Rock durch die Gegend.
Somit das nicht so sichtbar.

In der Arbeit war ich an meinem 59. Geburtstag in der Arbeit im Rock, mit verschiedenen Reaktionen, auch eher lächerliche Reaktionen von Menschen denen ich mich ansonsten sehr Nahe fühle.
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 09:03 »
Das dachte ich auch. So ganz nebenbei und ohne es extra zu erwähnen. So kann Gewöhnung passieren.

LG, Micha
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 03:56 »
Wow. Auch wenn der Protagonist ziemlich unflätig im Glitzeroutfit dasitzt, und auch wenn dieses dem ukraïnischen Vorbild mit non-maskulinen Ambitionen abgeschaut ist, so ist es aber doch recht kleidsam, wenn man mal von dem eher dämlichen Kopfschmuck absieht.

Und nochmals Wow! Gegen Ende der Passage trägt der Protagonist ungefähr 12 verschiedene Outfits, und nur gefühlt zwei haben nur noch was mit Hosen zu tun.

So kann man die Hosen-Fixiertheit männlichen Nachwuchses ins Wanken bringen!
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 23:22 »
Wie alt der Knabe war, weiß ich nicht, Wolfgang, vielleicht war er um die 12 oder so. Die anderen Jungs schienen etwas älter zu sein, mich aber nicht zu bemerken. Kann sein, dass hinter mit hörte, wie er sie auf mich aufmerksam machte, aber ich war da auch schon wieder weiter und drehte mich nicht um.

Und ja, so zwischen der Zufriedenheit mit meiner privaten Situation als Rockträger nahezu genau so toleriert, respektiert und/oder akzeptiert zu werden wir die hosentragenden Menschen allerlei Geschlechts und der Unzufriedenheit damit, dass die emanzipatorische Seite des männlichen Rocktragend so wenig beachtet und gewürdigt wird.

Wenn Du den Beginn unserer Männerrockbewegung auf ungefähr 2000 ansetzt, ist das die Zeit, in der ich damit anfing in unserer deutschen Öffentlichkeit  Röcke zu tragen. Das war nämlich 1999.

Aber über die weitere Geschwindigkeit der Normalisierung des männlichen Rocktragens wage ich keine Prognosen. 1999 jedenfalls dachte ich, es sei ein Viertel Jahrhundert später sicher ganz normal, dass Männer auch Röcke tragen. Weit gefehlt!   Aber immerhin ist es für mich normal, und für Dich und für einige mehr, was, wie gesagt, auch schön ist!

LG, Micha
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Rund um den Männerrock / Antw:Verwechselt worden
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 17:58 »
Ich wurde auch schon des Öfteren für einen Mönch, Priester, Popen, Zenmeister oder so gehalten.

Amen!

Micha
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 15:55 »
Heute, Mittwoch, vor einer Woche, am frühen Nachmittag in der Fußgängerzone von Mainz.

Von hinten sehe ich, wie sich vor mir ein Mann in einem Rock einer roten Fußgängerampel nähert, genau wie ich.

Irgendwie dauerte diese Rotlichtphase außergewöhnlich lange. Der Fußgängerüberweg ist recht breit. Unter den Wartenden verteilte ich mich an anderer Stelle als der berockte Passant, der eher am Rand des Fußgängerbereichs stand. Also waren da ein, zwei Pfosten / Masten zwischen uns auf unserer Sichtlinie von vier, fünf, sechs Metern. Und dann ein paar hinzugekommenen Wartenden.

Ich schaute jetzt nicht so gebannt und auffällig zu meinem Mitrocker. Eher beiläufig blickte ich immer mal wieder nur kurz in seine Richtung. Auf der Ampel-Gegenseite hingen ein paar Leute und Wartenden rum. Doch schienen nur zwei vermutlich zugewanderte Mitbürger, die dort auf Stufen hockten, die Situation erfasst zu haben, dass da zeitgleich zwei berockte Männer an ein- und derselben Ampel standen. Und ich freute mich schon auf die Grünphase, wo zumindest die beiden uns noch einmal in ganzer Pracht bewundern können. Und ich freute mich auf hinter dem Objekt mit den Stufen gelegenen Platz, wo wir zwei Rockmänner dann voraussichtlich nah beinander flanieren, wo übrigens eine Reihe von meinen Bekannten vor Ort waren, und die sich vermutlich genauso gewundert hätten, wie die zwei Herren auf den Stufen.

Auf mich machte mein Mitrockträger den Eindruck, als sei er nicht ausreichend ortskundig. Natürlich konnte er auch anderes auf seinem Handydisplay eruiert haben, in das er sichtlich vertieft war.

Es wurde endlich Grün, und nach ein paar Schritten streifte mein erneuter 'beiläufiger' Blick wieder den anderen Herrn im Rock, doch er war nicht da, wo ich ihn nun erwartet hatte. Offenbar hatte er kurz vor der Grünphase sich entschieden, nicht die Ampel zu nehmen, sondern seitwärts die Straße abzuwandern.

Meine Vorfreude über die Verwunderung der Leute war also völlig umsonst. Nur die zwei Herren auf den Stufen schienen ihre Verwunderung noch intensiver mit ihren Blicken dann halt konzentriert an mir auszuleben.

Den 'Rocker' sah ich also überwiegend nur von hinten. Geschätzt irgendwas zwischen 50 und 70. Kleidungsmäßig war er recht 'buntig' zusammengestellt. Ich habe ein satt-blaues Oberteil in Erinnerung. Dazu ein ca. kniebedeckender Rock aus einem festeren Stoff, vielleicht Outdoor-Rock, uni, Farbe irgendein pink-orange, es könnte noch irgendein gelbes Teil, z.B. Regenjacke, mit im Spiel gewesen sein. Dazu vollschwarze Strumpfhosen, vermutlich Leggings, und Männerschuhe, ich denke braun - soweit ich das alles noch in Erinnerung habe.

Natürlich haben meine Bekannten diese Situation nicht mitbekommen. Einige hätten Sichtkontakt dazu gehabt, aber halt nicht drauf geachtet.
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Rund um den Männerrock / Verwechselt worden
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 13:48 »
Gestern am Feldesrand nähert sich seitlich eine ältere Dame mit Helm auf dem Kopf und dazugehörigem Fahrrad zwischen ihren Schenkeln.

"Oooooch...!", ruft sie mir freudig entgegen.

Dieses "Ooooooch" heißt ins Hochdeutsche übersetzt soviel wie "Ei gugge mal da! Das ist aber eine Überraschung! Du hier!?"

Ich antwortete mit derselben Exaktheit freudig:
"Oooooch...!

Ich erkannte eine Bekannte, die zwar gerne Rad fährt, die ich aber aus einer anderen Stadt kenne und ich nicht hier an diesem Feldrand zu dieser Tageszeit und überhaupt alleine erwartet hätte.

"Oh, ich dachte, sie wären ein Ordensmann!"

Und ich bemerkte, dass die erwähnte Bekannte nicht da auf diesem Rad saß, sondern dass ich diese Dame nur mit meiner Bekannten verwechselt hatte. Das gestand ich ihr, während sie mir gestand, mich auch verwechselt zu haben:

"Ich dachte, sie wären ein Ordensmann!", wiederholte sie, während ich gestand, dass ich eben kein solcher sei.

Nun weiss ich nicht, ob sie mich mit einem konkreten Mann, der auch Ordensmann ist, verwechselt hat und diesen kennt, oder ob sie mich nur mit der Funktion eines Ordensmanns verwechselt hat. Jedenfalls gibt es im angrenzenden Stadtteil tatsächlich ein Kloster, wobei ich seit 20 Jahren im Umfeld davon keinen Mann im Ornat da mehr gesehen habe.

Wie auch immer, ich vermute, es lag an der Ausgestaltung meines an diesem Zufallstreffen beteiligten Outfits.
Mehr und Bilder dazu in jenem Beitrag:
https://www.rockmode.de/index.php?topic=4676.msg208155#msg208155
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Erfahrungsberichte / Antw:Tolerante Reaktionen
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 13:05 »
B.T.W. möchte ich hier nur kurz noch einflechten...

Ich hatte die Polyesterröcke der Technoszene rund um 2000 angesprochen. Vielleicht erinnern sich ja noch einige von Euch daran. Passendes Bildmaterial, wie die Röcke aussahen, habe ich auf die Schnelle im Internet nicht gefunden.

Dennoch dies:

Beispiel, das die Stimmung bei solch einem Rave wiedergibt:
https://www.onelastpicture.com/wp-content/gallery/25-Jahre-Streetparade/IMG_157720.jpg
Rock, der zumindest von der Form her in die Richtung geht der damals üblichen Röcke:
https://www.walaulta.ch/data/l372_80.jpg

In der Regel waren sie entweder uni, oft helle Farben oder oft in mittelkräftigen Pastellfarben,
oder zumeist mit geometrischen sich wiederholenden Mustern,
schmal geschnitten, knöchellang, wenig bis gar nicht tailliert, Gummizug.
Solche Röcke waren damals auch bei Frauen beliebt.

Das machte es für viele damals einfacher, sich solch einen Rock von der Freundin auszuleihen. Und meistens wurden diese Röcke auch in einem erkennbaren hetero-orientierten Umfeld getragen, als Gegengewicht zur früheren 'Homo'-Verortung von Röcken am Mann.

Solche Röcke habe ich selbst in meiner eher provinziellen Stadt vor allem im Rahmen von Events an Männern gesehen. Vielfach aber im Umfeld von markanten Raves, zwei, drei Jahre z.B. auch bei der Streetparade in Zürich. Oder bei Bildern / Live-Übertragungen der Loveparade.

Ich habe diese Röcke gerne im Alltag getragen. Zu besagten techno-basierten Events hatte ich sie aber nicht an, da hatte ich anderes getragen. Und um abschließend zu diesem Meilenstein der Männerrockgeschichte noch einen passendsten Eindruck zu geben, hier ein neulich aus dieser Gruppe von Röcken reaktivierter beispielhafter Rock an mir selbst: (Typisierung siehe weiter oben im Beitrag)

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https://up.picr.de/50806162bb.jpg
Beitrag dazu: Link





P.S. (off-topic): Im Zuge der obigen Bildrecherche begegnete mir noch ein anderer Rocktyp an einem Typ im Rock in der Gruppe eines Skiclubs aus Uri bei der Streetparade 2025: Bild (bei Watson.ch)
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