Zu "key": Wenn Du Doch wo niederlässt, bekommst Du auch den Schlüssel für die Tür! 
LG, Micha
Da bringst Du ein neues Wort ins Spiel, das einen Rieseneinblick in Etymologie gibt. Und ich werde es hier erneut kurz anreißen:
Schlüssel
ist verwandt mit Klo, Schleuse, Schloss, schließen, Schluss, Rückschluss, Kloster, Klause, Klausur, Sklave, Clos (ummauerter Weinberg), Slot / Time-Slot, Cluster und natürlich mit Schlüsselloch

(und eventuell auch mit Klafter) und auf alle Fälle auch "close to" im Sinne von "nahe bei".
('close' für 'nahe' lässt sich so erklären: Wenn eine Wandergruppe oder ein Trupp "aufschließen" soll, so sollen die Teilnehmer wieder nahe beinander sein, und schwupps sind wir bei der Bedeutung 'nahe') -
(Cluster lässt sich auch mit 'nahe' erklären: Einzelteile, die nah beieinander sind. Der Rest der Wörter geht ja eher auf die Bedeutung 'umschlossen' zurück)Schaut man sich die Wörter an, erkennt man schön, wie die Vokale, aber - oft noch wichtiger - auch die Konsonanten variieren.
Bei den Worten rund um Schloss / Schlüssel erkennt man z.B., dass K - S - T - Sch - C ( und in anderen Fällen manchmal auch bis hin zu Ch - X - G - D - H) oft eng zusammengehören können.
Und genau das meinte ich ja auch, dass man sich mal die
Derived terms oder
Descendants anschauen soll, in welchem Variantenreichtum Ableitungen eines einzelnen Wortstamms in unterschiedlichen Epochen, Gegenden und Sprachen sich ergeben. Man muss da oft erst sich in die Buchstabenvariationen hineindenken, um eine Verwandtschaft zu erkennen.
Nun ist es beim indogermanischen Wortstamm *key (*hy /*hiw/*heu) nun so, dass nur dieselben Buchstabenfolgen an den englischen Schlüssel "key" denken lässt. Aber der englische key hat mit dem indogermanischen *key nichts zu tun, meinen zumindest ein paar Forscher. Dennoch kommt "key" und mit verwandten Wörtern nur in den Sprachen der Inseln vor. Lediglich im West- und Saterfriesischen (N.O.-Niederlande und im Oldenburgischen, Reste vom alten Ostfriesischen) gibt es noch gesicherte Nachweise. Der Rest liegt im Unbekannten. Es wird aber vermutet, dass es auf Bedeutungen wie Stange, Ast, Pfahl, Pfosten, Speer, Nadel zurückgeht. Sagen irgendwelche Fachleute.
Ich aber halte für möglich, dass bei "key" irgendwann irgendwo einfach das L weggelassen oder vergessen wurde.
Wie oft erleben wir das, dass wir ein Wort kennenlernen und irgendwann erinnern wir uns nur noch fehlerhaft daran? Wenn ein Händler zu seiner Sippe heimkehrt mit einer neuen Idee und einem neuen Wort dafür, kann es sein, dass er seiner Sippe dieses fehlerhafte Wort beibringt und es dort bekannt wird, ehe die Abweichung auffällt - und dann ist es halt zu spät, um das gewohnte Wort noch einmal zu ändern. Ich denke, unsere Sprachgeschichte dürfte voll sein von solchen fehlerhaften Abweichungen.
Drum halte ich für sehr plausibel, dass das bei "key" auch passiert sein kann. Zumal ein L vor allem nach Konsonanten ja ohnehin weltweit oft von Veränderung bedroht ist (siehe 'branca' für 'blanca', port./span.), die Buchstabengruppe: R - L - I - U
Und für Schlüssel haben wir ein prominentes Beispiel dafür: dt. Schlüssel, lat. c
lavis, ital. ch
iave.
Jetzt stell Dir mit der englischen Aussprache vor: bei "k
ley" wird es zu "k
iey"...
(zumal im Französischen Schlüssel auch "clef" heisst, wobei das f noch nicht mal gesprochen wird...)
(und zumal Quay, Schiffskai, eigentlich auch mit Schloss zusammenhängt, und auch da das L abhanden gekommen ist; Erläuterung: Am Quay / Kai kommt das Schiff nahe an die Mauer, es schließt auf an die Hafenmauer, siehe Link)