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« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 01:03 »
Komisch, ich hatte eben vieles geschrieben, und plötzlich war es weg.
Also nochmal, nach zwei Folgen "Wilsberg":
Ich hatte ja von den mekkanischen und den medinensischen Suren geschrieben, erste entstanden, als die muslimische Gemeinde in der Minderheit war und verfolgt wurde, letztere als sie sich selbst verwaltete und gegen Mekka einen Krieg führte. Erstere beinhalten mehr allgemein religiöse, letztere auch juristische und politische Inhalte.
Du bezeichnest die muslimische Gemeinde als "Räuberbande" und Muhammad als "Warlord". Damit hättest Du jeden arabischen Stamm und seine Führer bezeichnen können. Dass sie gegeneinander Krieg führten, war normal, so wie in anderen Weltgegenden auch. Oder meinst Du, die Burgen und Stadtmauern hierzulande wären aus romantischen Gründen gebaut worden?
Welches Recht haben wir, uns damit zu brüsten, dass Jesus Pazifist war? Sind wir deshalb auch Pazifisten? War die Geschichte des Christentums eine pazifistische?
Was wäre aus Jesus geworden, wäre er nicht hingerichtet worden? Was aus Muhammad, wäre er in Mekka getötet worden? Das wissen wir nicht, sondern können darüber nur spekulieren.
Aber waren Muslime in 1400 Jahren kriegerischer als Christen, und waren Christen in 2000 Jahren friedlicher als Muslime?
Menschenrechte: Teils durch das Christentum beeinflusst, teils von den Kirchen zunächst abgelehnt. Dürfen wir sie 1400 oder 2000 Jahre zurück projizieren? Und kann man sie nicht heute auch islamisch begründen? Gibt es nur die Kairoer Erklärung der Menschenrechte oder nicht auch anders denkende Muslime? Welche politischen Umstände führen eigentlich dazu, dass Staaten, die sich als islamisch bezeichnen, als westlich bezeichnete Werte ablehnen?
Es gibt heute sehr unterschiedlich denkende Muslime: Traditionalisten, Fundamentalisten, Liberale, Säkulare u.a.
Welche davon möchtest Du unterstützen? Und welche eher nicht?
LG, Micha