Das war immer meine Antwort, schon vor 40 Jahren, wenn ich gefragt wurde, ob ich eine Wette verloren habe
(kam damals sehr oft vor):
"Nein, ich habe eine Wetter gewonnen!"

cephalus,
es macht aber schon einen gewaltigen Unterschied, wenn irgendwelche dahergelaufenen Menschen in der Stadt oder am besten in einer weit entfernten Stadt mich sehen und mir egal ist, was diese Leute von mir denken.
Wenn aber Nachbarn, Freunde, Bekannte, meine Verwandten, die eigene Frau denken, was sie wollen, ist es mir immer noch so völlig egal? Wahrscheinlich nicht. Am Ende beeinflusst das, was die nahestehenden Menschen denken, wie sie mit Dir umgehen. Und was die über Dich sprechen. Einige werden beginnen, Dich zu meiden. Ob "berechtigt" oder "unberechtigt", ganz egal, es wird einem Mann nicht ganz egal sein können, was diese Menschen denken.
Es mag zwar Ehefrauen geben, für die es egal ist, wenn ihr Mann plötzlich schwul, non-binär, queer oder trans wird - soll es alles geben. Ich wage aber die Prognose, dass den meisten Ehefrauen das absolut nicht egal ist, schon gar nicht, wenn die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist oder die gemeinsamen Kinder noch nicht aus dem gröbsten raus sind. Auch wird den meisten Ehefrauen nicht egal sein, was andere Leute über Dich sprechen, egal ob Verwandte, Nachbarn, Freunde oder fremde dahergelaufene. Denn wenn sie über Dich reden, reden sie gleichzeitig auch über sie selbst, die Ehefrau nämlich. Und mindestens den eigenen Kinder, wenn sie jünger sind, und den eigenen Eltern wird es sehr ähnlich gehen.
Die Aussage "ist mir doch egal, was andere Leute von mir denken" lässt halt eklatant die Frage außen vor, was
meine Leute von mir denken. Und das ist der gewaltige Unterschied.
Wir alten Hasen, die wir seit Jahren Röcke tragen, haben das mit "meinen Leuten" wohl recht gut gemanaget. Was aber mit all den anderen, die nur heimlich oder gar nicht Röcke tragen, weil sie sich es eben nicht trauen, und weil sie Ausgrenzung und andere Konsequenzen befürchten?
Da täte Aufklärung gut! Und Rückendeckung jenseits der Gruppen, die die meisten Leute automatisch im Sinn haben, wenn ein Mann einen Rock anziehen möchte.