...deswegen fehlen mir oft die passenden Oberteile, obwohl alle Oberteile in meinem Schrank "basic", ohne Schnickschnack und Muster sind.
Alle? Na, zumindest
das Shirt von gestern zählt nicht zu den "Basic"-Tauglichen, auch wenn es zu einer Vielzahl Deiner Röcke passen mag.
Mit Deiner 16 in Deiner Rechnung drückst Du aber ein hohes Bedürfnis an Grundfarben aus. Die Unterscheidung zwischen hellem und dunklem Braun, und dasselbe mit Gelb, z.B. reicht in meinem Verständnis schon in die Palette der Sonderwünsche hinein. Aber selbst wenn man statt der 16 eine 8 in die Rechnung setzt, kommt man noch immer auf eine fortgeschrittenere dreistellige Zahl an Basics.
Diese Zahl werde ich mit Oberteilen locker erreichen, alle auch Nicht-Basics mitgezählt. Und klar, es grenzt schon an Luxus, all diese Sachen auch irgendwo aufbewahren zu können. Ein Bewohner eines Einzimmer-Appartments wird da Abstriche machen müssen.
Eine Zählung letzten Winter erzwang mir einen Kaufstopp von Pullovern. Die fressen richtig viel Platz. Und da unterscheide ich ja schon zwischen dicken, normalen und spätsommer-tauglichen. Inzwischen - das hatte ich heute Nacht vergessen zu erwähnen - unterscheide ich da ja auch noch zwischen "normal"-langen und den Crop-Pullovern, auf deren Geschmack ich vor zwei Wintern gekommen bin, also sehr kurze, die aus Körpergründen oftmals weitaus sinnvoller sind als Pullover in althergebrachten Längen. Ja, alleine in der Oberkategorie Pullover kam ich auf eine obere zweistellige Anzahl.
Erschwerend kommt bei mir hinzu, dass ich vieles von vor 30 Jahren noch immer anziehen kann. Das richtig Erschwerende aber ist, dass mir gerade in den Sommermonaten die Kleidung zu warm war, ich aber immer eine "Brandmauer" hatte, also eine rote Linie, was an Komfort geht oder nicht. Und an dieser Grenze habe ich, sobald ich sie ein kleines Stück ausgeweitet habe, dann immer mit diesen Merkmalen mich umfassend neu bestückt. So kommt es, dass ich unzählige ärmellose Sommerhemdchen habe, die längst nicht mehr als Tanktop gelten können, solche aus leichten Stoffen, mal enger, mal schlabberiger, mit unterschiedlich weiten Armausschnitten und Halsausschnitten, etliche davon in einer Qualitätsstufe, die zumindest nach Freizeit oder eher Badesee schreien. Übrigens mit der Konsequenz, dass ich mir davon auch noch eine Reihe bürotauglicher Teile oder für gehobenere Anlässe angeschafft habe. Diese Kategorie Hemdchen brauchen alleine schon zwei Bananenkisten im Winter. Eigentlich auch im Sommer, da ich mittlerweile diese im Grunde gar nicht mehr trage (brauche) - und also seeehr überschaubar auch einsetze -, da ich mir inzwischen das Tragen von Spaghettioberteilen erlaube und das fast immer die bessere Wahl in jeglicher Hinsicht ist.
...wenn man dann bedenkt, dass meine Röcke auf der Kleiderstange etwa den gleichen Platz einnehmen wie all meine Oberteile (ohne Strickpullover).
Nur ganz wenige, ausgewählte Oberteile - zumeist die empfindlichsten - hängen bei mir auf einem Bügel. Ich lagere sie flach, einmal quer locker zusammengelegt in Stapeln. Einige vertragen größere Stapel, andere brauchen kleinere Stapel. Nicht alles kann dann über die Zeit direkt ohne Bügeleisen parat stehen, die meisten aber schon. Im Lebensalltag gewinnen dann meist diejenigen, die nicht nach dem Bügelbrett rufen. Die erwähnten kleineren Stapel liegen dann auf irgendwas, was mehr Druck aushalten kann oder ohnehin irgendwann vorm nächsten Mal gebügelt werden muss, oder man schafft sich in seinem Mobiliar auch eine größere Anzahl kleinerer Fächer, damit nicht so viel Stauraum verloren geht.