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Erfahrungsberichte / Antw:Unerwartetes Komplement
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 00:01 »
So, liebe Freunde, ich sitze am Laptop mit richtiger Tastatur:

Cephalus:
'Das anfängliche Verhalten der Mädchen, schnell und zielstrebig die erste Klasse aufzusuchen und dann die von der Tür am weitesten entfernte Vierersitzgruppe zu nehmen und dann nach zwei Stationen wieder auszusteigen, ließ in mir den Verdacht aufkommen, sie hätten keine Erste-Klasse-Fahrkarte. Und diese vermutete Frechheit ließ mich befürchten, sie seien auf Provokation aus. Ob ersteres stimmte, weiß ich freilich nicht, dass letzteres nicht stimmte, kann ich bestätigen, denn sie waren sehe freundlich.

Gregor:
Ja, genau so verstanden, wie ich es meinte, oder fast genau, denn die Hautfarben waren weiß und schwarz, also nicht nur als Metapher.

Matthias:
Ja, genau, mir ist vor allem dieser Satz positiv in Erinnerung. Ob die Mädchen sehr beeindruckt waren, weiß ich nicht. Vielleicht war es für sie auch gar nichts besonderes, dass ein Mann einen Rock trug, aber fand diesen langen schwarzen Jeansrock eben schön. Jedenfalls kam er bei ihnen oder zumindest bei dem einen der beiden Mädchen positiv an.


Heute sprach mich beim Folkwelten-Konzert ein Mann auf eben den selben Rock an, fragte, ob er aus Schottland sei oder ob ich ihn selbst genährt hätte und war sehr überrascht, dass er aus der Damenabteilung war. Wir hatten ja schon mal die Erkenntnis: Wenn ein Mann einen Rock oder ein Kleid trägt, ist es ein Männerrock oder Männerkleid. Die Idee, dass es das gibt, greift um sich. Und wenn er dann doch aus der Damenabteilung ist, ist man überrascht.

LG, Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:Unerwartetes Komplement
« Letzter Beitrag von Matthias am Gestern um 23:29 »
Bevor Michas wirklich schön und spontan beschriebene Alltagssituation am Bahnsteig in eine falsche Richtung läuft, möchte ich sie wieder zur beschriebenen Situation zurück bringen.

So wie ich mir das vorstelle, war dort am Bahnsteig jede Person im Grunde mit sich selbst beschäftigt, um den nächsten Zug, das Ziel oder was in diesem Moment wichtig war zu erreichen.

Für Micha war in diesem Moment der Satz der jungen Frau einprägsam: Dein Rock ist schön.

Stellt euch selbst eine ähnliche Situation in einem völlig anderen Kontext vor.
Wann sage ich einem mir völlig fremden Menschen etwas ähnliches?
Das mache ich doch nur, wenn ich davon beeindruckt bin.
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Erfahrungsberichte / Antw:Unerwartetes Komplement
« Letzter Beitrag von GregorM am Gestern um 16:19 »
Ah, Micha, du hattest schon geantwortet, sehe ich.
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Erfahrungsberichte / Antw:Unerwartetes Komplement
« Letzter Beitrag von GregorM am Gestern um 16:17 »

Was übrigens auch so schön war: Beide Mädchen hatten unterschiedliche Hautfarben, was aber gar keine Rolle spielte. So muss das sein!


Ich hatte mit dem Text kein Problem. Ich lese ihn positiv: Micha freut sich, dass es für die Mädchen keine Rolle spielt. Die Hauptfarbe ist eine Metapher, denke ich. Das eine hat vermutlich einen Einwandererhintergrund, könnte muslimisch sein, das andere einen deutschen, und dennoch sind sie beste Freundinnen.  Wie es auch sein sollte.
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Erfahrungsberichte / Antw:Unerwartetes Komplement
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 16:10 »
Danke für Deinen Erlebnisbericht, Micha.
Was mir dazu spontan einfällt:

Du hast wenig Kontakt zu jungen Menschen? Der Hype um den Meme 6-7 ebbt langsam ab ::) -endlich.
Was wurde ich damit genervt...

Warum gehst Du davon aus, dass sie keine (richtige) Fahrkarte besitzen?

Warum rechnest Du zuerst mit einer Provokation? Ist Dir das schon passiert? Öfter?
Die Erfahrung habe ich noch nie gemacht, daher wäre das sicher nicht mein erster Gedanke.

Das erkläre ich später mit richtiger Tastatur.
LG Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:Unerwartetes Komplement
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 16:08 »
Zitat von: MAS link=topic=10484.msg211 111#msg211111 date=1792223279
Gude zusammen!

Am Mittwochabend im Zug, kurz vor dem Aussteigen in Köln-Messe/Deutz, kamen zwei Mädchen aus der ersten Klasse, wofür sie wahrscheinlich keine Fahrkarte hatten, zur Tür, wo ich auch schon stand. Ich rechnete mit irgendeiner Provokation. ...

Beim Lesen Deines Beitrags kam in mir Verwunderung und Irritation auf.
Woher weißt Du, dass die Mädchen aus der ersten Klasse sind? Und wozu brauchen die Tickets für die Schule?
Und warum sind sie plötzlich schon 14?

Wenn Texte zweideutig sind, dann können sie bei falscher Interpretation stark vom eigentlichen Inhalt ablenken. Hier hat es sich ja so nach und nach erklärt. Dennoch fremdelte ich zunächst einmal und blieb mit den Augen in den ersten Sätzen hängen, bevor ich mich in die beschriebene Situation vollends eindenken konnte.

Na ja, eine erste Klasse im Zug ist so zweideutig doch nicht.

LG, Micha
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Erfahrungsberichte / Antw:Unerwartetes Komplement
« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 16:05 »
Was übrigens auch so schön war: Beide Mädchen hatten unterschiedliche Hautfarben, was aber gar keine Rolle spielte. So muss das sein!

So muss das gar nicht sein. Die beiden hätten auch dieselbe Hautfarbe haben können, oder Haar- oder Augenfarbe. Hauptsache sie sind nett und haben Hoffnung und Vertrauen für bzw. in die selbstbestimmte Zukunft.

Ich meinte, dass die Hautfarbe keine Rolle spielt, müsse so sein.

LG Micha
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von Ludwig Wilhem am Gestern um 12:11 »
Wo war ich die letzten Tage? LG Ludwig

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Männermode / Antw:unkonventionelle Büro Outfits
« Letzter Beitrag von cephalus am Gestern um 11:27 »
Wenn es in der Firma ein Event gibt, wofür ich extra Kleidung kaufen müsste oder für Eintrittspreise, dekadentes Essen oder Ähnliches über meinem Niveau Geld ausgeben müsste, würde ich eher auf die Teilnahme verzichten.

Wer Spaß dran hat und die locker sitzende Geldbörse besitzt, kann das gern ausleben, mein Weg ist das nicht.

Wenn Du meinen aktuellen Fall meinst:

Nein, ich würde dafür sicher nicht extra Geld für bestimmte Kleidung auseben, schon gearnicht für Sachen die ich prinzipiel nicht mag, wie Trachten.

Nicht kommen würde einen Tag Urlaub erforden, die Veranstaltung ist Arbeitszeit, auch wenn man damit keine Überstunden durch längeres Feiern aufbauen kann.
Und natürlich übernimmt der AG An- und Abreise so wie  Essen, Trinken usw. uneingeschränkt.
Auch Sonderwünsche wie Veganes o.ä. kann man bei Bedarf bestellen, wenn das reichhaltige Buffet das nicht bietet.
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Männermode / Antw:unkonventionelle Büro Outfits
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Gestern um 11:13 »
Ich sehe vieles genauso wie Albis.

Bei Neuerwerb ist bei mir inzwischen die Leitlinie, den Mehrwert darin zu bemessen, ob ich diese Klamotte auch bei geschäftlichen Terminen tragen würde. Ich habe soviel Kleidung, die Spaß und Sinn macht bei Freizeitanlässen. Bei der Frage nach Arbeitstauglichkeit bleibt aber das meiste eher auf der Strecke. Diese Leitlinie hat in den letzten 1, 2 Jahren ganz gut funktioniert, von etlichen Ausnahmen mal abgesehen. Zwar habe ich mit 97% Homeoffice-Anteil nicht so extremen Bedarf an solch bemessenen Mehrwert-Klamotten, aber wenn Zuwachs, dann soll da auch mal wieder von mir ein Augenmerk auf eine gewisse Ernsthaftigkeit liegen. Und ja, straßentauglich muss es für mich auch für die Freizeit sein. Zuhause trage ich die abgeratzten oder herausgewachsenen Sachen oder Fehlkäufe, bis sie zerfallen.

Timpers provokativer Darstellung muss ich gewissermaßen Recht geben: es ist ein Wohlstandsfimmel! Manche Zeitgenossen machen sich Sorgen, wie sie das nötigste an Kleidung sich leisten können. Doch hirti hat auch Recht: auch bei mir ist es sowas wie ein Hobby geworden. Während andere sich teure Segelurlaube leisten oder Kreuzfahrten oder ein Wohnmobil oder etliche andere ins Geld gehende Freizeitbeschäftigungen, kann die Beschäftigung mit Kleidung - und sei es "nur" kaufen - ebenso ein Faible sein, in das man eben mehr Geld hineinsteckt als es zum Überleben nötig wäre.

Es ist eben auch eine Frage der Prioritäten. Ich z.B. brauche kein Fahrrad für 2.000 €. Für dieses Geld lassen sich etliche Kleider kaufen. Oder Timper priorisiert eben auch andere Dinge neben Altersvorsorge, Miete und Lebenshaltungskosten. Timper taucht immer wieder an Wochenenden ein ins Clubleben, das es auch nicht zum Nulltarif gibt. Oder bei einem Festival wie M´era Luna sind alleine mit dem Ticket schon mal knapp 200 € weg ohne Verköstigung und Anreise. Auch so etwas ist Luxuspriorisierung, was manche als dekadent ansehen könnten. Für dieses Geld könnte man auch das eine oder andere schöne Kleid sich stattdessen anschaffen.
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