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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von cephalus am Heute um 14:23 »
Ja, schon beeindruckend wie Zielsicher die KI sogar das zufällig rumstehende Wohnmobil berücksichtigt um Mist zu erzählen.
Wenn was nicht passt, wie das Bundesland, wird der Benutzer in Frage gestellt ;D
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Zeitgeschehen / Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 12:47 »
Abber klor doch!

Zum Beispiel in der Wendung "klorer Kerl". Wobei ich ehrlich gessagt gar nicht weiß, wie man das am exaktesten schreiben würde. Bin fast versucht, das mit h nach dem o zu schreiben. Oder gar mit g. Ich kenne das eigentlich nur aus der gesprochenen Sprache. Und das ist inzwischen sehr selten.

Ich weiß bis heute nicht, woher das genau kommt, ob das von "klar" kommt, oder von "glor", was dann eigentlich mit "ruhmreich" vergleichbar wäre, ableitend von Gloria, was letztlich in der Bedeutung von "glänzend" liegen würde (vergleiche "Gletscher", "glatt").

Aber letztlich scheint "klar" ja auch von "glänzen", "glitzern" abzustammen.

Und ein "klorer Kerl" ist eben ein Mensch, der voll in Ordnung ist, der nicht versucht, einem übers Ohr zu hauen,
der einem ganz gehörig geheuer ist.
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 12:35 »
Nicht so weit weg, in Bayern:
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Vorsicht, die Bildsuche/KI liefert sehr selbstbewusst ein falsches Ergebnis ;D

"sehr selbstbewusst" bedeutet: KI hat doch ein Selbstbewusstsein. Ich hatte es bereits geahnt.

Zum Rätsel:
Du steckst in Playa Los Famencos auf Cuba. Das jedenfalls steht auf Deinem salbeigrünen T-Shirt, in dem Du steckst.

Selbstbewusst zu behaupten, man habe es erkannt, sieht in der Tat bei einer KI-generierten Antwort dann z.B. so aus:

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Bestenheid liegt am Main und direkt an der Grenze zu Bayern. Insofern hast Du Dich eventuell bei Deiner Ortsangabe "Bayern" vertan, weil Du nicht mitgekriegt hast, dass Du nur ein paar Meter über die Grenze bist.

Aber in der Tat ist die Kirche nicht identisch mit Deinem Glockenturm. Und die Existenz eines WoMos im Bild beweist auch noch nicht einen Wohnmobilstellplatz, auch wenn das WoMo gerade auf einem Platz abgestellt war.

Und alle anderen Türme, die Google Lens so ausspuckt, sehen allegar exakt irgendwie anders aus. Selbst mit manueller Bildbeschreibung spuckt die Bildersuche hochgradig zuverlässig nichts aus, was im Ansatz stimmen könnte.

Insofern kann ich nur sagen, dass es sich scheinbar um einen freistehenden Glockenturm handelt, der nur ein bisschen Dächlein hat und oben entweder gar kein oder nur ein kleines, hier nicht sichtbares Kreuz trägt. Ich tippe auf den Turm einer katholischen Kirche, da die recht unbeholfen eingesteckten Fahnenmasten sicherlich vom Weißen Sonntag noch nicht vom ältlichen Meßmer oder der unzuverlässigen Gemeindejugend abgeräumt wurden, oder der Hausmeister in Urlaub ist, um mit Keilen der Unfallgefahr zu begegnen, damit die Masten bis Pfingsten stehen bleiben können.

Also gemäß dem Spirit Deines T-Shirts vermute ich, dass Du im Umfeld einer der windreichen oberbayrischen Seen bist, allenfalls noch im Bereich der Seen rund um die Altmühl, aber dorthin verschlägt es einen Münchener ja eher selten.

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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 11:56 »
Micha,

guckst Du hier: https://es.wikipedia.org/wiki/Hautacuperche

Muchas gracias, Wolfgang!

Dann lag ich ja richtig mit meiner Vermutung.

LG, Micha
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 10:19 »
Da sich sonst niemand meldet tippe ich auf den Krieger auf La Gomera, eine Insel der Kanaren.

Unfair erlangtes Ergebnis via Bildsuche ;)

Da warst Du ja auch schon, Cephalus, oder?

Ist das eine Figur, die einen Ureinwohner der Kanaren darstellt?

LG, Micha
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von cephalus am Heute um 09:09 »
Nicht so weit weg, in Bayern:
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Vorsicht, die Bildsuche/KI liefert sehr selbstbewusst ein falsches Ergebnis ;D
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Spass und Allgemeines / Antw:In welcher Stadt bin ich hier im Rock?
« Letzter Beitrag von cephalus am Heute um 09:05 »
Da sich sonst niemand meldet tippe ich auf den Krieger auf La Gomera, eine Insel der Kanaren.

Unfair erlangtes Ergebnis via Bildsuche ;)
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Zeitgeschehen / Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 08:34 »
Danke, Wolfgang. Ich finde es immer wieder spannend, wie Wörter ihren Sinn verändern bzw. Menschen den Sinn von Wörtern verändern.

Sag mal, habt Ihr in Mainz auch das Wort "klor"? Und wenn ja, was bedeutet es bei Euch bzw. für Dich?

LG, Micha
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Zeitgeschehen / Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 02:08 »

Ja, danke, lieber Gregor!

Aber kam es vom "mieten" oder "leihen" zum "Ungeheuer"? Etwa weil sich ein Ungeheuer schlecht vermieten lässt?
Ich weiß, Sprachen entwickeln sich oft auch unlogisch, aber irgendwie versuche ich immer eine innere Logik oder Plausibilität zu finden.

LG, Michael

Ach Micha, ich glaube, das kann keiner von uns ergründen.

Ich hatte ja in meiner ursprünglichen Ausführung zum Wort "Ungeheuer" bewusst das gleichlautende Wort "ungeheuer" weggelassen, weil ich das als ein völlig anderes Wortgebilde aufgefasst hatte. Inwieweit das wirklich vom ungetümen "Ungeheuer" zu trennen ist, bleibt letztlich unklar.

Kurz einwerfen will ich noch, dass es in meiner Region den Ungeheuersee gibt. Dort sagen aber die Heimatforscher, das habe nichts mit dem Ungetüm Ungeheuer zu tun, sondern käme von "unge" und "heuer", das erste bedeutet irgendwie "Weide" und bei "heuer" weiss ich es nicht mehr genau, ob es nun Wiese, Vieh, oder Zaun im Sinne von eingehegtem Gebiet bedeuten soll.

Und schon sind wir mittendrin. Denn "hegen" von "einhegen" (vergleiche "Hag"; vergleiche "Unbehagen") scheint wohl auch mundartlich irgendwie "quälen", "mühen" zu bedeuten im Schwäbischen und im Niederrheinischen. Ebenso "keien". Und dieses "keien" scheint es wohl auch im Bairischen zu geben ("kaien"), auch mit einer eher lästigen Bedeutung. Und das alles hat auch mit dem uns mittlerweile eher unbekannten Wort "geheien" zu tun, was zeitweise über die Jahrhunderte hinweg mal als ein Kraftwort verwendet wurde für etwas abscheuliches, z.B. schwach übersetzt "besudeln" bis hin zu ungewollt begattet zu werden. Auf der anderen Seite wurde es landschaftlich und zeitweise auch immer mal als etwas überaus positives benutzt, sowas wie (sittlich) eine Familie gründen (daher kommt auch "heiraten") oder einen Hausstand mit Haus, Hof, Gesinde, Vieh und Frau. Die Bedeutungen von "geheien" gehen da sehr auseinander und sind sogar sehr widersprüchlich. Vermutlich - so lese ich das bei den Brüdern Grimm heraus - sind diese konträren Bedeutungen wohl damit zu erklären, dass von Gegend zu Gegend und von Zeit zu Zeit die Bedeutungen durch unterschiedliche Deutungen zu erklären sind. Was einem mal ein wohlgesonnenes, erstrebenswertes Ziel war, wurde wann/wo anders als Last, Belästigung gedeutet. Mir scheint, man kann das eher damit erklären, dass manch vertrautes Wort / manch vertrauter Umstand irgendwann mal als überholt gedeutet wurde und man diese Begriffe nur noch verächtlich verwendet hat, so als würde ein Comedian heutzutage ein Abendprogramm abhalten, und ab irgendeinem Punkt des Abends ist klar, dass jedesmal, wenn er fortan "Familie" sagt, ein ganzer Schwall von parodierten Umständen anklingt und das Publikum anfängt bei diesem Stichwort zu lachen.

"geheien" im positiven Sinne (mit Bedeutung ähnlich zu heiraten oder sesshaft werden mit Familienstand gründen) hat wohl sprachlich etwas damit zu tun, dass etwas einem vertraut wird -> geheuer wird. Ist einem etwas nicht ganz geheuer, dann ist es im übertragenen Sinne eben nicht vertraut, nicht geläufig. So kann das Adjektiv "ungeheuer" verstanden werden.
"ungeheuer viel" z.B. wäre dann eine Menge in einem Umfang, welcher einem nicht vertraut ist, also eine Menge, die man sich gewöhnlich dabei nicht vorstellen würde.

Nun vermerken aber die Gebrüder Grimm, dass nicht jedes Wort mit der Vorsilbe un- eine Verneinung sein muss. Eine Verneinung von "schön" wäre "unschön". Vielmehr kann bei etlichen Worten, egal welcher Wortgattung, ein vorgehängtes "un-" auch als Steigerung fungieren. Beispiel: Ungeziefer. Sie hatten noch eine Reihe weiterer Wörter aufgeführt. Ich finde aber die Stelle gerade nicht mehr.

Das mag bei dem Adjektiv "ungeheuer" vielleicht nicht vorliegen - oder doch, sofern man "geheuer" mit "geheien" in Verbindung bringt mit den verschiedenen Richtungen der Bedeutungen.

Es scheint sich das Ungetüm "Ungeheuer" wortmässig aber doch - nicht wie ich anfänglich es versucht habe aufzufassen - mit dem Adjektiv "ungeheuer" zu kreuzen. Und somit ist jede Art von Plausibilität der Wortbildung denkbar, aber auch wiederum widersprüchlich deutbar. Zumal nicht erst die Dänen das "-ge-" in "Ungeheuer" weggelassen haben, sondern auch z.B. das "geheien" auch als "keien", aber auch als "heien" in den überlieferten Schriften verschiedener Jahrhunderte und Regionen auftaucht. Und ist je nach Sichtweise dann das "un-" eine Verneinung? Oder doch eine Steigerung?

Die Hure hat wohl was mit dem Kraftwort "heien" zu tun (was es auch als "heigen" und "heiren" gibt). Allerdings sehen die Grimms das auch als engverwand mit "Harn" und "Urin" und vermuten einen Zusammenhang mit "fließen", Ausfluss, ja dann also auch im Sinne von "besudeln". Wiederum aber verwandt mit "hei", "hy" ("heuer"/vertraut werden, siehe "heiraten"). Und ich lege jetzt noch eine Deutung zu im Sinne von "nehmen": Man nimmt sich die Frau, man nimmt sich das Stück Erde für Haus, Hof, Vieh, man nimmt sich die Hure.
Der Kapitän nimmt sich seine Seeleute. Er heuert sie an. Solange ein Seemann unter der Heuer ist, ist er Teil des Hausstands des Kapitäns. Der Seemann ist geheuert, ja: er ist sogar "geheuer".
Im Sinne von "nehmen"/"sich nehmen" kann man auch die Bedeutung von "mieten" sehen.
Die Hure mietet man. Den Seemann mietet man. Den Hausstand auf Zeit (die Ferienwohnung) mietet man.
Es gibt da ungeheuer viele Möglichkeiten, und so langsam wird einem das dann doch ein wenig geheuer.
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