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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:Ciao
« Letzter Beitrag von Zwurg am Heute um 12:12 »Ich habe mit einem Freund hier in der Siedlung verschiedene Rechnungsbeispiele angestellt.
So viel ich gehört habe, brummt der Wärmepumpenverkauf auch nach der Fast-Einstampfung des Klimaschutzes durch die derzeitige Bundesregierung - übrigens ein Zugehen auf die, die u.a. durch die Propaganda der AfD das Gebäudeenergiegesetz falsch verstanden haben - weil es sich rechnet, auf längere Sicht. Aber ich bin da kein Fachmann.
Sein Haus ist kleiner und älter als meines hat aber keine Heizkörpernischen. Bei mir kämen zu den neuen Heizkörpern noch Mauerarbeiten dazu. Natürlich haben wir unseren Heizungsfachmann hier in der Siedlung hinzugezogen.
Er meinte bei seinem Haus ist eine Wärmepumpe rentabel bei mir nicht. ich habe mich jetzt für die Fernwärme entschieden, fühle mich mit der Entscheidung aber auch nicht wohl. Es widerstrebt mir eine funktionierende Ölheizung zu zerstören, die wahrscheinlich ncoh ihre Funktion erfüllen würde solange ich lebe. Und die Ölheizung ist schon da.
Würde ich den Ölpreis von 2024 nehmen und einen Verbrauch von ca. 2000 Litern im Jahr, so konnte ich bei einer verbleibenden Restlebenszeit von 30 Jahren für 60 000 € heizen. Allein der Umbau zur Wärmepumpe würde schon 80 000 € kosten. Da ist aber noch keine Stunde geheizt. Der Umbau zur Fernwärme kostet ca 35000 € wobei die Wärmekosten ca 30 % höher sind als beim Öl. Das sind schon gewaltige Kosten. Wahrscheinlich werde ich zukünftig dann mindestens 2 Monatsrenten nur für das heizen ausgeben müssen. jetzt ist es ein Monatsgehalt. Das bedrückt mich.
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Aber sicher, durch erneuerbare Energiequellen können wir die Energieverschwendung, die wir seit Jahrzehnen betreiben, nicht aufrecht erhalten. Wir müssen sparsamer werden. Oder eine Wundertechnik erfinden. Da bist Du eher der Fachmann. Ich denke, wir müssen es gleichzeitig machen: sparsamer werden und an der Wundertechnik arbeiten. Letzteres natürlich nur die, die das können. Ich kann das nicht. Sparsamer leben können wir alle. Aber es ist nicht so leicht, das richtig zu verstehen. Ich verschwende bestimmt auch Energie und meine, es sei nicht so viel. Meine Baustellen erkläre ich hier aber nicht.Ich denke nicht das hier zu Lande sehr viel Energie verschwendet wird, schon gar nicht die Bürger, höchstens die öffentliche Hand.
Die Industreie und das Gewerbe jedoch bruachen günstige Energie um sich auf dem Weltmarkt behaupten zu können. Und das funktioniert meines Erachtens mit Wind und Sonne nicht. Davon hängen aber Steuuereinnahmen ab, un der Erhalt wichtiger sozialer Einrichtungen, bsp. die Behinderteneinrichtung in der ich arbeite. Da müßten dann erhebliche Abstriche gemacht werden.
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Ob es vor kurzem war oder länger her, dass Krieg zwischen europäischen Ländern als normal galt, ist eine Frage der Perspektive. Ich bin in der ersten Nachkriegsgeneration. D.h. meine Eltern waren noch bei der Wehrmacht und haben gegen Feinde innerhalb Europas gekämpft. Na ja, meine Mutter nicht direkt, sie hat nur Meldungen über feindliche Bomber weitergegeben. Aber mein Vater war Artillerist, so wie ich später bei der Bundeswehr. Und auch wir haben einen Krieg innerhalb Europas für möglich gehalten, aber dafür trainiert, ihn nicht führen zu müssen. Und das war schon ein Umdenken von einer Generation auf die andere. Deshalb schreibe ich, es war vor kurzem. Die Kriege in Jugoslawien und in der Ukraine wurden schon nicht mehr als normal hingenommen. Letzterer auch nicht von den Russen, sonst hätten sie sich nicht so lange geniert, es "Krieg" zu nennen, sondern "Militäroperation".
Krieg ist immer Kacke. Krieg ist das Versagen von Diplomatie. Militär ist auch Kacke. Militärdienst auch. Ich hab gedient und saß 89 auf einem gepackten Seesack, bereit zum Ausrücken.
Meine Großväter waren bei der Wehrmacht. der eine im WK I der andere im WK II und war dann in Frankreich in Kriegsgefangenschaft. Dem Militär wurde bei uns in der Familie keine freudschaftlichen Gefühle entgegengebracht.
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Wo werden denn 25 % des Wahlvolkes unterdrückt? Jede Partei darf sich ihre Koalitionspartner frei wählen. Ich fühle mich auch nicht unterdrückt, nur weil die CDU nicht mit den Grünen koalieren will. Ich finde es doof, aber durchaus demokratisch. Dass 25 % der AfD auf den Leim gehen, weil sie deren Demokratiefeindlichkeit nicht erkennen, obwohl diese Leute wie Höcke nicht rausschmeißt, ist ein Problem für die Demokratie. 75 % der Bevölkerung wollen diese Partei nicht und viele wären nicht einverstanden mit einer Koalition ihrer Partei mit dieser. Ich als Grünenwähler hätte nichts gegen eine Koalition mit welcher demokratischen Partei auch immer, notfalls auch mit der CSU oder der FDP. Aber letzteres funktioniert nicht wirklich, wie wir bei der "Ampel" gesehen haben. Aber wenn die Grünen mit der AfD koalieren würden, würde ich sie nicht mehr wählen.Ich vermisse den sachlichen Umgang mit der AfD. Es wid gar nicht mal versucht sie in irgendwelchen Sachthemen zu stellen. In den ÖRR Medien wird nur dämonisiert, Vergleiche mit dem 3. Reich herangezogen usw. Auch wenn sie wichtige und richte Themen einbringen werden sie blockiert, nur weil sie von der AfD kommen. Ganz schlimm fand ich letztes Jahr das interview mit Frau Weidel. Die Art und Weise wie der Reporter mit ihr redete , als wäre er der Staatsanwalt und sie die Angeklagte. Das Gewährenlassen der "Omas von Links" die das Interview störten. Das gibt es bei keinem anderen Politiker, so kritikwürdig sie auch sein mögen. Und es gab auch noch andere Vorfälle, wo ich Sachlichkeit und den ordentlichen Umgang miteinander vermisse.
Vielleicht ist Parteienpolitik sowieso das falsche Instrument zur Lenkung eines Staates.
Vielleicht sollten über ein Zufallsverfahren Menschen aus allen Bereichen des Landes ausgewählt werden und diese übernehmen dann die Regierung und in wichtigen Fragen gibt es Volksabstimmungen über das Internet. Das wäre technisch leicht möglich.
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ich finde durchaus wichtig, das man jedem seine Meinung zugesteht, auch eine politische. Es ist legitim die Grünen zu wählen, auch andere Parteien, aber auch die AfD. Auch wenn man die andere Meinung nicht gut findet so sollte man dennoch den anderen nicht verurteilen und Gesprächsbereit bleiben. Bei uns im Forum gehte es eigentlich um Kleidung für Männer und weniger um Politik Wenn ich aber jemand wegen seiner politischen Meinung ablehne und deswegen über das eigentliche Thema nicht mehr sprechen mag, finde ich das etwas kindisch. Das hat für mich etwas von einem Sandkastenstreit über das Sandförmchen.
Jetzt noch mal was - vielleicht nicht Wichtigeres aber, etwas, das - zum Anfang dieses Threads besser passt, als die vielen Unterthemen des Threadthemas: Ich finde, wir, die wir hier zuletzt kontrovers über Politik diskutiert haben, ohne dabei auf eine gemeinsame Grundhaltung zu kommen, haben doch eines bewiesen: Es ist möglich, ohne gegenseitige Verletzungen und Beleidigungen auch über solche Themen zu diskutieren. Ich zumindest fühlte mich weder durch Dich, Zwurg, noch durch Dich, Skirt-Man in irgendeiner weise despektierlich behandelt, sondern respektiert. Ich hoffe, umgekehrt ist das auch so!
Ich denke, Slothorpe hätte das Forum nicht verlassen, wenn ein solcher Diskussionsstil im gegenseitigen Respekt hier die Regel wäre.
Und das gilt auch in der Politik, es zählen die Sachfragen, ein ordentlicher Umgang miteinander und nicht die persönlichen Eitelkeiten.
Letztendlich wollen wir alle das gleiche, wir wollen in Frieden miteinander leben und uns am Leben erfreuen. Es gibt nur Differenzen um den Weg dorthin.

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