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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von dada am Heute um 20:37 »
Ich wohn an der Schwanthaler Höhe und bin in der Gegend auch öfters mal unterwegs, aber heute war ich es nicht...
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Erfahrungsberichte / Antw:Alte Frau
« Letzter Beitrag von Peter58Muc am Heute um 19:56 »
Mir ist mal was ähnliches passiert, nur war ich ungewollt der böse und wurde von einer alten Frau beschimpft. Es war vor ein paar Jahren, wo ich mich zum ersten mal in eine Straßenbahn mit Rock und Strumpfhose getraut habe. Ich fuhr ein paar Stationen und stieg dann wieder aus, um zurück zu meinem Auto zu fahren. Mein Herz pochte und als die Straßenbahn kam wollte ich schnell einsteigen. Eine Alte Frau kam um die Ecke zum aussteigen und ich stand ihr im Weg. Sie hat sofort losgeschrien „ lass mi hoid erst aussteign, du Depp“ als sie dann draussen stand schrie sie noch „ und an Rock  hod er a no o“. Spätestens jetzt haben die übrigen Fahrgäste in meiner nähe, von meinem Rock und wahrscheinlich auch der Strumpfhose, Kenntnis genommen.
Jeder von euch kann sich denken, wie ich mich gefühlt habe.

LG Peter
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Erfahrungsberichte / Antw:Im Rock auf der Arbeit
« Letzter Beitrag von GregorM am Heute um 17:33 »
Eine Kollegin, mit der zusammen ich im Zug fuhr und die immer sehr schöne Röcke tragt ... meinte, ihr wäre es ohne Strumpfhose zu kalt.

Mir kommt es vor, als frieren die Deutschen mehr als wir. Erst in den letzten Tagen haben wir Temperaturen über 10 Grad erlebt, und nachts friert es noch. Nicht desto weniger sehe ich seit mindestens einem Monat täglich mehrere Männer und Jungs in Shorts unterwegs. Mehrmals bei Temperaturen um nur 3-5 Grad. Auch in Supermarkt beim Einkaufen. In den letzten Wochen sind auch junge Frauen dazugekommen, nie im Rock, sondern in Shorts. Darunter keine Strumpfhosen.
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Erfahrungsberichte / Antw:Alte Frau
« Letzter Beitrag von JJSW am Heute um 17:33 »
Die unerwartete Rockersichtung hat sie wohl komplett aus der Spur gebracht und den Zugriff aufs bayerische Sprachzentrum im Hirnkastel kurzzeitig lahmgelegt   ;D

Danke für die kleine Geschichte aus dem Rockerleben.

Grüßle
Jürgen
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Zeitgeschehen / Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Letzter Beitrag von GregorM am Heute um 17:19 »
Lieber Micha und Wolfgang,

Mønster klingt überhaupt nicht wie Monster.

Wir haben übrigens nur drei Spezialbuchstaben: Æ, Ø und Å.

Ø = Ö; und Æ = Ä,, Mit Å ist es schwieriger. Hier gibt es nichts in der deutschen Sprache, das ähnlich klingt. Es klingt wie ein extrem offener O. Der Vokal ist kurz und endet abrupt mit einem Druck. Bei Stadtnamen wie Åbenrå (Apenrade auf Deutsch) schreibt man - wegen e-mail - wieder AA: Aabenraa.

Ü gibt es nicht. Hier verwenden wir immer Y. ß haben wir auch nicht. Z kennen wir nur bei Fremdwörtern wie „Benzin“ und „Zebra“. W existiert auch nur in wenigen Fremdwörtern. W und V werden immer gleich und wie we ausgesprochen.
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von cephalus am Heute um 17:05 »
Heute wieder einer in Laim, Friedenheimer Brücke.
Schiebermütze, oder ähnlich, kniebedeckender Rock aus weichem Material.

Im Umkreis von 100-200m habe ich dort in den letzten Jahren schon oft einen Rocker gesehen. Vielleicht ist es immer derselbe, oder es liegt daran, dass dort viele Menschen unterwegs sind und ich oft dort vorbei komme.
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Erfahrungsberichte / Alte Frau
« Letzter Beitrag von cephalus am Heute um 16:57 »
Ich stand gerade an einer Trambahnhaltestelle, neben einer sehr alten Frau, als die Tram hält und ein paar Jugendliche herausspringen.
Einer rempelt die Frau heftig an.
Sie reagiert prompt:

"Du Gloife!"

Dann zu mir:

"Hams de Rotzleffe gseng? Schaugn aus wia Bachratzn, de Loamsider."

Sie ist richtig in Fahrt, als ihr Blick an mir herunterwandert und sie meinen Rock wahrnimmt.
Ich erwarte mehr aus ihrem Bayerischrepertoire...

Was kommt ist ein
"Hmm",
und sie steigt in die Tram.
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Begrüssungen und Glückwünsche / Antw:(Neu)Vorstellung
« Letzter Beitrag von JJSW am Heute um 16:47 »
Hallo JoHa

Willkommen zurück im Forum.
Schön, das Du wieder dabei bist.

Noch Ende Februar/Anfang März hatte ich mir überlegt, das Forum zu verlassen, nach einigen unschönen Diskussionen und nachdem sich Slothorpe, Rockie und Lars verabschiedeten (aus welchen Gründen auch immer)
Anstatt mich abzumelden hab mich dann entschlossen, zu bleiben (wie schon paarmal seit 2020), aber meine Schreibaktivität deutlich zu reduzieren und eine beobachtende Position einzunehmen.

Seit den letzten Wochen ist die Stimmung im Forum doch deutlich ruhiger und entspannter, so werde ich nun auch wieder ab und an einen Beitrag zu schreiben.

Grüßle
Jürgen
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Zeitgeschehen / Antw:Vielfalt und Wandel der deutschen Sprache(n)
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 13:02 »
Ich will mal diesen Thread nutzen, um eine kleine Off-Topic-Strecke in einem anderen Thread hier noch ein wenig zu vertiefen. Der Geneigte mag diese Ergänzung hier sich antun.

Ich hatte mich ja früher schon mal über das Wort "mønster" lustig gemacht...  :D

Mønster ist einfach Muster. So verschieden sind die germanischen Sprachen doch auch nicht.

Mønster er simpelthen Muster. Så forskellige er de germanske sprog jo heller ikke.

Ja, schon, lieber Gregor, aber es klingt für deutsche Ohren wie "Monster" nur eben mit ö.
"Monster" heißt auf Dänisch aber "uhyre". Da sind die beiden germanischen Sprachen doch sehr verschieden. Wobei "Monster" vom lateinischen "monstrum" kommt, wovon im Bairischen wiederum das  Wort "Trum" abstammt, für etwas Großes.

LG, Micha

Und das antwortete ich dort im Thread darauf:

Oh, das mit dem "Trum" war mir neu. Dieses Wort war mir ohnehin bis in meine Vierziger noch völlig unbekannt.

Und mit Dänisch "uhyre" brauchte ich soeben erst einmal eine Weile, bis ich darin das deutsche "Ungeheuer" als Pendant erkannte.

@Gregor Ja, die Wortgleichheit von Dänisch "Mønster" zu Deutsch "Monster" fand ich eben sehr belustigend.

Wie überhaupt die nordischen Sprachen, ganz besonders eben Dänisch, sehr oft mit den Buchstaben G, D und N spielt, und sie entweder weglässt oder einfügt, wodurch sich eben manchmal für uns Deutsche lustige Konstellationen ergeben,

siehe Mønster --> Muster
oder Sønder --> Süden, was z.B. in Sønderborg, dt. Sonderburg, die Burg quasi zu einem Sonderfall macht (im ähnlichen Sinne wie Sonderschule), aber eigentlich Süderburg, eine südlich gelegene Burg meint.

Mehr Beispiele fallen mir ad hoc nicht ein, aber mir sind schon etliche "lustige" Sachen begegnet, die in der Lage sind, einen schmunzeln zu lassen, was eben mit diesen vom deutschen abweichenden Umgang mit den Buchstaben G, D, N im Dänischen zu tun hat.

Im Fall von Muster und Mønster ist es nun so, dass auch unser deutsches Wort Muster ebenso von dem lateinischen Wort monstrare (zeigen) abgeleitet ist, aber überwiegend aus dem Italienischen kommt (Weiterentwicklung vom Lateinischen), in dem wiederum gerne ein N vor weiteren Konsonanten weggelassen wird, vergl. istituto mit Institut. Wobei selbst in Latein schon das n in monstrare weggelassen wurde, um damit eine z.T. abweichende Bedeutung mit mostrare auszudrücken. Die Frage ist halt immer wer, wann, wo, und wer was irgendwann von wem übernommen hat,
tja, und manchmal lässt das einem schmunzeln.

"Die Frage ist halt immer wer, wann, wo, und wer was irgendwann von wem übernommen hat"

Ja, und genau das hier lässt sich an dem Wort "Muster" gut ablesen.

Die Frage ist halt, in welchem Latein bereits aus "monstrare" ein "mostrare" wurde. Später haben die Italiener das mit dem weggelassenen N eben übernommen. Dort gibt es auch heute noch die "mostra" im Sinne einer Ausstellung. Aber auch schon das Latein hatte sich weiterentwickelt und Begriffe differenziert, ausserdem war es ja in weiten Teilen Europas als zumindest Verkehrssprache verbreitet mit den jeweiligen regionalen Sonderadaptionen, woraus ja dann auch die romanischen Sprachen sich entwickelten. Ausserdem wurde bis vor kurzem ja auch  noch kräftig am "Kirchenlatein" weiter gewerkelt, was ebenso neue Deutungen in den Lateinwortschatz einbrachte und Worte.

Beim "Muster", was wir hier in Bezug auf Kleidung meinen, also die stoffliche oder farbliche Gestaltung eines Textils, bei der farblichen Gestaltung sind dann meistens mindestens zwei unterschiedliche Farben beteiligt, ist ja eigentlich eine Ableitung vom im Handel oder in der Kunst verbreiteten "Muster" im Sinne von Anschauungsobjekt, manchmal auch Prototyp, um davon eben z.B. eine Grundlage zu haben, wonach dann weitere Kopien angefertigt werden können (man denke an "Schnittmuster"). Oder eine Probe einer größeren Menge gleichgestalteter Objekte / Waren.

Das Wort "Muster" im Sinne von Anschauungsobjekt / Prototyp habe ich erst sehr viel Später kennengelernt, als das Muster eines Kleidungsstück (z.B. Streifen, Karos, Nadelstreifen, Blumenmuster etc.). Drum hatte ich mir diese Papierbögen mit "Schnittmustern" eigentlich als recht plausibel erklärt, da es ja ein Gewirr von Linien ist auf diesem Papierbogen, was ja einem Muster einer Textilie gleichkommen kann. In Wirklichkeit geht es ja auch das "Probemuster" zurück, im Sinne von Vorlage.

Und im Sinne von Probe- oder Gestaltungvorlage tauchte auch das Wort "Muster" im 16. Jahrhundert in der deutschen Sprache auf. Und das Wort wurde von den Kaufleuten aufgenommen, und je nach Handelbeziehungen entweder aus dem Italienischen "mostra" oder dem alt-französischen "monstre". Nun ist es im Deutschen so, dass aus den französischen Nasalen, hier also 'on', manchmal der Nasal im Sinne von 'ng' oder 'n' übernommen wird, manchmal aber der Nasal vollkommen entfällt. Drum kann unser Deutsches "Muster" auch aus dem Französischen übernommen worden sein. Im Dänischen und Niederdeutsch, Plattdeutsch aber sieht man, dass man das N beibehalten hat, entweder direkt aus dem Lateinischen, oder eben aus dem Altfranzösischen.

Dass das Wort "Muster" im Deutschen dann auch die Bedeutung von Dessin (farbliche und oder strukturelle Gestaltung z.B. eines Textils) erhalten hat, ist eine spätere volkstümliche Ableitung / Deutung des ursprünglichen Wortes für Anschauungsobjekt / -probe.





Ich erwähnte in dem zitierten Beitrag oben den vom Deutsch oft abweichenden Umgang mit den Buchstaben N, D, G im z.B. Dänischen.

Das Wort 'uhyre' als Entsprechung zum deutschen 'Ungeheuer' reiht sich da scheinbar auch mit ein. Da es ja auch ein G einspart.
In diesem Fall ist es aber leicht anders gelagert, denn die Dänen lassen in diesem Fall die ganze Silbe 'ge' weg. Die deutsch Vorsilbe "ge-" als Kennzeichnung einer Wortableitung oder einer Vergangenheitsform entfällt in vielen Entsprechungen anderer germanischer Sprachen. Wobei wiederum das Niederländische es manchmal einsetzt, wo wir im Deutschen das gar nicht haben, in anderen Fällen aber es weglässt, wo wir es verwenden. Insofern ist das fehlende "ge" im Dänischen Ungeheuer gar nicht so verwunderlich.

Andererseits sind im Deutschen auch viele Worte, die mit G beginnen, selbst mit K, wiederum eine Wortbildung, wo die Vorsilb "ge-" einfach ums E verkürzt wurde, siehe Geleise --> Gleise, geleissen --> gleissen, Gelanz --> Glanz. Auch damit kann manch sonderlich erscheinender Umgang mit dem ausgelassenen G durch Einsparung der gesamten Vorsilbe "ge-" erklärt werden. Oder eine Übernahme des Wortes, bevor im Deutschen diese Vorsilbe "ge-" hinzugefügt wurde. Noch ein Bleispiel: dän. "lykke", dt. "Glück".

Bei Ungeheuer, wo dieses Wort an sich ja auch schon sehr interessant ist zu beleuchten, gibt es aber auch noch ein anderes Wort in derselben Bedeutung: "Ungetüm". Hier hat sich die Deutsch Sprache so richtig ausgetobt mit ihren Vorsilben: "un" als Verneinung, "ge" als Vergangenheit oder Ableitung oder hier eher als Verkörperlichung (wie in Gerät: Rat (Unrat, Abraum), Rüstzeug, Zeugs zu einem körperlichen Objekt geworden). Und hintenraus noch eine Form, die zugehörig ist zu der Gruppe von Worten wie Reichtum, freedom, kingdom, was im Sinne von "heimisch" (domus, lat. für das Heim, Haus) oder abgeleitet davon im Sinne von "vertraut" zu verstehen ist. Eine andere Deutung von "tüm" in "Ungetüm" geht auf "das germanische "Thing" / "thinglich" zurück, was im Sinne von "gesetzlich", "vereinbart", "allgemein zugestimmt" oder "sittlich" zu verstehen ist.

Es sind schon interessante Aspekte, die sich da auftun, wenn man sich mit sprachlichen Besonderheiten oder mit alltäglichen Begriffen beschäftigt.





Beim Stöbern zum Wort Ungetüm stieß ich auch auf das Wort "Hosenungetüm", wo sich belustigt wurde, dass die Hose eines Mannes sehr, sehr hoch am Körper hinauf reichte.

Dabei stieß ich aber auch auf das Wort "Hosenteufel", wozu die Gebrüder Grimm in ihrem Wörterbuch vermerkten:
Zitat
hosenteufel, m. teufel der die menschen zur ausschreitung in der hosentracht verführt; titel eines buches von Musculus (s. quellenverz. zum 1. bande).
("Musculus, Andr. *1514 Schneeberg †1581 Frankfurt/O.  //  vom hosen teuffel. o. o. (am ende: Frankfurt/O.) 1555. — QV I —.")





Zu "Muster" in der Bedeutung von Dessin schreiben die Gebrüder Grimm übrigens als Erläuterung:

Zitat
e) muster überträgt sich auf die zeichnung, die ein solches stück zeug oder eine stickerei und ähnl. nach vorausgemachtem entwurf (oben b) empfangen hat: ...

Und das Wort "Monster" haben sie überhaupt noch gar nicht drin in ihrem Wörterbuch.
Vielleicht ist ja das Wort "Monster" ins Deutsche eigentlich erst über das Englische eingewandert.

Und ja, Wiktionary schreibt:
Zitat
Herkunft:

Entlehnung im 18. Jahrhundert über englisch monster → en und (alt)französisch monstre → fro (welches mit monströs verwandt ist) aus lateinisch monstrum → la (Weiteres siehe unter Monstrum)
Quelle: Wiktionary
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Lieber Hajo

Das hast Du schön gemacht. 👍  :)
Damit kannst Du dann mit der Sonne um die Wette strahlen. Und die Knöpfe setzen zusätzliche Farbakzente.

Wird Zeit, das ich auch mal wieder was nähe.

Grüßle
Jürgen
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