Ja, eine gute Entwicklung.
Jedenfalls habe ich jetzt mehr von diesen Eigenschaften, die Du mir zugesprochen hattest, die ich in diesem Maße "vor dem Rock-Outing" definitiv nicht hatte.
Und genau das hatte ich als Beispiel aus meinem eigenen Werdegang
für meinen längeren Beitrag rund ums "Outing" herangezogen; rund ums "Outing" und rund um "derselbe Mensch wie vorher".
Nein, nach einem Outing ist man nicht komplett derselbe Mensch wie vorher. Ein Outing macht was mit einem. Es ist befreiend, auch wenn man sich damit
zunächst vielleicht noch Probleme, z.B. Gegenwind einhandelt.
Ich halte es für nachvollziehbar, wie im längeren Beitrag geschrieben, wenn Menschen sich nach einem Outing mit ihrer Zeit und Aufmerksamkeit anderen Richtungen als zuvor zuwenden, auch wenn aus ihrem alten Umfeld kein Gegenwind gekommen wäre.
Mit meinem
Beispiel von mir hatte ich untermauert, dass ich nach meinem - laaangsamen - "Outing" ebenso nicht mehr "derselbe Mensch wie vorher" war. Dieses Beispiel aus meinem Werdegang steht aber nicht für den Rest meines langen Beitrags, also sich neuen Menschen zuzuwenden und sich von den zuvorigen Freunden abzuwenden. Mein unmittelbares Umfeld von vorher habe ich beibehalten, und seitdem aber auch viele neue "Leute" dazugewonnen - eben welche, die vermutlich besser zu mir passen, als hätte ich "neue Leute" ohne "Outing", also ohne Rock um mich geschart.
P.S.: Wie in meinem längeren Beitrag ebenso erwähnt, hatte ich auf dem langen Weg zu meinem Outing bereits frühzeitig alte Freunde aus meinem Umfeld verlassen (es gab da aber viele Gründe, z.B. eben nach dem Abi, Studium, Ortswechsel von mir und von anderen, etc., aber auch weil ich mich den "Hosen-Erwartungen" entziehen wollte), was aber für mich wohl notwendig war, um überhaupt die Erfahrungen und Willensstärke "für Rock" aufzubauen, und letztlich mein späteres langes, behutsames "Outing" vorzubereiten. Jetzt, rund 40 Jahre später, haben aber die, die ich damals 'verlassen' habe, weil ich deren 'Gegenwind' befürchtete, haben also diese aber inzwischen offensichtlich auch kein Problem mehr mit mir. Deshalb habe ich weiter oben auch das Wort 'zunächst' verwendet, und zwar in jenem Passus:
"Ein Outing macht was mit einem. Es ist befreiend, auch wenn man sich damit zunächst vielleicht noch Probleme, z.B. Gegenwind einhandelt."