Na ja, wenn ich als Journalist so einen "fertigen Text" bekäme, würde ich ihn an die Anzeigen-Abteilung weiterleiten und dem Autor eine Rechnung schicken. 
Oder ihn als Leserbrief behandeln.
Was ich meine, ist, dass ein Journalist kein PR-Agent ist. Also idealerweise zumindest nicht.
LG, Micha
Naja, das ist von verschiedenen Faktoren abhängig.
Zunächst ist es davon abhängig, welchen Stellenwert Dein Anliegen beim 'Eingangs-Redakteur' zugewiesen bekommt.
Dann ist es abhängig davon, welchen Stellenwert Dein Anliegen bei dem nächsten Redakteur bekommt, der Dein Anliegen auf den Schreibtisch hingelegt bekommt.
Dann muss die Redaktionssitzung entscheiden, ob der betreffende Redakteur für dieses Thema überhaupt grünes Licht erhält und wieviel Stellenwert diesem Thema von der Redaktion eingeräumt wird. (Ich überspringe manche Feinheiten.)
Dann ist die Frage, wieviel Raum das Medium für das Thema (und überhaupt die Themen der betreffenden Redaktion) einräumt. Und was sonst noch alles an wichtigen oder unwichtigen Themen anliegen.
In einer regionalen Zeitung dürften diese Prozesse relativ schlank sein. Am Ende entscheidet dort ggf. sogar der 'Eingangs-Redakteur' ganz alleine über Stellenwert, Art und Umfang, was er mit dem Posteingang von Dir bis hin zum möglichen Endprodukt macht. Und vor allem hier, nachdem die Redaktionen alle zusammengeschmolzen sind, besteht die größte Chance, dass Deine 'Eingabe' relativ 1:1 publiziert wird.
Andere Betrachtungsweise:
Es hängt davon ab, was der betreuende Redakteur daraus machen will. Will (kann) er das journalistisch aufbereiten?
Dann wird er sich zumindest mit dem Absender einmal in Verbindung setzen. Eventuell wird er ein Telefoninterview führen. Eventuell wird er sich mit Dir (oder jemandem, den wir schicken / sich bereit erklärt / unserem Pressebeauftragtem o.ä.) treffen, ggf. auch Bilder machen (falls er sich nicht mit unseren Pressebildern begnügt, falls wir welche mitgeschickt haben).
Er wird eventuell noch andere Männer suchen, die das betreffen könnte - jenseits von uns.
Er wird evt. versuchen, Fürsprecher für uns zu finden, Gegner von uns zu finden, diese zu Wort kommen lassen - vielleicht eine Einordnung eines Wissenschaftlers oder "Mode-Experten" suchen.
Er wird vielleicht eine Straßenumfrage unter dahergelaufenen machen.
Er wird vielleicht Beratungsstellen aufsuchen, ob es Fälle von Beratungsbedarf gibt.
usw. usf.
Dann kommt da vielleicht was völlig anderes heraus, als Du Dir vorgestellt hast.
Oder ein wunderbar aufbereitetes Thema, das Dir vielleicht sogar gefällt.
Das weiß man alles nicht.
Die Erwartung, dass es so umfangreich aufgearbeitet wird - also journalistisch -, muss ich allerdings deutlich dämpfen. Doch, man sollte es nicht unversucht lassen.
Die Realität ist aber eher so, dass es mehr in Verlautbarungs-Journalismus tendiert, vor allem in der Druck- / Online-Presse:
Man wendet sich in Text-Form an das Medium, das Endprodukt (sollte es eines geben) kommt in Text-Form heraus.
Die Verdienstmöglichkeiten in diesen Medien sind begrenzt. Da liegt es nahe, um Zeit zu sparen, dass man sich sehr nahe an der 'Eingabe' - Deinem Pressetext - orientiert, wenn er passend genug vorliegt.