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Artikel und Presseberichte / Antw:Öffentlichkeits-Arbeit für "Rock am Mann" - Diskussion
« Letzter Beitrag von MAS am Heute um 12:18 »Lieber Cephalus,
bei mir ist es so, dass ich durchaus mit meiner männlichen Rolle zufrieden bin, aber eben nicht mit allen Merkmalen, die man ihr vielfach zuschreibt.
Ich nehme man die Merkmale, die Wolfgang oben aufgelistet hat und schreibe jeweils dahinter, ob mir das jeweilige Merkmal zusagt oder nicht:
Teil einer idealtypischen Männerrolle in unserem Kulturkreis ist:
- Ausschließlich Hosen zu tragen -> sagt mit nicht zu
- Bier zu mögen -> sagt mir zu
- Interesse für Fußball zu haben -> sagt mit nicht zu
- Die Hauptverantwortung für Kinder an Frauen zu delegieren -> sagt mit nicht zu
- Karriere über Familie zu stellen -> sagt mit nicht zu, wobei ich eh kein Karrieretyp bin, aber öffentliche Arbeit, auch ehrenamtlich, steht bei mit sehr hoch, evtl. gleichauf mit Familie
- Stark und präsent aufzutreten, öffentlich wie privat -> sagt mit weniger zu, wobei ich genau wissen müsste, was gemeint ist; Petra weiß es zu schätzen, dass ich stärker bin als sie, wenn es was zu tragen gibt, das ihr zu schwer ist; Was ist mit "präsent" gemeint? Gegenwärtig? Achtsam? Wenn das, würde ich schon sagen, dass mir das wichtig ist, dass ich dem aber nicht immer gerecht werde.
- Latent immer die Konkurrenz zu anderen Männern suchen -> sagt mit nicht zu
- Usw… -> kann ich so pauschal nichts zu sagen Aber mir fällt noch eines ein:
- handwerklich geschickt zu sein -> sagt mit nicht zu bzw. würde ich gerne sein, bin ich aber nicht; da kann Petra vieles besser
Da siehst Du und sehr Ihr, dass es recht unterschiedlich ist. Und ich würde sagen, dass man Frauen das auch alles fragen kann und denn differenzierte Antworten bekäme.
Und um Deine beiden Situationen zu nehmen:
- Neuer Kollege steht plötzlich freundlich und hilfsbereit vor mir und reicht mir eine Flasche Bier -> das fände ich nett, wobei es aber auch auf die Biersorte ankäme
- Ich stehe bei eine Gruppe junger Frauen und langsam verschiebt sich das Gesprächsthema in Richtung Mode und Fingernägel. Eine entschuldigt sich, dass sie mich jetzt langweilen würden. -> mit Mode im Sinne von Kleidung würden sie mich nicht langweilen, mit Fingernägeln, Maniküre usw. eher schon
Dein letzter Satz "Ich bin damit zufrieden als Mann gelesen zu werden, und habe auch keine Ambitionen das zu ändern." trifft auf mich auch zu, wenngleich ich manchmal phantasiere, wie es wäre, ein Mädchen/eine Frau zu werden.
Und dazu:
"Nein, ich mag die männliche Rolle nicht, nicht so wie sie derzeit bei uns ist.
Vermutlich wollte ich die weibliche aber noch weniger."
Ich mag viele Zuschreibungen zu beiden Rollen auch nicht, andere dagegen schon. Ich versuche mit meine Rolle so zu kreieren, dass dabei eine gute Mischung herauskommt, sozusagen: Männliches Thema mit Weiblichen Variationen.
LG, Micha
bei mir ist es so, dass ich durchaus mit meiner männlichen Rolle zufrieden bin, aber eben nicht mit allen Merkmalen, die man ihr vielfach zuschreibt.
Ich nehme man die Merkmale, die Wolfgang oben aufgelistet hat und schreibe jeweils dahinter, ob mir das jeweilige Merkmal zusagt oder nicht:
Teil einer idealtypischen Männerrolle in unserem Kulturkreis ist:
- Ausschließlich Hosen zu tragen -> sagt mit nicht zu
- Bier zu mögen -> sagt mir zu
- Interesse für Fußball zu haben -> sagt mit nicht zu
- Die Hauptverantwortung für Kinder an Frauen zu delegieren -> sagt mit nicht zu
- Karriere über Familie zu stellen -> sagt mit nicht zu, wobei ich eh kein Karrieretyp bin, aber öffentliche Arbeit, auch ehrenamtlich, steht bei mit sehr hoch, evtl. gleichauf mit Familie
- Stark und präsent aufzutreten, öffentlich wie privat -> sagt mit weniger zu, wobei ich genau wissen müsste, was gemeint ist; Petra weiß es zu schätzen, dass ich stärker bin als sie, wenn es was zu tragen gibt, das ihr zu schwer ist; Was ist mit "präsent" gemeint? Gegenwärtig? Achtsam? Wenn das, würde ich schon sagen, dass mir das wichtig ist, dass ich dem aber nicht immer gerecht werde.
- Latent immer die Konkurrenz zu anderen Männern suchen -> sagt mit nicht zu
- Usw… -> kann ich so pauschal nichts zu sagen Aber mir fällt noch eines ein:
- handwerklich geschickt zu sein -> sagt mit nicht zu bzw. würde ich gerne sein, bin ich aber nicht; da kann Petra vieles besser
Da siehst Du und sehr Ihr, dass es recht unterschiedlich ist. Und ich würde sagen, dass man Frauen das auch alles fragen kann und denn differenzierte Antworten bekäme.
Und um Deine beiden Situationen zu nehmen:
- Neuer Kollege steht plötzlich freundlich und hilfsbereit vor mir und reicht mir eine Flasche Bier -> das fände ich nett, wobei es aber auch auf die Biersorte ankäme
- Ich stehe bei eine Gruppe junger Frauen und langsam verschiebt sich das Gesprächsthema in Richtung Mode und Fingernägel. Eine entschuldigt sich, dass sie mich jetzt langweilen würden. -> mit Mode im Sinne von Kleidung würden sie mich nicht langweilen, mit Fingernägeln, Maniküre usw. eher schon
Dein letzter Satz "Ich bin damit zufrieden als Mann gelesen zu werden, und habe auch keine Ambitionen das zu ändern." trifft auf mich auch zu, wenngleich ich manchmal phantasiere, wie es wäre, ein Mädchen/eine Frau zu werden.
Und dazu:
"Nein, ich mag die männliche Rolle nicht, nicht so wie sie derzeit bei uns ist.
Vermutlich wollte ich die weibliche aber noch weniger."
Ich mag viele Zuschreibungen zu beiden Rollen auch nicht, andere dagegen schon. Ich versuche mit meine Rolle so zu kreieren, dass dabei eine gute Mischung herauskommt, sozusagen: Männliches Thema mit Weiblichen Variationen.
LG, Micha

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