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« Letzter Beitrag von doppelrock am Heute um 05:05 »
lieber Blumenrock,
deine Empörung verwundert doch etwas.
Wenn du so beharrlich eine ärztliche Untersuchung für das Schautragen von Unterwäsche nutzen willst, statt dich einfach auf den Kern der Sache zu konzentrieren, musst du einfach damit rechnen, dass es jemand klar und deutlich anspricht. Das hat ja nix damit zu tun, ein nahtloses Höschen zu tragen, damit es sich unter dünner Kleidung nicht abzeichnet. Das eine ist Sich-Präsentieren-Wollen, das andere ist elegant kleiden ohne sich abzeichnende Wäsche. Erkennst du den Unterschied?
Diverse abwertende Bezeichnungen wie "CIS" sind dem Verständnis für deinen Standpunkt auch nicht dienlich. Und ein Mann mit P*nis, der als "weiblich gelesen" werden will, kann das gern wünschen, aber wer soll auf dieses Rollenspiel hereinfallen? Ausgerechnet ein Arzt? Absurd wird die Geschichte, wenn jemand sich aufgrund Geschlechtsdysphorie als eine Minderheit von 0,0x% definiert und gleich 50% der Menschen (alle Männer) mit so einem ideologisch gefärbten Kürzel herabsetzt, aber gleichzeitig von ihnen Verständnis und Aufmerksamkeit fordert.
Es wirkt für mich auch wie eine sehr erzwungene Ausrede, dass sich eine weibliche Seite in der Kleidung wohler fühle. Nein, es ist genauso ein Schönreden einer Sucht, wie beim Raucher, der behauptet, er könne jederzeit aufhören, wenn er will. Aber jetzt will er nicht, es schmeckt so gut.
Empathie hat mit Einfühlungsvermögen zu tun, nicht mit bedingungslosen Zustimmen zu einem Verhalten und auch nicht mit unterwürfigem Nettsein oder Verschweigen, dass man das Verhalten nicht teilt. Hier wird genau aus diesen Gründen ein Mangel an E unterstellt. Eine inszenierte Opferrolle. Wenn Abraten von einer ganz schlechten Idee mit fehlender Empathie gleichgesetzt wird, erinnert mich das Verhalten an ein bockiges Kind, das den Lolli nicht an der Kasse bekommt: "Papa, ich hasse dich!".
Umso wichtiger ist es, das Thema deutlich anzusprechen, auch wenn es unbequem ist und irgendwelche Moralisten mit Beleidigungen und gespielter Empörung dazwischen springen. Die kann man getrost ignorieren, weil sie inhaltlich nichts beitragen. Außerdem: Wer polarisieren will, erzeugt eben auch Ablehnung, nicht nur Zustimmung.
Gruß
doppelrock