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« Letzter Beitrag von MAS am Gestern um 22:28 »
Doppelrock,
wenn man den Menschen auf seine biologischen Funktionen reduziert, mag man dazu kommen, dass nicht glücklich sein kann, für wen diese nicht wie gewollt funktionieren. Man mag dann auch gerne lieber an Dunkelziffern glauben, die den eigenen Widerwillen gegen Transmenschen bekräftigen, als an die Aussagen dieser Menschen selbst. Wobei es tatsächlich auch Menschen gibt, die nach der Transition unglücklich waren. Vorher unglücklich, hinterher auch.
Dass das Thema in den letzten Jahren so weite Verbreitung gefunden hat, liegt wohl vor allem daran, dass die Betroffenen es endlich wagen, sich zu Wirt zu melden und daran, dass sie aufgeschlossene Unterstützung von nicht selbst betroffenen Menschen erhielten.
Dass sich auch Menschen dadurch irritiert fühlen ist normal. Als die ersten Italiener in Deutschland anfingen, Tische und Stühle vor ihre Restaurants auf den Bürgersteig zu stellen, waren auch viele Menschen irritiert. Und da Menschen überwiegend eher konservativ sind, dauert es oft etwas, bis sie sich an was gewöhnt haben, vor allem wenn sie, anders als bei der Außengastronomie, für sich selbst keinen Vorteil davon sehen.
Außerdem gibt es eine große Hetze gegen Transpersonen so wie gegen viele andere neue Erscheinungen und auch Erkenntnisse, die den Menschen eher was an Toleranz oder Einsicht abverlangen, als dass sie direkt Vorteile davon hätten. Da gibt es politische Kräfte, die das ausnutzen, um Stimmung zu machen und dann an die Macht zu kommen.
Diese Kräfte sprechen auch von "Genderideologie". Aber nein, mit denen hast Du natürlich rein gar nichts zu tun, sondern es ist reiner Zufall, dass Du dieses Wort auch verwendest. Und manche andere Wörter aus deren Sprachgebrauch ebenfalls. Alles reiner Zufall.
LG, Micha