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Erfahrungsberichte / Antw:"Was hast Du denn da an?"
« Letzter Beitrag von Zareen am Heute um 00:04 »
Diese Frage empfinde ich wie die MAD-Serie "Kluge Antworten auf dumme Fragen" von Al Jaffee. "Was hast du denn da an?" ist so, als ob ich jemanden der die Sportschau sieht, frage "Siehst du gerade die Sportschau?"
"Nein, ich habe eine Hose an" und dann entweder "die Beine wurden unterschiedlich weit geschneidert. Ich passe mit beiden Beinen nur in das weite Hosenbein." oder "neuester Economy-Trend, man spart den Stoff für das zweite Bein." Und dann völlig entrüstet einen draufsetzen "Ich trage doch als Mann keinen Rock!"

Seit fast 2 oder 3 Jahren trage ich fast nur noch Röcke. Im Winter auch mit Strumpfhose. Kniekurze, lange, was eben gerade gefällt. Barfuß mit Sandalen am liebsten. In größeren Menschenansammlungen schauen die älteren mehr als die jüngeren, aber es gab bisher s e h r wenig Nachfragen. Wenn überhaupt, blieb alles auf einer sehr sachlichen Ebene. Auf das Bequemlichkeits Argument bekam ich bisher von allen Frauen absolute Zustimmung. Das Wichtigste ist, wie ich feststelle, daß ich mich wie ein Mann bewege und rede. Gehirne brauchen Sicherheit. Wenn ich mich wie eine Frau bewege wird mein Gegenüber unsicher. Und dann kommen unsinnige Bemerkungen - nach meiner Erfahrung.
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Ja, ich denke, das ist auch der Grund, warum unsere Bewegung, als Mann Rock oder Kleid zu tragen, sich schwerer gesellschaftlich durchsetzt als die damalige Frauenbewegung für Hosen.

Viele (Männer wie Frauen) sehen Hosen einfach als praktischer an, auch wenn sie Röcke oder Kleider (zumindest für Frauen) wohl schöner und für feierliche Anlässe als hochwertiger betrachten.

Dass auch Röcke und Kleider viele praktische Vorteile haben und auf ihre Weise sehr angenehm zu tragen sind, kommt den meisten Männern wohl gar nicht in den Sinn. Und solange sie es nicht im Alltag ausprobieren, werden sie das auch nie merken. (Wobei selbst die Frauen, die gelegentlich Röcke und Kleider tragen, im Alltag mehrheitlich eher auf Hosen setzen; weder unter Frauen noch unter Männern werden sich wohl Röcke und Kleider als alltagstauglichere Kleidung mehrheitlich durchsetzen.)
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... Hinzu kam, dass genau der  erste Weltkrieg Frauen in die Hosen oder Overalls steckte, um die Arbeitsplätze der in den Krieg gezogenen Männer zu ersetzen ...
Diese Hosenepisode für Frauen hat vermutlich noch einmal mehr bestätigt, wie praktisch eine Hosenkleidung für Männer sei, weshalb wohl jeglicher Reformgedanke für die Männerkleidung in den Ansätzen wieder fundamental erstickt wurde.


Ja, warum Männerkleidung reformieren, wenn diese schon immer das hat, wofür Frauen mühsam kämpfen mussten?

Aber Klimt scheint seine Gewänder genossen zu haben.
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Rund um den Rock / Antw:Rocker gesichtet
« Letzter Beitrag von Albis am Gestern um 20:53 »
@Skirtedman: An jenem Wochenende war die Berlin Fashion Week und besagtes Festival. Und es ist eben Berlin. Das sind trotz des kalten Wetters eben gute Voraussetzungen. Es ist zu befürchten, dass ich es jetzt wieder Wochen oder gar Monate bis zu nächsten Rockersichtung außerhalb von irgendwelchen Szeneveranstaltungen warten muss.

LG, Albis
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Irgendwo stand in dem Artikel von SisterMag auch, dass er das durchaus auch in seiner Freizeit trug und er Besucher bei ihm zu Hause zu diesen Kitteln bewegen konnte.

Er selbst hat dann gelegentlich für besondere Events das auch für draussen getragen, nicht nur aus grobem Leinen, sondern auch aus feiner Seide.

Leider hat sich das damals nicht weiter durchgesetzt. Erwähnt war im Text, dass es bei der Reformkleidung ja um die Befreiung des Frauenkörpers gegangen sei. Aber genau da setzt wohl der Grund ein, weshalb da nicht auch an eine Befreiung des Männerkörpers gedacht wurde. Vermutlich hatte man das "Praktische" der Männerkleidung für einen rechtschaffenden Mann höher eingeschätzt, und der erste Weltkrieg gab dem wohl unangefochten auch noch eine aufdringliche Bestätigung.

Hinzukam, dass genau der  erste Weltkrieg Frauen in die Hosen oder Overalls steckte, um die Arbeitsplätze der in den Krieg gezogenen Männer zu ersetzen. (Das wurde nach dem ersten Weltkrieg allerdings schnell wieder fallen gelassen, und die Hose spielte für die durchschnittliche Frau erst mal keine weitere Rolle mehr.) Diese Hosenepisode für Frauen hat vermutlich noch einmal mehr bestätigt, wie praktisch eine Hosenkleidung für Männer sei, weshalb wohl jeglicher Reformgedanke für die Männerkleidung in den Ansätzen wieder fundamental erstickt wurde.

Bei dem von Dir, Jens, verlinkten Artikel zu SisterMag fand ich unten auf der Seite übrigens einen Link zu einer SisterMag-Ausgabe von 2020, mit dem Titelthema "Wie die Frau zur Hose kam". Darin gibt es ein paar Einblicke in die Geschichte. Ebenso wird von Hosenrollen im Theater gesprochen (auch von Männern in Frauenrollen), erwähnt wird auch "Genderless" sei das neue "unisex". Und auf Seite 145 taucht auch die Wortkombination "Ein Rock für den Mann" auf.

Gleich mal den Link auf die Ausgabe zu dem Partnerthema 'Frauenhose':
https://www.sister-mag.com/magazin/sistermag-no-57-mai-2020/wie-die-hose-zur-frau-kam/
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An mehreren Stellen in der Dokumentation ist er barfuß zu sehen - z.B. ganz am Schluss.

Hier kann man das Gewand sogar kaufen:https://www.klimtvilla.at/produkt/malerkittel-gustav-klimt/

Er war einer der ersten Künstler, der von der Reformbewegung - den Reformkleidern begeistert war:

https://www.sister-mag.com/magazin/sistermag-no-49-juni-2019/gustav-klimt-in-mode-reformkleider/

Ich glaube nicht, das er unter seinen Hemdkleidern Hosen trug.
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...ach, ich hatte noch Acryl vergessen. Bei Bleistift aber benutzte er die Schürze eigentlich nicht.
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Nun, da stellt sich mir als Hosenablehner die Frage:

Trägt er (Schauspieler), trug er (Klimt) den Kittel über einer Hose, oder dieses Gewand hosenlos?

Ich hab mal schnell in die Doku reingeschaut und bei 14'50" gesehen, wie der Klimt-Darsteller ganz zu sehen ist und er ein bodenlanges Malerkleid trägt, das auch die Schuhe bedeckt, das ist vermutlich ja auch die Intention des Gewandes. Wie mein Vater mit Öl oder Aquarell gemalt hat, trug er auch immer eine Schürze (eine blaue aus Südtirol), jedoch freilich mit Dahaamerumshose dazu.

Also, auf den ersten Blick in die Doku bekam ich meine Eingangsfrage nicht beantwortet.
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Heute haben wir uns die Dokumentation auf Arte über Gustav Klimt angeschaut. Er trug ein unkonventionelles Outfit: Oft - in der Freizeit - beim Malen trug er seinen dunkelblauen bequemen Malerkittel - ich würde sagen praktisch ein Kleid:

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Hier ist der Link, wo der Schauspieler eine gute Nachbildung seines "Malerkittels" trägt:
https://www.arte.tv/de/videos/120469-001-A/gustav-klimt/

So ein "Malerkittel" könnte mir auch gefallen  :)

VG
Jens
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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Skirtedman am 04.02.2026 17:36 »
Echt jetzt?

... und man könnte zu relevanteren Themen übergehen.

Ich warte geduldig auf Deine Themen mit Relevanz.
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