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Umfragen / Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Letzter Beitrag von Skirtedman am Heute um 19:49 »Und Du schreibst ja selbst, dass es Dir um Konfliktpotential geht. Dabei wird die den Ehefrauen und Familienmitgliedern unterstellte negative Meinung gegenüber der Vorstellung, das Rocktragen ihres Mannes, Vaters, Bruders usw. könnte was mit LGBTQ+ und Queerness zu tun haben, als ein Grund aufgeführt, diese Verbindung zu verneinen.
Warum sollte man aber eine Verbindung zu einer Gruppe vereinen, an der man nichts Negatives sieht? Warum sollte man eine eventuelle Negativbeurteilung dieser Gruppe durch Familienmitglieder unterstützen, in dem man Verbindungen zu dieser Gruppe so vehement negiert?
Wer redet davon, eine Verbindung zu verneinen? (Hier gemeint: eine unterstellte
Das wird in meiner Umfrage doch gar nicht abgefragt. Lass Dir mal die Sätze, die hier zur Auswahl stehen, durch den Kopf gehen und analysiere sie einmal grammatikalisch.
Benenne mir alle Sätze von diesen 6 Sätzen, wo der Teilnehmer konkret gefragt wird, ob er diese Verbindung oder Zugehörigkeit ablehnt! Bitte für die Einfachheit einfach von 1 bis 6 durchzählen!
Deine Formulierung von oben enthält einen Teilsatz, den ich nun fett darstelle:
Zitat
ZitatDabei wird die den Ehefrauen und Familienmitgliedern unterstellte negative Meinung gegenüber der Vorstellung, das Rocktragen ihres Mannes, Vaters, Bruders usw. könnte was mit LGBTQ+ und Queerness zu tun haben, als ein Grund aufgeführt, diese Verbindung zu verneinen.
Die Aussage dieses Teilsatzes findet sich als mögliche Antwortoption bei meinen 6 Antworten tatsächlich teilweise wieder:
"...wichtig, was meine Kinder, meine Eltern, meine Partnerin von mir denkt..."
und zwar in den Antworten 2 - 5. Das ist richtig. Diese Aussage ergibt sich, weil diese Sätze auch LGBTQ+ und Queerness aufgreifen.
Und meine Umfrage zielt darauf ab, ob dies gegeben ist, bzw. in 4 und 5, ob sie nicht gegeben ist, weil die Familienmitglieder entweder nicht mehr existieren oder weil sie bereits "überzeugt" sind oder ob sie irrelevant sind.
Genauer noch: ich frage ab, ob es dem Teilnehmer wichtig ist, was die Familienmitglieder denken (2 und 3) und wenn ja, ob "das Angebot" aus dem Bereich LGBTQ+ und Queerness hilreich in diesem Verhältnis zu den Familienmitgliedern ist oder nicht.
Es wird nicht abgefragt, wer nun konkret Menschen aus dem Bereich LGBTQ+ und Queerness ablehnt oder nicht. Es wird abgefragt, dass die Kenntnis über die Existenz von LGBTQ+ und Queerness und deren Inhalte förderlich ist oder hinderlich ist im Umgang mit den eigenen Familienmitgliedern.
Meine Umfrage zielt darauf ab, ein eventuelles Konfliktniveau im engen Familienkreis zu erfragen, und wie der Konflikt mit Blick auf LGBTQ+ und Queerness geprägt ist. Falls Du das bis hierhin verstanden hast, gib das bitte noch einmal in Deinen Worten wieder!
Mehr noch: die oft zu lesende Aussage "ist mir doch egal, was die Leute denken" kann eventuell genau im Familienkreis ein jähes Ende finden. Wie oft das vorkommt, oder wie oft das nicht vorkommt, ergründet vorwiegend Option Antwort 1.
Es sind also zugegeben komplexe Strukturen, die hier abgefragt werden. Eine Aussage, es ginge darum, eine Freundlichkeit oder Feindlichkeit gegenüber LGBTQ+ und Queerness abzufragen, ist schlichtweg falsch.
Und eine Ehefrau kann LGBTQ+ und Queerness noch so befürworten, möglicherweise will sie aber nicht, dass ihr Ehemann sich dazu zählt.
Und hat er ihr beteuert, dass er nicht dazu zählt, ist noch immer nicht ausgeräumt, dass die Ehefrau davon restlos überzeugt ist.
Und selbst wenn sie davon überzeugt ist, kann sie noch immer dagegen sein, dass ihr Ehemann von anderen Menschen mit LGBTQ+ und Queerness in Verbindung gebracht werden könnte.
Deine Angst, eine blanke Ablehnung von LGBTQ+ und Queerness könnte in der Umfrage stecken, ist völlig unberechtigt (zugegeben, Antwort 5 ist recht wenig durchdacht; hatten wir schon). Wenn hier auch in den abgefragten Sachverhalten eine Ablehnung von LGBTQ+ und Queerness beteiligt sein sollte, so kann das u.U. von ganz anderen Ebenen ausgehen, als die hier mitgemeinten Personen:
Teilnehmer der Umfrage: muss keineswegs ablehnend sein (ggü. LuQ)
Partnerin: muss keineswegs ablehnend sein (ggü. LuQ)
Kinder: müssen keineswegs ablehnend sein (ggü. LuQ)
Eltern: müssen keineswegs ablehnend sein (ggü. LuQ)
...und dennoch kann es sein, dass im Verhältnis des Teilnehmers zu den engen Familienmitgliedern es nicht hilfreich ist,
sich auf LuQ zu beziehen.
Kann man das nachvollziehen, oder liegt das außerhalb Deiner Vorstellungskraft, Micha?
Und ich habe nur die Seite besprochen, wo die Beziehung auf LuQ hinderlich ist. Ich habe nicht andere Seite beleuchtet, wo es gerade sogar hilfreich ist. Auch das soll vorkommen. Und auch das kommt vor.
Denn grob gesprochen knapp ein Viertel aller bisheriger Teilnehmer hat sich bis dato dafür ausgesprochen, dass genau der Bezug auf LuQ für sie hilfreich war im Verhältnis zu ihren engen Familienmitgliedern.

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