Tja, dann sollten wir weniger CO2 produzieren, dann bräuchten wir dafür auch keine Steuern zu zahlen.
Bsp.: Wir haben hier in Bonn derzeit eine stillgelegte Autobrücke. Da habt Ihr sicher alle von gehört. 100.000 Autos, die meisten davon Privat-PKW, fahren da sonst täglich (!) drüber. Jetzt müssen die über andere Brücken und Fähren ausweichen. Großes Drama! Mich tangiert das recht peripher, da ich kein Auto habe. Ich fahre mit Bussen und Bahnen. Auch da gibt es Streckenstilllegungen wegen Baustellen. Und Busse und Stadtbahnen stehen manchmal in dem durch PKW verursachten Stau.
In diesbezüglichen Nachrichten im ÖRR ist fast nie davon die Rede, dass die Ursache der Staus und des großen Dramas der Brückensperrung vor allem an einem Zuviel von Autos liegt. Da habe ich dann auch mal was zu meckern am ÖRR.
In Bonn war ja lange eine grüne OB, die jetzt abgewählt wurde, weil die grüne Politik den Autofahrern nicht gefallen hat. Ja, die Tschechen haben ihre Motoristen-Partei. So was brauchen wir gar nicht. Der Deutsche an sich sieht die Fortbewegung im eigenen PKW als Menschenrecht an, egal, welche Schäden dieser massenhaft sorglose Umgang mit dem Auto mit sich bringt.
Wir könnten so viel CO2 einsparen, indem wir weniger Auto führen und auch indem wir langsamer führen. Aber selbst ein Tempolimit auf den Autobahnen scheitert an der o.g. Vorstellung des Autofahrens als Menschenrecht.
Oh Mann, jetzt bin ich aber vom Threadthema ein wenig weit abgeschwiffen oder abgeschweift. Sorry!
Aber es hängen so viele Themen miteinander zusammen.
LG, Micha
Ich bin in diesem Punkt ganz grundsätzlich anderer Meinung als du.
Sehr viele Menschen sind auf ihren PKW täglich angewiesen. Meist handelt es sich um ältere Benziner wie in meinem Fall.
Ich kann öffentlich vielleicht mit dem Zug nach München oder Mühldorf fahren, wasich früher auch gemacht, habe, wenn mich der Weg täglich dort hin geführt hat. Überall anders kommst du nirgends öffentlich hin, bzw. mit extremen Mehr an Zeitaufwand. Bsp habe ich lange in Waldkraiburg gearbeitet. Nur 20 km von mir daheim entfernt. Würde ich dort öffentlich hinwollen, bräuchte ich 1,5 Stunden und wäre dann an einem Bahnhof 3km von meinem Arbeitsplatz entfernt.
Was du sagst funktioniert nur für Menschen wie dich in der Großstadt.
Und all die anderen? Ich fahre im Sommer oft mit dem E-Rad zur Arbeit, aber nicht wenn es regnet und auch nicht im Winter. Öffentliche Verkehrsmittel dorthin gibt es überhaupt nicht. Also bin ich schon auf ein KFZ angewiesen.
Und überall woanders, wo ich gerne hinmöchte, bsp. um Freunden zu begegnen fährt auch kein öffentliches Verkehrsmittel, oder ich müßte ein Vielfaches mehr Zeit einplanen und mich an einem Bahnhof abholen lassen. Wozu der andere wieder ein KFZ bräuchte.
Und so geht es vielen die an der Peripherie wohnen und in die Städte müssen um dort zu arbeiten. Sie können sich die Mieten in den Innenstädten oft auch nicht leisten.
So finde ich es eine ziemliche Dreistigkeit von dir so daher zu reden.
Glaubst du die Leute fahren alle zum Spaß mit ihren Autos durch die Gegend?
Und wenn du mir jetzt mit der Alternative E-Auto kommst, dann muss ich dir aus meiner Sicht als Elektrofachman sagen, dass es auf Jahrzente nicht möglich sein wird das alle E-Autos fahren können und sich sogar noch ein Wärmepumpe einbauen.
Das Netz existiert nicht und wird es zu unseren Lebzeiten wahrscheinlich niemals geben. Das würde mindestens eine Verdoppelung wenn nicht gar eine Verdreifachung des Netzes bedeuten, in der Infrastruktur und in der Stromerzeugung,
Und dass sind so exorbitante Kosten, wo soll das Geld dafür herkommen?
Genau diese Phantasterien von technischen und wirtschaftlichen Idioten ruinieren uns alle, treiben die Menschen in die Armut und die Wähler in die Arme von Parteien wie der AfD.
Da streite ich mit einem Grünen Parteimitglied und lieben Freund von mir auch immer wieder.
Ein lieber Mensch, sehr engagiert, aber von Technik so viel Ahnung wie eine Kuh vom Fahrradfahren.
Für den sind Habeck und Baerbock Lichtgestalten. Für mich sind solche Menschen der Untergang Deutschlands.