Autor Thema: Konfirmation  (Gelesen 1029 mal)

Offline high4all

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« Antwort #15 am: Gestern um 14:14 »
Ich habe mich für die Hosenvariante entschieden und es bei genauer Betrachtung der anderen Anwesenden, dann auch für die richtige Entscheidung gehalten.
Das ist für mich keine Überraschung. Ausgehend von ähnlichen Fragestellungen, die Du gelegentlich einstreust, war das eine folgerichtige Entscheidung.

Deshalb habe ich mich aus dieser Diskussion inklusive Ratschlägen tunlichst heraus gehalten. Und ich schreibe auch nicht, wie ich es gehalten hätte. 8)
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Offline MAS

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« Antwort #16 am: Heute um 00:36 »
Zum Glück gibt es ja auch keinen Rockzwang für uns, lieber Cephalus.

Aber manchmal bist Du einfach zu vorsichtig.

LG, Micha
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Offline hirti

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« Antwort #17 am: Heute um 07:11 »
Wenn ich ehrlich bin, hätte ich nichts anderes von dir erwartet, cephalus.
Vermutlich war es zwischen den Zeilen deines Eingangsbeitrags schon herauszulesen.

Ich für meinen Teil bin da auch oft zwiegespalten. Auf der einen Seite finde ich es auch oft schade, gerade die Gelegenheiten für ein besonderes Outfit sausen zu lassen, auf der anderen Seite muss ich aber auch keinem "Rockzwang" folgen und stelle mein Wohlbefinden bei der entsprechenden Gelegenheit meistens über das Bedürfnis, Rock zu tragen.

Offline MAS

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« Antwort #18 am: Heute um 07:38 »
Gude zusammen!

Mein Wohlbefinden in Bezug auf Kleidung resultiert meistens aus dem gestillten Bedürfnis, einen Rock zu tragen. Aus dem Gefühl heraus, im Rock nicht richtig akzeptiert zu werden, eine Hose zu tragen, würde bei mit ein starkes Unwohlbefinden erzeugen.

LG, Micha

 
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Offline Peter58Muc

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« Antwort #19 am: Heute um 08:55 »
Guten Morgen, ist es bei dir Micha und auch Wolfgang nicht auch schon ein bisschen Zwang einen Rock oder Kleid tragen zu müssen, da ihr in eurem Umfeld nicht anders bekannt seid ?

LG Peter

Offline MAS

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« Antwort #20 am: Heute um 09:19 »
Ja, lieber Peter, gewissermaßen ein innerer Zwang. Ich habe die ersten 34 Jahre meines Lebens so sehr darunter gelitten, keine Röcke tragen zu dürfen (nicht ununterbrochen, aber immer wieder; und ich kannte das Rocktragen ja auch von klein auf, aber nur im geschützten Bereich des Kinderzimmers einer Freundin), dass ich darauf nicht mehr verzichten möchte. Wenn ich Hosen trage, dann, wenn sie mir praktischer oder wärmender sind. Das kommt aber an weniger als zehn Tagen im Jahr vor, zumindest an weniger als 20.

Ich kenne Frauen, die ich immer nur in Hosen sehe. Wer fragt sie, ob sie damit einem Zwang unterliegen?

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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« Antwort #21 am: Heute um 10:10 »
Ich kenne Frauen, die ich immer nur in Hosen sehe. Wer fragt sie, ob sie damit einem Zwang unterliegen?

Dieser Aussage bzw. Frage von Micha kann ich mich voll anschließen.
Auch dem meisten des anderen, was Micha da sagt.

Diese Frage, Peter, bekomme ich alle so ein, zwei Handvoll Monate hier im Forum immer mal wieder gestellt.

Natürlich besteht so eine Art Erwartungshaltung bei den Leuten, die mich kennen, dass ich auch das nächste Mal wieder im Rock oder im Kleid auftauche. Die Überraschung wäre enorm, käme ich auf einmal in Hosen.

Dennoch trage ich ganz freiwillig Rocke und Kleider, weil ich sie inzwischen nicht nur schöner und vielfältiger finde, sondern weil sie - und das war überhaupt meine Triebfeder - deutlich bequemer finde als jegliche Art von Hosen, die ich in meinem Leben bisher ausgetestet habe. Mein Entschluss von damals, möglichst immer keine Hosen zu tragen, untermauerte ich mit der Feststellung, dass ich in meinem Leben schon lange genug und viel zu oft Hosen getragen habe, obwohl ich es nicht wollte.

Freilich will ich, wenn ich unter Leuten bin, lieber ausstrahlen, dass ich mich wohl fühle. Mit meinem Anliegen, so auf diese Weise auch ein klein wenig non-verbal zu erklären bzw. zu erkennen zu geben, dass ich damit nicht beabsichtige, was andere zunächst denken könnten (ich weiß, das ist nur sehr subtil zu transportieren; sich normal und männlich zu geben, dürfte der beste Weg hierbei sein). Noch viel wichtiger aber ist mir zu transportieren, dass ich mich sowohl körperlich als auch vor allem sozial wohlfühle, dass ich dem Leben und den Leuten gegenüber positiv eingestellt bin, und dass ich mich trotz meiner abweichenden Kleidung nicht ausgegrenzt fühle.

Dieser Komplex bedeutete für mich lange Zeit, dass ich nur mit guter Laune und nur in positiven Situationen Röcke unter Menschen tragen konnte. An Tagen, an denen mir es nicht so freudig zumute war, hätte ich mich manchmal lieber in Hosen unter den Menschen versteckt. Nicht zuletzt, um eben nicht im Sinne des oben genannten Komplexes eine anders aufzufassende Ausstrahlung zu haben.

Inzwischen ist mir das egal. Ich kann auch an schlechten Tagen, an Tagen mit mieser Laune oder todtraurig in Rock oder Kleid unter Leuten sein. Ich muss nicht immer den Strahlemann abgeben, nur weil ich Rock oder Kleid trage.

Vermutlich sind da zwei Faktoren, weshalb es mir inzwischen gelingt, auch an schlechten Tagen auf Rock oder Kleid nicht zu verzichten:
1. Da mich viele Menschen kennen, auch die, die ich selbst nicht kenne, ist es mir gar nicht mehr möglich, dass ich in Hosen in der Menge untertauchen kann. Man erkennt mich auch in Hosen.
2. Ich brauche nicht mehr die Tarnkappe Hose, um mich vor möglichen Blicken, neugierigen Fragen, dummen Kommentaren zu schützen. Auch an schlechten Tagen kann ich damit adäquat umgehen. Aber diese möglichen Blicke, neugierigen Fragen, dummen Kommentare kommen nahezu fast gar nicht mehr vor. Weder an guten, noch an schlechten Tagen.

Also spielt es bei mir keine Rolle mehr, ob ich Hosen oder Röcke / Kleider trage in Bezug auf andere Menschen. Und da ich Hosen nicht mag, wähle ich mit Vorliebe Röcke oder Kleider. Es besteht also für mich überhaupt keine Veranlassung mehr, Hosen tragen zu wollen.

Zudem kann ich mich de facto schon gar nicht mehr erinnern, wann zuletzt ich in einer Hose steckte. Vor zwei Jahren sagte ich in einem kurzen Interview für ein Stadtblättchen, ich würde nur noch Hosen zum Heckenschneiden tragen. Kaum gesagt, Hecke geschnitten, da aber tatsächlich im Kleid und seitdem ebenfalls immer nicht in Hosen. Also, es könnte schon drei Jahre her sein, vielleicht vier - die Zeit fliegt -, als ich zuletzt in einer Hose steckte. Und das alles ganz ohne Zwang.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline MAS

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« Antwort #22 am: Heute um 10:33 »
Ah so, die Frage nach dem Zwang könnte auch einen Zwang durch die Erwartungshaltung anderer Menschen meinen. Daran habe ich gar nicht gedacht.

Ich kann mich an zwei Situationen erinnern, dass jeweils eine Frau sich enttäuscht zeigte, mich in Hosen zu sehen.

Einmal war es vor vielen Jahren, jedenfalls vor 2013, dass eine Kollegin, die mich im Sommer im Rock kennengelernt hat und auch selbst fast immer Rock trug, mich im Herbst erstmals in Hosen sah und das als ungewohnt bezeichnete. Ich meinte, wenn ich auch im Herbst und Winter Rock tragen wollte, müsste ich es machen wie sie, und eine Strumpfhose darunter tragen, was ich bis dahin höchst selten tat. Sie bejahte das und ermunterte mich, es zu tun. Was ich dann auch tat, wenn auch nicht jeder Tag.

Das zweite Mal war auch in dieser Zeit, als eine junge Frau, die ich nur vom Sehen kannte, im Vorrübergehen sagte, sie fände es schade, dass ich keinen Rock anhätte. Da war ich aber krank, mir war kalt und ich fühlte mich sehr unwohl. Es mag sogar vor dem o.g. Erlebnis gewesen sein, aber das weiß ich gerade nicht mehr.

Ansonsten habe ich so etwas nicht mehr erlebt, aber in Bezug auf mein Rocktragen positive und negative Reaktionen geerntet. Hosen trage ich ja seit 2014 nur noch in den in meinem vorherigen Beitrag genannten Ausnahmefällen.

LG, Micha
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Offline Skirtedman

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« Antwort #23 am: Heute um 10:55 »
Ja, das mit den Ausnahmen in Hosen provoziert Verwunderung.

Und die Macht der Gewohnheit betrifft auch die Macht der Sehgewohnheiten. Denn früher hatte ich eine Zeitlang gelegentlich eine "Nothose" dabei für Situationen, die nicht adäquat erschienen für einen Mann im Rock. Und da bekam ich von etlichen Kollegen, es waren aber überwiegend Kolleginnen, die Aussage: "Ah, Hosen stehen Dir aber nicht!" - Ja, die Macht der Sehgewohnheiten. Das zeigt aber auch, wie sehr man die Sehgewohnheiten anderer Leute trainieren kann.

Hierbei fällt mir noch ein, dass ich - allerdings ohne mitgelieferter Bewertung - von meinem damaligen Oberbürgermeister Jockel Fuchs bei einer Veranstaltung auch kommentiert wurde: "Ah, heute in Hosen!?" Und genau diese Worte, vielleicht ohne das "Ah!", rief mir lautstark auch mein damaliger Ministerpräsident Kurt Beck zu, als er mir zufälligerweise flotten Schritts mit einer größeren Delegation auf der Frankfurter Buchmesse begegnete und an mir vorüber lief.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
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Offline MAS

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« Antwort #24 am: Heute um 11:10 »
Das Trainieren der Sehgewohnheiten ist glaube ich der Schlüssel zu unserer Öffentlichkeitsarbeit,, so dass ich dort lieber dieses Thema fortsetze: https://www.rockmode.de/index.php?topic=10316.msg208311#msg208311.

LG, Micha
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