Autor Thema: Video über CSD-Feindlichkeit  (Gelesen 2003 mal)

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« Antwort #45 am: 12.06.2026 22:22 »
Lieber Zwurg,

ich glaube gar nicht, dass wir so sehr verschiedener Meinung sind.

1. Sprach ich von dem Ballungsgebiet, in dem ich wohne, mit einem zwar nicht erstklassigen, aber doch guten ÖPNV-Angebot. Ich meine nicht ländliche Gebiete, die ich sehr wohl kenne, wo dreimal am Tag ein Bus durchs Dorf fährt.

2. Halte ich unser ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum für suboptimal. Aber der Einsatz von Bussen muss sich auch für die Unternehmer lohnen. Wenn die Menschen lieber voll flexibel im eigenen Auto fahren, fahren die Busse leer durch die Gegend. Das ist wie mit Lebensmittelläden in den Dörfern, die es kaum gibt, weil die Leute lieber mit ihrem PKW zum km entfernten billigeren Supermarkt fahren, wo sie evtl. auch auf dem Weg von der Arbeit eh vorbei kommen. In Ägypten, so habe ich es erlebt, kommt man mit Minibussen in jedes Dorf. Aber man muss auch Zeit mitbringen, vor allem, weil die erst losfahren, wenn der Wagen voll ist.

3. Von Elektroautos habe ich nicht geschrieben. Die sind zwar ein kleines Übel, zumindest für mich als Anwohner einer Hauptverkehrsstraße, aber verbrauchen auch seltene Rohstoffe und produzieren genau so viel Reifenabrieb-Mikroplastik wie die Verbrenner. Davon spricht fast nie jemand. Aber was macht schon die Plastikvergiftung von Boden, Luft, Wasser und Organismen (inkl. der, die wir essen und dadurch unserer eigenen Körper) gegen das Menschenrecht, im eigenen Auto zu fahren?

Ich glaube, wenn das Angebot vom ÖPNV so wäre, dass Du damit vielleicht etwas langsamer, aber dennoch grundsätzlich Deine täglichen Fahrten unternehmen könntest, würdest Du ihn auch wählen und Dein Auto zu Hause lassen oder abschaffen. Allerdings glaube ich auch, dass viele - viel zu viele - es nicht freiwillig machen würden.

LG, Micha
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Offline Zwurg

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« Antwort #46 am: 12.06.2026 23:29 »
Lieber Zwurg,

ich glaube gar nicht, dass wir so sehr verschiedener Meinung sind.

1. Sprach ich von dem Ballungsgebiet, in dem ich wohne, mit einem zwar nicht erstklassigen, aber doch guten ÖPNV-Angebot. Ich meine nicht ländliche Gebiete, die ich sehr wohl kenne, wo dreimal am Tag ein Bus durchs Dorf fährt.
Ich kenne zwar Bonn nicht, aber ich bin mir sicher, dass es auch dort Gebiete ausserhalb der Stadt mit weniger öffentlicher Verkehrsanbindung gibt. Menschen haben einen Grund ein Auto zu besitzen und damit zu fahren. Ich bin in meinem Leben sehr viel mit dem Auto gefahren 80 % davon zur Arbeit und 20% zu privaten Zwecken. Und oft mit den Firmen Autos nach München, diese waren nicht immer als Firmenautos erkennbar. Und ich hab mich auch immer gewundert wohin die Autos alle wollten., wenn sich der Verkehr in die Stadt hinein staute. Ähnlich wie ich kamen sie aus den Randgebieten und wollten zum Arbeiten in die Stadt.

Zitat

2. Halte ich unser ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum für suboptimal. Aber der Einsatz von Bussen muss sich auch für die Unternehmer lohnen. Wenn die Menschen lieber voll flexibel im eigenen Auto fahren, fahren die Busse leer durch die Gegend. Das ist wie mit Lebensmittelläden in den Dörfern, die es kaum gibt, weil die Leute lieber mit ihrem PKW zum km entfernten billigeren Supermarkt fahren, wo sie evtl. auch auf dem Weg von der Arbeit eh vorbei kommen. In Ägypten, so habe ich es erlebt, kommt man mit Minibussen in jedes Dorf. Aber man muss auch Zeit mitbringen, vor allem, weil die erst losfahren, wenn der Wagen voll ist.
Ich weiß nicht wie das funktionieren soll, wenn ich auf den Kleinbus aus der Nachbarschaft warten soll, wenn ich irgendwo hin muss, die Zeit hat in unserem Deutschland niemand, in fast jedem betreib musst du nach der Stempeluhr und nach Terminen arbeiten. Bist du zum Termin nicht da gibts Ärger.
Ich kann mir also einen solchen ÖNPV Verkehr nicht vorstellen, wie du ihn beschreibst.
Zitat
3. Von Elektroautos habe ich nicht geschrieben. Die sind zwar ein kleines Übel, zumindest für mich als Anwohner einer Hauptverkehrsstraße, aber verbrauchen auch seltene Rohstoffe und produzieren genau so viel Reifenabrieb-Mikroplastik wie die Verbrenner. Davon spricht fast nie jemand. Aber was macht schon die Plastikvergiftung von Boden, Luft, Wasser und Organismen (inkl. der, die wir essen und dadurch unserer eigenen Körper) gegen das Menschenrecht, im eigenen Auto zu fahren?
Das stimmt natürlich, das hab ich geschrieben.
Es geht nicht um ein Menschenrecht Auto fahren zu dürfen, es geht um Zeit und Effektivität, das ein Mensch zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Wenn die Bürger keine Autos mehr haben, wird all dass, das die Autofahrer in den letzten 7 Jahrzehnten geschaffen haben vergehen. Dann müssen wir wieder leben wie vor 100 Jahren. Wer will das wirklich? ich nicht.
Zu meiner Elektriker und Bauleiter Zeit bin ich exterm viel gefahren zu den Baustellen, meist im Ballungsraum München. Mein Vater hat für eine Rohrleitungsbaufirma gearbeitet und ist jeden Tag durch halb Bayern mit seinem Auto zu den Baustellen gefahren, wo die Gasleitungen verlegt wurden.
Das sind all die kleinen Tätigkeiten von kleinen Menschen die das Deutschand schufen in dem wir heute leben. Ohne Gas keine Industrie, keine Arbeitsplätze, ohne Strom wärs kalt und finster und die Segungen der modernen Welt wären nutzlos. und so gibts weitere viele Dinge die notwendig sind, wo die Menschen gebraucht werden und von zu Hause mit ihren Autos hinfahren.
Zitat
Ich glaube, wenn das Angebot vom ÖPNV so wäre, dass Du damit vielleicht etwas langsamer, aber dennoch grundsätzlich Deine täglichen Fahrten unternehmen könntest, würdest Du ihn auch wählen und Dein Auto zu Hause lassen oder abschaffen. Allerdings glaube ich auch, dass viele - viel zu viele - es nicht freiwillig machen würden.

LG, Micha

wenn ich langsamer aber sicher zu meinen Zielen gelangen könnte, würde ich es vielleicht als Rentner in Anspruch nehmen, wo ich mehr Zeit habe. Aber wie gesagt, glaube ich nicht, dass es zu meinen Lebzeiten ein solches Angebot geben wird. Vielleicht gibt es einmal Robotertaxis die zu einem annehmbaren Preis ein Auto ersetzen können. Das wäre ein Grund mein Auto aufzugeben.
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Offline Zwurg

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« Antwort #47 am: 12.06.2026 23:38 »
Für mich sind solche Menschen der Untergang Deutschlands.
Geht´s nicht ein paar Nummern kleiner? Ohne maßlose Übertreibung?

Mit ein wenig mehr Selbstverantwortung für das eigene Leben.
Reine Ideologen ohne Bildung oder Erfahrung in den Dingen die sie entscheiden, sind immer eine Katastrophe. Sie kümmern sich nicht um die Kosten und Folgen ihrer Entscheidungen. Sie verschenkten bedenkenlos deutsches Steuergeld in alle Welt, ohne an die Menschen zu denken, die es mit ihrem Schweiß erarbeiten mussten. Sie stellten Weichen, die tausende von Arbeitsplätzen kosteten.
Das finde ich ist keine maßlose Übertreibung.

Die Selbstverantwortung für mein Leben und die Tätigkeiten musste ich immer übernehmen. Ich musste alles selbst erarbeiten und Verantwortung für meine Mitarbeiterund meine Aufgabenfelder übernehmen, dafür habe ich mich ständig fortgebildet.
Ich hab mir niemals angemaßt klüger zu sein, als andere in ihren Fachbereichen.
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« Antwort #48 am: 12.06.2026 23:59 »
Natürlich, lieber Zwurg, müssen wir das Tempo herausnehmen aus unserer Gesellschaft. Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten zunehmend abhängig gemacht von der Möglichkeit, in diesem hohen Tempo zu leben.
Natürlich kann man sagen, das wolle man nicht, man wolle weiterhin so leben, das man in seine 80 Lebensjahre so viel wie möglich hineinpacken kann. Oder man kann unter dem Druck leben, da mithalten zu müssen, um nicht abgehängt zu werden.
Man kann weiterhin so tun, als habe die Erde unendliche Ressourcen für dieses Leben.

Du sprichst vom Untergang Deutschlands durch zwei einzelne Politiker. Ich rede vom Untergang der Menschheit durch Milliarden von Menschen, die grenzenlos Ressourcen verbrauchen wollen.

Willst Du wirklich nicht so leben, dass auch noch viele Generationen nach uns auf diesem Planeten gut leben können?

Mein Bruder ist 1979 in ein Dorf gezogen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass er ohne Auto dort aufgeschmissen ist. Er hatte nur ca. 15 km zur Arbeit, und da fährt sogar ein Bus alle zwei Stunden oder so. Aber das passte natürlich nicht in den Rhythmus, der ihm vorgegeben war. Und er dachte auch nie darüber nach, dass es so sein könnte.
Und ich lebe an einer Straße, über die 20-30.000 Autos pro Tag direkt vor unserer Haustüre vorbei fahren. Unsere vor etwas über 10 Jahren neu gestrichene Hauswand sieht fast aus, als sei ein Vulkan in der Nähe ausgebrochen, vor lauter Feinstaub. Wir haben Risse im Haus wegen der LKW.
Bei meinem Bruder fahren in der Woche, ja im Monat weniger Autos durch die Straße, in der er wohnt, als bei uns am Tag.
Einer wie ich fährt nicht vor seiner Haustür her. Tausende wie er fahren vor unserer Haustür her.
Als das Haus, in dem ich wohne, gebaut wurde, waren die Menschen auf der Straße noch zu Fuß unterwegs oder in Kutschen oder auf Pferden. Um den Dreh rum fuhr Karl Benz in seinem Motorwagen seine ersten Strecken.

Wenn all die Menschen, von denen Du sprichst, so ungerne Auto fahren, warum tun sie nichts dafür, dass dieser Zwang aufhört? Wo sind die Demonstrationen gegen den Autofahrzwang?

Eine Freundin sagte zu mir, wir Menschen seien ein Kollateralschaden der Natur und wir bauten gerade am neuen Turm zu Babel. Ich widerspreche ihr gerne, wenn wir diskutieren, aber da fiel mir kein Gegenargument ein.

LG, Micha
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Offline Zwurg

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« Antwort #49 am: 13.06.2026 05:52 »
Ich versteh nicht ganz von welchem Tempo du sprichst.
Natürlich hätte ich Zeit meines Lebens auch gerne andere Dinge getan, ich hätte gerne schon früher so einen Job gehabt wie ich ihn jetzt habe. ich hab den Job angenommen, weil ich da mit dem Fahrrad hinfahren kann, weil der Druck dort weniger hoch ist als in der freien Wirtschaft. Wei es einfach nett ist mit den anthroposophischen Kollegenund unseren Betreuten.
Die Dinge die ich gearbeitet habe oder die mein Vater getan hat, waren sehr nützlich für unsere Gesellschaft.
Auch wenn wir unseren Preis dafür bezahlt haben mit allerlei gesundheitlichen Problemen.
Es gäbe das Haus nicht in dem ich jetzt lebe, wenn mein Vater es nicht gebaut hätte, ich könnte später nicht von meiner Rente leben, hätte ich nicht gespart.
Die meisten meiner Freunde leben zur Miete, da bleibt am Ende nicht viel übrig. Die rackern täglich um im Monat über die Runden zu kommen. und natürlich fahren sie mit dem Auto zur Arbeit, was sollten sie sonst tun? Mit dem Fahhrrad würdenn sie den Weg nicht schaffen und öffentlich würden sie nicht dort hinkommen.
Und wir leben nicht alle sehr viel luxuriöser als unsere Eltern. Das meiste geht doch für Wohnen, heizen und Wasser drauf. 21° im Wohnzimmer da bestehe ich im Winter drauf. Niedriger darf es nicht werden.
und ab und zu mal zum Essenfahren oder Sonntag mal einen Ausflug.
Ich bräuchte kein Flugzeug, hab nicht viele Flugreisen gemacht. Ich fahre lieber im Sommer an einen See, mit dem Auto, weil er fast 40 km entfernt liegt.
Ich könnte auch gut ohne die vielen technischen Gadgets leben. Gute einige Dinge sind ganz annehmlich, andere nerven eigentlich nur. Mit dem Stand der Technik der 80iger wäre ich auch zufrieden.

Ich meinte nicht das Deutschland nur wegen zweier Politiker untergeht. Die beiden sind nur symptomatisch für die Entwicklung der letzten Jahre. Aber gerade die zwei sind eben ein besonders rotes Tuch für mich. Auch wenn sie bei den Grünen hoch verehrt werden.
Andernorts bezeichnet man das auch als Spätrömische Dekadenz. Ausserhalb Europas macht das niemand.

Ich und ich glaube auch die meisten anderen Menschen möchten nur in Frieden und Freiheit leben. Und die Freiheit hängt auch am Geld.

Ich mag mich ungerne belehren lassen, wenn ich arbeiten und bezahlen muss möchte ich meine eigenen Entscheidungen treffen.

Ich fürchte die Zukunft, vor allem fürchte ich eine Verarmung im Alter, eine Vereinsamung falls ich mir kein Auto mehr leisten könnte.


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« Antwort #50 am: 13.06.2026 08:39 »
Lieber Zwurg,

mit Tempo meine ich eben die Gewohnheit, in 15 Minuten an der Arbeitsstelle zu sein, statt in 30 oder 60. Beispielsweise bräuchte ich mit dem Auto ca. 2 Std. bis Bielefeld - wenn kein Stau oder anderes kommt - mit dem Zug 2 1/2 - 3 1/2 Stunden, je nach Zugtyp. Aber ein Auto wäre eben sehr viel schmutziger und obendrein teurer, wenn man nicht nur das Benzin, sondern alles zählt, vom Kauf über Versicherung bis zur Wartung. Ich kann aber sicher nicht meine Arbeitsbedingungen auf andere übertragen. Ich habe Glück gehabt, was das angeht.

Klar kann sich der Einzelne seine Lebensumstände nicht zu 100% aussuchen. Ich stelle hier auch die Systemfrage.

Ich weiß nicht, was daran spätrömisch-dekadent sein soll, Verantwortung für die Mitwelt zu übernehmen. Wenn das woanders niemand macht, besiegelt das den Untergang der Menschheit und vorher vieler anderer Arten. Stichwort: Kollateralschaden.

Luxuriöser als meine Eltern lebe ich insofern, als ich nicht meine Gesundheit auf der Arbeit ruinieren muss. Mein Vater hatte sich beim Abspringen auf den Schotter beim Rangieren bei der Eisenbahn die Knöchel kaputt gemacht.

Wir beide werden das Problem jetzt nicht lösen. Aber es ist wertvoll, darüber zu reden bzw. zu schreiben.

LG, Micha




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« Antwort #51 am: 13.06.2026 09:11 »
Ich weiß nicht, was daran spätrömisch-dekadent sein soll, Verantwortung für die Mitwelt zu übernehmen. Wenn das woanders niemand macht, besiegelt das den Untergang der Menschheit und vorher vieler anderer Arten. Stichwort: Kollateralschaden.

LG, Micha
Dekadent nenne ich es zu beschließen, eine bestehende, funktionierende Infrastruktur zu zerstören, und sie durch eine weder technisch noch wirtschaftlich funktionierende Infrastruktur zu ersetzen. Die Hamburger haben es für 2035 beschlossen, der Rest der Bundesrepublik bis 2045. Und funktioniern soll das nur mit Wind und Sonne. Wobei jedes Kind weiß dass nicht immer die Sonne scheint und nicht immer der Wind weht. Speicher gibt es keine und wird es auch in 20 Jahren nicht geben, das man damit die Wintermonate überbrücken könnte. Aber es gibt Politiker die Versprechen es zum Preis einer Kugel Eis. Und ich wage zu behaupten, soviel Eis kann kein Mensch essen, was das kosten wird.

Es muss also ein 3. Energieform vorhanden sein, Atomkraft darf es nicht sein, Kohle (die wir noch hätten) darf es nicht sein, Fusionsenergie existiert noch nicht, also was soll es sein?

Für mich liegt die Lösung in einer weltweiten Methanolwirtschaft.Erzeugt mit Solarkraftwerken in den Wüsten der Äquatorzonen dieses Planeten. Man braucht dazu keine seltenen Erden, mann muss nicht die Landschaften auf Jahrhunderte zerstören um Lithium, Kupfer und Bauxit zu fördern, man braucht kein Erdöl um Kabelisolierung herzustellen.
Nur den Stoff ersetzten, er funktioniert in jedem Benzin Auto, man kann den Stoff in beliebiger Menge dem Benzin zumischen, was den Übergang erleichtern würde. Es gäbe keine Tankerkatastrophen mehr, wenn ein Schiff sinkt. Keine giftigen Abgase.  Man kann Methanol sogar in Brennstoffzellen verwenden um leisere Fahrzeuge zu produzieren. Es entsteht kein CO2 bei der Verbrennung das nicht bei der Herstellung bereits gebunden worden wäre. Und es käme die Welt wahrscheinlich weitaus günstiger als der E-Quatsch.

Aber es wird nicht gemacht, weil die großen Kapitalgeber sich bereits auf Batterie und Ladetechnik festgelegt haben. Und weil man die Welt nicht auf deutschem Boden gerettet wird. Erst wenn alles alte zerstört ist, kehrt man vielleicht wieder zurück, um erneut den Reibach zu machen.

Wenn die Welt bei all dem Kriegsgeschrei nicht vorher in Scherben geht.



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« Antwort #52 am: 13.06.2026 09:18 »
Jetzt sind wir weit vom Thema abgeschweift und wieder einmal stellen wir fest, das wir uns gegenseitig nicht überzeugen können.
Wir beide werden auch nichts ändern.
Und ich glaube ich mag zu dem Thema nicht weiterdiskutieren.
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« Antwort #53 am: 13.06.2026 09:54 »
Jetzt sind wir weit vom Thema abgeschweift und wieder einmal stellen wir fest, das wir uns gegenseitig nicht überzeugen können.
Wir beide werden auch nichts ändern.
Und ich glaube ich mag zu dem Thema nicht weiterdiskutieren.

Das brauchen wir auch nicht, lieber Zwurg. Ich empfinde Dich jedenfalls als respektablen Gesprächspartner. Du erzählst von Deiner Lebenssituation und wie Du von daher zu Deinen Überzeugungen kommst. Das macht es autentisch.

Meine Lebensgeschichte ist recht verschieden von Deiner. Ich bin von klein auf mit Gedanken des Umwelt- und Naturschutzes groß geworden, auch durch den ÖRR mit Sendungen von Bernhard Grzimek, Heinz Sielmann, Horst Stern usw.  Die haben mich gelehrt, die Gesellschaft und unser menschliches Leben kritisch zu betrachten, was den Umgang mit anderen Lebewesen und überhaupt der Natur angeht. Da bin ich schon ganz anders aufgewachsen als meine älteren Geschwister.

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« Antwort #54 am: 13.06.2026 12:34 »
Grizmek hab ich als Kind natürlich auch gesehen, als Jugendlicher bin ich mit der Landjugend aufgewachsen. Da war der Umweltgedanke natürlich auch sehr present. Vor allem der Protest gegen die Atomkraft. ich erinnere mich an den saueren Regen und die Zerstörung der Oinschicht, an Poster, wie die Welt im Jahr 2000 aussehe würde. Man hat immer sinnvolle Lösungen gefunden und ich kann zumindest in meiner Heimat keinen Unterschied zu den 80er Jahren feststellen.
Ich habe eine Lehre als Elektriker gemacht, mit 20 war ich schon Montageleiter von kleinen Baustellen. Später habe ich bei einem kleinen EVU gearbeitet, der über den Baustrom für das gesamte MUC II Baustellen Gelände, ständig größere Aufträge bekam und sich heute zu einer der größeten Elektrofirmen von Deutschland entwickelt hat. Dort hab ich bis in die 2000er hinein dann Großbaustellen geleitet. Später habe ich Blockheizkraftwerke gebaut und mit geplant. Und wieder später fast ein Jahrzehnt Technical Support in einem Kabelhandelshaus. Und ich habe gelernt wie man Kabel berechnet, wie man Kabel konzipiert, was machbar ist, was nicht und zwangsläufig darüber hinaus, woher der Strom kommt. Ich habe meine Vorgesetzten und Kunden beraten und auf Nachfrage meine Berechnungen belegt.  Über 40 Jahre Jahre hab ich mich befasst was es für Alternativen zur Stromerzeugung gibt.
Und heute kenne ich mich in dem Gebiet relativ gut aus. Auch wenn ich mich nun von der Arbeit her von dem Thema entfernt habe.
Die Sicherheit der Stromversorgung war immer erstes Ziel. Und dieses Ziel sehe ich zu Gunsten anderer Ziele gefährdet. Und das macht mich eben besorgt. Ich kann nicht verstehen, wie man nur so leichtfertig sein kann.
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« Antwort #55 am: Gestern um 00:34 »
Lieber Zwurg,

möchtest Du jetzt doch weiter diskutieren?

Über Elektrotechnik kann ich indes nicht diskutieren, da ich mich damit nicht auskenne. Ebenso wenig über Methantechnik.

Wie auch immer: Wichtig ist, dass wir einen Umgang mit der Erzeugung und dem Verbrauch von Strom und anderer Energie finden, der klimaneutral ist. Alles andere ist letztlich zweitrangig.

Und wichtig ist, dass wir einen Umgang miteinander finden, der verschiedene Lebensstile, sofern diese nicht gemeinschaftsschädlich sind, zulässt und nicht die einen den anderen vorschreiben wollen, wie sie sich zu konstruieren haben.

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Offline Zwurg

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« Antwort #56 am: Gestern um 07:06 »
Lieber nicht weiter diskutieren.
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« Antwort #57 am: Gestern um 09:41 »
Einverstanden, lieber Zwurg. Manchmal muss man einfach mal was stehen lassen.


@ alle:

Aber gibt es zum ursprünglichen Threadthema noch was zu sagen?

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Offline Skirtedman

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« Antwort #58 am: Heute um 13:05 »
Ja, Eure Diskussion, Zwurg und MAS, führte weit am Thread-Thema vorbei.
Und doch machte sie ziemlich deutlich, dass da viel Unzufriedenheit mit der Gesellschaft, dem Zeitgeist, dem Wandel und mit der allgemeinen Situation vorhanden ist. Es gibt viele Herausforderungen, die zu bewältigen wären, gesellschaftlich wie politisch.

Vieles in der Welt wäre vielleicht leichter, wenn allgemein mehr Frauen in die wirklichen Entscheidungspositionen kämen. Vielleicht könnte das eine wirkliche Bereicherung sein.

Andererseits ist aber auch ein Mosaikstein der Wirklichkeit, dass der Feminismus ebenso einen gewissen Anteil an den Entwicklungen hat. Also zumindest jene gewissen Stimmen im Feminismus, die darauf abzielen, dass der Phänotyp weiblich in der Gattung Mensch nicht nur auf die Funktion der Gebärmaschine reduziert gesehen werden soll. Feminismus also, der sagt: "Es ist okay, wenn Du, Frau, Dich auf Karriere, Selbstverwirklichung konzentrierst, wenn Du Dich gegen Familie entscheidest".

Neben der Babypille war auch der Weg der Frau weg von Kindern und Küche mit ein Grund, weshalb in den Staaten der "ersten" und "zweiten" Welt, also auch hier in Deutschland, die Geburtenrate stark eingebrochen ist. Feminismus als "Mitschuld" sei hier also durchaus zu nennen. Daneben aber gibt es weltweit auch die Entwicklung - quasi wie ein Automatismus - dass mit Erstarken der Wirtschaftskraft (Wirtschaftswachstum) ein Rückgang der Geburtenraten einher gehen.

Ich hatte gerade auf diesen Effekt im Thread "...soooo cool..." näher hingewiesen. Zu spüren bekommen wir dies ja im Moment in Deutschland ganz deutlich mit Blick auf die aktuellen Probleme rund um die Sicherung der Renten, Lebensarbeitszeiten und Fachkräftemangel. Diese Probleme reichen ja bis hin zu den Themenfeldern Globalisierung und Migration.

Es ist alles so verdammt eng verzahnt. Und als eine durchaus ernstzunehmende, und schwer überwindbare Quelle von Vorbehalten gegenüber Homosexualität und Transgender (MAS sei Dank für die griffigen Worte für einen weiterreichenden Themenkomplex) ist eben, wie dort im andern Thread festgestellt, quasi notwendigerweise die Kernzelle Familie.

Das mag auf die Gesamtgesellschaft abfärben, und der gesamtgesellschaftliche Druck strahlt auch wieder erneut und weiterhin zurück auf die Kernzelle Familie.



Es gibt aber auch noch ein anderes Dilemma-Feld, aus dem Vorbehalte bis hin zu Hass gegen Homosexualität und Transgender entspringen. Die zweite Quelle lässt sich kurz schematisch zusammengefasst auf nationaler Ebene ansiedeln.

Es geht um die Selbstverteidigung eines Staates, quasi sich selbst zu behaupten im Umfeld der Nachbarstaaten, der politischen Blöcke und im gesamten globalen Kontext: Wirtschaft und Militär!

Schaut Euch um, die ganze Führungs- und Machtelite in unserem Bruderland USA besteht aus einflussreichen Männern. Wo sind da Frauen an ähnlichen Stellen? Durch solche Vorbilder bleiben verkrustete Männlichkeitsbilder in ihrer Kruste stecken und haben keine Chance, mit der Botschaft bereichert zu werden: "Mann, es ist okay, wie Du bist. Entfalte Dich, entdecke Deine Potenziale!"

Stattdessen wird von Männern erwartet, sich armeeartig den Altvorderen unterzuordnen, die eingetretenen Pfade schön brav nicht zu verlassen, und wer es doch tut, wird nicht für voll genommen. Das ist die Botschaft, die die ganzen Musks, Trumps, Putins und Gefolgsleute aussenden.

Die Männlichkeit steckt fest in einer Sackgasse. Und wenn niemand dagegen hält, zementiert sich das noch mehr.

Eingangs hier im Beitrag, an dem ich nun grade schreibe, erwähnte ich den Feminismus als eine Chance, aber auch als Teilhabe an etlichen heutigen Problemfeldern. Hier gehe ich nun auf das ein, was ich - wie eben zitiert - als "verkrustete Männlichkeit" beschrieben habe. Das ist eine große Zwangsjacke, in der wir Männer feststecken.

"Frauen und Kinder zuerst!", dieser Befehl ging mir nicht ganz so einfach in mein Hirn zu akzeptieren, warum diese Bevorzugung. Natürlich mag es ein soziales Anliegen sein, Frauen und Kindern eine Bevorzugung zu gewähren, weil sie als besonders hilfsbedürftig gelten. Zudem gelten Frauen und Kinder eher als die, die nicht mit anpacken können, um eventuell größeres Unheil zu verhindern (auf einem sinkenden Schiff zum Beispiel). Zudem ist es sinnvoll, wenn die Mütter sich um ihre Kinder kümmern, denn Kinder ohne Mütter sind in solchen Gefahrensituationen noch mehr Belastungen ausgesetzt. Alles Punkte, die einem verständlich erscheinen. Den Sinn dahinter muss man aber als Mann erst einmal verstehen - vor allem, wenn man mal selbst in solch eine Situation geraten würde.

"Frauen und Kinder zuerst!" hat aber noch einen anderen Hintergrund. Denn Kinder sind diejenigen, die nach ein paar Jahren selbst wieder entweder als Mütter fungieren können, oder als Anpacker. Ausserdem können gerettete Frauen auch jetzt sofort schon als neue Mütter fungieren. "Frauen und Kinder zuerst" hat also auch noch einen strategischen Hintergrund.

Wenn also die Männer draufgehen bei Krieg oder Katastrophen, dann bleibt wenigstens der Nachwuchs und die potentiell noch werdenden Mütter der Gesellschaft erhalten, um perspektivisch die Wehrkraft und die Wirtschaftskraft zu gewährleisten.

Folglich sind Frauen und Kinder wertvoller für die Langfrist. Für die Kurzfrist müssen Männer sich eben opfern, um diese Langfrist zu sichern.

Und da ist alles, was Wehrkraft und Wirtschaftskraft zersetzen kann, nicht willkommen.

Zum Beispiel Homosexualität im Militär galt als wehrkraft-zersetzend. Dem Schutz von Frauen im Sinne von "Frauen und Kinder zuerst!" war u.a. auch geschuldet, weshalb Frauen lange Zeit nicht ins Militär einziehen durften. Zudem galt die Präsenz von Frauen im Dienst an der Waffe ebenso als wehrkraft-zersetzend. Verteidigung soll sich aufs Verteidigen konzentrieren und nicht mit Liebesgedöns vom Verteidigen ablenken.

Homosexualität und Transgender gelten wegen ihrer programmierten Kinderlosigkeit in Langfrist-Perspektive als wehr- und wirtschafts-zersetzend. Dies gilt es, sich einmal bewusst zu machen. Vielleicht mag dies fast mit biologischer Herleitung unter einer radikal-anmutenden Sichtweise aber dennoch tief verwurzelt in den Gesellschaften stecken, wogegen Homosexualität und Transgender aber immer noch zu kämpfen haben.

Kurzum: Wirtschaft und Militär sind ebenso eine (zwei) Kernzelle(n) für anhaltende Homosexuellen- und Transgender-Feindlichkeit. Dies wirkt sich auf allen Ebenen unseres Zusammenlebens aus.

Deshalb haben Staaten mit starker Fokussierung aufs Militär und/oder starker Fokussierung auf nationalem Protektionismus auch die deutlich rigideren Mittel, Homosexualität und Transgender zu unterbinden.

Geht es militärisch oder wirtschaftlich nicht gut, wachsen auch die Animositäten und die politischen Vorgaben gegen Homosexuelle und Transgender.

Wir hier, die wir als Männer vielfach einfach nur Röcke statt Hosen tragen wollen, sind davon insofern davon betroffen, weil unsere treulose Unartigkeit, Hosen nicht selbstverständlich gefolgsartig zu tragen, mit Homosexualität und Transgender in Verbindung gebracht wird. Und darum reihen sich die Männer ganz unhinterfragt ein in diese Vorgaben, gesellschaftlich am Wehr- und Wirtschaftsvermögen teilhaben zu können, ohne Zweifel an ihrer 'gesellschaftlichen Tauglichkeit' aufkommen zu lassen.

Darum streben alle Männer, die mehr von ihrer Karriere sich erhoffen, nach dem Erscheinungsbild der Altvorderen. Allzuviel Mode, Verspieltheit, Flattern und Bling-Bling, ja und Farbe ist da fehl am Platz. In Wirtschaft und Verwaltung bleibt mit zunehmender Position das Erscheinungsbild des Mannes so ziemlich auf einer Stelle stehen. In Deutschland ist es noch immer der preußisch-militärische Drill, der in die Führungsriegen hineinstrahlt. Aber in anderen Ländern ist das kaum anders. Im Militär sind es die Armeeuniformen. In der Zivilgesellschaft sind es zivile Kopien der Armeeuniformen, in die sich der Mann selbstredend begibt, will er was erreichen.

Der Mann opfert so seine Individualität.

Vielleicht wäre bei all den gesellschaftlichen wie politischen Herausforderungen ein wenig geholfen, wenn
- mehr Frauen in den hierarchischen Strukturen sich befänden
- der Mann mehr Individualität sich trauen würde  zu zeigen

(Nochmals der Link zu dem anderen Quell der Vorbehalte, nämlich der Kernzelle Familie: da bzw. einige Beiträge schon vorher)
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?


 

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