Autor Thema: Video über CSD-Feindlichkeit  (Gelesen 53911 mal)

Online high4all

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Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Antwort #90 am: 12.07.2026 17:17 »
Ja, während ich vor paar Stunden noch in einem Beitrag hier fürs Forum von einer wachsenden Zahl von Menschen (also auch Männern) gejubelt habe, die sich ihre Kleidungsfreiheit gönnen, so spricht dieser Aufruf ja doch eine etwas andere Sprache.

Gut, viele von uns, denen nur der Rock als Männerkleidung bisher fehlte, betrifft die Queerness ja eigentlich nicht. Allerdings mag es Menschen geben, die nicht auf Anhieb erkennen, dass wir nur gleiches Recht wie Frauen haben wollen.
Es könnte passieren, dass wir uns in unserer gewohnten Kleidung (sei es Rock oder Kleid) auf einmal "zur falschen Zeit am falschen Ort" sind und angegriffen werden, bevor wir die Erklärung angeben können. dass wir gar nicht "queer" sind. Falls das überhaupt etwas nützt. :P

Denn Menschen, die sich auf Freiheiten berufen, sind in den Augen vieler "XYZ-isten" nicht besonders gut angesehen. Einfach, weil sie Ideologien in Frage stellen.
Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

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Offline MAS

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Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Antwort #91 am: 12.07.2026 17:33 »
Denn Menschen, die sich auf Freiheiten berufen, sind in den Augen vieler "XYZ-isten" nicht besonders gut angesehen. Einfach, weil sie Ideologien in Frage stellen.

Den Satz verstehe ich nicht ganz, lieber Hajo. Meinst Du, dass die Menschen, die uns evtl. angreifen könnten, uns nicht als Mitmenschen sehen, die man fragen könnte, sondern als Träger einer Ideologie, die sie aus ihrer Ideologie heraus ablehnen und die man bekämpfen muss?

Und welches wäre denn unsere Ideologie? Die Ideologie individueller Freiheit? Meines Wissens kritisiert James David Vence genau diese, weil er ihr anlastet, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu unterminieren. Das nennt er dann "Postliberalismus". Meinst Du, Hajo, die Postliberalen sind die, vor denen wir uns in Acht nehmen müssen?

Ich finde indes Postliberalismus eine interessante Ideologie, um sich mit ihr auseinanderzusetzen.

LG, Micha
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Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Antwort #92 am: 12.07.2026 18:10 »
Sämtlichen Menschen, gleich welcher Ideologie, die mir die "Kleidungsfreiheit" nehmen wollen, begegne ich mit großer Vorsicht. Denn oft bleibt´s nicht bei der Kleidung, sondern greift in andere Lebensbereiche hinein. Scheibchenweise, damit ein gefährlicher, oft unbemerkter Gewöhnungseffekt einsetzt. Gut zu beobachten in unserer Gesellschaft, deren mehrheitliche Ansichten sich im Laufe der letzten 20 Jahre nach rechts verschoben haben.

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Offline MAS

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« Antwort #93 am: 12.07.2026 18:23 »
Da ist wohl was Wahres dran, lieber Hajo. Das Widersprüchliche an solchen Menschen - wie man ja auch hier im Form bei dem einen oder anderen sehen kann - ist, dass sie sich oft darüber beschweren, man wolle ihnen etwas verbieten oder vorschreiben, gleichzeitig aber anderen Menschen und ihrer Selbstbestimmung mit Intoleranz begegnen und ihnen vorschreiben wollen, wir sie zu leben haben.

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Offline doppelrock

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Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Antwort #94 am: 12.07.2026 18:46 »
Sämtlichen Menschen, gleich welcher Ideologie, die mir die "Kleidungsfreiheit" nehmen wollen, begegne ich mit großer Vorsicht. Denn oft bleibt´s nicht bei der Kleidung, sondern greift in andere Lebensbereiche hinein. Scheibchenweise, damit ein gefährlicher, oft unbemerkter Gewöhnungseffekt einsetzt. Gut zu beobachten in unserer Gesellschaft, deren mehrheitliche Ansichten sich im Laufe der letzten 20 Jahre nach rechts verschoben haben.

da stimme ich dir zu.
Interessanterweise ist gerade "die Linke" gegen Individualismus und für Kollektivismus.. Heute nicht so sehr im Sinne von gleicher Wertschätzung im positiven Sinne, sondern eher Gleichsetzung und Gleichmacherei, wobei an der oberen Skala herausragende, egal ob intelligent oder fleißig, auf das untere Maß zurechtgestutzt werden. Bitte passiv einem Messias folgen, bitte nicht aktiv werden, bitte nicht denken. Nach dem Motto: Das darf niemals hinterfragt werden. Früher war "links" für Nationalstaat und einheitliche sprache, heute ist man eher dagegen.
Ob andere besser sind, lasse ich mal dahingestellt, zumindest zu Beginn, also um 1800 saßen rechts im französischen Parlament die Leute, die kleine Fürstentümer gegenüber Nationalstaat und Lokalkolorit gegenüber Nationalstaat  bevorzugten.

Heute finde ich diese Aufteilung kaum noch passend, passender wäre eine Einteilung in "tatsächlich tolerant und rücksichtsvoll" sowie " autoritär-unterdrückend" Die Eigenschaften finde ich wesentlich wichtiger als sich an einer Sitzordnung ab etwa 1789 zu orientieren.

Offline BlueBayou

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« Antwort #95 am: 12.07.2026 20:33 »
Sämtlichen Menschen, gleich welcher Ideologie, die mir die "Kleidungsfreiheit" nehmen wollen, begegne ich mit großer Vorsicht. Denn oft bleibt´s nicht bei der Kleidung, sondern greift in andere Lebensbereiche hinein. Scheibchenweise, damit ein gefährlicher, oft unbemerkter Gewöhnungseffekt einsetzt. Gut zu beobachten in unserer Gesellschaft, deren mehrheitliche Ansichten sich im Laufe der letzten 20 Jahre nach rechts verschoben haben.

Zum Beispiel, wenn selbst der ÖRR der Islamismus-Propaganda mehr und mehr auf den Leim geht und wie zuletzt beim BR geschehen -
züchtige Kleidung im Sinnes des Islams als "Modest Fashion" verkauft und nicht einmal hinterfragt:
https://www.fr.de/panorama/ard-beitrag-entfacht-islam-debatte-modest-fashion-schon-radikal-94358246.html

Oder wenn im KIKA (Kinderkanal des ÖRR) Christentum und Islam gegenübergestellt werden und dabei Zuckerfest und Religiosität auf der einen Seite als überaus toll dargestellt werden,
und auf der anderen Seite Ablasshandel und Pädophilie herausgestellt werden:
https://www.merkur.de/deutschland/islam-gelobt-christentum-demontiert-zdf-erntet-kritik-fuer-logo-sendung-zr-94236832.html

Das ist schon etwas mehr als bedenklich!

Offline MAS

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« Antwort #96 am: 12.07.2026 23:03 »
Sämtlichen Menschen, gleich welcher Ideologie, die mir die "Kleidungsfreiheit" nehmen wollen, begegne ich mit großer Vorsicht. Denn oft bleibt´s nicht bei der Kleidung, sondern greift in andere Lebensbereiche hinein. Scheibchenweise, damit ein gefährlicher, oft unbemerkter Gewöhnungseffekt einsetzt. Gut zu beobachten in unserer Gesellschaft, deren mehrheitliche Ansichten sich im Laufe der letzten 20 Jahre nach rechts verschoben haben.

Zum Beispiel, wenn selbst der ÖRR der Islamismus-Propaganda mehr und mehr auf den Leim geht und wie zuletzt beim BR geschehen -
züchtige Kleidung im Sinnes des Islams als "Modest Fashion" verkauft und nicht einmal hinterfragt:
https://www.fr.de/panorama/ard-beitrag-entfacht-islam-debatte-modest-fashion-schon-radikal-94358246.html

Oder wenn im KIKA (Kinderkanal des ÖRR) Christentum und Islam gegenübergestellt werden und dabei Zuckerfest und Religiosität auf der einen Seite als überaus toll dargestellt werden,
und auf der anderen Seite Ablasshandel und Pädophilie herausgestellt werden:
https://www.merkur.de/deutschland/islam-gelobt-christentum-demontiert-zdf-erntet-kritik-fuer-logo-sendung-zr-94236832.html

Das ist schon etwas mehr als bedenklich!

Ich empfehle eine Beschäftigung mit Religionswissenschaft. Da ist auch nicht alles super toll, aber man lernt eine neutrale Sicht auf die Religionen. Menscheln tut es überall, im Guten wie im Schlechten.

Mir ist es wichtig, die Gut-Schlecht-(oder Bös-)Grenzen nicht zwischen den Religionen zu ziehen, sondern zwischen unterschiedlichen Interpretationen der Religionen. Religionismus gibt es überall, liberale Religiosität auch.  Sich damit zu beschäftigen, ändert die Sichtweise.

LG, Micha
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Offline cephalus

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« Antwort #97 am: 12.07.2026 23:07 »
Sämtlichen Menschen, gleich welcher Ideologie, die mir die "Kleidungsfreiheit" nehmen wollen, begegne ich mit großer Vorsicht. Denn oft bleibt´s nicht bei der Kleidung, sondern greift in andere Lebensbereiche hinein. Scheibchenweise, damit ein gefährlicher, oft unbemerkter Gewöhnungseffekt einsetzt.


Gut zu beobachten in unserer Gesellschaft, deren mehrheitliche Ansichten sich im Laufe der letzten 20 Jahre nach rechts verschoben haben.

Was Deinen (von mir eingefügten) ersten Absatz betrifft gebe ich dir absolut Recht.

Der zweite Teil stellt sich für mich, verfolge ich soziale wie öffentliche Medien, auch so dar, was aber meinem persönlichen Erleben widerspricht.
Als einzige Person in meinem Umfeld vertritt meine Schwiegermutter unreflektiert und unwillig zur Diskussion rechtes Gedankengut Parolen, was für sie zu einem fast kompletten Verlust sozialer Kontakte geführt hat.

Also mein Umfeld ist geblieben wo es immer war: konservativ-liberal.
Jedefalls nicht weiter rechts.

Offline MAS

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« Antwort #98 am: 13.07.2026 00:18 »
So ist es bei mir eigentlich auch, Cephalus, nur nicht in Bezug auf meine Schwiegermutter, die nichts gegen mein Rocktragen hatte (sie weilt nicht mehr unter uns). Rechte Parolen treffe ich eigentlich nur in diesen Forum von einigen Personen und von der Cousine meiner Liebsten in Utah, die Trump "so amazing" findet, und sich selbst sicher gar nicht bewusst ist, dass Trump irgendwie "rechts" ist. In meinem alltäglichen Umfeld, so könnte man auch sagen, befinde ich mich völlig in einer "Mitte-links-Blase". Und vielleicht aber sehr undeutlich von einem Nachbarn oder von zweien.

LG, Micha 
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Offline BlueBayou

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« Antwort #99 am: 13.07.2026 09:48 »
Ich empfehle eine Beschäftigung mit Religionswissenschaft.

Wenn man offenen Auges durch die Welt geht, braucht man das nicht.
Einfach mal das "Stadtbild" anschauen. Soviele Frauen mit Koptüchern gab es vor zehn, zwanzig Jahren nicht!
Das ist zum einen der politische Islam, wie von den Erdogan-Treuen (oft mit deutschem Pass) vorangetrieben wird,
als auch von den vielen Neubürgern (die gemäß Ayslrecht/ Dublin-Abkommen, usw. eigentlich gar nicht hier sein dürften),
die mit unseren Werten nichts anfangen können und wollen.

Vor 30 Jahren tanzten hunderttausende zur Love-Parade durch Berlin. Alles friedlich, alles cool.
Da gab es auch keine Hundertschaften vor Kirchen und Synagogen - oder bei einfachen Festivitäten;
geschweige denn Betonblöcke vor Weihnachtsmärkten.
Da konnte man auch im bunten Fummel durch Berlin laufen, ohne Angst haben zu müssen, verprügelt zu werden.

Aber die Perversion des Ganzen ist dann der Gedenk- und Aktionstag gegen Islamfeindlichkeit, wie er in Berlin dieses Jahr erstmals umgesetzt wurde.
Komisch. Vor Moscheen habe ich noch nie Polizeifahrzeuge und Sperren gesehen.

Es ist in linken Milieus leider verbreitet und Usus, die Menschen des nahen Ostens zu hofieren und zu feiern,
weil sie ja angeblich Opfer sind und Unterdrückte des "Kolonialismus des weißen Mannes".
Das gipfelt dann in solchen Idotien wie "Queers for Palestine" - weil diese Anhänger nicht einmal wissen,
wie mit queeren Menschen im nahen Osten, insbesondere Palästina umgegangen wird.

Mit dieser naiven Art, unterstützen sie völlig archaische und menschenfeindliche Ideologien, die unserer freiheitlichen Gesellschaft, aber vor allem ihnen selbst am meisten schaden.

Aber wie sagte schon Göring-Eckardt 2015:
"Unser Land wird sich ändern und zwar drastisch und ich sage euch eins: ich freue mich darauf!"

Offline MAS

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« Antwort #100 am: 13.07.2026 10:41 »
Ich empfehle eine Beschäftigung mit Religionswissenschaft.

Wenn man offenen Auges durch die Welt geht, braucht man das nicht.
Einfach mal das "Stadtbild" anschauen. Soviele Frauen mit Koptüchern gab es vor zehn, zwanzig Jahren nicht!
Das ist zum einen der politische Islam, wie von den Erdogan-Treuen (oft mit deutschem Pass) vorangetrieben wird,
als auch von den vielen Neubürgern (die gemäß Ayslrecht/ Dublin-Abkommen, usw. eigentlich gar nicht hier sein dürften),
die mit unseren Werten nichts anfangen können und wollen.

Vor 30 Jahren tanzten hunderttausende zur Love-Parade durch Berlin. Alles friedlich, alles cool.
Da gab es auch keine Hundertschaften vor Kirchen und Synagogen - oder bei einfachen Festivitäten;
geschweige denn Betonblöcke vor Weihnachtsmärkten.
Da konnte man auch im bunten Fummel durch Berlin laufen, ohne Angst haben zu müssen, verprügelt zu werden.

Aber die Perversion des Ganzen ist dann der Gedenk- und Aktionstag gegen Islamfeindlichkeit, wie er in Berlin dieses Jahr erstmals umgesetzt wurde.
Komisch. Vor Moscheen habe ich noch nie Polizeifahrzeuge und Sperren gesehen.

Es ist in linken Milieus leider verbreitet und Usus, die Menschen des nahen Ostens zu hofieren und zu feiern,
weil sie ja angeblich Opfer sind und Unterdrückte des "Kolonialismus des weißen Mannes".
Das gipfelt dann in solchen Idotien wie "Queers for Palestine" - weil diese Anhänger nicht einmal wissen,
wie mit queeren Menschen im nahen Osten, insbesondere Palästina umgegangen wird.

Mit dieser naiven Art, unterstützen sie völlig archaische und menschenfeindliche Ideologien, die unserer freiheitlichen Gesellschaft, aber vor allem ihnen selbst am meisten schaden.

Aber wie sagte schon Göring-Eckardt 2015:
"Unser Land wird sich ändern und zwar drastisch und ich sage euch eins: ich freue mich darauf!"


Wissenschaft ist freilich machtlos, wenn Menschen lieber ihrem oberflächlichen Augenschein vertrauen und das was sie sehen mit Stereotypen interpretieren.
Ich bezweifle, dass Du offene Augen hast. Sonst würdest Du mehr Differenzen wahrnehmen.

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Offline Skirtedman

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« Antwort #101 am: 13.07.2026 11:26 »
Mit dieser naiven Art, unterstützen sie völlig archaische und menschenfeindliche Ideologien, die unserer freiheitlichen Gesellschaft, aber vor allem ihnen selbst am meisten schaden.

Aber wie sagte schon Göring-Eckardt 2015:
"Unser Land wird sich ändern und zwar drastisch und ich sage euch eins: ich freue mich darauf!"


Bei diesem Zitat klingt es mir in den Ohren:

"Wir werden sie jagen!"

Auch ein Ausdruck, der nicht uneingeschränkt Menschenfreundlichkeit verspricht.

Aber gut, die Phase Gauland ist beendet. Vielleicht tragen aber seine Gefolgsleute diese Worte auch noch immer zwischen ihren Ohren.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks im Hirn wohl sitzen, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?                https://kurzlinks.de/Info_zum_Statement

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« Antwort #102 am: 13.07.2026 11:48 »
Mit dieser naiven Art, unterstützen sie völlig archaische und menschenfeindliche Ideologien, die unserer freiheitlichen Gesellschaft, aber vor allem ihnen selbst am meisten schaden.

Aber wie sagte schon Göring-Eckardt 2015:
"Unser Land wird sich ändern und zwar drastisch und ich sage euch eins: ich freue mich darauf!"


Bei diesem Zitat klingt es mir in den Ohren:

"Wir werden sie jagen!"

Auch ein Ausdruck, der nicht uneingeschränkt Menschenfreundlichkeit verspricht.

Aber gut, die Phase Gauland ist beendet. Vielleicht tragen aber seine Gefolgsleute diese Worte auch noch immer zwischen ihren Ohren.

Ich musste erstmal nachgucken, wer Göring-Eckhardt überhaupt ist. Aber in welchen Kontext sagte Kathrin Göring-Eckhardt das? Das wäre schon wichtig zu wissen, ob zu verstehen, was sie damals vor elf Jahren damit meinte.

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Offline Skirtedman

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« Antwort #103 am: 13.07.2026 12:03 »
Vor 30 Jahren tanzten hunderttausende zur Love-Parade durch Berlin. Alles friedlich, alles cool.
...
Da konnte man auch im bunten Fummel durch Berlin laufen, ohne Angst haben zu müssen, verprügelt zu werden.

Nun, diese Angst zu schüren, spielt ja denen in die Hände, die "bunte Fummel" als Bedrohung der Gesellschaft ansehen.

Ich empfinde diese Furcht in meinem vielleicht gelobten Land Rhein-Main und Pfalz und drumherum gar nicht so präsent. Gut, ich bin nicht queer. Aber zumindest die Leute, denen ich das erste Mal begegne, werden das nicht alle auf Anhieb spüren.

Ich habe eine Bekannte, die glühende Anhängerin der AfD-Agitation ist, die wiederum kein Problem mit mir hat. Im Gegenteil, ich ernte gerade von ihr sehr häufig Sternchen (also Likes) in meinem WA-Status, wo ich für 24 Stunden manchmal meine Outfit-Selfies wie hier im Forum zeige. Meine Schwestern gaben mir bislang dafür noch keine Sternchen. Und die 'glühende' Bekannte hat auch kein Problem damit, sich mit mir im Stadtbild zu zeigen oder sich mit mir von ihren Gesinnungsgenossen sehen zu lassen.

Ich weiß natürlich nicht, wie das wäre, würde ich vehement für queere Rechte eintreten. Vielleicht sähe das anders aus. Aber so, wie sie mich kennt, findet sie mich voll cool - auch wenn unsere Gesinnungen auseinander gehen.

Auch habe ich einen Bekannten, der früher Röcke und Kleider getragen hat. Er ist beruflich praktizierend im spirituellen Yoga. Seit einigen Jahren lebt er mit einem Transmann zusammen. Für ihn ist klar, er wählt die AfD.

Den rechten Narrativen angelehnte Aussagen hört man viel im "Stadtbild", manchmal recht vorsichtig ausgedrückt, weil man sich über diese Partei nicht so ganz im Klaren ist. Aber letztlich landet das Kreuzchen doch in derem Kreis. Irgendwoher müssen ja die Stimmen kommen, wenn in meinem Landstrich mehr als jeder fünfte dorthin sympathisiert, woanders deutlich mehr noch. Öffentlich unter mehreren Leuten sich gegen die AfD-Gesinnung auszusprechen, wird immer häufiger jemanden treffen, der eben doch sich von deren Versprechungen angezogen fühlt.

Leider schafft auch unsere gegenwärtige Regierung noch viel zu wenig, die Sorgen und Bedenken der Leute aufzufangen. Immerhin hatte dieser Tage unser Bundeskanzler irgendwo gesagt, dass Demokratie darin besteht, sich in allen Fragen um Interessensausgleich zu bemühen - freilich, keine leichte Aufgabe, aber eigentlich liegt genau darin der wirkliche Wert der Demokratie. Und wenn man genau hinschaut, so sind ja die Institutionen, z.B. das Rechtssystem ziemlich getrennt von den politischen Befindlichkeiten. Hier wird ja - oftmals vielleicht noch immer unzureichend, aber immerhin - darum gerungen, einen möglichst unabhängigen Ausgleich zu schaffen und Gerechtigkeit walten zu lassen. Das sieht nur der kleine Mann auf der Straße oftmals nicht. Aufgabe der Politik ist es, auch das zu vermitteln. Das wird viel zu wenig gemacht. Und wenn einem eine Entscheidung mal gegen den Strich geht und jemand anderes davon profitiert, so gibt es andere Momente, wo es dem anderen gegen den Strich geht und ich profitiere. Ausgleich eben. Kompromisse eingehen tut manchmal weh, nützt aber manchmal auch.

Und Demokratiefeinde sind diese Unabhängigkeiten und das Ringen um Interessensausgleiche ein Dorn im Auge. Sie behaupten, das sei so gar nicht der Fall, um dann, wenn sie an die Macht kommen, da kräftig mit reinzumischen, um mit langer Hand mal ordentlich durchzuregieren. In anderen Ländern gibt es ja schon erste oder fortgeschrittenere Beispiele. Ausserdem gibt es dazu eine Blaupause von vor bald 100 Jahren hier in unserem Land. Ich glaube, in solch einem Land, in dem mit langer Hand bis in die Wohnzimmer hinein regiert wird, wollen die meisten von uns nicht leben, auch viele nicht, die ihr Kreuzchen jetzt am liebsten bei der AfD setzen würden.

Und wir tun gut daran, uns nicht von der Angst vereinnahmen zu lassen. Prügeleien, Messerstechereien gab es schon immer und wird es weiterhin geben. Sowas wird sich nicht verhindern lassen, selbst nicht in einem strikten Polizeistaat. Das Leben ist gefährlich, wenn man vor die Tür geht. Das Leben ist aber auch erst lebenswert, wenn man vor die Tür geht.

Und in den meisten Fällen ist es doch egal, ob jemand glaubt, wir wären queer oder trans oder sonstwas. Natürlich kann man auch stolz sein, wenn man das nicht ist, aber trotzdem gerne Röcke oder Kleider trägt. Oder "bunte Fummel". Natürlich kann man auch dafür eintreten, dass ganz "normale" Männer auch mal was anderes tragen möchten als nur immer die Hosen.

Und drum sollten wir das tun. Wenn wir das nicht tun, helfen wir nur denen, die bis in unser Wohnzimmer hinein regieren wollen.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch seelisch gesund.
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Offline doppelrock

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« Antwort #104 am: 13.07.2026 15:24 »
Lieber @MAS, du weißt erschreckend wenig über dein Land, seine Kultur und seine Politiker.
Die Aussage von Frau Göring Eckardt bezieht sich auf den Wunsch, durch unbegrenzte Zuwanderung eine neue Vielfalt zu schaffen. Dabei hätte ihr bewusst sein müssen, dass unkontrollierte Zuwanderung, die auch Fanatiker und straftäter enthält, große Risiken birgt. Die Folgen sind mittlerweile deutlich sichtbar und neben den Einheimischen leiden auch die gut integrierten Ausländer darunter., genauso die aus echter Not geflüchteten Menschen.

An der stelle kann ich nur wiederholen, dass du dich doch bitte mehr über zahlreiche Themen informierst. In früheren Beiträgen konntest du Partei, regierung, Staat, Demokratie, Land usw. nicht unterscheiden, eine Gegenüberstellung der Risiken und Nutzen verschiedener Energieformen ist scheinbar spurlos vorübergegangen, auch wie ein Staatshaushalt funktioniert mit Einnahmen und Ausgaben. Geld ist nicht einfach unbegrenzt so da und wird einfach vom Kanzler gedruckt. Es kann nur umverteilt werden, was auch da ist. Alles andere nennt man Schulden.

Bitte suche dir ein gutes Lexikon deiner Wahl und informier dich!

Gruß
doppelrock


 

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