Autor Thema: Video über CSD-Feindlichkeit  (Gelesen 35960 mal)

Offline Zwurg

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Antw:Video über CSD-Feindlichkeit
« Antwort #165 am: Gestern um 07:57 »
da ich in den letzte Wochen etwas mehr Zeit hatte, habe ich mir etwas mehr Interviews auf Youtube angesehen.
Vor allem Jasmin Kosubek und Ben ungeskripted.

Beide interviewen Personen sowohl vom linken als auch vom rechten Spektrum oder einfach interessante Leute. Ich hab dazu verschiedene Gedanken.

Dabei ist mir aufgefallen, das Personen vom linken Spektrum viele Forderungen haben, die immenses Geld kosten. Geld das jemand erarbeiten muss. Auch wenn es schöne Forderungen sind, aber aus meiner Sicht eben utopisch und naiv.

Während die Interview Partner vom rechten Spektrum, das Geld lieber im Land behalten wollen, und sich bewußt sind, das die Utopien nicht bezahlbar sind. Sie wollen die Kultur und Gesellschaft der 50iger und 60iger Jahre wieder herbeiführen.

Die islamischen Radikalen wollen eine islamische Kultur mit strengen religösen Regeln bei uns einführen. Unsere christlichen hohen Feste, unsere Traditionen wie der Fasching, unsere Gleichstellung der Frauen, sind ihnen ein Dorn im Auge.
Die islamischen Länder liegen Wirtschaftlich hinter den christlichen Ländern weit zurück, weil sich nach Islamischen Recht keine großen Firmen gründen und erhalten lassen. Das erweckt Neid. Die isalmischen Radikalen sind bereit Gewalt in jeder Form auszuüben.

Ich sehe keine Paralellen zwischen Rechten und Islamisten und kann nicht verstehen, weshalb man die in einen Topf wirft.

Daher reift in mir die Erkenntnis, das ich den Weg der Linken ablehnen muss, wenn er zuviel Geld kostet. Ich will nicht länger härter und dann in Armut leben, weil die Regierungen nicht mitGeld umgehen können. Privat muss ich auch mein Geld zusammen halten, damit ich die Infrastruktur meines Hauses oder meiner Mobilität erhalten kann.
Ganz sicher will ich nicht nach strengen religösen Regeln leben, deshalb untertsütze ich eher Positionen die diese Tendenzen zurückdrängen.
Ich möchte auch weiter in Freiheit leben, und nicht in einem rechts totalitären Staat, aber auch nicht in einem links totalitären Staat der sich immer mehr abzeichnet.
Und nach all den Interviews, die ich gesehen habe finde ich im Moment viele rechte Positionen nicht falsch.
Grundsätzlich muss es eine politische Kurskorrektur in Europa geben, und wenn die etablierten Parteien dazu nicht bereit sind, werden die Rechten das Ruder alleine übernehmen.
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Offline Timper

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« Antwort #166 am: Gestern um 08:07 »
Also Dir, lieber BlueBayou, der Du ja so wunderbar Bescheid zu wissen meinst, empfehle ich wirklich dringend, die beiden von mit genannten Bücher zu lesen. Oder zuerst meinen Beitrag direkt unter Deinem bzw. hier oben drüber.

Was man auch nicht vergessen darf: Es waren Menschen aus "unserem Kulturkreis", die zwei Weltkriege vom Zaune brachen. Und der jetzige Klimawandel geht auch zum großen Teil auf die Verbrennung von fossilen Brennstoffen aus "unserem Kulturkreis" zurück.

Ich finde, wir sollten mal ganz bescheiden auftreten, statt mir dem Finger auf "andere Kulturkreise" zu zeigen.

LG, Micha
Immer wieder deine klassischen Ablenkungsmanöver um sich selbst die Schuld an allem zu geben. Diesen Mist nimmt dir längst fast keiner mehr ab. Am Ende waren die Opfer der Terroristen noch selbst schuld.
Mir wird übel!
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Offline Timper

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« Antwort #167 am: Gestern um 08:08 »
https://www.berliner-zeitung.de/article/islamismus-netzwerke-deutschland-10238526

Merkels Fachkräfte…🙈😡

Nur begrenzt kompatibel zu einer freiheitlichen, demokratischen, säkularisierten Gesellschaft.
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Offline MAS

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« Antwort #168 am: Gestern um 09:30 »
Lieber Zwurg,

die USS Constitution habe ich 1987 sogar mal besichtigt:
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Dieser Krieg gegen die Berber fand 1801-1815 statt: https://en.wikipedia.org/wiki/First_Barbary_War
Aber wie stand es zur selben Zeit um die Sklaverei in den USA?
Ich glaube, man nennt das "Doppelmoral", sich über die Versklavung von Weißen zu echauffieren, aber die Versklavung von Schwarzen als gottgewollt darzustellen.

Zu Jesus: Wie schon mal geschrieben, wurde er mir 30 Jahren hingerichtet. Wäre Muhammad in Mekka schon getötet worden, wäre er nie Politiker und Krieger geworden. Man trachtete ihm ja nach dem Leben, wodurch er und seine Leute sich durch die Flucht nach Yathrib (Medina) entzogen. Ja, dann herrschte ein achtjähriger Krieg gegen Mekka, den die Muslime gewannen. Es folgte die Islamisierung und damit Einigung der Araber. Gefolgt von einer Ausbreitung des arabischen Reiches. Hauptgegner waren das Römische (Byzantinische) und das Persische Reich, die beide in keiner Weise friedlicher waren. 800 Jahre später eroberten die Osmanen Konstantinopel.

Ich denke mal, das Recht, sich auf Jesus als Pazifisten zu berufen, hat, wer sich davon inspiriert selbst pazifistisch verhält. Und genau das vermisse ich bei den selbsternannten Verteidigern des christlichen Abendlandes.   

Islamismus und andere Spielarten religiös-politischen Fundamentalismusses haben sehr wohl viel mit Nationalismus gemeinsam, insofern sie ein klares Freund-Feind-Bild haben, die eigene Gruppe als gut und andere als schlecht behandeln, scharfe Grenzen zwischen der eigenen Religion oder Nation und anderen ziehen, und gegenüber anderen Religionen bzw. Nationen einen Überlegenheitsanspruch haben. Beide sind klar gegen pluralistische, multikulturelle und -religiöse Gesellschaften ausgerichtet. Wenn ich ein Feindbild habe, dann dieses.

"Unsere" Nationalegoisten haben einen uniformen, völkisch reinen Staat zum Ziel, überwacht mit KI. Man kann es an den USA sehen. Trump und seine Gefolgsleute zeigen ganz deutlich, was uns blüht, wenn die "Rechten" an die Macht kommen. Das Geld wird dann auch nicht im Lande bleiben, sondern die Kassen der Tech-Giganten füllen. (Sicher gibt es Abstufungen von nationalistischem Fanatismus, aber der Hass auf alles Anderskulturelle, egal ob ethnisch, religiös, gender oder wie auch immer, ist allen gemeinsam.)
In der Türkei haben sich Islamismus und Nationalismus zu einer Einheit verschmolzen.

Zwurg, was Dir anscheinend vorschwebt in Bezug auf Eindeutschung von Migrant:innen nennt man "Assimilation". Oder?

Danke aber für die Nennung des Buchtitels! Ich kenne das Buch oder den Autor nicht, was nicht viel heißen will.

LG, Micha
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Offline Zwurg

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« Antwort #169 am: Gestern um 10:36 »
Ja, Assimilaton ist der richtige Weg.
Es gab und gibt immer wieder Einwanderung, aber von den Einwanderen muss man verlangen, dass sie sich integrieren und dann Teil der örtlichen Bevölkerung werden.
Ansonsten gibt es immer Konfliktpunkte, die das Zusammenleben erschweren oder gar unmöglich machen.
Da Deutschland eine Wechselvolle Gescihte in der Mitte Europas hat, trägt wahrscheinlich ein jeder von uns verschiedene Gene von Einwanderern in sich.
Was ja auch gut ist. Auch neue Kochrezepte, künstlerische, modische oder technische Innovationen sind ja auch zu begrüßen.
Andere Kulturen, mit vor allem stark religös geprägtem Hintergrund, die dem individuellen Freiheitsbestreben widersprechen lehne ich grundsätzlich ab. Das hatten wir früher auch, und auch die katholische Kirche hat immer noch zu viel Macht inn Deutschland.
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Offline BlueBayou

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« Antwort #170 am: Gestern um 11:42 »
[...]
Andere Kulturen, mit vor allem stark religös geprägtem Hintergrund, die dem individuellen Freiheitsbestreben widersprechen lehne ich grundsätzlich ab. Das hatten wir früher auch, und auch die katholische Kirche hat immer noch zu viel Macht inn Deutschland.

Wie schon Helmut Schmidt sagte:
https://youtube.com/shorts/VhQviSKxoq8

Offline Timper

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« Antwort #171 am: Gestern um 12:19 »
Stimmt zum großen Teil.
Was man noch dazusagen muss ist das es nur wenige Probleme mit Zuwanderer aus zb Vietnam, Korea , also Südostasien gibt. Wenn es Stress gibt sind immer der Nahe und Mittlere Osten ganz vorne dabei.
Mir kann keiner erzählen das da der Islam bzw die Auslegung in dieser Region keine Rolle spielt.
Es einfach die aggressive, offensive, sendende Auslegung die den Ärger verursacht. Eine Droge.
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« Antwort #172 am: Gestern um 12:21 »
Aus der Ausstellung "Je suis Charlie"
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Offline MAS

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« Antwort #173 am: Gestern um 12:35 »
Ja, Assimilaton ist der richtige Weg.
Es gab und gibt immer wieder Einwanderung, aber von den Einwanderen muss man verlangen, dass sie sich integrieren und dann Teil der örtlichen Bevölkerung werden.
Ansonsten gibt es immer Konfliktpunkte, die das Zusammenleben erschweren oder gar unmöglich machen.
Da Deutschland eine Wechselvolle Gescihte in der Mitte Europas hat, trägt wahrscheinlich ein jeder von uns verschiedene Gene von Einwanderern in sich.
Was ja auch gut ist. Auch neue Kochrezepte, künstlerische, modische oder technische Innovationen sind ja auch zu begrüßen.
Andere Kulturen, mit vor allem stark religös geprägtem Hintergrund, die dem individuellen Freiheitsbestreben widersprechen lehne ich grundsätzlich ab. Das hatten wir früher auch, und auch die katholische Kirche hat immer noch zu viel Macht inn Deutschland.

Assimilation in diesem Kontext bedeutet ja, dass man die eigene kulturelle Identität aufgeben und durch eine neue austauschen muss. Das bedeutet z.B. Aufgabe der eigenen Sprache, der ethnischen Zugehörigkeit usw. Es bedeutet nicht nur, dass man den Gesetzen des neuen Heimatlandes gehorchen muss, sondern viel mehr.

Ist es das, was Du wirklich willst, Zwurg?

Und bist Du auch für die Abschaffung der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit? Möchtest Du den Islam in all seinen Spielarten in Deutschland verbieten?

LG, Micha
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Offline Zwurg

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« Antwort #174 am: Gestern um 12:45 »
Ich hab vor ein paar Jahren einmal eine Interview mit Cem Özdemir gesehen. Der Interviewer fragte Özdemir nach seinem Standpunkt als "People of Color". Anstatt diese Frage zurückzuweisen, stieg Özdemir vollends in die Rassismus Debattte ein, welcher Rasssismus ihm als Türke entgegenschlage usw.
Dabei sieht Özdemir und auch die meisten anderen Türken oder Muslime nicht anders aus als jeder andere schwarzhaarige urdeutsche Bayer oder Schwabe.
Mein eigener Vater hatte schwarze Haare, braune Augen und einen dunkleren Teint.
War der etwa auch eine andere Rasse? (jedenfalls nicht nach der Ahnenforschung, die mein Bruder betrieben hat)

Würde Özdemir stattdessen Alois Hinterhuber heißen, würde sich die Frage nach einer anderen Rasse nicht stellen.

Özdemir und andere Muslime machen sich selbst zu Opfern, weil sie auch in der dritten und vierten Generation nicht integriert haben und immer noch voller Stolz als Türken (oder wo immer sie her stammen) bezeichnen. Ich kenne viele solche Türken, die Ehefrauen haben sie sich aus der Türkei kommen lassen. Die Ehefrauen sprechen nicht oder kaum deutsch, weil zu Hause nur türkisch gesprochen wird. Wenn Kinder geboren werden, hören diese zum ersten Mal deutsche Wörter, wenn überhaupt, denn in vielen Städten sind deutschsprachige Kinder bereits in der Minderheit. Eine Integration kann so also gar nicht stattfinden. Später widerholt sich das Spiel an den Schulen, dort kann kein wirklicher Unterricht mehr stattfinden, weil die Kinder den Lehrer nicht verstehen. Und wenn die Berufsausbildung folgen soll, funktioniert das ebenfalls nicht mehr. Die Kinder wachsen dann zu Erwachsenen ohne Beruf heran, können höchstens Hilfsarbeiten ausführen und fühlen sich dann benachteiligt oder rassistisch ausgegrenzt, obwohl der Rassismus bei ihren Eltern begründet liegt und nicht bei der deutschen Gesellschaft.
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Offline Zwurg

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« Antwort #175 am: Gestern um 13:07 »
Ja, Assimilaton ist der richtige Weg.
Es gab und gibt immer wieder Einwanderung, aber von den Einwanderen muss man verlangen, dass sie sich integrieren und dann Teil der örtlichen Bevölkerung werden.
Ansonsten gibt es immer Konfliktpunkte, die das Zusammenleben erschweren oder gar unmöglich machen.
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Was ja auch gut ist. Auch neue Kochrezepte, künstlerische, modische oder technische Innovationen sind ja auch zu begrüßen.
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Assimilation in diesem Kontext bedeutet ja, dass man die eigene kulturelle Identität aufgeben und durch eine neue austauschen muss. Das bedeutet z.B. Aufgabe der eigenen Sprache, der ethnischen Zugehörigkeit usw. Es bedeutet nicht nur, dass man den Gesetzen des neuen Heimatlandes gehorchen muss, sondern viel mehr.

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Und bist Du auch für die Abschaffung der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit? Möchtest Du den Islam in all seinen Spielarten in Deutschland verbieten?

LG, Micha
Man kann gläubig sein ohne die Kultur der religösen Herkunft hochzuhalten. Und des geht nicht um den Glauben an Gott oder an den Propheten Mohamed.
Es geht um die (mittelalterlichen) Gebote der jeweiligen muslimischen Glaubensgemeinschaften (Kirchen).
Ich bin selbst Nichiren Buddhist ohne andere japanische Traditionen zu pflegen. Ich war auch Jahrzehnte lang Christ ohne mich an alle Gebote der Kirche zu halten. Und auch heute noch feiere ich noch Weihnachten Ostern usw. Frauen hatten im Mittelalter in der katholischen Kirche noch eine andere Stellung, und es gab noch andere schreckliche Kirchengebote, wie die Inqusition, Hexenverfolgung, oder die Missionierung fremder Völker. Oder die Glaubenskriege in Europa, es sei da nur einmal der 30 jährige Krieg erwähnt. Im Januar habe ich Altötting besucht. Dort liegen in einer Gruft unter der Kirche die sterblichen Überreste eines General Tilly, auf dem Platz vor der Kirche steht ein Reiterstandbild von ihm. Erst daheim habe ich im Internet mit Entsetzen nachgelesen, was dieser Mann vor 400 Jahren im Namen der katholischen Kirche angestellt hat.
Da wollen wir wirklich nicht zurück!
Wir haben diese Dinge überwunden.
Wer bei uns leben will, muss unsere Entwicklung verstehen, und sich daran halten, ansonsten muss ich sagen, er kann nicht bei uns leben.
Und es heißt für mich: Glauben ja, Kultur, soweit sie unseren Regeln widerspricht, nein.
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Offline MAS

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« Antwort #176 am: Gestern um 15:04 »
Lieber Zwurg,

vor Jahren gab ich mal Hausaufgabenhilfe. Die Schüler:innen hatten fast alle Migrationshintergrund. Viele waren muslimisch.

Ein Mädchen hieß Karimah. Karimahs Eltern kamen aus Marokko. Sie selbst bezeichnete sich immer gerne als Araberin. Sie war 12-14 Jahre alt, als ich dort arbeitet.
Einmal musste sie einen Aufsatz schreiben: "Was wäre Deutschland ohne die Araber?" Ich fragte: "Was wäre Marokko ohne die Araber?" Sie: "Wir sind Araber!" Ich: "Seit wann?" Sie: "Schon immer!" Ich: "Nein, erst seit ca. 1100 Jahren. Da haben die Araber Marokko erobert." Sie: "Und wer war vorher da?" Ich: "Die Berber z.B." Da meldete sich ihre Freundin mit den Worten: "Ich bin Berberin. Müssen wir jetzt Feinde sein?" Sie kamen aber schnell darauf, dass sie Freudinnen sind und keine Feinde.

Karimah sagte auch immer wieder gerne: "Wir Araber" und "Ihr Deutsche." Ich fragte sie: "Wo bist Du geboren?" Sie: "In Deutschland!" Ich: "Welche Sprache sprichst Du besser, deutsch oder arabisch?" Sie: "Deutsch!" Ich: "Was für einen Ausweis hast Du?" Sie: "Einen deutschen." Ich: "Siehst Du, dann bist Du Deutsche!" Sie schaute mich mit großen Augen an. Ich hatte den Eindruck, der erste zu sein, der sie eine Deutsche genannt hat. Ich setzte hinzu: "Und Marokkanerin bist Du auch, von Deinen Eltern her. Mach das beste draus!"

Als sie 14 wurde, schenkten eine Kollegin und ich ihr zum Geburtstag einen Koran, auf Arabisch und Deutsch. Sie hatte keinen und ich meine, ihre Familie auch nicht.

Fazit: Wenn wir die Menschen als Deutsche akzeptieren UND mit ihrer jeweiligen Herkunftskultur respektieren, klappt die Integration oder auch Inklusion besser. Je mehr wir sie als Fremde und Ausländer behandeln, desto mehr bleiben sie auch solche oder betonen das sogar in Abgrenzung zu den Deutschen.

Menschen brauchen zuerst einmal Respekt. Dann kann man auch mit Forderungen kommen. Und sicher haben sie Pflichten in Deutschland, so wie jeder andere Deutsche auch. Und auch Gäste haben Pflichten und weniger Rechte. Die darf man auch einfordern. Aber immer mit Respekt!

Behandle Menschen so, wie Du willst, dass sie Dich behandeln, so lautet die Goldene Regel. Das bedeutet in diesem Fall auch, so wie Du in einem fremden Land von den Einwohnern behandelt werden möchtest.
Und Einwanderer sollten sich in einem für sie zunächst fremden Land so verhalten, wie sie es von Einwanderern in ihrem Herkunftsland auch gerne hätten, dass sie sich verhalten.   

Ich kenne übrigens auch türkische Nationalisten und will kein Deutscher sein, so wie diese türkisch sind.

LG, Micha
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Offline BlueBayou

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« Antwort #177 am: Gestern um 16:15 »
Versuchst Du jetzt mit anekdotischer Evidenz gegen Tatsachen und Statistiken anzukommen?  :o

Offline MAS

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« Antwort #178 am: Gestern um 16:25 »
Nee mit gelebter Realität gegen Stereotype!

Ich fasse es aber mal so zusammen: Was haben die poltisch-rechten/deutsch-nationalistischen Anfeindungen gegen queere Menschen und das Attentat in Berlin, zu dem sich jetzt anscheinend der IS bekannt hat?

In beiden Fällen gehen Menschen aggressiv gegen eine Gruppe von Menschen vor, deren geschlechtliche Identität sie nicht verstehen (wollen) und nicht respektieren.

Das Problem bei beiden liegt nicht in ihrer nationalen oder religiösen Identität, sondern darin, wie sie diese verstehen und ausleben.

Fanatische und aggressive nationale/ethnische oder religiöse/weltanschauliche Selbstkonzepte, die anderen Menschen ihr Recht auf Selbstbestimmung nehmen wollen, haben keinen Platz in einer freiheitlich-demokratischen und pluralistischen/bunten Gesellschaft!

Ich denke, darin stimmt Ihr doch mit mir überein, Zwurg und BlueBayou. Oder?

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Offline doppelrock

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« Antwort #179 am: Gestern um 18:00 »
Nee mit gelebter Realität gegen Stereotype!


...

Fanatische und aggressive nationale/ethnische oder religiöse/weltanschauliche Selbstkonzepte, die anderen Menschen ihr Recht auf Selbstbestimmung nehmen wollen, haben keinen Platz in einer freiheitlich-demokratischen und pluralistischen/bunten Gesellschaft!

Ich denke, darin stimmt Ihr doch mit mir überein, Zwurg und BlueBayou. Oder?

LG, Micha

Wie hältst du es mit den Vertretern linksextremer Gewalt, der sogenannten Anti Fa, die aber erstaunlicherweise die Regierung unterstützt (!).und auch von manchen Parteien Sympathie erhält.

Auch diese Gruppe setzt mit Gewalt ihre Sicht der Welt oder Ideologie durch und meint oft, es gäbe "gute" oder "gerechtfertigte" Gewalt.

Wenn man die Extreme mit Gewalt betrachtet, dann doch bitte an allen Rändern der Gesellschaft. Und nur weil Medien, die ebenfalls dieser Gruppe zugetan sind, es behaupten, passen Islamismus und Rechtsextremismus, den hier die meisten mit rechtsradikal, rechts, konservativ oder normal in einen Topf schmeißen noch lang nicht zusammen. Jede der Gruppen hat verschiedene Inhalte und Ziele sowie ein völlig unterschiedliches Verhältnis zu Gewalt. Genau wie auf der anderen Seite die entsprechenden Gruppen.

Zusammenfassung: Gewalt gegen Leben und Sachen ist strikt abzulehnen! Egal von wem gegen wen.


 

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