Autor Thema: Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen  (Gelesen 2241 mal)

Offline Skirtedman

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #75 am: Gestern um 19:55 »
Naja, war jetzt kein Meisterwerk, diese Umfrage.
Trotz einiger Fehler stehe ich aber immer noch zu ihr und ich empfinde sie noch immer für mich wichtig und aufschlussreich.  :D
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
Wie tief muss der psychische Knacks wohl sein, dass Männer sich nicht endlich auch mehr Freiheiten gönnen!?

Offline Skirtedman

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #76 am: Gestern um 20:00 »
Aus Deinem ersten Satz fällt mir eine andere Interpretation auf, als sie von mir gemeint war:
"Rücksicht auf Kinder, Eltern, Partnerin nehmen"
Diese Aufzählung ist als eine Oder-Verknüpfung zu verstehen, jedenfalls so von mir gemeint.
Dass man das auch als Und-Verknüpfung interpretieren kann, bei der alle Einzelteile erfüllt sein müssen um zu gelten, hatte ich nicht als mögliche Interpretation im Sinn.

Natürlich muss nur eines der Kinder, nur ein Elternteil oder nur eine Deiner Partnerinnen (falls Du mehrere hast) ausschlaggebend sein, dass die Bedingung Rücksicht erfüllt ist. So jedenfalls ist es gemeint.

Daran anknüpfend  :D muss ich nochmals einen Blick auf die Formulierung meiner Sätze nehmen.

Gerade, weil auch Rücksichtnehmen auf jmd.n scheinbar schon so gedeutet wurde:
"Einige meiner Familie sollen gar nicht wissen, dass ich Röcke trage. Das ist keine Rücksicht."

Doch, ist es schon. In meinem Empfinden. Es ist Rücksicht.
Und auch die Formulierung:
"mir ist wichtig, was meine Kinder, meine Eltern, meine Partnerin von mir denkt," ('denken' wäre grammatikalisch korrekt)
bedeutet: Rücksicht nehmen. Entweder man hat es geschafft, sie von seiner wahren Intention zu überzeugen (Glücksfall),
oder man ist noch dran, oder man hadert noch, man kämpft noch, wie auch immer, zumeist geht es mit einem inneren oder offenen Kompromiss einher. Wenn man es für wichtig hält, was sie denken, dann ist das eine Art Rücksicht.

"mir ist wichtig" habe ich in Satz 2 und 3 verwendet. Im erwähnten Glücksfall kann es sein, dass dann auch Satz 3 und 4 relevant werden, falls zutreffend. Oder Satz 2 und 3 bleiben relevant, weil es ja auch weiterhin wichtig ist, was die enge Familie über einen denkt.

Satz 3 und 4 ("brauche keine Rücksicht nehmen auf") kann sein, weil die enge Familie nicht vorhanden ist oder irrelevant ist. Oder weil eben aus obigem Glücksfall die enge Familie schon so mit seinem Rocktragen zufrieden und überzeugt ist, dass man nicht mehr weiter Überzeugungsarbeit leisten muss und sich das Rocktragen schon so fraglos ins Familienleben integriert hat.

Bei cephalus und Ludwig scheint mit diese Stufe schon erreicht zu sein (Glücksfall). Wobei z.B. Ludwig vielleicht auch gerne noch freier entscheiden würde, was er gerne tragen würde, aber sich entsprechend einigermaßen zurückhält. Also bei Ludwig halte ich es für möglich, dass für seine Lebenssituation es möglich ist, dass doch eher die Sätze 2 / 3 als die Sätze 4 / 5 relevant werden.

Also: die Übergänge zwischen den verschiedenen Satz-Kategorien kann fließend sein, das muss dann jeder, den es betrifft, sich selber erforschen, was denn bei ihm am ehesten der Fall ist.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
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Offline Skirtedman

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #77 am: Gestern um 20:06 »
Ich versprach Zwischenergebnisse. Hier im Beitrag wird gleich ein Teil des aktuellen Zwischenergebnisses genannt.

Natürlich kann die Analyse der Ergebnisse Fragen aufwerfen. Z.B. welche Lebenssituation führte dazu, dass der betreffende Satz zutrifft?

Denn es gibt eine Reihe unterschiedlicher Konstellationen, die dazu führen können, dass die ein und dieselbe Antwort zutrifft. Wer Beispiele von mir braucht: bitte nachfragen.

Jede Antwortmöglichkeit wirft neue Fragen auf. Das war mir von Anfang an bewusst. Und so manches wäre spannend, weiter zu hinterfragen, sicherlich.

Eine der sechs Antwortmöglichkeiten hat mich dann aber doch ziemlich überrascht:
Satz 1: "Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen, und mir ist es egal, was andere Leute von mir denken, eingeschlossen meine Kinder, meine Eltern, meine Partnerin"

Denn fast ein Fünftel der Teilnehmer wählte bis dato diesen Satz. Ich sprach es schon mal an, will aber hier mal erklären, was mich daran so erstaunt.

Jeder Leser im Forum kennt die gelegentliche Aussage hier im Forum: "Ist mir doch egal, was die Leute von mir/über mich denken!"
Diese Aussage wird mit Sicherheit selten voll umfänglich ohne Nebenbedingungen zutreffen. Ich denke, es wird kaum Menschen geben, denen es wirklich in allen Belangen egal ist, was andere Leute von einem denken. Und was die Leute so denken, wird auch oft herumerzählt. Ist es wirklich in allen Belangen einem egal, was die Leute von einem denken und über einen erzählen? Kann ich mir nicht vorstellen.

Insofern wird diese Aussage, wenn sie hier im Forum fällt, überwiegend im Zusammenhang mit dem Rocktragen stehen. Und da wird in erster Linie gemeint sein: "Ist mir doch egal, wenn die Leute mich für queer, divers, trans, LGBTQ+ oder sonst sowas oder sogar für 'normal' halten."
Ich glaube, in diesem Punkt wird mir die Forumsgemeinde überwiegend zustimmen, dass die kurze Aussage oben eigentlich die lange Aussage von hier meint.

Soweit, so gut!

Ich bin aber deswegen so überrascht, dass etliche Abstimmer Satz 1 gewählt haben, weil es nicht nur um "die Leute" geht, sondern weil mein Satz explizit auch enge Familienmitglieder mit einschließt. Also Mama, Papa, Kind 1, Kind 2 ... und die Partnerin.

Mir fällt es sehr schwer zu glauben, dass einem wirklich egal sein kann, was die eben genannten engen Personen über einen denken. Ja, ich kann mir jedoch in der Tat vorstellen, dass es Familienkonstellationen gibt, wo man sich seit Jahren nicht mehr anguckt, nicht mehr redet, wo sowieso alles zerrüttet ist - ohne Vorwurf -, oder sowieso keine Kinder da und keine Eltern mehr da sind und man sich mit der Partnerin sowieso gerade in Trennung befindet.

Dass knapp ein Viertel unserer Teilnehmer diese Aussage 1 als für sich zutreffend gewählt haben, verwundert mich eben.

Und ich frage mich, wer kann Satz 1 für sich wählen?
Also die Fälle von eben aus dem längeren Absatz obendrüber.
Vielleicht auch, weil man aus Neugier irgendetwas anklicken musste, um an die Ergebnisse der Umfrage zu gelangen?
Vielleicht, weil man den Satz in seiner vollen Bedeutung nicht erkannt hat?
Vielleicht, weil man den Satz anders aufgefasst hat, wie er gemeint war?





Wie ich mir Satz 1 nochmal angeschaut habe (gerade auch mit der Verknüpfung in der Aufzählung, die ja nur aus Kommas besteht), so ist mir aufgefallen, dass man diesen Satz tatsächlich auch auf eine andere Weise noch auffassen kann, wie er allerdings überhaupt nicht gemeint ist:

"Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen, und mir ist es egal, was andere Leute von mir denken, eingeschlossen meine Kinder, meine Eltern, meine Partnerin"

Mir ist es egal, was andere Leute von mir denken.
Allen meinen Kindern ist es egal, was andere Leute von mir denken.
Allen meinen Elternteilern ist es egal, was andere Leute von mir denken.
Meiner Partnerin ist es egal, was andere Leute von mir denken.

Ooops! So war das nicht gemeint!
Diese Art, den Satz aufzufassen, entstellt komplett den Sinn, wie er gemeint war.
Wenn der Satz so aufgefasst wird, kann ich mir vorstellen, dass er häufiger zutreffen wird.

Mein Satz war so gemeint:
Mir ist es egal, was die anderen Menschen von mir denken,
und mir ist es auch egal, was meine Kinder und meine Eltern und meine Partnerin von mir denken.


Vielleicht hätte ich den Satz anders bauen sollen, wie es eigentlich grammatikalisch besser wäre:
"Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen, und mir ist es egal, was andere Leute, eingeschlossen meine Kinder und meine Eltern und meine Partnerin, von mir denken., eingeschlossen meine Kinder, meine Eltern, meine Partnerin"

Gerade in letzter Zeit weiche ich von dieser grammatikalisch zutreffenderen Satzstruktur ab, vor allem, wenn die Erläuterung, was mit dem einen Wort gemeint ist, komplexer ist. Das setze ich immer mal wieder bewusst ein, um die Satzaussage lesbarer zu machen, weil die Erläuterung den Rest des Hauptsatzes so weit weg von seinem Anfang schiebt oder weil zu viele Kommas die Erfassung des Satzes erschweren. Bei meinem Satz 1 verwendete ich auch dieses Stilmittel. Aber ohne zu ahnen, dass man dadurch diesem Satz eine völlig andere Bedeutung geben kann, die ich nicht meinte.

Sprache ist ein wunderbares Werkzeug.
Sprache hat aber auch so seine Tücken.
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Offline high4all

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #78 am: Gestern um 22:11 »
Sprache ist ein wunderbares Werkzeug.
Sprache hat aber auch so seine Tücken.
Das hast Du uns in Deinen Beiträgen dieser Umfrage in wahrhaft atemberaubender Deutlichkeit vor Augen geführt. 8)

Die Sprache hat wirklich ihre Tücken. ::)

Eine gute Nachricht für Dich und besonders für mich:
In wenigen Tagen wirst Du es auf den zweiten Platz der "ewigen" Rangliste der persönlichen Beitragszahlen des Forum geschafft haben.  :)

Herr, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. (Psalm 139,14)

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Offline Skirtedman

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #79 am: Gestern um 22:28 »
 ;D ;D ;D

Ich weiß,
darauf arbeitest Du schon seit Jahren hin...  ;D ;D ;D ;D
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Offline Lars

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #80 am: Gestern um 23:31 »
In wenigen Tagen wirst Du es auf den zweiten Platz der "ewigen" Rangliste der persönlichen Beitragszahlen des Forum geschafft haben.  :)

Schade, daß es keine Statistik über die Wort-Anzahl gibt, die jedes einzelne Mitglied geschrieben hat.
Da wäre Wolfgang auf Platz 1, noch weit vor MAS, der ja unter seinen 29.000 Beiträgen sehr viele mit nur zwei oder drei Worten hat ...
Was machen Verschwörungstheoretiker?
Die Nachrichten ein paar Jahre eher liefern als das Fernsehen.

Offline ChrisBB

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #81 am: Heute um 14:08 »
Ferdi hatte bis zu seinem Ableben nicht mal ganz 1000 (996).
Ihr hantiert da mit wesentlich größeren Zahlen.
Gruß,
ChrisBB

Offline Zwurg

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #82 am: Heute um 15:06 »
Auf mich trifft keine dieser Ankreuzmöglichkeiten zu. Leider gibt es dazu kein Kästchen.

LG, Micha

Warum?

Mir sind Menschen und ihre Meinungen nicht egal. Vielmehr möchte ich sie beeinflussen mit dem, was ich für gut halte, zu ihrem eigenen Wohl. Aber nichts vorschreiben, nur vorschlagen und vorleben.
(Schade, während ich hier schreibe, kann ich die Ankreuzmöglichkeiten nicht sehen.)

Ich brauche mich nicht von LGBTQ+ zu distanzieren, auch wenn ich nicht dazu gehöre.
Aber ich halte Männlichkeitsklischees wie bei BH für schädlich und möchte nichts damit zu tun haben.
Demzufolge möchte ich Menschen, die diese Klischees bedienen, auch nicht erreichen, indem ich ihnen nach dem Munde rede.

Für mich wäre also ankreuzbar:
Mir sind meine Mitmenschen nicht egal, sondern ich möchte zu ihrem eigenen Wohl gerne ihren Horizont erweitern, auch in Bezug auf Kleidungsmöglichkeiten jenseits von Genderklischees.

LG, Micha

Mir geht es genau so, für mich ist da nichts zum Ankreuzen, ich trage gerne Rock und daheim auch gerne im Winter Kleid. Trotzdem ist mir nicht egal, was Famile, Freunde und andere Menschen von mir denken. In diese seltsamen politischen Konstrukte LGBTQ++ oder "queer" kann ich mich nicht einordnen.

Ich bin einfach ein Mann, dem die Hose (und die übliche Herrenmode) als Kleidungsstück nicht ausreicht.
Den größten Mut erfordert es den eigenen Weg zu gehen

Offline Skirtedman

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #83 am: Heute um 15:16 »
Ferdi, er möge glücklich auf uns herabblicken, hatte in seiner kurzen Zeit statistisch 2 Beiträge in Tagen geschrieben,
ich 2 pro Tag.

Überlappend hatte er aber anfangs auch noch ein anderes Forum sehr viel intensiver bedient,
ich zwar auch. Aber dieses Forum ist seit 17 Jahren nicht mehr relevant, im Gegensatz zu Ferdi.





@High4all
Du führst bestimmt schon seit 2 oder 4 Jahren eine Excel-Liste, mit der Du unseren Break-Even-Point prognostizierst...  ;D ;D ;D
Eine zeitliche Aufbereitung der Entwicklung dieser Prognose wäre beim Eintreten des Break Even mal höchst interessant...  ;D ;D ;D
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Offline Skirtedman

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #84 am: Heute um 15:24 »
Ich brauche mich nicht von LGBTQ+ zu distanzieren, auch wenn ich nicht dazu gehöre.
Aber ich halte Männlichkeitsklischees wie bei BH für schädlich und möchte nichts damit zu tun haben.
Demzufolge möchte ich Menschen, die diese Klischees bedienen, auch nicht erreichen, indem ich ihnen nach dem Munde rede.

Für mich wäre also ankreuzbar:
Mir sind meine Mitmenschen nicht egal, sondern ich möchte zu ihrem eigenen Wohl gerne ihren Horizont erweitern, auch in Bezug auf Kleidungsmöglichkeiten jenseits von Genderklischees.

LG, Micha

Mir geht es genau so, für mich ist da nichts zum Ankreuzen, ich trage gerne Rock und daheim auch gerne im Winter Kleid. Trotzdem ist mir nicht egal, was Famile, Freunde und andere Menschen von mir denken. In diese seltsamen politischen Konstrukte LGBTQ++ oder "queer" kann ich mich nicht einordnen.

Ich bin einfach ein Mann, dem die Hose (und die übliche Herrenmode) als Kleidungsstück nicht ausreicht.

In dem von Dir eben gemeinten Punkt geht es Dir genauso wie MAS.
Aber MAS hat im Gegensatz zu Dir kein Problem damit, wenn er eingeordnet wird in die von Dir seltsam politisch kontruiert gehaltenen Konstrukte. MAS hält diese genannten Bereiche nicht für seltsam.

Also, wie Du schreibst, in dem einen Aspekt geht es Dir wie MAS, in einem anderen aber ganz anders.

Nach dem kleinen Einblick, den Du eben in Deine Lebenssituation gegeben hast, könnte ich mir vorstellen, dass der Satz 3 recht gut heranreicht an Deine Lebenssituation.

( Satz 3: "Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen, und mir ist wichtig, was meine Kinder, meine Eltern, meine Partnerin von mir denken, und dabei helfen mir die Konzepte von "queer" und LGBTQ+ nicht")
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Offline Skirt-Man

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #85 am: Heute um 17:09 »
"- ich muss keine Rücksicht auf Kinder, Eltern, Partnerin nehmen, aber ich möchte trotzdem nicht mit "queer" und LGBTQ+ verwechselt werden"

Sprache ist schon manchmal Missverständlich, oder ich bin nur verwirrt nach dem Lesen der Beiträge.
Ich habe die Antwort so verstanden:
Ich muss keine Rücksicht nehmen, weil schon alle (Kids, Eltern, Partnerin und mein Umfeld) wissen, dass ich ein Quoten Exote bin.
Bei allen anderen ist es mir so langsam egal geworden, was sie über mich denken.
Ich toleriere queere oder L+ Menschen, aber aber keine Lust mit denen in einen Topf geworfen zu werden.
Dann zähle ich mich eher zur Mittelalter oder Hard & Heavy Szene.

Offline Zwurg

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #86 am: Heute um 17:17 »
Zitat
In dem von Dir eben gemeinten Punkt geht es Dir genauso wie MAS.
Aber MAS hat im Gegensatz zu Dir kein Problem damit, wenn er eingeordnet wird in die von Dir seltsam politisch kontruiert gehaltenen Konstrukte. MAS hält diese genannten Bereiche nicht für seltsam.

Also, wie Du schreibst, in dem einen Aspekt geht es Dir wie MAS, in einem anderen aber ganz anders.

Nach dem kleinen Einblick, den Du eben in Deine Lebenssituation gegeben hast, könnte ich mir vorstellen, dass der Satz 3 recht gut heranreicht an Deine Lebenssituation.

( Satz 3: "Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen, und mir ist wichtig, was meine Kinder, meine Eltern, meine Partnerin von mir denken, und dabei helfen mir die Konzepte von "queer" und LGBTQ+ nicht")

Natürlich haben MAS und ich nicht die gleiche Weltanschauung und politische Einstellung. Das führt manchmal zu Disskussionen, die wir aber stets respektvoll aufAugenhöhe führen, in der ich lediglich auf der Erklärung meiner Meinung beharre, so das man mich verstehen kann. Eine gegenseitige Bekehrung halte ich für ausgeschlossen, da wir beide alte Männer sind und unsere Meinungsbildung, resultierend aus unseren unterschiedlichen Lebensläufen weitgehend abgeschlossen ist.



Auch Satz 3 trifft auch mich nicht zu, da ich nicht in einer Partnerschaft lebe, keine Kinder habe und über kurz oder lang Vollwaise sein werde. Deswegen habe ich trotzdem Meschen die mir wichtig sind.

Also wieder ein Baustein, den eine KI zur Erstellung meines digitalen Zwillings verwenden kann.

Was den Kleidungsstil betrifft sind MAS und ich uns wahrscheinlich sehr nahe, sofern ich das aus den Bildern ersehen kann. Ein persönliches Treffen gab es noch nie, da wir ja sehr weit voneinander entfernt leben.



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Offline Zwurg

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #87 am: Heute um 17:41 »
Zitat
Ich toleriere queere oder L+ Menschen, aber aber keine Lust mit denen in einen Topf geworfen zu werden.
Dann zähle ich mich eher zur Mittelalter oder Hard & Heavy Szene.

Mittelalter oder Hard & Heavy, da bin ich auch dabei. Und etwas Gothic.

Aber das wird politisch auch nicht vertreten.

Der Hardrockbeauftragte im Bundestag oder die entsprechende NGO fehlt noch.
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Offline Skirtedman

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #88 am: Heute um 18:17 »
Na, da habt Ihr noch eine große Lücke entdeckt in der politisch wirksamen Arbeit.

Meines Wissens gibt es irgendwo einen Minister für Rockmusik. Oder war es für Partys?
Finnland könnte das gewesen sein.

---

"- ich muss keine Rücksicht auf Kinder, Eltern, Partnerin nehmen, aber ich möchte trotzdem nicht mit "queer" und LGBTQ+ verwechselt werden"

Sprache ist schon manchmal Missverständlich, oder ich bin nur verwirrt nach dem Lesen der Beiträge.
Ich habe die Antwort so verstanden:
Ich muss keine Rücksicht nehmen, weil schon alle (Kids, Eltern, Partnerin und mein Umfeld) wissen, dass ich ein Quoten Exote bin.
Bei allen anderen ist es mir so langsam egal geworden, was sie über mich denken.
Ich toleriere queere oder L+ Menschen, aber aber keine Lust mit denen in einen Topf geworfen zu werden.
Dann zähle ich mich eher zur Mittelalter oder Hard & Heavy Szene.

Ja, Skirt-Man, richtig.
Oder wenn Du eben weder Kids, Eltern oder Partnerin hättest, weil sie eben nicht oder nicht mehr sind.
Oder falls Kids, Eltern oder Partnerin zwar da wären, aber auf Deinen Alltag keinen Einfluss haben, weil sie für Dien Leben irrelevant geworden sind.
Oder die Kids, Eltern oder Partnerin sind schon so sehr mit Deinem Rocktragen vertraut, dass Du Dir keine Gedanken mehr machen musst, dass sie über Dich etwas anderes denken könnten als was Du für Dich richtig hältst.

Das sind die Konstellationen, die mir so einfallen, die der Bedingung "ich muss keine Rücksicht auf Kinder, Eltern, Partnerin nehmen" gerecht werden.
Deine Interpretation zählt richtigerweise zählt dazu.

Du schreibst:
"Bei allen anderen ist es mir so langsam egal geworden, was sie über mich denken.
Ich toleriere queere oder L+ Menschen, aber aber keine Lust mit denen in einen Topf geworfen zu werden."

Wenn Du nicht in einen Topf geworfen werden willst, bedeutet das aber in meinen Augen, dass Dir zwar langsam egal geworden ist, was die Leute von Dir denken, aber so ganz egal ist es Dir trotzdem noch nicht.

Falls Dein Satz zur Antwort 5:
"Ich muss keine Rücksicht nehmen, weil schon alle (Kids, Eltern, Partnerin und mein Umfeld) wissen, dass ich ein Quoten Exote bin."
auch für Deine persönliche Situation zutrifft,

dann träfe eben Antwort 5 auf Dich zu.

---

Je mehr ich mit Euch über die Umfrage diskutiere, desto mehr fallen mir die verschachtelten logischen Bedingungen auf. Die zu analysieren und mit seiner eigenen Situation abzugleichen, kann schon etwas sein, was man nicht in 5 Sekunden erledigen kann.

Die Frage: "Hast Du einen Kühlschrank? Ja / Nein" ist schneller und eindeutiger zu beantworten.  :D

---

Auch Satz 3 trifft auch mich nicht zu, da ich nicht in einer Partnerschaft lebe, keine Kinder habe und über kurz oder lang Vollwaise sein werde. Deswegen habe ich trotzdem Menschen die mir wichtig sind.

Na, mit diesem weiteren Baustein tendiert doch der Satz 5 als relativ zutreffend für Dich.
Dass Männer nur Hosen tragen, ist weder körperlich noch geistig gesund.
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Offline Skirtedman

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Antw:Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen
« Antwort #89 am: Heute um 20:15 »
Startbeitrag der Umfrage. Offensichtlich lag ich falsch mit meiner Einschätzung:

Hallo,

zu dieser Umfrage bedarf es eigentlich gar keiner weiteren Erklärung.

Besonders vom Anfang und Mittelteil der anschließenden Diskussion sah ich mich, bzw. die Umfrage,
angefeindet, ich/sie sei tendenziös und queer- bzw. LGBTQ+-feindlich gesonnen.

Mehrmals hab ich dem widersprochen. Genutzt hat es wenig.

Nach und nach hab ich mich beschäftigt mit den 6 Sätzen zur Auswahl.
Schnell hab ich entdeckt, dass es ein paar Lücken gibt. Entdeckt hab ich auch, dass gar nicht alle User ich erreichen möchte: Frauen z.B. machen keinen Sinn, mitzustimmen. Oder User mit einem männlichen Partner werden hier auch nicht abgeholt - sind auch tatsächlich nicht wirklich mitgemeint, jedenfalls bei 5 der 6 Sätze, dort explizit.

"Queer" und "LGBTQ+" stehen für non-binäre oder non-hetero-orientierte Lebensformen und noch ein bisschen mehr. Für mich vielleicht als Platzhalter für noch andere denkbare Ausdrücke. Für manche Befragte vielleicht nicht für das, als was sie sich sehen. Für andere Befragte für das, was sie definitiv nicht beschreibt. Kommt ja alles vor. Ich als Verfasser der Umfrage, sehe mich auch nicht in diesem "Spektrum". Für mich ist "queer" und "LGBTQ+" vielleicht mehr ein Komplex, ein Sammelsurium. Für Menschen, die sich von den zwei Begriffen mitgemeint fühlen, kann es sein, dass sie ggf. "LGBTQ+" mehr als eine Szene sehen, der sie jedoch sich nicht zurechnen, aber von mir - vielleicht zurecht - mitgemeint fühlen. Also: das ist alles gar nicht so einfach. Dennoch sehe ich es als "Außenstehender" mehr als symbolischen Komplex, der eigentlich alles beschreibt, was weder eine "richtige Frau" meint noch einen "richtigen Mann", wobei das "richtig" sehr dehnbar ist und nicht auf "toxische Weiblichkeit" bzw. "toxische Männlichkeit" behaart.

Aber alleine "normale" Frauen oder Männer zu beschreiben, fällt schon sehr schwer. Deswegen ist die Abgrenzung dazu relativ anschaulich, wenn man - jedenfalls von der Aussensicht - im Gegensatz dazu "queer" und "LGBTQ+" z.B. als begreifbare Bezeichnung verwendet, um auszudrücken, was man gerade meint, oder was man gerade nicht meint.

Puh! Die letzten zwei Absätze wollte ich eigentlich gar nicht in diesen Beitrag schreiben. Das macht aber deutlich, wie komplex solch eine Betrachtung sein kann, vor allem, wenn man vermeiden möchte, jemandem unbeabsichtigt weh zu tun.

Was ich in diesem Beitrag schreiben wollte, entwickele ich nach diesem Vorwort (Wort zum Sonntag  ;D ;D ;D) nun anschließend:

#Meine Umfrage

Meine Umfrage ist nicht queer- oder LGBTQ+-feindlich ("L+"-feindlich).
Das sieht man schon alleine daran, dass 4 von 6 Antwortsätzen eine ausdrückliche "L+"-Freundlichkeit aufweisen.
Zwei Antwortsätze drücken einen gewissen Vorbehalt gegen "L+" aus.
Macht 4:2 für "L+"-Freundlichkeit meiner Umfrage!

Einer der zwei potenziell "unfreundlichen" Sätze (Satz 3) sagt lediglich aus, dass "L+" nicht hilfreich ist, den eigenen Rockwunsch seinen engsten Menschen zu erklären oder ihn uneingeschränkt umzusetzen.

Der andere Satz (Satz 5 - den hatte ich in den Beiträgen zuvor bereits etwas im Fokus) habe ich schon recht früh in dieser Diskussion für jenen Satz eingeräumt, der in der Lage ist, aus Sicht von "L+"-Angehörigen als "L+"-feindlich aufgefasst zu werden. Die Aussage dieses Satzes ist in der Lage interpretiert zu werden, als würde er "L+" in eine Schmuddelecke stellen. Und ja, Menschen, für die "L+" eher etwas peinliches ist, können sich von diesem Satz angesprochen fühlen (sollten die restlichen Bedingungen des Satzes auf sie zutreffen).

Ich halte es für legitim, solchen Menschen eine Option in einer Umfrage einzuräumen.

Aber: es gibt ja noch viel mehr Möglichkeiten, die den Satz 5 zutreffend machen können - die familiäre Bedingungen habe ich ja schon mal eingehend beleuchtet. Für jemanden, für den es wichtig ist, nicht für "L+" gehalten zu werden, muss aber nicht zwingend zutreffen, "L+"-Menschen und die Szene und alles abzulehnen. Für diesen jemanden ist es eben nur wichtig, nicht als Angehöriger von "L+" aufgefasst zu werden.

Mein übertragenes Beispiel wiederhole ich hier:
Ich habe nichts gegen Frauen (nein, ich mag einige sogar sehr). Aber ich möchte trotzdem nicht für eine Frau gehalten werden.
Tausche 'Frau' gegen 'L+' aus!

Und die beiden Aussagen sind nicht frauenfeindlich oder "L+"-feindlich. Selbst wenn meine Klammer da nicht mit im Spiel sein sollte.

Also, auch wenn man das auf den ersten Blick so auffassen kann, hat mein Umfrage-Satz 5 nicht zwingend etwas "L+"-feindliches.
Und ich wiederhole nochmals den Satz 5:

"Ich trage Rock oder würde gerne Rock tragen, und ich muss keine Rücksicht auf Kinder, Eltern, Partnerin nehmen, aber ich möchte trotzdem nicht mit "queer" und LGBTQ+ verwechselt werden"

Vor dieser Analyse von Satz 5 lag die "L+"-Freundlichkeit meiner Umfrage bei: 4:2 für "L+"-Freundlichkeit
Betrachtet man Satz 5, so würde ich nun eine grobe 50:50-Gewichtung beimessen, also komme ich nun auf:
4,5:1,5 für die "L+"-Freundlichkeit.

Dürfen wir aber hier nicht vergessen, dass Satz 3 - aber das hatte ich schon ausführlich dargelegt - ja nahezu keine "L+"-Unfreundlichkeit ausdrücken muss, um trotzdem auf Lebenssituationen zuzutreffen. Freilich bleibt ein Beigeschmack, dass da irgendwo eine "L+"-Ablehnung durchschimmert - wenn man sich die Satzaussage genau durch den Kopf gehen lässt, so kann es sein, dass diese Ablehnung ggf. bei irgendwelchen Bekannten, entfernten Verwandten, den Nachbarn, dem Bankberater, einem Chef oder bei dahergelaufenen unbekannten Menschen auf der Straße liegen kann, aber nicht zwingend bei der Partnerin, bei den Eltern, bei den Kindern, auch nicht beim Rockträger (vergleiche den Gedanken dort oder hier).
Und auch nicht beim Umfragen-Ersteller. Eigentlich kann das "Gegentor", also der 1-Zähler gegen die "L+"-Freundlichkeit, den Satz 3 beigesteuert hat, quasi vollständig wieder abgezogen werden.

Dann lägen wir bei 5,5:0,5 für die "L+"-Freundlichkeit dieser Umfrage. Aber gewiss, beinhaltet Satz 3 eine Ablehnung. Und zwar eine Ablehnung, die "L+" eben im alltäglichen Leben spüren. Gegen die "L+" im Eigeninteresse angeht, für die "L+" versucht einzustehen. Eine Ablehnung, die eben präsent ist und nicht wegzudiskutieren ist. Ja, diese diffuse, aber vorhandene Ablehnung (und manchmal ist sie ja gar nicht so diffus) schlägt sich nieder im Satz 3, darum ziehen wir für Satz 3 nicht den ganzen Zähler ab, sondern analog zu Satz 5 eben 50:50, also 0,5.

Und somit stehen wir bei der Einschätzung der Umfrage bei dieser Gewichtung:

Meine Umfrage ist 1:5 "L+"-feindlich.
Meine Umfrage ist 5:1 "L+"-freundlich.


Das war das Wort zum Sonntag.
Einen ebensolchen schönen wünsche ich Euch.

P.S.: Achja:
Ich freue mich, dass "L+" sichtbar ist.
Und ich freue mich, dass Männer im Rock auch außerhalb von "L+" sichtbar sind.
Beides zu stärken, ist doch das schönste Ziel, was man sich in unserem Bereich so wünschen kann. Für alle Beteiligte.
Und auch für die, die im Moment noch weder "L+" mögen noch Männer in Röcken ohne "L+", auch die werden den Mehrwert noch erkennen.

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